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malerin11

unregistriert

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Mittwoch, 25. April 2012, 12:41

Sorge um Tochter 10

Hallo zusammen,ich suche Hilfe ,Ratschläge ,Erfahrungen Tips zum Umgang Selbsthilfetips,...Ich habe meine Tochter unter Vorstellungen näher beschrieben
Ich schreibe hier noch einmal ihre Tics? Zwänge? in der Hoffnung das mir jemand bischen was dazu erzählen kann oder tips wie ich meiner Tochter helfen kann.


.1.Sie geht sehr! oft am Tag zur ihrer geschlossenen Zimmertür und kontrolliert mit mehreren schreienden vokalen aaahs oder mh mhs das die Tür wirklich zu istund fragt anschließend noch ständig ist die Tür auch wirklich zu? (Angst um ihren Hamster das unsere 2 Katzen den Käfig öffnen ,obwohl das nicht möglich ist)

2.Sie macht so Luftgeräusche im Hals ähnlich einem leisen Räuspern beim Fernsehen ,malen,...

3.Sie überdehnt ständig ihre rechten Finger auf dem Tisch oder halt da wo sie ihre Hand abstützen kann und nach hinten drücken .Das ich echt Angst habe das das Folgen für die Fingergelenke (Entzündungen usw )hervorrufen kann.

4.Sie übt öfter am Tag so einen Drehsprung aus.Also sie springt hoch und dreht sich dabei um ihre eigene Achse,dieses macht sie sogar auch außerhalb der Wohung.

5.Sie schaut irgendetwas an und zählt dann ca.3-4 mal hintereinander bis 5 odrr so
6. wenn sie zb.ein Blatt oder Heft in die Hand nimmt wendet sie es erst so ca 5mal hin und her und macht dabei mh mh.

7.sie trinkt am liebsten kleine Flaschen Wasser oder Apfelschorle und wenn sie die Flasche in die Hand nimmt muß sie Diese erst einmal zwanghaft schütteln auch wieder vor dem hinstellen.

Also ihr seht, es sind mitlerweile mehrere sachen die sie ständig wiederholt und ich weiß nicht wie ich mit den ganzen umgehen soll.vieleicht hat ja jemand ähnliches miterlebt und möchte mir gerne schreiben.würde mich über jeden Rat freuen.

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Mittwoch, 25. April 2012, 17:41

hallo malerin,
wart ihr schon bei einem facharzt(kinderpsychiater/kinderpsychologe)?
wenn nicht, solltet ihr das unbedingt tun!
wie lange verhält sich deine tochter schon so? begann das langsam oder aprupt?
gab es irgendeinen auslöser?
alles was du beschreibst, deutet auf eine zwangsstörung hin.
wie weit hast du dich schon mit dieser thematik auseinandergesetzt?
als mutter ist es, wie ich aus eigenem erleben weiß, superschwierig und immer eine gratwanderung, mit den zwängen des kindes umzugehen.
der fachliche rat ist, sich nicht in die zwänge miteinbeziehen zu lassen, sprich, wenn deine tochter z.b. von dir verlangen würde, nachzukontrollieren, ob ihre tür auch wirklich zu ist, solltest du das nicht tun.
aber ich weiß selbst, man eiert so zwischen mitleid, zuwendung, hilflosigkeit und wut hin und her und jeder fall ist anders.
allerdings klingt das, was du über das verhalten deiner tochter schreibst, für mich eher so, als "brauche" sie für ihre zwänge eher niemanden, der aktiv daran teilnehmen soll, sondern sie macht das überwiegend allein. und das erinnert mich sehr an das krankheitsbild meiner eigenen tochter. was ein "richtiges" verhalten der angehörigen natürlich noch erschwert.
die therapeutin, zu der meine tochter dann kam, gab mir verschiedene ratschläge:
nicht ständig das verhalten des kindes thematisieren/nicht dauernd mit ihr darüber sprechen.
möglichst"normale" gespräche führen(schule, freunde,hobbies ect), um die normalität im alltag einigermaßen zu bewahren und dem kind zu signalisieren: die welt jenseits seines zwangsuniversums ist nach wie vor da.
mit dem kind schöne dinge unternehmen, die es vom zwang ablenken können.
den zwang immer wieder mal unterbrechen: wenn man beobachtet, daß das kind eine zwangshandlung zum wiederholten male hintereinander ausführt, ganz stereotyp einfach sagen: das hast du schon gemacht!
und zwar ganz konsequent für längere zeit(steter tropfen höhlt den stein...)
denn, so die therapeutin, zwangskranke"vergessen" sozusagen ständig, was sie getan haben, vergessen auch, daß sie nach und nach etwas immer mehr und mehr tun, wo früher auch weniger "gereicht" hat.
sie brauchen soz. "ein gedächtnis von außen".
all das sind nützliche tipps, aber sie ersetzen ganz sicher nicht das gespräch mit dem fachmann geschweige denn eine spezifische behandlung.
bei meiner tochter half erst eine bestimmte kombination von medikamenten zusätzlich zur therapie, eine besserung zu erzielen. jetzt ist sie in einer fachklinik für kinder und jugendliche; wir hoffen, daß sie dieser aufenthalt noch etwas weiterbringen wird.
ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen,
lg. katja

3

Mittwoch, 25. April 2012, 18:03

hallo malerin nochmal,
war wohl etwas zu schnell mit meiner antwort; hab erst danach deine vorstellung gelesen, in der ja einige meiner fragen schon beantwortet sind.
therapie ist auf dem weg, das ist toll!
wie qouvadis schon schreibt, denke auch ich, daß es sich um einen "verantwortungszwang"/magisches denken handelt. das ist auch in unserem fall (einer der) hintergründe. auch meine tochter versuchte mit ihren handlungen, schlimmes von ihrer familie abzuwenden. auch sie ist ein sehr sensibles, soziales mädchen, die sich alles sehr zu herzen nimmt und dazu neigt, sich verantwortung aufzuladen, die sie eigentlich gar nicht hätte.
ich wünsche euch, daß ihr die zeit bis zum beginn der therapie gut geregelt bekommt und ihr dort geholfen werden kann!
lg. katja