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Finanzielles: Frage zu EM-Rente

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Donnerstag, 3. März 2011, 10:39

Frage zu EM-Rente

Hallo,

seit 3 Jahren leide ich nun schon unter Zwängen.
Es hat mit normalen Kontrollen angefangen, ich habe immer alles doppelt und dreifach kontrolliert.
Mittlerweile ist aber meine ganze Persönlichkeit total verunsichert, ich zweifle an allem.
Oft bin ich mir nicht sicher was ich gerade gemacht habe und was ich als nächstes machen wollte,
dann geht das überlegen los was manchmal ganz schön lange dauert.
Ich kann eigentlich nichts ohne Probleme machen. Selbst wenn ich nur einen Gegenstand von
A nach B legen will bin ich mir total unsicher ob das so richtig ist. Ich überlege dann ganz genau
wo ich ihn hinlegen will. Spontan geht bei mir gar nichts, ich zweifel an fast jedem Handgriff.
Es macht mich total irre.
Ich war zweimal in stationärer Behandlung und bin momentan in ambulanter Behandlung,
aber bisher konnte mir nichts so wirklich helfen.
Arbeiten gehen habe ich immer wieder versucht aber es ist total die Hölle für mich,
das geht so überhaupt nicht mehr.
Ein paar Monate bekomme ich noch Krankengeld.
Ich weiss nicht wie es danach weiter gehen soll.
Ich kam jetzt auf die Idee EM-Rente zu beantragen, aber davon wollte mein Therapeut nichts wissen.
Die bekomme ich sowieso nicht. Ich sei viel zu jung (ich bin 25). Wer soll das bezahlen.
Und meine Beziehung könnte ich dann auch vergessen.
Das war seine Reaktion als ich ihn darauf angesprochen habe.

Deswegen wollte ich hier mal fragen ob es hier Leute gibt die schon in jungen Jahren EM-Rente bekommen ?
Und ich habe gelesen das Sozialverbände einem helfen können bei der Beantragung.
Ich kenne SoVD und VdK. Welchen Verband würdet ihr mir empfehlen ?

Gruß Defekt

Hope

Administrator

  • »Hope« ist weiblich

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Donnerstag, 3. März 2011, 10:49

RE: Frage zu EM-Rente

Hi,

ich bekomme EU Rente aber die bekommt man nur wenn man auch gearbeitet hat und dann ist es auch nicht sehr viel und so mal eben kommt man da nicht ran das kann Jahre dauern, ich habe sie auch bekommen weil ich noch andere Krankheiten habe.

Du kannst dich sonst bei der SOVD erkundigen, musst einfach mal nach googlen.

Normalerweise sind die Heilungchancen bei dir noch hoch weil du die Zwänge noch nicht allzu lange hast, was machst du denn für eine Therapie?

KVT?

Also mir hilft sie.
Gruß

Hope


Frei nach Dieter Nuhr: „Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten.“
http://www.youtube.com/watch?v=j8uefBUOfgA

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Donnerstag, 3. März 2011, 13:06

Hallo (ganz sicher nicht)Defekt,

ich kann dir zu dieser Rente keinen Tipp geben, aber ich will dir mitteilen, dass
meine Situation mit deiner fast kongruent war. Ich habe vor 4-5 Jahr allmählich einen Kontrollzwang entwickelt, der seine Blütezeit vor in etwas 3 Jahren begonnen hat. Ich bin 29 also auch nicht so uralt in der Relation zu dir. ;)

Auch ich habe einen Kontrollzwang und habe mich zeitweilig nur noch um diese Kontrollen gedreht. Ich hatte zu schreckliche Angst versehentlich etwas falsch zu machen, dass negative Auswirkungen haben könnte. Alles wurde anstrengend. Vor allem Arbeiten wurde zur Tortur, da ich in meinem Beruf sehr viel Verantwortung habe.

Die eigentliche Wende kam Anfang letzten Jahres in Form einer begonnenen Verhaltenstherapie und der dort gewonnen Erkenntnis: "No pain, no gain".
Ohne sich der Angst zu stellen, sprich Konfrontation, und sie auszuhalten geht es einfach nicht! Nachdem ich das verinnerlicht habe und begonnen habe mir selber wieder zu trauen ging es steil bergauf und ich lebe heute nahezu zwangsfrei solange ich mich diszipliniert an das Erlernte halte.

Hope hat es schon gesagt und dem schließe ich mich an:

Kognitive Verhaltenstherapie ist eine/die Chance.


Liebe Grüße