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Sonntag, 13. Januar 2013, 22:11

Verzweifelt wegen meinen Zwängen

hallo an alle,

habe mich dazu entschlossen mich hier zu registrieren um meine "Leidensgeschichte" zu erzählen:

Nun, ich habe schon mehrmals in meinem Leben an Depressionen gelitten, die mit Medikamenten behandelt wurden. Wirkliche Zwänge waren damals nicht dabei. Jetzt habe ich vor ca. 3 Monaten bei einer Magenspiegelung die Diagnose Barrett-Syndrom bekommen. Das ist eine Vorstufe zum Speiseröhrenkrebs. Die Gefahr den wirklich zu bekommen, ist aber eher gering. Und sehr selten zumindest jetzt in meinem Alter (42).

Es begann dann langsam ein sich hineinsteigern in dieses Thema. Ich habe jetzt eine heftige Depression und eben zusätzlich (lt. meines Psychotherapeuten) Zwangsdedanken/handlungen. Kurz zur Erklärung was da abgeht: dieses Thema war lange 24 Stunden in meinem Kopf, ich konnte nicht schlafen. Erst jetzt mit Tabletten. Tagsüber grüble ich jetzt fast ohne die Chance es nicht zu tun. Es geht hier immer um die gleichen Gedanken: oh Gott, ich muss sterben oder ich rechne mir immer wieder aus zu wieviel % diese Vorstufe mal bösartig werden kann oder ich mache mir Selbstvorwürde das ich nicht früher zur Kontrolle ging, etc..... Dann suche ich eine "Pseudosicherheit" durch folgende Zwangshandlung: ich surfe im Internet (oft stundenlang) um mir Statistiken anzusehen, andere Infos einzuholen die mich beruhigen KÖNNTEN. Ich fühle mich dann oft erleichtert, aber nur für ganz kurze Zeit. Das ist extremst erschöpfend. Ich nehme mir vor nur 30 Minuten zu schauen, dann werden Stunden draus. Mich hindert das extremst in meinem Alltag, bei der Arbeit, etc........... Habe auch keine Interesse mehr an irgendetwas, mein Leben ist leer, ich bin wie 'eingefroren', zutiefst verzweifelt. Auch Selbstmordgedanken kamen schon hoch, schrecklich !

Nun auch die andere Seite der Medaille, d.h. wie irrational diese Zwänge und Ängste eigentlich sind: ein Arzt, der Spezialist ist auf diesen Gebiet meint das es keinen Grund gibt Panik zu schieben. Es wird sich nichts ändern in nächster Zeit und in 4 Monaten (früher gehts nicht wegen einer OP) kann man diese Vorstufe auch weg"brennen" mit einem Eingriff. Und je mehr Sicherheit ich bekomme, desto mehr negativ sehe ich das ganze. Mich kann NICHTS beruhigen, keine Ärzte, keine Statistiken, nichts. Ich bin fest davon überzeugt das es irgendwann zu spät sein wird und ich speiseröhrenkrebs bekommen werde.

War auch bei meinem Psychiater, nehme jetzt Fluoxetin. Am Anfang für die Depression, und am Freitag habe ich einen Termin wo ich mit ihm bez. der Zwänge sprechen muss. Diese gehen nämlich leider nicht davon. Wir haben die Dosis bis jetzt auf 50mg gesteigert. Also zuerst 20, dann 40 und jetzt 50.

Mache auch schon lange Verhaltenstherapie, aber im Moment ist es sehr schwer wenn über diesen Zwängen auch noch eine Depression "hängt" Dinge aufzunehmen.

Was meint Ihr ? Bin ich wirklich ein "typischer" Zwängler ?

2

Montag, 14. Januar 2013, 20:11

Nun ja, du steckst da sehr wohl intensiv in einem Dilemma. Aber rational kommst du nicht an der Kern heran, auch noch so viele Versuche von außen, dir die Absurdität dieser Sache zu vermitteln, wird z. Zt. scheitern ..., eben das typische Symptom für eine depressive Erkrankung. Ob das nun gleich eine "Zwangsstörung" ist, kann man hieraus m. E. noch nicht so recht erkennen. Die Depression verhindert ja auch die Einsicht und führt bei deinen Überlegungen immer wieder zum Ausgangspunkt zurück.

Es ist wohl gut, erst einmal die Wirkkraft des Fluoxetin abzuwarten, aber das kann Wochen dauern. Als Krisenintervention solltest du deinen Arzt einmal nach einem zusätzlichen schnell wirksamen Mittel fragen (da gibt es eine Vielzahl davon).

Es ist leider die Realität, daß diese augenblickliche Krise dich voll gepackt zu haben scheint, aber es kommt auch die Zeit, wo dies wieder vorbei ist - glaube mir !

3

Montag, 14. Januar 2013, 20:40

Nun, das ist der punkt. Mein therapeut , zufällig einer DER spezialisten für zwänge in meiner sehr grossen stadt, meint das durch den grübelzwang die depri entstand. Er sieht es schon als gewissen zwang an. Ich bin mir nicht so sicher ob es doch noch die depri ist ? Nimm fluex schon Seit sechs Wochen, immer mit dosissteigerung. Für gewisse bereiche wirkt es, zb kann ich mich öfters konzentrieren, normal essen....... Aber ich bin noch immer down. Für die depris sollte nach 6 wochen schon mehr wirkung da sein. Bei zwängen dauert es länger habe ich gelesen. Hab fr einen termin beim psychiater und frage mich gegen was er mich behandelt. Gegen depris allein oder auch gegen zwänge

Jake_Sully

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4

Dienstag, 15. Januar 2013, 00:07

Fluoxetin nehme ich auch, aber nur gering-dosiert. Fluoxetin enthält Fluor, bei zu hoher Dosierung zählt man Fluor zur Krebserreger-Bedenklichkeit. Aber als zusätzliche Absicherung/Hilfe würde ich für 20Euro bei Ebay einen preiswerten Clark-Zapper-Nachbau ersteigern. Ein Clark-Zapper kann nicht-wirklich Krebs heilen, aber Ausbreitung verhindern, Vorstufe heilen und das Immunsystem stärken. Ist besser als grübeln und nix-tun.

5

Dienstag, 15. Januar 2013, 12:13

Also Jake-Sulley,

dein Mitempfinden scheint nicht das Allergrößte zu sein, sonst würdest du in einem solchen Falle nicht auch noch von "Krebs" reden ! Krebs kannst du von Allem bekommen - aber bestimmt nicht vom Fluoxetin.

6

Dienstag, 15. Januar 2013, 17:22

Fluoxetin nehme ich auch, aber nur gering-dosiert. Fluoxetin enthält Fluor, bei zu hoher Dosierung zählt man Fluor zur Krebserreger-Bedenklichkeit. Aber als zusätzliche Absicherung/Hilfe würde ich für 20Euro bei Ebay einen preiswerten Clark-Zapper-Nachbau ersteigern. Ein Clark-Zapper kann nicht-wirklich Krebs heilen, aber Ausbreitung verhindern, Vorstufe heilen und das Immunsystem stärken. Ist besser als grübeln und nix-tun.
Kannst du auch denken vor dem Schreiben ? So einen Bullshit hab ich noch nie gehört !

Jake_Sully

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7

Donnerstag, 17. Januar 2013, 03:47

Also Jake-Sulley,

dein Mitempfinden scheint nicht das Allergrößte zu sein ...

Mitempfinden für feuerstein - jetzt nicht mehr!

... Krebs kannst du von Allem bekommen - aber bestimmt nicht vom Fluoxetin.

Wo steht das? Fluoxetin ist C17H18F3NO , in diesem Forum vermisse ich immer wieder fachliche Argumente und Verweise. Und wem interessiert die unsachlich-emotionale Bullshit-Bewertung von feuerstein? Das ist leere Proleten-Pöbelei ohne Information.

Hope

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Freitag, 18. Januar 2013, 09:44

Und wo steht das Fuoxetin Krebseregen ist? Deine Kommentare sind echt unterste Schublade aber das schreibe ich ja nicht zum ersten Mal.Das ist hier ein Austausch, hier sind Keine Ärzte oder sonst was im Forum und ich glaube kaum das die Ärzte Medikamente verschreiben die Krebseregend sind.

Ich finde solche Aussagen hier nicht wirklich passend denn nur weil du das vielleicht glaubst musst du nicht anderen damit vielleicht noch Angst machen oder verunsichern.
Gruß

Hope


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http://www.youtube.com/watch?v=j8uefBUOfgA

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9

Freitag, 18. Januar 2013, 15:49


in diesem Forum vermisse ich immer wieder fachliche Argumente und Verweise.



Und wem interessiert die unsachlich-emotionale Bullshit-Bewertung von feuerstein? Das ist leere Proleten-Pöbelei ohne Information.

Und das ist deine sachliche Argumentation?
Es gibt 1000 Krankheiten, aber nur eine Gesundheit.
Arthur Schopenhauer, 22.02.1788 - 21.09.1860
dt. Philosoph

girasol1991

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Freitag, 18. Januar 2013, 18:21

Nun ich habe mal ein wenig im Internet geforstet (natürlich: Internet, auf nichts zu 100% verlassen):
Es gibt da unterschiedliche Meinungen, was ich gefunden habe ist, dass die Kombination bestimmter SSRI mit einigen Brustkrebsmedikamenten (die ein bestimmtes Enzym bilden, was die SSRIs wohl teilweise aber hemmen können) eher kritisch zu sehen ist (Verweis: http://www.test.de/Brustkrebs-Vorsicht-b…etin-1852247-0/)
Allgemein habe ich beim 'Recherchieren' jedoch nichts weiter darüber gefunden und wenn es wirklich durch Fluoxetin so sein sollte, dass es krebserregend ist (was man ja auch von Nutella und und und sagt), dann hätte einer der Ärzte da mit Sicherheit drauf hingewiesen!

Mmh nun zu der eigentlichen Thematik dieses Threads: Also ich finde es klingt schon irgendwie dann wirklich nach Zwangsgedanken, hinter Zwangsstörungen stehen ja häufig der 'Wunsch nach 1000%-iger Sicherheit' (zumindest habe ich das gelesen und bei mir trifft es auch zu) und diese absolute Sicherheit, dass du nie an Krebs erkranken wirst, die kann natürlich niemand geben, weil Sicherheit und Garantien von 100% gibt es im Leben einfach nicht. Deshalb macht es Sinn, dass deine Gedanken trotz ziemlicher hoher Absicherungen und Wahrscheinlichkeiten etc., dennoch nicht besser werden. Meist ist es ja auch so, dass wenn man auf einem Teilgebiet bei einer Zwangserkrankung Erfolge erlebt, dass der Zwang versucht auf anderen Ebenen dafür durchzudringen. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es enorm schwierig ist, wenn du sehr depressiv bist, dann noch an dem Zwangs zu arbeiten - irgendwann ist man mit der Kraft am Ende.
Wie wärs wenn du Prioritäten setzt? Erstmal einigermaßen das mit der Depression regeln, damit du dann wieder Kraft hast gegen den Zwang anzugehen? Oder na ja so wie es dir am liebsten ist und so wie du denkst, dass du es schaffst (das kannst du ja mit deinem Therapeuten durchsprechen).

Zu dem Medikament: An sich sollte es echt schon eine aufhellende und verbessernde Wirkung haben was deine Depression angeht, ich habe damals mit Sertralin angefangen und nach kurzer Zeit und auch Höchstdosierung deutliche Verbesserungen rund um die depressiven Anteile verspürt, wohingegen gegen den Zwang bis heute kein Medikament wirklich gewirkt hat. An sich muss man ja auch bei Depressionen gar nicht so hoch dosieren, beim Zwang hingegen ja meist wirklich Höchstdosierungen anwenden, damit Verbesserungen erkennbar sind.
Was hat denn dein Termin beim Arzt ergeben? Anderes Medikament ausprobiert?

Alles Gute!

Yezrel

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Mittwoch, 23. Januar 2013, 15:58

@feuerstein

Ich würde jetzt Dein Zwangsverhalten nicht nur negativ sehen. Du lebst über sie einen Teil Deiner Depression aus, sonst wärst Du evtl. depressiver. Zwanghaftes Verhalten ist auch ein protektiver Schutz gegen eine völlige Vereinnahmung durch die Depression. Dass Du immer wieder diese Statistiken brauchst, finde ich verständlich, es geht Dir ja danach auch besser, weil Du offenbar ermutigende Statistiken findest.

Ich würde an Deiner Stelle nun den nächsten Schritt versuchen und Dich mit positiven Suggestionen beschäftigen, solche Methoden werden ja auch zur Heilungsförderung eingesetzt, da Psyche und Körper sich gegenseitig beeinflussen. Ich kann Dir z. B. Entspannungs-Musik-CDs empfehlen von Dr. med. Hans Grünn. Diese CD´s bauen auf wissenschaftlichen Methoden auf, z. B. die Doppel-CD: Dr. med. Hans Grünn, Einfach zuhören und die innere Heilkraft wecken. 2 CDs. Ich hab mehrere CDs von Dr. Grünn, aber diese gefällt mir am besten.
Lieben Gruß
Yezrel

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