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Medikamente: Kein Medikament wirkt.

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1

Donnerstag, 20. Juni 2013, 22:27

Kein Medikament wirkt.

Hallo,

leid seit Jahren an verschiedenen Zwangsgedanken und -handlungen.

Ich habe nun eine Neurologin gefunden, die sehr gutmütig ist und wirklich mir helfen will.

Nur, es wirkt einfach kein Medikament bei mir. Paroxetin, Venlafaxin, Citalopram. Alles über mehrere Wochen getestet. Dosis gesteigert ohne Erfolg.

Was kann ich tun?

Schussel

Anfänger

  • »Schussel« ist männlich

Beiträge: 54

Zwangssymptome: Magisches Denken, grübel Zwang, Waschzwang

Medikament / Dosis: Sertralin 200mg

Aktueller Therapie-Status: Ambulante Therapie

Status: Betroffene/r

Hobbys: Basketball, Fitness, Musik

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2

Freitag, 21. Juni 2013, 10:52

Hallo Tilo,

Bei mir ist es ähnlich. Die Antidepressiva helfen mir nur bei den depressiven Anteilen.

Um den Zwag zu bekämpfen hab ich eine Verhaltenstherapie begonnen. Die Expositionsübungen haben bei mir am meisten WIrkung gezeigt. Hast du schonmal eine VT ausprobiert?

3

Samstag, 22. Juni 2013, 01:07

probier abilify

hallo tilo

du sagst du hättest schon alles ausprobiert, was ist
mit neuroleptika? ich habe auch schon alles mögliche ausprobiert und
nichts hat langfristig geholfen :(
dann haben die in der psychiatrie ein neues medikament an mir getestet(das war vor ca 4 jahren) und meine zwangshandlungen verschwanden zu 90% !
bis heute hält die wirkung an, das einzige worunter ich noch manchmal leide sind aggressive zwangsgedanken aber die zwangshandlungen, habe früher tausende am tag ausgeführt, sind so stark gesunken das ich wieder normal leben kann, hin und wieder führe ich mal einen zwang aus, das stört mich aber nicht weiter, es sind eben nur vereinzelte zwangshandlungen und nicht tausende! das medikament heisst abilify und ich nehme 30mg davon, zusätzlich zu 60mg paroxetin. weiss nicht ob es die kombination ist, paroxetin nehme ich wegen angstzuständen, deswegen weiss ich nicht ob auch nur abilify gegen die zwänge hilft. aber ohne abilify währe mein leben die hölle, das weiss ich genau!!! lg tpg

4

Sonntag, 23. Juni 2013, 19:22

""dann haben die in der psychiatrie ein neues medikament an mir getestet(das war vor ca 4 jahren) und meine zwangshandlungen verschwanden zu 90% !""




Also dieser Passus ist doch hochinteressant. Kannst du evtl. herausfinden, wie dies Wundermittel heißt und ob es für BRD oder Nachbarländer schon zugelassen ist ?

TomMX5

Anfänger

  • »TomMX5« ist männlich

Beiträge: 33

Zwangssymptome: Kontrollzwang,Waschzwang,Angst anderen was anzutun,Wiederholungszwang,Zählzwang, Vergangenheit , (Borderline) usw.

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Hobbys: Motorrad und Auto fahren :)

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5

Sonntag, 23. Juni 2013, 23:06

Hallo:)
Wie lange nimmst du den nun schon die Tabletten?
Manche brauchen erstmal 2 Wochen bis die Wirkung richtig auftretet.

Liebe grüße Tom
Ich bin mein eigener Chef nicht der Zwang!
:P :P :P :P :P :P :P

Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen.
Dietrich Bonhhoeffer

6

Montag, 24. Juni 2013, 11:14

Danke für die vielen Antworten. Heute Abend habe ich einen Termin bei meiner Ärztin. Mal schauen, was sie mir aufschreibt.

girasol1991

unregistriert

7

Montag, 24. Juni 2013, 15:45

Hallo,



was erwartest du denn konkret für eine Wirkung? Ich habe auch bei den meisten Medis kaum eine Wirkung gehabt, meistens wurden nur die depressiven Anteile reduziert - was aber ja durchaus, wenn man akut depressiv ist, schon helfen kann. Bin erst mit dem dritten Medi zufrieden gewesen. Hast du 'nur' die drei Medis ausprobiert? Das ist ja bei weitem nicht viel und alles, was der Markt so zu bieten hat.

Dennoch: Medis sind einfach nicht das Wundermittel schlechthin und es braucht lange, bis man das richtige findet, wenn es so eins überhaupt gibt. Ich rate dir wirklich eine Therapie anzufangen. Auf lange Sicht sind Medis eh nur als Hilfsmittel geeignet. Und die wirken keine Wunder, bei mir hat sich der Zwang verändert, verschlimmert, gebessert, verschlimmert, nochmals verändert - trotz Medis ;-)



Alles Gute!

Jake_Sully

Fortgeschrittener

  • »Jake_Sully« ist männlich

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8

Dienstag, 25. Juni 2013, 04:17

""dann haben die in der psychiatrie ein neues medikament an mir getestet(das war vor ca 4 jahren) und meine zwangshandlungen verschwanden zu 90% !""



... hochinteressant. Kannst du evtl. herausfinden, wie dies Wundermittel heißt und ob es für BRD oder Nachbarländer schon zugelassen ist ?

Schau mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Aripiprazol#Klinische_Wirkung

Zitat

...Während bisherige Atypika als volle Antagonisten am Dopamin-D2-Rezeptor wirken, verhält sich Aripiprazol als Partialagonist am Dopamin-D2-Rezeptor und am 5-HT1A-Rezeptor. Dazu wirkt Aripiprazol wie andere atypische Neuroleptika auf den 5-HT2A-Rezeptor als voller Antagonist.

Die agonistische Wirkung nützt bei relativem Dopaminmangel im ZNS: Der etwa 30 %ige Agonismus soll beispielsweise im Frontalhirn zum Tragen kommen....


Das muss ich auch mal probieren :!:

9

Dienstag, 25. Juni 2013, 11:01

Ich erwarte mir keine Wunder, sondern spürbare Erfolge.

Von dem Medikament Abilify hat meine Neurologin abgeraten. Es ist mehr dafür gedacht, starke Schizophrenie zu behandeln. Das Medikament soll sehr stark sein und nicht ohne. Das es bei einem oder anderen auch für nicht gerade gedachte Zwecke wirken kann, kann sein meinte sie, jedoch sagte sinngemäß, dass sie so ein Medikament nicht ruhigens Gewissen aufschreiben kann. Hierfür muss man schon fast am Ende des psychischen Zustandes ankommen.

Sie hat mir nun ein Medikament namens Tianeurax aufgeschrieben. Soll am Markt sehr neu sein.

girasol1991

unregistriert

10

Dienstag, 25. Juni 2013, 13:32

Ich erwarte mir keine Wunder, sondern spürbare Erfolge.

Aber was ist ein spürbarer Erfolg? Es ist ja nicht so, dass man wenn die dann auf einmal wirken, zwangsfrei ist oder das von einem auf den anderen Tag merkt, sowas dauert ja sehr lange an.

Ich habe auch so gut wie keine Wirkung bei meinem Zwang verspürt, hab ja gesagt, bei mir haben sich die Zwänge teilweise sogar verändert. Allerdings merke ich jetzt beim Absetzen der Medis (nach ca 1 1/2 Jahren) schon einen leichten Unterschied.

Bist du denn in Therapie?

Kathrin

Schüler

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11

Dienstag, 25. Juni 2013, 23:22

mit abilify hatte ich auch mal eine kurzfristige Besserung vom Zwang. es ist noch nicht so häufig dass es verschreiben wird bei zwängen, habe jedoch schon öfter gehört dass es inzwischen auch hier Erfolge bringen kann. Ich denk, die alten Schulmediziner sind dafür noch nicht so offen, aber abilify hat durchaus eine positive Wirkung (früher waren die Neuroleptika für Schizophrenie, inzwischen werden sie immer häufiger auch bei Zwängen erprobt und eingesetzt!) Nebenwirkungen hat es allerdings schon gewalige, weshalb ichs wieder absetzen musste und bei einem erneuten versuch auch nicht lange mehr durchhielt. Aber ausprobieren könnte durchaus sinnvoll sein, evtl. einen anderen Arzt kontaktieren??

12

Donnerstag, 4. Juli 2013, 23:37

Ne, eine andere Ärztin kommt zur Zeit nicht in Frage. Zum Einen ist sie nicht eine "Alteingesessene", sondern sie steht grundsätzlich zu Alternativwegen offen und macht einen soliden Eindruck und zum Zweiten stimmt auch die zwischenmenschliche Chemie, was für mich auch wichtig ist und auch das Vertrauenverhältnis beidseitig ist gegeben, was ich nicht riskieren möchte. Also ich bin mit ihr sehr zufrieden.

Tianeurax habe ich nun seit gut 10 Tagen genommen. Die einzige gute Nachricht ist, dass ich nicht mal Nebenwirkungen hatte, aber es wirkt auch nichts.

Ich habe übernächste Woche nochmals einen Termin mit ihr. Dann schauen wir mal weiter.

girasol1991

unregistriert

13

Freitag, 5. Juli 2013, 11:56

Tianeurax habe ich nun seit gut 10 Tagen genommen. Die einzige gute Nachricht ist, dass ich nicht mal Nebenwirkungen hatte, aber es wirkt auch nichts.

Hey, nun zehn Tage ist ja auch nicht viel, kann ja bis zu 2 Monaten dauern bis man überhaupt was verspürt. Aber Wegbleiben von Nebenwirkungen ist ja schonmal besser als nur Nebenwirkungen.

Bist du denn auch so in Therapie? ;-) Das würde mich mal interessieren und wie gesagt langfristig ist eine (V)T das sinnvollste, kombiniert mit Medis. Aber du möchtest ja nicht dein Leben lang Medis nehmen oder?

14

Dienstag, 13. August 2013, 20:30

Ich hatte mal eine Verhaltenstherapie begonnen. Habe mich auch mit dem Psychologen sehr gut verstanden. Er meinte immer, dass es mit mir sehr lustig ist, weil wir viel gelacht haben zusammen. Im Gesicht sieht man mir die Krankheit sinngemäß nicht an, weil ich scheinbar meine Situation akzeptiert habe. Das fand er gut. Nur das Problem war, dass wir einfach nicht mehr vorangekommen sind. Er meinte dann, ich solle medikamentös kombinierte Verhaltenstherapie machen, um voranzukommen.

Nun leider wirkt kein Medikament. Habe bald nun die zweite Packung Tianeurax hinter mir und spüre garnichts. Selbst TicTac hat mehr Wirkung bei mir. ?(

Problem ist wahrscheinlich genetisch. Meine Mutter hat auch eine neurologische Krankheit, aber ganz was anderes, bei Ihr wirkt seit Jahren kein einzige Medikament.

Meine gutmütige Ärztin ist auch langsam mit ihrem Latein am Ende. Ich werde Sie beim nächsten Termin mal bitten, ob Sie sich vielleicht mit einem anderen Kollegen in Verbindung setzen kann, der vielleicht schon ähnliche Erfahrung gemacht hat und eine Lösung dann gefunden hatte.