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Mittwoch, 16. März 2005, 13:14

Normoc

Montag fing es bei mir so richtig an..... Husten, dann folgten Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen - Dienstag hatte ich Fieber... So bin ich zum Arzt gelaufen (total neben der Spur natürlich) und er verschrieb mir was gegen den Husten, gegen das Fieber (was laut Tests überhaupt nix bringt) und: Normoc. Ich hab nicht drauf geschaut als ich es von der Apotheke geholt habe. Zu Hause las ich dann: Mittel gegen Angst- und Spannungszustände, mit dem Wirkstoff Bromazepam...

Hat davon schon jemand was gehört, oder wurde es bei jemanden zur Erweiterung der Therapie eingesetzt??? ... Ich habe mich halt sehr gewundert wegen dem "wofür" das Mittel steht....

Ich bekam das Mittel weil ich seit 2 Tagen nicht mehr schlafen konnte. Es war wirklich der Horror überhaupt. Gestern nahm ich eine halbe Tablette (der Arzt meint, ne ganze wäre nicht gut, da ich den dann den ganzen Tag schlafen würde).
Für mich zutreffend wohl eher wegen meinem Husten:
- schwere chronische Atemschwäche im Stadium akuter Verschlechterung (chronische Bronchitis, Bronchitisasthma)


Das Medikament scheint schnell abhängig zu machen, wenn man es länger als 4 Wochen nimmt. Da steht "Normoc besitzt eine suchtfördernde Eigenschaft (primäres Abhängigkeitspotential)...."

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Mittwoch, 16. März 2005, 14:44

RE: Normoc

Hallo Cici

Bromazepam, das klingt so wie ein sehr starkes Beruhigungsmittel, das ich mal von meiner Psychiaterin bekam, als ich meine Krisen hatte.
Aber es gibt leider viele Ärzte, die einem gleich solch starke Mittel verabreichen, bloss weil man mal zwei Nächte nicht geschlafen hat. Da diese Mittel aber stark abhängig machen können, würde ich lieber darauf verzichten.
Ich habe meine nach einiger Zeit, als ich keine Krisen mehr hatte, weggeschmissen, weil ich leider zu oft in Versuchung geriet, das auch zu nehmen, wenn ich mal nicht schlafen konnte. Solches Zeug will ich lieber nicht im Haus haben.
Aber das ist nur meine Meinung.

Liebe Grüsse

3

Mittwoch, 16. März 2005, 21:50

Hallo,

Bromazepam gehört zu den sogenannten "Benzos", wie z.B. auch Diazepam, Flunitrazepam, oder auch Midazolam.

Sie haben alle vier Hauptwirkungen (schlaffördernd, muskelentspannend, krampflösend und angstlösend) wobei bei jeder Substanz eine Wirkung besonders ausgeprägt ist: Lorazepam beispielsweise wirkt besonders gut gegen Angstzustände, Flunitrazepam stark schlaffördernd.

Und wie Cici und Joelle schon sagten: starkes Abhängigkeitspotential, auch bei niedriger Dosis.

Viele, die sich auskennen würden sofort laut losbrüllen: unverantwortlich, sowas einer 20jährigen zu verschreiben.

Kann mich nur Joelle anschließen: ich würde lieber darauf verzichten.

Oder man hat sich gut unter Kontrolle und nimmt sie nur ein paar Tage

Gruß
Jack

4

Donnerstag, 17. März 2005, 15:51

Ja Jack, Lorazepam, war das, was ich bekam. Und ich finde es ebenfalls unverantwortlich, sowas einer 20jährigen zu verschreiben. Das ist, wie wenn man mit Atombomben auf Mücken schiesst. Ich selbst hatte sie, wie gesagt wegen der Krisen die ich hatte, um mich zu beruhigen, weil ich aggressiv wurde und sonst nur schwer wieder zu mir kam, sie waren also nur für den Notfall gedacht. Irgendwann fing ich an, sie zu nehmen, wenn ich nicht schlafen konnte und schon nach ein paar Tagen merkte ich, dass eine halbe schon fast nicht mehr reichte, also hätte ich mehr nehmen müssen.
Und da ich leider suchtgefährdet bin, habe ich sie lieber ganz weggeschmissen.

Gruss

5

Donnerstag, 17. März 2005, 19:07

Normoc

Hallo !

Gut, es handelt sich um sog. Benzoediazepin-Präparate, die auch abhängig machen können. Der Vorteil ist eben der, daß diese sofort helfen können und nicht -wie bei anderen Antidepressiva - erst nach Wochen. Ich habe es so verstanden, als würde es hier um eine schnelle "AB"hilfe eines bestehenden Problems gehen, dann ist solch ein Präparat auch wohl angezeigt.

Bitte nur nicht unnötig verteufeln !

Ich selbst habe Bromazepam (Lexotanil/Normoc) über einige Jahre hinweg genommen (hoch dosiert), ich konnte damit sehr gut umgehen, vor allem hat es meine berufliche Situation sehr unterstützt. Und ich konnte es auch absetzen, ohne Entzugserscheinungen zu haben. Es war das Mittel der Wahl in den 80igern.

Dennoch gilt: Besser ist ohne, wenn´s dann immer so geht !

6

Freitag, 18. März 2005, 12:36

Bei der 1. Anwendung ging es mir am nächsten Tag super, da ich ja Schlaf nachgeholt habe. Bei der 2. allerdings war ich den ganzen Tag schlaff und total benommen. Meiner Freundin habe ich es auch gegeben (bevor ich hier im Forum las). Sie konnte die Nacht dann auch gut schlafen.

Wie nehmen es aber jetzt nicht mehr. Außerdem gehts uns bzw. mir besser.

Ich habe gerade auch keine Entzugserscheinungen! ...Gott sei Dank! ;)

Hätte nicht gedacht, dass dieses Zeug so bekannt ist. Jedenfalls danke für eure Antworten! 8o

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