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leggingslucy

unregistriert

1

Dienstag, 19. Januar 2010, 21:22

Diverses!

Also. Ich weiß nicht so recht , wo ich anfangen soll, der Kern der Sache ist, das mein Partner eine Zwangsstörung hat.
Ich versuch damit so gut wie möglich umzugehen, weiß aber nicht so recht wie. Hab Bücher gelesen, mit meiner Mam geredet..
Die ganze Sache ist noch ziemlich neu (also seine akute/depressive Phase, aus der er es selbst nicht mehr rausgeschafft hat und die damit verbundene Erkenntnis, tatsächlich krank und nicht nur melancholisch zu sein) und er ist jetzt seit 2 Wochen und 2 Tagen in stationärer Therapie...
Meint ihr es ist sinnvoll, wenn ich mir selber einen Psychologen suche?
Er fehlt mir und er hat seltsame/ beängstigende Zwangsgedanken (auch im Bezug auf mich), von denen ich weiß. dass sie nichts mit ihm und seinen Gefühlen zu tun haben, sondern vom Zwang kommen und trotzdem finde ich das alles grad so schwer. Weil einerseits möchte ich den Kram wissen und möchte auch ehrlich von ihm hören, wie es ihm grad geht aber andererseits dreht er sich in SPiralen ob er mich wirklich liebt und sieht Bilder, in denen er mir was antut, das alles tut ihm weh und hat sichtbar viel Mut gekostet es zu sagen...und ich hab Angst vor unserer Zukunft, die noch vor ein paar Monaten so toll und wunderbar aussah...

So Sachen bespreche ich normalerweise mit ihm...seht ihr meine Misere?

Wär dankbar für´n paar Tipps

leggingslucy

Brummbär

unregistriert

2

Dienstag, 19. Januar 2010, 23:39

Also einen eigenen Psychologen deshalb wird Dir niemand finanzieren. Du könntest aber versuchen bei seinem behandelnen Arzt oder wer ihn dort behandelt, einen Termin zu machen. Es könnte aber Probleme geben, wenn Ihr nicht verheiratet seid, eigentlich darf er Dir dann nichts sagen wegen der Schweigepflicht. Bei sehr lange dauernden Partnerschaften wird aber auch mal drüber hinweg gesehen.
Mir fällt gerade ein, Du könntest versuchen eine Kurzzeittherapie zu bekommen, manche Therapeuten sind von der Begründungspflicht befreit (Suche auf der KV-Seite Deines Bundeslandes) dann dauert auch die Wartezeit nicht so lange.

mellipiep

unregistriert

3

Mittwoch, 20. Januar 2010, 00:01

RE: Diverses!

Also als ich in stationärer Therapie war, gab es (mindestens )einen "Angehörigentermin". Bei mir kam meine Mutter und wir haben zusammen mit dem Therapeuten über meine Erkrankung gesprochen. Das tat mir und ihr echt gut.
Außerdem gibt es in vielen Städten auch Angehörigenselbsthilfegruppen. Ich gehe zumindest mal davon aus, dass es die auch woanders gibt, wenn selbst in unserer kleinen Stadt so was vorhanden ist. Und Zwängler gibt es schließlich überall! :lieb:

Pit-2001

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4

Samstag, 23. Januar 2010, 00:33

RE: Diverses!

Hallo L-Lucy, kann mir so richtig vorstellen, wies dir geht.

Vielleicht bekommt ER eines Tages einen guten Psychologen, darauf zu sehen, wäre wohl das wichtigste. Vielleicht kannst du dann mit ihm absprechen, ob du mal eine Zeitlang mit zu den Sitzungen kommen kannst.

Du brauchts niemand zum Trösten, aber es ist manchmal hilfreich, die Vernetzungen einer Beziehung mit anzuspechen, um nachzusehen, ob da auch Verstärker sind usw.

Was den Umgang mit so jemand (bin ja selbst einer :-) betrifft, finde ich immer eine gute Mischung aus viel Liebe und einer gewissen gut dosierten Härte für richtig, falls dich das interessiert. Kann man ja auf viele Konfliktsituationen anwenden, absprechen usw.

Alles Gute.
Pit

leggingslucy

unregistriert

5

Montag, 25. Januar 2010, 21:02

Ichse selbst nochmal...
Mit ein paar Tagen Abstand nem wirklich entspannten WE mit meinem "Zwangshasen" ;), an dem ich auch noch ein bisschen arbeiten war und er trotzdem ganz entspannt war und Freunde besucht hat, sieht meine Welt nicht mehr so dunkelschwarz aus...

Er ist jetzt wieder in der Klinik und hofft, dass die Woche schnell rumgeht...find ich gut, denn ich hatte in den letzten zwei Wochen ein bisschen Angst, dass es ihm da "zu gut" gefällt...nächstes WE darf er wieder raus :D Andererseits ist er immer noch voller Energie dabei seinen Zwängen die Zähne zu zeigen...ein guter Mittelweg, oder?

Danke an dich Pit, an konkreten Tipps zur Verhaltensweise mangelt es irgendwie, gerade wenn die Diagnose noch so frisch ist...
Vorallem weil die Literatur fast nur auf Verhaltenstherapie eingeht, mein Partner aber jetzt eine Tiefentherapie begonnen hat... und soweit ich das bisher verstanden habe, sieht die vorerst keine Beteiligung von Angehörigen vor...

HM.. ich glaub das wars erstmal..