Sie sind nicht angemeldet.

1

Dienstag, 28. Juni 2011, 10:28

Angst ich könnte meiner Frau etwas tun

hallo ich bin 25jahre, männlich.
habe vor knapp zwei monaten geheiratet. bin in einer liebevollen,glücklichen beziehung mit dazu gehörigen schwankungen.
haben nen guten job der ab un zu stressig ist.wird aber gut entlohnt und macht auch spaß.
habe zwei süße katzen und ne schöne wohnung.

nun mein PROBLEM.
ich habe seit einer woche den gedanken das ich meiner frau was antun würde (messer,etc)
Ich liebe sie und sie mich
weiß das auch.
ich möchte ihr absolut nichts böses.
bloß mein gedanken lässt mich nicht in ruhe.
ich steiger mich immer weiter rein.
mal mehr , mal weniger.
aber vorbei gehen diese grauenvollen gedanken nicht.
ich habe mich auch schon versucht damit auseinaderzusetzen in dem ich mit mir selber spreche und versuch mich zu beruhigen.
ich weiß das die gedanken schwachsinnig sind und ich das nicht tun würde.
aber man hat trotzdem immer zweifel.
ich weiß ich hab mich unter kontrolle.
wahrscheinlich hat man trotzdem so eine gewisse kontrollverlustangst.
ich versuch mich auch abzulenken. funktioniert leider nur selten oder kurz.

ich weiß einfach nciht wo mein problem ist.

ist das vielleicht auch eine verlustangst. das meine geliebte frau irgendwann nichtmehr da ist?

das geht mir auf den keks.

möchte gern wieder die gedanken frei bekommen.
bin am verzweifeln.

habe dies meiner frau erzählt.
sie meint auch das ich mich zu sehr reinsteigere.
und das weiß ich auch.

versteh nicht warum mein hirn weiß das es schwachsinn ist, aber ich trotzdem immer wieder daran denken muß.

habe angst das diese gedanken unsere ehe kaputt machen.

könnt ihr mir helfen.

weiß das auch andere die gedanken haben.

mich macht das fertig

PS. hatte die gedanken schonmal vor der heochzeit(4monate) sind dann aber wieder gegangen.nur diesmal eben nicht

rosesraining

Anfänger

  • »rosesraining« ist weiblich

Beiträge: 35

Zwangssymptome: agressive Zwangsgedanken, Denkzwang, Grübelzwang

Aktueller Therapie-Status: Ambulante Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Rhein-Main-Gebiet

Beruf: Studentin

  • Nachricht senden

2

Dienstag, 28. Juni 2011, 10:45

Hallo Tis,

erst einmal Hallo und Willkommen hier im Forum!

Als aller erstes möchte ich versuchen, dich zu beruhigen: Das, was du hier schilderst, sind ganz EINDEUTIG aggressive Zwangsgedanken.
Sieh es als "Übertragungsfehler" der Neuronen in deinem Gehirn an.
Du wirst diese aggressiven Zwangsgedanken niemals in die Tat umsetzen. Ich habe neulich eine Studie gelesen, in welcher gesagt wurde, dass noch kein Zwangserkrankter seine aggr. ZG in die Tat umgesetzt hat.

Im Grunde genommen hat jeder Mensch mal so einen Gedanken und diese Angst. Der zieht jedoch am "Gesunden" vorbei, ohne dass dieser dem Gedanken Bedeutung zumisst. Bei uns ist das anders. Durch diesen "Übertragungsfehler" der Neuronen gelingt es uns nicht, diesen - für uns so schlimmen - Gedanken keine Bedeutung zuzumessen. Wir denken, wir sind böse und fühlen uns ganz elend. Und das Gefühl ist doch im Grunde genommen der beste Indiz dafür, wie schlimm sowas für uns wäre und wir es daher auch niiiiemals machen würden.

Menschen, die unter Zwangserkrankungen - und jetzt insbesondere unter aggr. Zwangsgedanken - leiden, sind in der Regel die liebsten und herzensguten Menschen, die es gibt.
Und genau darum leiden wir auch so sehr unter diesen Gedanken.

Vielleicht kannst du ja mal mit einem Therapeuten darüber sprechen, der wird dir das, was ich dir hier geschrieben habe, auch noch mal bestätigen und kann dir bestimmt helfen, mit diesen aggr. ZG umzugehen und sie zu bekämpfen.
Sie sind zwar sehr hartnäckig, aber unsere Willenskraft hilft uns dabei, den Kampf mit "dem Kobold im Kopf" aufzunehmen! :-)

Also Kopf hoch! Ich bin mir sicher, dass du ein ganz liebenswerter Mensch bist und sich deine Frau sehr glücklich schätzen kann, so einen fürsorglichen Ehemann zu haben.
Und immer dran denken: Es ist NUR Gedanken!!!

Ganz liebe Grüße!
Nicht zu viel denken. Du könntest Probleme schaffen, wo vorher gar keine waren!

3

Dienstag, 28. Juni 2011, 11:43

vielen dank für die schnelle antwort.:-)

ich bin ein sehr emotionaler mensch und könnte eigentlich auch keiner fliege was tun.ich versuch auch den menschen zu helfen.
ich bin aber auch ein mensch der nur sehr schwer abschaltet.
und sich selber sehr reinsteigert.

baut mich auf jedenfall ein bisschen auf.
ich möchte gern wieder etwas unbeschwerter leben.

ich versuch auch die gedanken zu umgehen bzw mich auch meiner angst zu stellen.klappt halt nicht immer.
ich beruhige mich in dem ich mir selbst sage das ich die gedanken nicht überbewerten soll.

im grunde ist es auch nur ein gedanke. aber der ruft halt auch ab und zu ängste vor.

mittlerweile versuch ich abends vorm ins bett gehen das besteck immer wegzuräumen aus angst ich könnte es nachts benutzen.(schlafwandeln etc)
hatte nur als kleines kind mal schlafgewandelt. seitdem nie wieder.

andersrum versuch ich aber auch messer zu benutzen (beim kochen, Schnitten schmierenoder auf arbeit) und dem keine weitere bedeutung zukommen zu lassen.

möchte nicht unabhängig werden.

therapie ist so ein punkt.
ich habe sie noch nie gemacht.
wollte das problem auch so erstmal lösen.
gibt es vielleicht irgendwelche lektüre.

das andere problem ist ja auch erstmal ein termin für einen therapeuten zu bekommen.

habt ihr vielleicht noch irgendwelche tips wie ich den kopf frei bekomme bzw wie ich meine ängste vertreibe.
vielen lieben dank.

rosesraining

Anfänger

  • »rosesraining« ist weiblich

Beiträge: 35

Zwangssymptome: agressive Zwangsgedanken, Denkzwang, Grübelzwang

Aktueller Therapie-Status: Ambulante Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Rhein-Main-Gebiet

Beruf: Studentin

  • Nachricht senden

4

Mittwoch, 29. Juni 2011, 08:54

Hey! :-)

Du sagst es ja selbst: Es sind nur Gedanken, die du nicht überbewerten sollst. Diese Einstellung ist schon mal der Grundstein dafür, um die ZG zu bekämpfen.

Ich weiß, wie schwer es ist, sich zur Therapie aufzuraffen. Kann dich da sehr gut verstehen. Es hilft jedoch sehr.

Ein Buchtipp wäre "Kobold im Kopf". Gib's mal bei Amazon ein, da findet's sofort was.

Ich finde, dass bei diesem warmen Wetter besonders schwimmen gut tut und auch irgendwie beruhigt. Am besten Abends, wenn das Schwimmbad schon recht leer ist.
Bei mir hilft auch immer der Gedanke an die "zwangfreien" Phasen, wenn es mir schlecht geht. Also im Grunde genommen die Gewissheit, dass es auch wieder bergauf geht, auch wenn der Zwang gerade ganz schlimm ist.

Ganz liebe Grüße!
Nicht zu viel denken. Du könntest Probleme schaffen, wo vorher gar keine waren!

5

Mittwoch, 29. Juni 2011, 10:29

hilft schonmal mich hier zu äußern.

danke für die vielen tips.
werd mir das buch mal bestellen.

konnte mich gestern schon mit dem titel ein wenig ablenken.
habe mir vorgestellt das so nen kleiner unruhestifter im kopf wohnt.
und versuch ihn rauszuwerfen :P

hat auf jedenfall etwas abgelenkt.

finde das es gegen abends immer schlimm ist.
also auf arbeit.(spätschicht) zuhause gehts wieder.wenn ich bei meiner frau bin.

vielen dank nochmal.
liebe grüße