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Zwangsgedanken: sexuelle Zwangsgedanken

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Kaddi

Anfänger

  • »Kaddi« ist weiblich
  • »Kaddi« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 7

Zwangssymptome: sexuelle Zwangsgedanken

Medikament / Dosis: Sertralin, Solian

Aktueller Therapie-Status: Stationäre Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Schleswig-Holstein

Beruf: Studentin

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1

Sonntag, 23. Dezember 2012, 12:11

sexuelle Zwangsgedanken

Hallo an alle!

Ich bin neu hier und hoffe auf Leute mit ähnlichen Problemen zu stoßen!

Ich bin weiblich, 19 und habe seit ca. 2 Jahren sexuelle Zwangsgedanken, die meine Lebensqualität sehr einschränken. Die Gedanken beziehen sich vor allem auf meine Familie und auf Kinder, was beides sehr belastend ist.

Ich war von Ende September bis Anfang Dezember in einer psychiatrischen Klinik, was mir auch ein ganzes Stück geholfen hat, aber vor einigen Tagen hatte ich wieder einen Rückfall mit einer Panikattacke und Selbstmordgedanken. Ich warte im Moment sehnsüchtig auf den 4. Januar, denn dann beginnt endlich meine ambulante Psychotherapie (Verhaltenstherapie). Ich hoffe, dass die mir helfen wird und ich schlussendlich wieder ganz gesund werde!

Gibt es hier Leute mit ähnlichen Symptomen wie ich? Seit ihr vielleicht schon in einer Verhaltenstherapie und könnt mir Mut machen? Ich würde mich über eure Antworten sehr freuen!

Lg und Frohe Weihnachten!

Kaddi

Femme1705

Anfänger

  • »Femme1705« ist weiblich

Beiträge: 35

Zwangssymptome: Zwangsgedanken, grübeln, Kontrolle

Medikament / Dosis: Clomipramin 75 mg retardiert

Status: Betroffene/r

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2

Sonntag, 23. Dezember 2012, 15:22

Hi,

Ich bin auch neu hier und leide auch unter gewissen Gedanken bzw befürchtungen. Ob es ein zwang ist, keine Ahnung? Jedenfalls leide ich darunter und mir geht es ähnlich wie dir, insoweit dass ich mich auch auf den 4. 01. freue an dem die Therapie beginnt...
Vielleicht hast du ja meinen Post gelesen und möchtest was dazu sagen....

Was dein Problem betrifft, wäre es hilfreich genaueres zu wissen um dies beurteilen zu können...

Bis dann.

Lg

Kaddi

Anfänger

  • »Kaddi« ist weiblich
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Zwangssymptome: sexuelle Zwangsgedanken

Medikament / Dosis: Sertralin, Solian

Aktueller Therapie-Status: Stationäre Therapie

Status: Betroffene/r

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3

Donnerstag, 10. Januar 2013, 21:34

Bin mal wieder in einer Klinik, langsam nimmt das Überhand. Hatte eine Krise und kann nicht mehr zu Hause sein im Moment, ich kann niemanden berühren ohne sofort totale Schuldgefühle und Gedanken wie "Das habe ich absichtlich gemacht und das war ein sexueller Übergriff" zu haben, kennt das noch jemand? Hier in der Klinik kann ich nicht wirklich ne richtige Behandlung bekommen, aber bald gehe ich wahrscheinlich entweder in eine andere, auf Zwang spezialisierte Klinik oder in eine Tagesklinik. Aber ich denke, es wird die Klinik sein. Ich hoffe, dass die mir da helfen können, denn langsam weiß ich echt nicht weiter. Es geht mir mies. Ich will doch einfach nur wieder gesund sein :(. Mehr verlange ich echt nicht.

Aber vielleicht ein Lichtblick: Meine Ärztin hat meine Sertralin-Dosis erhöht, weil die viel zu niedrig war. Deshalb habe ich auch keine Wirkung bemerkt! Hoffentlich wird die sich nun bald einstellen.

Peter

Anfänger

  • »Peter« ist männlich

Beiträge: 15

Zwangssymptome: Negative Zwangsgedanken

Status: Betroffene/r

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4

Donnerstag, 10. Januar 2013, 23:50

Hallo,
wenn du dieses Buch noch nicht gelesen haben solltest, dann empfehle ich es dir wärmstens, dort geht es auch um sexuelle Zwangsgedanken.
Der Kobold im Kopf: Die Zähmung der Zwangsgedanken von Lee Baer

MfG
Peter

Kaddi

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  • »Kaddi« ist weiblich
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Zwangssymptome: sexuelle Zwangsgedanken

Medikament / Dosis: Sertralin, Solian

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5

Freitag, 11. Januar 2013, 09:33

Danke für den Tipp!

Yezrel

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  • »Yezrel« ist weiblich

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Zwangssymptome: Zwangh. Persönlichkeit, Zwangh. Langsamkeit, Kontroll-/Zählzwang

Medikament / Dosis: keine

Aktueller Therapie-Status: Ambulante Therapie

Status: Betroffene/r

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6

Mittwoch, 23. Januar 2013, 17:16

@Kaddi

Wie läuft es so in der Klinik? Weißt Du schon mehr?

Bei Deinem Beitrag fragte ich mich, ob das evtl. mit einem unbewussten Wunsch nach einem Kind zusammenhängt, dass Du also unbewusst Muttergefühle entwickelst und das aber jetzt sexuell ausdrückst, weil Du bewusst noch keinen Zugang dazu gefunden hast.

Ich sage das, weil meine Schwester das früher nicht so gut trennen konnte als junge Mutter, bis sie dafür sensiblisiert wurde. Das lag auch an ihrem unausgeglichenen Körpergefühl. Sie wurde dann auf ihr sexualisiertes Verhalten hingewiesen, es war ihr nicht bewusst.

Freud geht ja von der Libido aus, was viel allgemeiner gemeint ist, aber eben auch Ursprung der Sexualität ist. Wenn da ein Ungleichgewicht besteht, könnte dabei etwas durcheinanderkommen im Ausdruck der Gefühle.

Nur so ein Gedanke, vielleicht hilft es Dir, dem nachzugehen. Evtl. spielt auch "das innere Kind" eine Rolle, dass Du womöglich zu wenig Geborgenheit erhalten hast und das nun suchst in sexualisierten Zwängen.
Lieben Gruß
Yezrel

girasol1991

unregistriert

7

Donnerstag, 24. Januar 2013, 11:28

Mit Freud sollte man heutzutage aber durchaus vorsichtig umgehen, er hat grundlegende Annahmen aufgestellt und teilweise mögen die auch stimmen, aber es ist eben sehr, sehr tiefenpsychologisch und tiefenanalytisch!
Wichtig ist nach Ursachen und Gründen zu forschen, aber nur weil man diese weiß, geht zumindest eine Zwangserkrankung normalerweise nicht einfach so weg - zumindest habe ich das bisher leider von noch niemandem so gehört mit dem ich wirklich Kontakt hatte. Das Wissen über Ursachen etc. ist hilfreich in Zukunft keine neuen Zwänge zu entwickeln!

Darf ich fragen wie du mit dem Sertralin zurecht kommst und wie viel mg du inzwischen nimmst? Ich hatte (laut meiner Ärztin damals) die Höchstdosierung von 250mg und leider gar keine Wirkung bezüglich des Zwanges verspürt, sondern durch die Bank weg nur die Nebenwirkungen -.-

Yezrel

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  • »Yezrel« ist weiblich

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8

Donnerstag, 24. Januar 2013, 14:19

@girasol1991

In der Fachliteratur arbeiten die Therapierichtungen schon längst zusammen und geben gemeinsame Publikationen heraus. So können all die unterschiedlichen Ansätze zusammen besser greifen. Auch mein Therapeut arbeitet schulenübergreifend. Diese Schulenanfeindungen sind heute veraltet, weil sie sich als kontraproduktiv erwiesen haben. Das ist nur noch für die Krankenkasse wichtig, aber nicht in der Fachwelt. Also mir persönlich hift es, wenn ich auch nach den Ursachen schaue.
Lieben Gruß
Yezrel

girasol1991

unregistriert

9

Donnerstag, 24. Januar 2013, 22:44

Yezrel, mag sein, dass du meinen Beitrag missverstanden hast! Vielleicht nochmal um meine Meinung deutlich zu machen:

1. Ich bin definitiv für die Kombination aus Ursachenforschung und VT, und definitiv gegen eine reine VT. Hab ja gesagt, Ursachenforschung und das Wissen über solche ist sehr wichtig um für die Zukunft keine neuen Zwänge oder andere psychische Erkrankungen zu entwickeln, aber zumindest bei Zwangshandlungen lassen diese nicht nach 'nur' weil ich die Ursachen kenne, denn dafür ist das Verhalten über Jahre hinweg entwickelt und verfestigt worden. Ich entwickel teilweise sogar neue/andere Zwänge, dabei weiß ich inzwischen ziemlich viel über die Ursachen, die Entstehung etc. Bescheid.

2. Dennoch ist Freud definitiv überholt und durchaus auch kritisch zu betrachten, das war das einzige was ich damit sagen wollte. Es mag eine Unterstellung sein, aber ich denke Freud wäre definitiv gegen eine solche Kombination beider Ansätze, was ich so über ihn im Rahmen meiner Schullaufbahn und meines Studiums gelernt habe. Denn sein Ansatz ist rein psychosexuell geprägt/orientiert. So würde Freud auch meines Wissens nach dafür plädieren, dass zum Beispiel ein Waschzwang (wie ich ihn habe) eine Regression (Abwehrmechanismus) in die anale Phase ist, also der Rückfall aus einer weiter fortgeschrittenen Phase (wie die genitale Phase in der Pubertät) in die allgemein bekannte anale Phase, und/oder auf einer zu extremen Reinlichkeitserziehung in der analen Phase basiert - beides ist heute so nicht mehr haltbar. Prinzipiell ist sein Ansatz sehr interessant und spannend, gerade was seine Abwehrmechanismen und auch seine Theorie rund um das Bewusste, Vorbewusste und Unbewusste anbelangt. In seinem Ansatz geht es jedoch immer nur um das psychosexuelle, da ist ein Erik Erikson, der für seinen psychosozialen Ansatz sehr bekannt ist, schon aktueller.

Yezrel

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10

Samstag, 26. Januar 2013, 17:26

@girasol: Das mit Freud sehe ich anders. Ich habe Freuds Werke selbst gelesen, d. h. auch die Primärliteratur. Er hat das mit der Libido nicht rein sexuell verstanden. Wer ihn wirklich gelesen hat, weiß das auch. Die Freudsche Schule hat sich übrigens auch weiterentwickelt, da ist nichts überholt. Das sind alles Vorurteile und völlig unnötig, denn die Schulen ergänzen sich optimal und bringen alle sehr hilfreiche Aspekte. Ich finde es müßig, mich jetzt mit Dir darüber zu streiten, wenn die Fachliteratur sich diesbezüglich einig ist. Wie gesagt: Nicht Freud ist überholt, sondern solche Grabenkämpfe zwischen den Schulen. Ich persönlich finde es sogar sehr kindisch und den Patienten nicht dienlich. Ich lese viel Fachliteratur aus allen Schulrichtungen, teilweise in denselben Büchern, weil diese sich schon längst zusammengetan haben und gemeinsame Anthologien herausgeben. Es wäre schön, wenn Du meine Beiträge einfach so dastehen lassen würdest. Wir müssen ja nicht derselben Ansicht sein. Das ist nicht nötig. Nur habe ich keinen Nerv für solche Streitereien, dafür habe ich genug Probleme. Deshalb bin ich auch nicht hier. Ich mag diese Bevormundung, wie Du sie hier in mehreren Threads gegen mich betreibst, nicht sonderlich. Ich bin über 40 und ein eigenständig denkender Mensch.
Lieben Gruß
Yezrel

girasol1991

unregistriert

11

Samstag, 26. Januar 2013, 22:48

Ich hatte an einen Austausch gedacht und nichts persönlich gemeint, vor allem, weil Menschen auch mal falsch liegen können.
Zudem hast du mich gerade indirekt angegriffen, indem du mir unterstellst, dass ich keine Ahnung habe von Freud. Ich finde manche Beiträge von dir kritisch und ich denke, es ist wichtig, dass in solchen Foren dann auch zu thematisieren, denn manch einer glaubt, das was er liest direkt und ich glaube, dass sich jeder Mensch seine eigene Meinung bilden sollte, sodass er/sie mindestens zwei mögliche Meinungen/Ansichten kennen sollte.
Nur eines: Fachliteratur ist nicht alles!

Yezrel

Fortgeschrittener

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12

Sonntag, 27. Januar 2013, 03:54

Irgendwie hast Du mir den Austausch hier vermiest, Girasol.

Lies einmal alle Deine Beiträge an mich. Du stehst oft in kritischer Opposition zu mir, während Du bei anderen viel netter schreibst. Ich denke, Du fühlst Dich durch mich irgendwie in Deinem Hoheitsgebiet verletzt und kannst meine Beiträge nicht einfach so dastehen lassen, obwohl sie nicht einmal an Dich gerichtet sind. Du hast es echt geschafft, dass ich mich hier nicht wohlfühle. Dir scheint es gut zu gehen, aber mir gehts nicht gut. Aber das scheint Dich ja echt nicht zu kümmern. Sogar meinen eigenen Thread hast Du nicht in Ruhe gelassen mit Deinem "was soll das" und diesen Thread komplett zweckentfremdet, nur weil ich kurz Freud erwähnte. Du hast ja noch selbst geschrieben, dass Du keine Fachliteratur liest. Das heißt nicht, dass andere nicht von Fachliteratur profitieren oder sich Gedanken darüber machen dürfen. Diesen Stress durch Dich kann ich mir nicht leisten, deshalb werde ich weiterziehen.
Lieben Gruß
Yezrel

girasol1991

unregistriert

13

Sonntag, 27. Januar 2013, 12:37

sollte eigentlich eine PN werden ;-)
ich wollte in keinster Weise dich hier vergraulen oder sonst
was. Ich hatte vielmehr echt gedacht, dass man sich mit dir auf einer
normaleren Ebene austauschen kann, weil ich dachte du wärst tougher.
Viele hier scheinen sehr verzweifelt zu sein und echt labil, wohingegen
ich bei dir das Gefühl hatte, dass du da anders drauf wärst und deshalb
kann es sein, das meine Beiträge an dich nicht sehr freundlich klangen.
Ich finde viele hier übertreiben es teilweise und ich wünschte ich
könnte denen mal mit einem Stück Holz gegen den Kopf hauen und die aus
ihren Tiefs herausholen, weil sie sich immer mehr verrennen.
Wegen
der Fachliteratur: Ich lese keine Fachliteratur speziell über Zwänge,
habe aber durchaus mit befreundeten Studenten, die Psychologie im Master
studieren, darüber gesprochen. Zudem glaube ich, dass Fachliteratur
wirklich nicht alles ist und es manchmal so sein kann, dass all das
einen nur noch verstärkt in der eigenen Wahrnehmung des Zwanges. Ich
finde es wichtig, den Zwang zu kennen, aber kein Buch wird meinen Zwang
jemals so genau darstellen können, wie ich ihn selber empfinde.
Es
ist mir nicht egal, dass es dir nicht gut geht! Ich habe nur während
meines Teilstationärenaufenthaltes vor zwei Jahren und durch viele
psychisch Erkrankte Freunde in meinem Umfeld gelernt, dass man auch
Distanz bewahren muss, ich habe mir früher das Leid aller zu Herzen
genommen, aber das machte mich nur noch kaputter und an vielen Dingen
kann ich nichts ändern. Zudem habe ich häufig das Gefühl, dass viele
hier einfach zu sehr dadrin stecken, sich zu sehr mit dem Thema
beschäftigen etc. - manchen, das habe ich ja oben schon geschrieben,
müsste man echt mal eine Standpauke halten, ihnen klarmachen, worum es
im Leben geht und wie sie aus dem Teufelskreislauf herauskommen können.
Ich hatte bei dir echt gedacht, dass du tougher wärst und das dich meine
Beiträge auch nicht so treffen würden, weil du an sich sehr reflektiert
wirktest. Es tut mir Leid!

Yezrel

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14

Sonntag, 27. Januar 2013, 15:07

Hallo Girasol

Ja, ich denke auch, dass Du derzeit stabiler und besser dran bist als die meisten, die gerade schreiben. Ich selbst bin genauso verzweifelt wie die anderen. Mein Weg der Verarbeitung ist nur nicht so emotional, weil ich als zwanghafte Persönlichkeit meine Gefühle nicht gut ausdrücken kann. Aber es geht mir nicht besser. Ich drehe genauso am Rad und mein Thera muss mich teilweise auch aus meinen ZG rauskicken bei den Sitzungen. Ich klammere mich an jede Hilfe, dazu gehört auch die Fachliteratur und der Austausch mit anderen. Mir persönlich gibt die Fachliteratur schon einen gewissen Halt, weil ich dann meine Zwänge besser einordnen und festnageln kann. Ich denke, jeder hat seine eigene Weise, mit dem ZG und sonstigen Zwängen fertigzuwerden.
Lieben Gruß
Yezrel

Kaddi

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15

Samstag, 2. Februar 2013, 16:39

Mal ein kleines Update von mir:

Bin jetzt seit 16 Tagen in der Klinik und im Moment geht es mir ziemlich gut :). Ich versuche immer, die Zwangsgedanken einfach nicht zu beachten und ihnen keine Bedeutung zukommen zu lassen und im Moment gelingt mir das gut. Heute ist auch echt ein schöner Tag, tolles Wetter, ich war mit meinen Eltern essen und morgen fahr ich nach Hause.

Die letzten zwei Wochen waren ziemlich hart, ich hatte Probleme damit, mich hier einzuleben und ziemlich starke Zwangsgedanken und -befürchtungen, mit denen starke Schuldgefühle verbunden waren. Außerdem hatte ich das Gefühl, ich würde mich innerlich gegen die Therapie wehren, obwohl meine Therapeutin immer sagte, dass ich das toll mache. Ich setze mich selber ziemlich unter Druck, will, dass es so schnell wie möglich viel besser wird. Aber ich weiß, man muss kleinschrittig denken, aber ich hab jetzt wieder Hoffnung, dass ich hier in ein paar Wochen mit einem guten Gefühl rausgehen werde. Ich hab auch immer zwei Einzelgespräche in der Woche und ab Montag auch eine Gruppe nur für Zwangspatienten.

Ich kann nur allen sagen: geht in eine Behandlung, macht eine ambulante oder stationäre Therapie, aber traut euch! Das Leben kann so schön sein, auch wieder für euch!

LG Kaddi

Yezrel

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16

Samstag, 2. Februar 2013, 18:16

@Kaddi

Das klingt doch insgesamt trotz der anfänglichen Zweifel sehr positiv und stabilisiert. Freut mich für Dich! Ich gehe ja ambulant in die Klinik und kann das auch nur immer wieder neu empfehlen. Es bringt viel Stabilität ins Leben. Deshalb würde ich schauen, dass Du auch nach der stationären Behandlung weiterhin langfristig ambulant dort hingehen kannst. Auch wenn das nicht oft sein sollte, ist es besser als nichts.
Lieben Gruß
Yezrel

Kaddi

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17

Freitag, 8. Februar 2013, 19:41

Hallo Yezrel!

Ich werde nach dem Klinikaufenthalt eine ambulante Psychotherapie bei einem niedergelassenen Psychologen machen!

Es geht mir wieder ein bisschen schlechter als bei meinem letzten Post, heute hab ich Kinder gesehen und das war ziemlich schwierig für mich. Hatte Angst, ich könnte sie berühren.

Ich bin leider immer ein bisschen zu ungeduldig, will, dass die Zwangsgedanken ganz schnell viel besser werden und das wird wohl nicht klappen. Aber ich hoffe trotzdem, dass ich von der Therapie hier ordentlich profitieren kann. Hab leider ein bisschen Angst vor den Expos, die in den nächsten Wochen auf mich zu kommen werden. :S Aber das wird schon.

LG Kaddi

Yezrel

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18

Samstag, 9. Februar 2013, 09:14

Huhu Kaddi

Hey, das ist gut, dass Du nun fixe Termine hast und sogar schon Expos anstehen, wobei Dir da sicher auch ausreichend Zeit und Raum gegeben wird, um die Expos durchzustehen. Ein Therapeut ist ja auch dafür da zur Unterstützung und Begleitung in solchen Extremsituationen. Nur Mut, Du machst es nicht allein! :thumbup:
Lieben Gruß
Yezrel

Kaddi

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19

Dienstag, 19. Februar 2013, 20:49

Heute hatte ich meine erste Expo! Sie verlief echt gut, ich hab bestimmt ne Viertelstunde beide Hände meiner Therapeutin gehalten und hab fremde Leute absichtlich angerempelt :D . Das war teilweise schon schwierig, aber es ging noch, aber wir machen auch ein graduiertes Vorgehen, das heißt, die erste Expo ist die einfachste. Die Angst ist wirklich schnell zurückgegangen und ich habe nicht neutralisiert. Die nächste Expo kann kommen! :P

Yezrel

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20

Dienstag, 19. Februar 2013, 21:08

Hey Du, Kaddi!

Das klingt ja prima! Scheint sogar irgendwo Spaß gemacht zu haben! :thumbsup:

Die nächste Expo machst Du auch mit links!
Lieben Gruß
Yezrel