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sandy1981

unregistriert

21

Donnerstag, 27. Januar 2005, 13:46

Hallo Kleene, hallo Seifle,

ich mache seit ca. einem halben Jahr eine Verhaltenstherapie.
Zuerst habe ich mit meinem Therapeuten sehr viel über den Zwang und seine Funktionsweise an sich gesprochen. Das hat mir geholfen, meine Situation besser zu verstehen und mich jetzt schließlich auch auf Konfrontationsübungen einzulassen. Er hat mir aber sehr viel Zeit gelassen und abgewartet, bis ich von mir aus gesagt habe, dass ich mich jetzt bereit fühle, mit solchen Übungen zu beginnen.
Von meiner vorherigen Therapeutin fühlte ich mich zu den Übungen gedrängt und so ist der Schuß total nach hinten losgegangen.
Ich hatte große Angst vor meiner ersten größeren Übung (die war letzte Woche), aber ich wollte es tun, damit sich endlich etwas bewegt und ich anfange etwas zu verändern. Ich will nicht mehr nur alles vermeiden und meinen ganzen Tagesablauf nach dem Zwang richten. Letztendlich war die Übung gar nicht so schlimm, wie ich es vorher befürchtet hatte. Ich habe zwar nachher doch noch meine Hände gewaschen, aber viel kürzer als sonst in einer solchen Situation, das war schon ein Erfolgserlebnis für mich.
Mein Therapeut hat mir auch vorher gesagt, dass ich es wahrscheinlich nicht direkt beim erstenmal schaffen würde, ganz auf das Waschen zu verzichten, es wäre aber trotzdem ein großer Erfolg, dass ich die Übung überhaupt mitgemacht habe.

Außerdem haben wir in der Therapie auch viel über meine Vergangenheit und meine jetzige Situation geredet, da ich gerne den Grund für meinen Zwang wenigstens ansatzweise herausfinden möchte. Ich finde es schon eine große Hilfe mit jemanden sprechen zu können, der einen versteht.

@seifle Ich glaube, es ist sehr wichtig den richtigen Therapeuten zu finden, denn nur, wenn man diesem vertraut, kann einen die Therapie auch weiterbringen. Das habe ich jetzt gemerkt, nachdem ich den Therapeuten gewechselt habe. Vorher hatte ich überhaupt nicht das Gefühl, dass mir die Therapie etwas bringt, habe die Schuld aber größtenteils bei mir gesucht, da ich dachte ich sei zu willensschwach oder zu unmotiviert.
Jetzt merke ich aber, dass ich seit dem Wechsel schon einige Fortschritte gemacht habe und es mir langsam wieder besser geht.
Daher wünsche ich Dir, dass Du die Hoffnung nicht aufgibst und weiter nach einem geeigneten Therapeuten suchst. Laß Dich von Deinen schlechten Erfahrungen nicht entmutigen- das ist schwer, das weiß ich aus eigener Erfahrung.

Liebe Grüße Sandy

22

Freitag, 28. Januar 2005, 03:10

hi sandy,
ja ich wurde auch eher einer zwangsthera unterzogen.meine ärtin war eine arrogante schnepfe ich kam net klar.
sie haben mir alle duschgels und shampoos abgenommen und das wars.die haben sich sogar über meine zwänge lustig gemacht.ich hab also nur gezwungenermaßen aufgehört.das hat sich hinterher gerächt.
ausserdem hilft so ne thera nicht nachhaltig,denn das problem an sich wurde ja net behandelt.jemand der wirklich krank is der findet einen weg seine zwaenge wenigstens teilweise auszuführen-wie ich!ich hab dann duschgel in ner badehaube ins bad geschmuggelt-ich hatte ja keine verhaltensthera,um solche impulse zu unterbinen.ich trau mich net zum arzt weil mir das peinlich is zu sagen:"he doc,ich wasch mir dauernd die hände und kontrolliere meinen mund nach mücken und so".da werd ich voll rot...

lg
seifle

23

Samstag, 29. Januar 2005, 17:19

Waschzwang

Hi Seifle,

.also ich mache das mittlerweile..geh zum Arzt und sage was Sache ist, anders kann er einem ja net helfen. Ich komme mir auch manchmal doof vor aber was bringts schon es zu verheimlichen. Hatte vielleicht aber auch das Glück immer auf offene Ohren zu stossen. Auch die Neurologin die ich jetzt habe ist sehr gut in meinen Augen, weil sie sich Zeit nimmt und mir zuhört.
Also, schäme Dich nicht dafür, dazu gibt es KEINEN Grund.

Grüße, ellis

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