Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Zwangserkrankungen.de. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Donnerstag, 7. Januar 2010, 16:52

Stigmatisierung durch private Krankenkassen

Hallo alle zusammen und ein fohes und zwangloses neues Jahr!!! :))

Ich war jetzt schon länger nicht mehr auf diesem Forum, weil es mir schon seit einen knappen Jahr ziemlich gut geht und ich meine Zwänge und eigentlich auch mein Leben insgesamt grad ziemlich gut in den Griff habe, wobei mir dieses Forum und die Gespräche mit euch sehr geholfen haben. Also, danke nochmal!!!

Neben den Neujahrsgrüßen gibt es allerdings noch einen weiteren Grund, warum ich mich heute melde. Ich bin im Dezember mit dem Studium fertig geworden und fange jetzt mit meinem Referendariat fürs Lehramt an. Dazu sollte man ja privat versichert sein. Also bin ich heute zur Debeka und hab mir mal erzählen lassen, was für Konditionen die haben. Da meint der Typ doch glatt "Wir lehnen Sie ab. Die, die schon mal in Psychotherapie waren, will eh keine Kasse mehr. Wenn Sie mal fertige Lehrerin sind, dann sind wir staatlich gezwungen, Sie zu nehmen, allerdings zum Höchstsatz. Aber jetzt nehmen wir Sie auf keinen Fall!" Also, ich mag ja ziemlich naiv sein. Aber damit hatte ich nicht gerechnet. Klar, die sind an der Wirtschaftlichkeit interessiert. Aber es kann doch wohl nicht sein, dass man für den Rest seines Lebens in die Psychoschublade gesteckt wird, nur, weil man so naiv war, sich helfen zu lassen mit seinen Problemen. Ich kenne viele junge Leute, die sich gerade deshalb keine Hilfe holen, sondern warten bis zur richtigen Verbeamtung. Dabei ist es doch wohl sinnvoller, sich so früh wie möglich helfen zu lassen, um nicht mit 35 vorm totalen Zusammenbruch zu stehen.... :wand: Solche Sachen tragen mit dazu bei, dass Depressionen, und Zwangserkrankungen noch mal mehr, ein Tabuthema sind und vorerst wohl auch bleiben werden....
So, jetzt hab ich euch aber lange genug zugeschwallt. Bin gespannt, was ihr dazu sagt!

Ganz liebe Grüße

Diana

ferdy01

Fortgeschrittener

  • »ferdy01« ist männlich

Beiträge: 246

Aktueller Therapie-Status: war schon mal in Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Niedersachsen

  • Nachricht senden

2

Donnerstag, 7. Januar 2010, 17:53

RE: Stigmatisierung durch private Krankenkassen

Hallo Diana

Ich bin ehrlich gesagt geschockt und enttäuscht was du erleben mußtest.Ich finde das Verhalten von dem"Typen"echt unterste Schublade.Soetwas kann man ja auch behutsamer formulieren.

Kein Mensch sucht sich (s)eine Krankheit aus.Ich weiß nicht wie ich in diesem Moment reagiert hätte.
Es ist wohl richtig und traurig ,das auf Wirtschaftlichkeit geachtet werden soll.Ich hätte dem "Typen"zumindest gesagt ,das er auch ganz schnell mal eine Therapie benötigen würde.

Das geht heutzutage so schnell.Jemand stirbt unerwartet .man steht im Job unter Druck o.ä.

Lass dich von sowas nicht unterkriegen.Du wirst bestimmt eine andere Krankenkasse finden.Ich drück dir die Daumen.


LG ferdy
Es gibt 1000 Krankheiten, aber nur eine Gesundheit.
Arthur Schopenhauer, 22.02.1788 - 21.09.1860
dt. Philosoph

3

Donnerstag, 7. Januar 2010, 19:39

Hi,

es ist unmenschlich und verletzend, jedoch die gängige Praxis bei privaten Krankenkassen; wenn man schon einmal wegen etwas in Behandlung war, wie zB Psychotherapie, egal aus welchem Grund, dann lehnen sie es ab oder man muss den Höchstsatz zahlen, wenn man nicht in eine Berufsgruppe gehört, die genommen werden muß, soll man vertraglisch unterschreiben, dass man nicht wieder aufrgund der alten Sachen Behandlung benötigt (gilt auch bei psychosomatischen Beschwerden) was einfach unmöglich ist, so etwas kann man nicht garantieren, folglich kann man auch nicht dort versichert werden, da sie solche Behandlungskosten dann nicht übernehmen. Finde das auch unfair, scheint aber legal zu sein ...

Grüße, Hermit.
Das Leben als solches ist absolut lebensgefährlich und führt mit 100%iger Wahrscheinlichkeit zum physischen Tod.

Lesen -> Denken -> Schreiben

~T~R~ O - o - O ~ L

4

Donnerstag, 7. Januar 2010, 22:38

Vielen Dank für eure Antworten! Ja, legal ist das wohl. Aber vielleicht ändert sich das Gesundheitssystem ja noch irgendwann mal. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Es tut mir nur leid für alle, die sich jetzt nicht mehr trauen, sich Hilfe zu suchen, aus Angst später so benachteiligt zu werden...

Also, dann gute Nacht erst mal!

liebe Grüße

Diana