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Zwangsgedanken: Neuer Zwangsgedanke: HIV

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Nemo

Anfänger

  • »Nemo« ist weiblich
  • »Nemo« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 10

Zwangssymptome: Verschieden, hört einer auf, fängt der nächste an

Aktueller Therapie-Status: war schon mal in Therapie

Status: Betroffene/r

Beruf: Schülerin

Hobbys: Reiten, Lesen, Schreiben, Tiere

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1

Freitag, 30. November 2012, 17:03

Neuer Zwangsgedanke: HIV

Hey ihr,

Ich war schon länger nicht mehr hier im Forum und bin allgemein noch nicht lange hier drin, habe auch noch nicht soviele Beiträge erstellt.
Mal kurz zur allgemeinen Vorstellung: Ich bin 15 Jahre alt und habe meine Zwänge schon seit ich denken kann.
Bei mir wechseln sie immer. Habe ich zum Beispiel den einen, macht der mich oft richtig fertig und entweder finde ich einen Weg ihn zu bewältigen oder ich resigniere nach einer Weile, weil mir alles zu viel wird und irgendwann verschwindet er wieder. Dann hab ich eine Zeit lang Ruhe, bis auf meine kleinen zwischendrin "Angst-haber" bis irgendwann wieder ein Neuer kommt. Jedesmal denke ich dann: Boah hätte ich doch noch den alten, weil im Rückblick keiner so schlimm ist, wie der den ich dann genau in dem moment habe.
Naja und der den ich jetzt habe, macht mich unglaublich fertig und ich hoffe einfach hier vielleicht ein paar zu finden, die das kennen, denen es ähnlich geht und mich vielleihct ein bisschen beruhigen können.

Wir haben vor kurzem in der Schule angefangen ein Buch über ein Mädchen zu lesen, was sich mit HIV infiziert. Sie ist nicht viel älter als ich und während des Lesens machte mir das Buch solche Angst, dass ich es irgendwann einfach weggepackt habe. Leider hat mein Zwang scheinbar hier, genau was Neues gefunden. Denn von jetzt an macht er mich so fertig. ich habe andauernd Angst, mich bei irgendwem, irgendwie angesteckt haben zu können. Ich achte nicht so sehr auf meine Hände und hab dann ab und zu ein paar Schnitte oder offene Stellen ist ja eig ganz normal. Nur macht mich so etwas jetzt fertig. Oder ich denke zurück und mir wollen plötzlich lauter AUgenblicke einfallen, in denen ich mir HIV zugezogen haben könnte. Ich frage dann immer meine Mama und die nimmt mir meine Ängste eigentlich ganz gut, weil sie es schafft realistisch zu denken, was mir meien zwänge manchmal echt nicht ermöglichen. Trotzdem macht es mich furchtbar fertig. Die Angst ist auch so groß, weil ich mich fürchte, wenn ich mich angesteckt haben könnte, dass ich jemanden der mir wichtig ist, unbewusst anstecke und das wäre schrecklich! Wir sind noch nicht fertig mit dem Buch und haben bald einen AIDS Präventionstag in der Schule. Ich habe echt ANgst vor dem Tag, weil ich fürchte, dass der mich richtig fertig macht. Kennt einer von euch diese Art Zwang?

Danke schon jetzt für irgendwelche ANtworten,

Liebe Grüße Nemo
Ein Mensch hat dreierlei Wege, klug zu handeln:
Erstens: Durch Nachdenken - das ist der edelste.
Zweitens: Durch Nachahmen - das ist der leichteste.
Drittens: Durch Erfahrung - das ist der bitterste.
(Konfuzius)

Lady2012

unregistriert

2

Freitag, 30. November 2012, 17:24

Hallo Nemo,

ich leide auch an Zwangsgedanken, allerdings sind diese im Moment einer anderen Art.

Was den deinen Zwangsgedanken betrifft, so würde es dir - denke ich - helfen, wenn du mehr über HIV erfahren würdest. Es gibt bei Gesundheitsamt Beratungsstellen, die man kostenlos und anonym ausuchen kann. Dort kannst du alle deine Fragen bezüglich HIV und anderer Geschlchtskrankheiten den Personen dort stellen und bekommst eine qualifizierte Antwort.

HIV ist - verglichen zu anderen Geschlechtskrankheiten - nicht so einfach zu übertragen. Es müssen wirklich mehrere Risikofaktoren zusammentreffen, damit eine Übertragung möglich ist und auch dann muss es nicht unbedingt sein, dass HIV übertragen worden ist, da das HI-Virus sehr sensibel ist. Es stirbt an der Lust schon binnen weniger Sekunden ab.

Viele Grüße
Lady2012

girasol1991

unregistriert

3

Samstag, 1. Dezember 2012, 22:09

Hey,

wie wärs nochmal eine Therapie zu machen?! Deinem Profil entnehme ich, dass du das bereits hast?!
Schonmal Psychoedukation (oder ähnliches) gemacht? Da lernt die Krankheit einzuschätzen, Frühwarnzeichen zu erkennen, Notfalllisten anzulegen, etc.

Ich weiß nicht, ob es dir was bringt, mehr über HIV zu erfahren, oder ob dich das nur noch verrückter macht und du dann noch wirrerer und belastendere Gedanken bekommst. Ich habe teilweise das Problem, wenn ich von einem neuen Zwang oder Gedanke erfahre, das ich manchmal dann auch so ähnliches entwickel.
Das hat halt zwei Seiten...letztendlich musst du das für dich selber wissen!

Ich glaube aber was HIV betrifft, ist es wirklich nicht so "einfach", dass zu bekommen. Du müsstest ja - glaube ich - eine offene Wunde haben und da dann Blut von jemanden dran bekommen, der HIV hat, was du mit Sicherheit merken würdest! Oder eben via Geschlechtsverkehr, wobei ich da mal von ausgehe, dass du dich nicht durch die Welt "vögelst", und wenn zumindest verhütest bzw. du vor GV abklärst ob der/die Partner/in HIV hat. (das ist zumindest das was ich soweit über HIV so spontan weiß...)

Vielleicht spichst du auch einmal mit deinen Lehrern bezüglich des einen Aktionstages bei euch?
Zudem hat ein solcher Tag doch durchaus was positives, denn der könnte dir ja auch die Angst nehmen, denn spätestens da lernst du wie du dich schützen kannst!

Alles gute! :-)

Lady2012

unregistriert

4

Montag, 3. Dezember 2012, 12:55

Hallo zusammen,

meiner Meinung nach würde es schon etwas bringen, mehr über HIV zu erfahren, da man dann besser die Gefahr abschätzen könnte. Um sich mit HIV anzustekcne, bedarf es des Zusammentreffens mehrerer Faktoren. HIV wird nur über Blut oder durch Geschlechtsverkehr übertragen, nicht über Hände und nicht über Tröpfchen, wie beispielsweise bei einer Grippe! Dann: 1. Man selbst benötigt eine ausrecihend große offene Wunde bei sich auf dem Körper, 2. das Blut, das in die Berührung mit der eigenen Wunde in kommt, muss in ausreichender Menge vorhanden sein, 3. Der kontakt muss ausreichend lange bestehen, nicht nur eine Zehntel Sekunde.

In Deutschland ist das Auftreten von HIV auch - verglichen mit anderen Krankheiten - relativ selten, wenn man bestimmte Risikogruppen außer vor lässt. Es giibt auch Karten, die das Risiko sich mit HIV anzustecken, weltweit zeigen. Demnach liegt das Risiko in bestimmten Ländern Afrikas bei über 30%. In Deutschland ist das Risiko sich mit HIV anzustecken bei heterosexuellen aber seeeehr niedrig. Aber bitte nicht falsch verstehen, ich möchte das vorhandene Risiko nicht ganz runterspielen oder dazu verleiten sorglos mit Verhütung umzugehen! Ich möchte nur sagen, dass man bei allen gegebenen Geahren, die das Leben so bietet, noch realistisch bleiben sollte. Dafür wäre es hilfreich, wenn man sich mit dem Sachverhalt näher auseinander setzt. Es ist mir auch schon klar, dass Zwangskranke sich da schwer tun. Bin ja auch eine Betroffene. Nur mir hat es geholfen zu wissen wie hoch das Risiko überhaupt ist.

Liebe Grüße
Lady2012

Lady2012

unregistriert

5

Montag, 3. Dezember 2012, 13:03

bzw. du vor GV abklärst ob der/die Partner/in HIV hat
Also ich würde da so einer Aussage aber nicht unbedingt trauen. Erstens, wer sagt schon: Du ich habe möglicherweise eine Krankheit, sei bitte vorsichtig. Dann, wenn man sich mal erkundigen würde, erfolgen die meisten Infektionen in Beziehungen und zwar dadurch, dass ein Partner gar nicht weiß, dass er / sie HIV hat. HIV kann ja auch erst 3 Monate nach dem ausschlaggebendem Kontakt im Blut nachgewiesen werden. Bis dahin aber kann man sich sehr wohl anstecken, nur weiß die Person dann selber nicht, dass er / sie HIV hat.
Deshalb bitte sehr vorsichtig sein mit irgendwelchen Versicherungen! Hilfreicher in dem Fall wäre es einen kostenlosen und anonymen HIV-Test in einem Gesundheitsamt zu machen!

girasol1991

unregistriert

6

Dienstag, 4. Dezember 2012, 14:28

bzw. du vor GV abklärst ob der/die Partner/in HIV hat
Also ich würde da so einer Aussage aber nicht unbedingt trauen. Erstens, wer sagt schon: Du ich habe möglicherweise eine Krankheit, sei bitte vorsichtig. Dann, wenn man sich mal erkundigen würde, erfolgen die meisten Infektionen in Beziehungen und zwar dadurch, dass ein Partner gar nicht weiß, dass er / sie HIV hat. HIV kann ja auch erst 3 Monate nach dem ausschlaggebendem Kontakt im Blut nachgewiesen werden. Bis dahin aber kann man sich sehr wohl anstecken, nur weiß die Person dann selber nicht, dass er / sie HIV hat.
Deshalb bitte sehr vorsichtig sein mit irgendwelchen Versicherungen! Hilfreicher in dem Fall wäre es einen kostenlosen und anonymen HIV-Test in einem Gesundheitsamt zu machen!

mmh...ja ich habe das vllt nicht gut ausgedrückt...tut mir leid!
mir ist klar, dass es sein kann, dass jemand nicht weiß, dass er hiv hat!
aber also mmh vllt ist das naiv, aber wenn ich einen neuen partner habe, dann würde ich sowas schon abklären... und ich gehe mal davon aus, dass wenn ich mit jemanden wirklich eine ernsthafte beziehung eingehe, dass der oder die mir dann auch sagen würde, wenn er wirklich hiv oder ähnliches hat! zumindest würde ich das sagen, wenn ich wüsste, dass ich hiv hab...
natürlich muss die person wissen, dass er hiv hat...das ist klar...aber weißt du was ich meine?
bei nem one-night-stand oder einer lockeren sache oder so, kann man das natürlich nicht erwarten! aber da verhütet man ja eh nochmal anders als in einer festen beziehung (meiner meinung nach)...

oh man, jetzt bin ich kurz davor zum gesundheitsamt zu laufen und mich testen zu lassen... :verlegen: *wink* :tocktock:

Nemo

Anfänger

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Beiträge: 10

Zwangssymptome: Verschieden, hört einer auf, fängt der nächste an

Aktueller Therapie-Status: war schon mal in Therapie

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7

Sonntag, 9. Dezember 2012, 21:20

Hey, erstmal danke für die Antworten :)

Ja, dass das Risiko nicht so groß ist und alles weiß ich ja glücklicherweise, nur passiert es bei mir leider desöfteren, wenn ich grade echt schlimm dran bin, dass sich mein gesunder Menschenverstand gerne mal ausschaltet..
@girasol1991: Was eine Psychoeduktion ist, weiß ich nicht genau, aber ich hatte das mit meiner Therapeutin schon, dass sie mir beigebracht hat, mich aus einer anderen Perspektive zu betrachten um früh genug zu merken, wenn eine Sorgen wieder ein Zwang werden könnte. Nur leider bringt mir das nicht viel, weil es dann meistens schon so "fortgeschritten" ist, dass es eh der neue Zwangsgedanke wird und ich weiß auch nichts dagegen zu unternehmen.
Und ich habe schon bei meiner ehemaligen Therapeutin angerufen, um nochmal einen Termin fest zu legen, nur müsste ich da irgendwie nochmal zurück rufen. Da denke ich aber immer nur in dem Moment dran, in dem es mir grade ganz gut geht und ich echt keinen Bock habe mich damit zu beschäftigen :verlegen: :D
Momentan geht´s mir auch schon wieder etwas besser.

Wie schon einige vermutet haben, bin ich eher eine von der Sorte, dass, wenn ich neue Infos über meine derzeitige Sorge erfahre, ich eher noch mehr austicke, weil mein Hirn sich alle möglichen Ideen ausdenkt, an denen doch so etwas, oder etwas so ähnlcihes wie das, gewesen sein könnte :tocktock:
Ein Mensch hat dreierlei Wege, klug zu handeln:
Erstens: Durch Nachdenken - das ist der edelste.
Zweitens: Durch Nachahmen - das ist der leichteste.
Drittens: Durch Erfahrung - das ist der bitterste.
(Konfuzius)