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Zwangserkrankter?!

unregistriert

1

Samstag, 30. Juni 2007, 16:51

sexuelle Zwangsgedanken

Hallo,


Ich hab schon einmal über mein Problem berichtet.
Doch jetzt glaub ich dass es ausartet.
Zu meinem Problem: ich hab Angst schwul werden zu können. Seit ca. 2 Monaten. Es ist so dass ich manchmal glaube es zu besiegen und manchmal könnte ich mich im Tiefsten Loch begraben.

Zu meiner bisherigen sexuellen Erfahrung:


Also mit 5 war ich das erste mal in ein Mädchen verknallt die drei Jahre älter war wie ich. Ich war bis noch bis vor 4 Jahren in sie verknallt. Aber nicht nur in dieses Mädl hab ich mich verknallt, unzählige Male. In der Hauptschule gab es sicher 3 Mädls die mir wirklich gefallen haben. Jetzt besuche ich die AHS und mache nächstes Jahr meinen Abschluss. Ich hatte noch nie Sex. Aber hatte schon sexuelle Kontakte mit Jungs (aber noch vor einbruch der Pubertät. Eine richtige Beziehung hatte ich noch nie, meinen ersten Kuss hab ich allerdings schon erlebt (mit einem Mädchen)! +g+
Mit 10 hab ich dass erste mal einen Erotik film gesehn. Mit 12/13 begann ich dann zu onanieren. Ich hab da aber nur an Mädls gedacht. Mit 13 dann der erste Porno im Internet. und der hat mich dann schon ziemlich umgehaun.
Naja ich war eigentlich schon immer auf Mädls aus. Aber jetzt kommt die Angst dass ich vielleicht doch schwul sein könnte.

Diese Angst hatte ich schon einmal vor 1 1/2 Jahren für 6 Monate lang was für mich nocheinmal unberuhigender ist. Damals konnte ich diese Angst irgendwie bezwingen. Und ich ließ mich damals nicht so darauf ein. Also ich hab es nicht so nah an mich ranlassen kommen. Ich glaube dass ich mich schon immer ziemlich unter druck gesetzt hab. Ich bin eigentlich (glaub ich zumindest) ziemlich aufgeschlossen. Aber nochmals ich war nie auf Jungs so mit Liebe fixiert. Dass passt für mich heute noch nich zusammen. Das kommt mir so komisch vor.
Vor Ca. 2 Monate lag ich im Bett und dachte mir aus dem nix heraus: hmmm. du hattest jetzt noch immer keine richtige Beziehung....... mit dir stimmt sicher etwas nicht.
Anfangs war es richtig schlimm ich hab die ersten drei Tage nichts gegessen . Bis ich fix und fertig meiner Mutter davon erzählte. Die bestätigte mir dann dass ich zu 1000% nich schwul sei oder werde. Dass hab ich ihr anfangs auch geglaubt und dann fing ich an alles in frage zu stellen. Vielleicht hast du ihr das falsch erzählt. Dann fing ich an im Internet nachforschungen anzustellen dann kam ich auf ein Forum mit Sexuellen Abnormen und laß dort wie ein Kinderschänder davon erzählte wie und warum er dass machte. Und dann der nächste Kracher: Vielleicht bist du nich schwul sondern Pädophil oder gar beides!!!!!!!!!!!!!
Diese Angst lies mich allerdings bald wieder los. Nun ja das mit dem schwul sein/werden allerdings nicht.

Seit dieser Angst sind die Dinge irgendwie verdreht ich hoffe dass ich mir das nur einbilde aber ich glaube langsam männer anders anzusehn. Früher hab ich halt gedacht man der bekommt bestimmt einen Haufen Weiber ....... Und jetzt muss ich denken: hmmmm. wie findest den jetz, und dann zwängen sich so sätze auf: der is eigentlich gar nich so schlecht.... was soll die Scheiße. Und ich denke jetzt die ganze Zeit ob jemand schwul ist oder nich, will der mich jetzt anmachen usw. was soll der Bockmist.

Dass war ja noch alles ganz Akzeptabel und jetzt glaub ich langsam wirklich dass ich es werde. Ich onaniere jetz nicht mehr weil sich einmal ein Gedanke von einem Kollegen aufdrängte ich wollte nich an den Denken ich hatte und jetz hatte ich mal nachts einen Traum dass er mich am Hals küsste und ich ihn anschließend eine verpasste. Man das ich ja ech nich mehr eine Zwangsangst oder??????????????

Ich will wirklich nicht schwul werden. Aber mein Unterbewusstsein sagt so: ja du willst es nur nich sein weil es geselschaftlich nicht passt.........

Ich hab solche Angst ich werde in nächster Zeit in Therapie gehen. Hoffe ich wirklich dass ich mich niemals in einen Kerl verlieben kann.

sry wegen ev. Rechtschreibfehler.


Gruß

Indianer

unregistriert

2

Samstag, 30. Juni 2007, 22:03

Hallo Zwangserkrankter,

das sind typische Zwangsgedanken. Das merkst Du daran, das Du es ja eigentlich ga rnicht willst. Also lass Dich nicht verunsichern...Du bist nicht schwul und wirst es auch nicht werden, nur weil so ein Scheiß Zwang Dir das einredet...

Es ist doch immer wieder erstaunlich wie gut man anderen sagen was ist und einem selbst nicht. Kennt Ihr das? :)

Viele Grüße
Indianer

3

Sonntag, 1. Juli 2007, 18:58

Indianer

Ja das kenn ich auch. "Es ist ein Zwang lass dich nicht verunsichern, du willst es ja nicht denken!".
Erwischt es dann einen mal selbst wieder, merkt man.. oha das ist echt so. Verdammt ich fühle doch das es richtig ist, aber ich will es nicht fühlen. Auch wenn es 10 Minuten davor noch völlig "ok" war. Darum kann man sich ja auch nicht darauf vorbereiten. Und wenn ich mir auf einen Zettel schreibe "Gerade weißt du das alles gut und richtig ist. Es ändert sich auch nicht durch den Zwang, les das wenn es wieder schlecht ist, ich bin mir SICHER!!!"
Ließt man dann das im schlechten Zustand denkt man sich "wie konnte ich das nur schreiben" und "man war ich da naiv, ich weiß doch wie es in wirklichkeit ist, nämlich alles scheiße".

Und zu dir Zwangserkrankter, hab ich ja shcon geschrieben das ich das gleiche auch kenne. Du wirst hier im Forum nicht die Antwort finden. D8u kannst dich immer wieder kurz absichern "puh die schreiben ich bin nicht schwul", aber dein Zweifel und deine Angst es doch zu sein wird bald wieder da sein. Such dir Hilfe. Und warte nicht mehr länger. Und hab keine Angst, das du dich in den Psychologen verliebst oder so quatsch. Auch die Angst kenne ich. Es wird nicht der Fall sein. Aber auch das ist keine Hilfe für dich. Würdest du anfangen das Ganze locker zu sehen, hättest du diesen Gedanken nicht mehr. Die Angst hält dich bei dem Thema.
Gruß Toschi

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Toschi« (1. Juli 2007, 19:01)


Gypsyweed

unregistriert

4

Dienstag, 3. Juli 2007, 11:21

Einfach locker bleiben. Wäre es denn so schlimm, wenn Du bisexuell wärst? (schwul bist Du ja nicht, Du warst ja schonmal in ein Mädchen verliebt)

Was kann denn schon groß passieren? Heutzutage wird man dafür nicht mehr bestraft.

Wenn du keine Angst mehr vor diesen Gedanken hast, dann wirst Du sie auch nicht mehr haben. Das ist wie wenn man versucht, nicht an ein Nilpferd zu denken...man denkt garantiert daran, auch wenn mans vorher nie getan hätte.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Gypsyweed« (3. Juli 2007, 11:22)


5

Dienstag, 3. Juli 2007, 11:24

Gypsyweed,

Danke für deinen tollen Ratschlag, leider ist das nicht möglich, für den fall dass es so einfach wäre würde diese Forumssparte nicht existieren.

6

Dienstag, 3. Juli 2007, 13:57

muss eni beipflichten

Egal welche "Beweise" du hast. Du wirst nie denken oder dir eingestehen "Oh, hoppla, Männer machen mich ja neben Frauen auch an". Der Kopf sagt "ich bin schwul und NUR schwul", so einfach das für jemand Außenstehendes klingen mag. Es geht einfach nicht. Ich küsste meine Freundin und bekam ne errektion "Puh, erleichtert...ich bin nicht schwul, oder doch? ist das ein Beweis?".

Ich kann mir auch nicht vorstellen wie jemand 10 mal um sein Haus fährt um zu kontrollieren das er auch gewiss keinen überfahren hat. Ich meine beim Kontrollieren könnte er ja wieder jemand überfahren haben. Also nochmal kontrollieren. ICH sag mir "Hallo, des hätte schon geholpert wenn ich über jemand drübergegurkt wär". Das können diese Menschen aber auch nicht. Ist mir völlig unbegreiflich, aber ich kann es ihnen glauben und auch vorstellen wie sie sich dabei fühlen. Es ist eben eine Krankheit. Man kann einen Knochebruch auch nicht heilen indem man einfach sich selbst sagt "so der Arm ist wieder OK". Wenn man den nächsten Sack Kartoffeln hebt wird mans merken.
Darum Arzt!
Gruß Toschi

7

Dienstag, 3. Juli 2007, 21:39

Hallo
Gyp hat sich vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt. Vielleicht meinte er, wenn man den Gedanken akzeptiert, dann verliert er auch seine Wirkung. Warum macht der Gedanke dir Angst? Weil du ihn eben tief in deinem Inneren ablehnst. Du weigerst dich Schwul zu sein und kannst es nicht akzeptieren, darum hat der Gedanke so eine große Macht.
Wenn es dir jedoch egal wäre schwul zu sein, dann hätte der Gedanke keine Kontrolle mehr und verliert seine Wirkung. Leider wird so die Ebene für die nächsten Zwangsgedanken gelegt.

liebe Grüße

Hope

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8

Dienstag, 3. Juli 2007, 21:40

RE: muss eni beipflichten

Hallo,

dem kann ich auch nur zustimmen, einige verstehen den Zwang nicht, auch wenn ich einen anderen habe kann ich auch Leute verstehen die andere Zwänge haben, naja einige vielleicht nicht.

Gruß

Hope
Gruß

Hope


Frei nach Dieter Nuhr: „Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten.“
http://www.youtube.com/watch?v=j8uefBUOfgA

9

Dienstag, 3. Juli 2007, 22:13

Ok

Falls es so gemeint war, dann stimme ich dem zu. Aber diesen Tip kann man nunmal nicht befolgen. Wie soll man die Angst verlieren schwul zu sein. Ich meine, man sagt sich selbst: "Ok, bin ich eben Bisexuelll, kann ich mit leben".
Aber irgendwo schafft man es nicht sich dem völlig hinzugeben sage ich mal. Es wiederstrebte mir im Kopf und Gefühl zuzugeben "ich steh auch auf Männer", weil das darauf zubewegen auf diese Angst immer wie ein "ich versuche mich selbst auszutricksen, scheisse hoppla ich weiß es doch auch das ich mich nur selbst austricksen möchte" erscheint. Und wie du ja bereits sagtest, dann kommt eben das nächste.
Gruß

Zwangserkrankter?!

unregistriert

10

Mittwoch, 4. Juli 2007, 13:23

Mein Problem ist wirklich dass ich selbst homophob war (oder irgendwie noch immer bin)
Ich hab Angst dass ich es mir einfach nie eingestehen wollte und nun konfrontiert mich mein Problem, und mich einfach selbst immer belügte?
kann man durch eine Zwangstangst wirklich schwul werden?
Nein sicher nicht.
Aber was ist wenn es keine Zwangstangst ist, vielleicht will ich ja nur eine Ausrede.
Bei mir wird jeder Positive Beweis nichmal halb so viel, wie jeder negative Beweis gewertet.
Komischerweise gibt es die negativen Beweise erst seit meiner Angst +gg+.
Meine neue Angst ist dass ich vielleicht alle Gefühle verdrängte hatte oder nie hab aufkommen lassen. Ich denke einfach viel zu viel nach.

Ich bin zu 100% nich schwul, ich weiß es einfach. Mein Problem ist dass ich diese 2 Sätze einfach nie so stehen lassen kann ich muss es einfach immer und immer wieder durch den Fleischwolf drehen.

Wir sollten einfach darauf scheissen, leider sind wir zwängler viel zu sensibel. Es wäre cool wenn wir mit unserer "besonderen Gabe" Probleme lösen könnten und uns nicht selbst welche machen.

Es wird für jeden irgendwann eine Lösung geben für jeden von uns da bin ich mir 1000% sicher.

Gruß

Gypsyweed

unregistriert

11

Samstag, 7. Juli 2007, 19:00

Zitat

Original von Depres
Hallo
Gyp hat sich vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt. Vielleicht meinte er, wenn man den Gedanken akzeptiert, dann verliert er auch seine Wirkung. Warum macht der Gedanke dir Angst? Weil du ihn eben tief in deinem Inneren ablehnst. Du weigerst dich Schwul zu sein und kannst es nicht akzeptieren, darum hat der Gedanke so eine große Macht.
Wenn es dir jedoch egal wäre schwul zu sein, dann hätte der Gedanke keine Kontrolle mehr und verliert seine Wirkung. Leider wird so die Ebene für die nächsten Zwangsgedanken gelegt.

liebe Grüße


Klar meinte ich das. Ich kenn das, wenn man einen Gedanken zu vermeiden versucht...Ich muss mich da immer zu zwingen den Gedanken zuzulassen, denn einen weiteren Zwang kann ich nu echt nicht brauchen. ;)

Das ist genau wie mit dem Zwang zu kontrollieren ob man den Herd abgeschaltet hat: Wenn es einem im Grunde wurscht wäre ob der Herd noch an ist würde einmal nachprüfen reichen.

bobobo96

unregistriert

12

Donnerstag, 12. Juli 2007, 11:57

ich habe das gleiche problem wie du zwangserkrankter. bei mir sind es hochs und tiefs. mal sind die sorgen verschwunden, dann plötzlich sind sie wieder da. auch ich glaube immer ich rede mir nur ein das das zwangsgedanken sind , da ich eine ausrede brauche. völliger unsinn. ich weiß für meinen teil tief im inneren das ich nicht schwul bin und trotzdem sind diese sorgen da. z.b. bei pornos. die vorstellung mit einer frau sex zu haben haut mich um. nix erregt mich mehr als der gedanke daran... als dann plötzlich diese sorgen kamen habe ich mir plötzlich eingeredet: du guckt zwar hetero pornos , guckst aber nur dem mann auf den schwanz. oder ne stimme sagt mir: den schwanz würdeste jetzt gerne lutschen oder den mann gerne küssen... was du beschreibst sind definitiv zwangsgedanken, die du behandeln lassen musst. und sich einzugestehen: ok dann bin ich halt schwul, wird auch nichts helfen, sondern die sorgen eher verschlimmern denke ich, da man ja nicht schwul ist. man würde sich selbst anlügen. alleine da du dich so sehr gegen das schwulsein wehrst lässt für mich klar sagen, dass du nicht schwul bist. solange du dir sex mit frauen wünscht und dich auch durch sie erregen lässt, bist du nicht schwul. falls du dir einbildest männer nun attraktiv zu finden, dann ist das ganz klar eine folge deiner zwangsgedanken. denn vor diesen gedanken hättest du ja nie im leben so gedacht. wärst du also schwul, dann hättest du das von selbst gemerkt und noicht durch irgendwelce stimmen im kopf, die dir das einreden!!!

lg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »bobobo96« (12. Juli 2007, 12:04)


beatus-neu

unregistriert

13

Montag, 15. Oktober 2007, 16:36

jo moinj. auich ich habe das problem. und hab dazu auch schon ein beitrag neui aufgemacht. wie ist es bei euch zu den zwangsgedanken gekommen? und wie lange haben sie gedauert bis neue kamen??? das würde mich einfach mal interessieren. habt ihr tipps zumindest vorzeitigg ne besserung des ganzen zu erreichen, denn eigentlich hatte ich nicht vor einen therapeuten aufzusuchen. ich hoffe halt das sich das irgendwann von alleine löst...