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Ingo

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Zwangssymptome: Kaufzwang?

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1

Donnerstag, 30. Mai 2013, 11:03

Zwanghaft nur in den eigenen vier Wänden?

Ein herzliches Hallo an alle "Zwängler". Heute habe ich folgende Frage: Ist es möglich, dass meine Frau ihre Zwänge (Reinigung-und Ordnungszwang) nur in ihrer eigenen Wohnung erlebt? Meine Frau meint, dass es wohl mit ihrer Kindheit in Zusammenhang stehen muss, weil dort zuhause auch immer alles Tip-Top sein musste.
Mittlerweile leben wir leider (ich hoffe nur vorübergehend) räumlich getrennt. In Ihrer eigenen Wohnung erlebt meine Frau ihren Zwang genauso wie bei mir, wenn sie zu Besuch ist.
Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen und kann mir einen Rat geben? *wink*

Dankbare Grüße
Ingo
Wer nicht an Wunder glaubt, der ist kein Realist
(Autor ist mir nicht bekannt)

TomMX5

Anfänger

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2

Donnerstag, 30. Mai 2013, 11:44

Hallo Ingo!
Ja das gibt es , ich zb. bin Betroffener. Und habe die Zwänge am schlimmsten zuhause , und bei meiner freundin kann ich abschalten von den Zwängen.

Habe ich das richtig gelesen das wenn Sie bei dir ist auch den Zwang nach geht?
Liebe grüße!
Ich bin mein eigener Chef nicht der Zwang!
:P :P :P :P :P :P :P

Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen.
Dietrich Bonhhoeffer

Ingo

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3

Donnerstag, 30. Mai 2013, 11:59

Hallo Tom,
ja, du hast richtig verstanden. Meine Frau hat den Zwang bei sich zuhause und auch wenn sie bei mir zu Besuch ist.
Wer nicht an Wunder glaubt, der ist kein Realist
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TomMX5

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4

Donnerstag, 30. Mai 2013, 13:49

Danke Ingo!

Könntest du mir noch erläutern was genau für Zwänge deine Frau hat , bzw. was sie ausführt.

Und ob deine Frau schon in einer Therapie ist und wie lange sie schon drunter leidet.

Das muss ich wissen damit ich dir eine genauere Antwort geben kann.

Danke !
Liebe grüße
Tom
Ich bin mein eigener Chef nicht der Zwang!
:P :P :P :P :P :P :P

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Dietrich Bonhhoeffer

girasol1991

unregistriert

5

Freitag, 31. Mai 2013, 20:58

Hey,

also was ich von mir selber kenne ist, dass ich den Zwang in meinen vier Wänden am stärksten ausübe, aber nicht ausschließlich dort. Ich differenziere zwischen 'mein' und 'dein'/'seins'/etc. - zum Beispiel muss mein Bett tiptop sauber sein, ich muss immer direkt vorm schlafen gehen duschen, wohin gegen ich das bei fremden Betten nicht habe (sprich Bett meiner Eltern, Freund(e)). Das erlebe ich in verschiedenen Bereichen!

Liebe Grüße!

6

Dienstag, 4. Juni 2013, 18:32

hallo ingo,
auch wir erleben das so ähnlich: meine tochter zwängelt zuhause am meisten; "draußen", sprich in gesellschaft zwar auch etwas, aber längst nicht so stark.
uns wurde das so erklärt, daß der zwang sich dort am stärksten manifestiert/zeigt, wo ein "geschützter" raum ist.
d.h., für deine frau ist wohl momentan sowohl ihre als auch deine wohnung ein solcher raum, wo sie sich "gehenlassen" kann, wo sie weiß, es wird ihr (zumindest begrenztes) verständnis entgegengebracht und , wenn jemand da ist, dann ist das jemand, dem sie etwas bedeutet und vor dem sie sich nicht "verstellen/verstecken" muß.
liebe grüße,
katja

TomMX5

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7

Dienstag, 4. Juni 2013, 22:37

Es ist auch so ,( jedenfalls bei mir) desto mehr Zeit man für sich selber hat , desto stärker werden die Zwänge.Weil wenn man unter Menschen ist , sind die Zwänge nicht so stark weil man abgelenkt ist.
Für Zwangskranke ist es auch schwer sich alleine zu beschäftigen bis auf den Zwang. Zuhause gibt es immer ein raum wo man sich zurück ziehen kann. Und da lebt sich dann automatisch der Zwang am stärksten aus.

Nur mal so als erklärung :)

Liebe grüße Tom
Ich bin mein eigener Chef nicht der Zwang!
:P :P :P :P :P :P :P

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Dietrich Bonhhoeffer

Daniela

unregistriert

8

Mittwoch, 5. Juni 2013, 16:28

Hallo Ingo,

ich möchte mich gerne meinen Vorrednern anschließen.

Bei mir ist der Zwang Zuhause auch am stärksten. Das kommt
daher, dass mein Zuhause für mich sozusagen MEIN Reich ist, ,
mein Heiligtum, mein Zufluchtsort, von dem ich den imaginären Schmutz fernhalten will.
Eine besondere Stellung hat bzw. hatte hier noch mein Bett. Das war sozusagen
noch eine Stufe höher, als der Rest der Wohnung. Sozusagen der Ort, der mir am heiligsten war
(nicht im religiösen Sinne, sondern umgangssprachlich gemeint).

Ich habe einen Waschzwang, der von einem Trauma herrührt und
im Grunde genommen dreht sich mein ganzes Zwangsdenken bzw. drehen sich meine Zwangsinhalte eigentlich
darum, dass ich alles, was mit bestimmten Leuten(, durch die ich
das Trauma habe,) und dem Ort des Geschehens bzw. Leuten von da, in Berührung gekommen sein könnte
oder ist- indirekt oder über
Verschmutzungsketten-, aus meiner Wohnung (und auch von mir) fernhalten will.
Hätte ich dieses Problem nicht, hätte ich, auch keine Zwangsstörung, die ein
Symptom meiner Posttraumatischen Belastungsstörung ist. Ich habe also keine
Angst vor Bakterien wie die meisten Waschzwängler, vor Urin, öffentlichen
Toiletten etc. ekele ich mich zwar auch mehr als jemand ohne Zwangsstörung,
aber das ist sozusagen eher eine begleitende Zwangsthematik.

Ich habe schon ein gutes Stück meines Heilungsweges - zum Glück erfolgreich -
zurückgelegt, aber wenn ich daran denke, wo ich vor einem Jahr noch stand, dann
kann dir das vielleicht eine Hilfe sein, deine Frau zu verstehen. Ich hoffe es
zumindest.

Ich habe immer zwischen Drinnen und Draußen unterschieden. Ich nenne es
zwischen Drinnen- und Draußen-Sachen unterscheiden und zwischen Drinnen- und
Draußen-Händen. Was ich draußen benutzt, als Kleidung getragen oder angefasst
habe bevor ich mir nach dem Heimkommen die Hände gewaschen habe, habe ich nach
dem Hände waschen in der Regel nicht mehr angefasst (außer mit Einmalhandschuhen oder Hände
waschen danach). So war meine Wohnung sozusagen gesplittet in Dinge, die ich
zuhause normal benutzt habe und anfassen konnte und Sachen bei denen es nicht
ging. Ich habe auch immer komplett meine Kleidung nach dem Heimkommen
gewechselt. Mein Zuhause sollte sozusagen ein komplett und 100%ig reiner Ort
sein, der null mit draußen in Berührung gekommen wäre. So sind mir natürlich
viele Dinge in meiner Wohnung verwehrt gewesen, da ich mich vor ihnen geekelt
habe und sie nicht benutzt habe bzw. danach immer wieder die Hände waschen
musste.

Seitdem ich vor einem Jahr angefangen habe etwas gegen die
Zwänge zu tun – mithilfe meiner Psychologin – habe ich mir meine Wohnung aber
wieder Stück für Stück erobert. Ich benutze z.B. mein Handy zuhause und auch
unterwegs ganz normal und wasche mich nicht mehr komplett nach dem Heimkommen
und wechsele zumindest nicht mehr meine komplette Kleidung.

Was mir geholfen hat, auch wenn es keine richtige Konfrontation
ist, wie sie in Fachkreisen und –literatur immer beschrieben wird, war, dass
ich bei Gegenständen vor denen ich mich sehr oder extrem geekelt habe, eine „Grundreinigung“
gemacht habe. Ich habe diese Sache so gereinigt, dass es gut für mich war und ab
dann normal benutzt, auch wenn das bedeutete, sie draußen und drinnen
gleichermaßen zu benutzen. Denn darum ging es ja, ein normales Leben zu haben
durch normales Verhalten. Manche Sachen, bei denen es mir leichter gefallen
ist, sie normal zu benutzen oder die nicht grundzureinigen gehen, habe ich ab
einem bestimmten Punkt normal benutzt. Ich habe z.B. mit den Rolläden angefangen,
die ich manchmal nach dem Heimkommen vor dem Hände waschen runtergemacht habe
und daher nach dem Händewaschen nur mit
Ärmel über der Hand betätigt habe. Ich bin beim jedem Tag aufs Neue normal
Anfassen und Runtermachen der Rolläden zwar immer aggressiver geworden, weil
die Anspannung so groß war, aber heute ist es für mich gar kein Problem mehr.

Manche mögen die Grundreinigung vielleicht für den falschen
Weg halten, aber für mich war es definitiv der richtige und vielleicht ist er
ja auch für deine Frau eine Option auf Heilung.

Dass deine Frau auch in deiner Wohnung so zwanghaft ist,
zeigt meiner Meinung nach, dass sie sich bei dir sozusagen wie zuhause fühlt
und sie auch deine Wohnung vor dem schützen will, vor dem sie Angst hat oder
sich ekelt.

Bei mir ist der Ekel, so sagt meine Psychologin, ein
Ersatzgefühl für Angst und dass ich meine Wohnung so schützen will, rührt
daher, dass ich früher in gewissen Situationen so ausgeliefert war. Ich habe
auch sehr starke, irrationale Ängste bezüglich möglicher Eindringlinge in meine Wohnung.

Zu dem Punkt, dass deine Frau ihre Reinigungs- und
Ordnungsszwänge nicht draußen erlebt, möchte ich gerne noch etwas anmerken. Was
draußen ist, ist ihr, denke ich, egal. Denn das ist nicht „ihres“. Aber zuhause
da muss man sich doch wohl fühlen und entspannen können, das ist „ihr Reich“.

Sie wird bestimmt, wenn sie draußen ist und mit den bei ihr
Ekel bzw. Angst und Zwangsverhalten auslösenden Dingen konfrontiert ist, sich
nicht wohlfühlen. Ich weiß aber nicht inwieweit das bei einem Putzzwang geht.
Ich habe auch draußen das Bedürfnis mir die Hände zu waschen, aber da dies dann
andere Leute mitkriegen, ist man im Zwangsverhalten stark eingeschränkt, auch
wenn man den Zwangsimpuls verspürt und die Anspannung einen quält.

Ich denke, es wird ihr am wichtigsten sein, diese Dinge
nicht in ihre Wohnung zu tragen. Letztendlich geht es ihr, so vermute ich,
darum, diese Dinge oder Baktieren oder vor was sie sich auch ekelt aus ihrer
Wohnung fernzuhalten.

Eine 100 %ige Wohnung, die wie ein Kokon ist, gibt es aber
nicht. Und so ist jeglicher Versuch, alles Ekel erregende aus der Wohnung zu
beseitigen und der andauernde Kampf gegen den (imaginären oder auch
existierenden) Schmutz umsonst. Man kann ihn nur verlieren.

Was man aber gewinnen kann, das ist der Kampf gegen den
Zwang. Ich kenne nicht die näheren Umstände der Zwangserkrankung deiner Frau,
aber ich rate ihr zu einer Therapie und zur stückchenweisen Eroberung eurer
beider Wohnungen und ihres Lebens und wünsche euch, dass sie es schafft, ein
selbst bestimmtes Leben ohne Zwänge zu führen.

Ich hoffe, ich konnte helfen. Sorry, dass der Text so lang geworden ist, ich kann mich schlecht kurz fassen.

Alles Gute.

Gruß
Daniela

Sommerwiese

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9

Mittwoch, 5. Juni 2013, 19:24

Liebe Daniela,

ich danke Dir sehr für Deinen Beitrag, in dem ich mich sehr wiedergefunden habe und bin froh, dass Du Dich nicht kürzer gefasst hast, denn all die Erläuterungen und Beispiele waren wichtig zum Verständnis.Ich habe mich dadurch, dass du das, was ich bisher eher diffus gefühlt und gedacht habe, so in Worte gekleidet hast, sehr erleichtert gefühlt. :)
Diese innere persönliche Logik, die du beschreibst, existiert auch für mich und ich mache fast alles genauso wie du. Statt Ärmel nehme ich Toilettenpapier oder Küchenrollenstücke, um "Bedenkliches" in der Wohnung anzufassen und um mir einige der vielen Händewaschungen zu ersparen.

Eine Frage habe ich noch zu der von dir beschriebenen Grundreinigung: Wie hast du das seelisch geschafft, z.b. das mit den Rolläden und hält die Grundreinigung anderer Gegenstände vor oder musst du sie häufig erneuern?
Z.B. das Handy: bei mir ist es leider so, dass ich es nach jeder Außerhausbenutzung erst gründlich reinigen muss, bevor ich es wieder sorglos zuhause benutzen kann.
Momentan leide ich wieder sehr unter den Einschränkungen meines Aktionsradius durch die Zwänge und die Frage bei den "Kontaminationsketten", ab wann etwas genug "verdünnt" ist, so dass praktisch nichts mehr vorhanden ist, kann selten befriedigend beantwortet werden.
Im Zweifel hilft mir dann wieder nur eine gründliche Reinigung, aber wie du schon schreibst, ist das ja nicht bei allen Gegenständen möglich.
Von Papieren habe ich teilweise schon Fotos gemacht, um sie auf dem PC zu speichern und die Papiere dann weggeworfen. Oder ich habe sie umständlich in eine Klarsichthülle getan.

Viele Grüße
Sommerwiese

TomMX5

Anfänger

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10

Mittwoch, 5. Juni 2013, 22:59

Ein sehr guter beitrag Daniela! :) :dafuer:
Ich bin mein eigener Chef nicht der Zwang!
:P :P :P :P :P :P :P

Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen.
Dietrich Bonhhoeffer

Daniela

unregistriert

11

Montag, 10. Juni 2013, 21:04

Liebe Sommerwiese,

ich wollte nur Bescheid geben, dass ich dir deine Fragen noch beantworte. Sorry, dass ich das bisher noch nicht getan habe, aber mir fehlt zurzeit die nötige Zeit und vor allem Ruhe dazu. Ich werde aber sobald wie möglich auf deine Fragen eingehen und hoffe, dir damit gut helfen zu können. Vielen Dank schonmal für deine lieben Worte, die mich sehr gefreut haben.

Danke auch an Tom.

Gruß

Daniela

lilly116

unregistriert

12

Freitag, 14. Juni 2013, 20:02

HI

lilly116

unregistriert

13

Freitag, 14. Juni 2013, 20:07

Hallo Ingo,

ich kann mir dass sehr gut vorstellen.

Ich leide seid 30 Jahren an Zwaengen und zuhause ist es am schlimmsten.Wahrscheinlich weil wir da mehr Zeit haben die Zwaenge auszuleben und sie in unseren Tagesrythmus "einzubauen"....oder sie sofort schon mit einzukalkulieren :thumbsup:

Zwaengler koennen dass ganz gut ;) ;)



Liebe Gruesse ^^

Daniela

unregistriert

14

Dienstag, 18. Juni 2013, 21:47

Endlich die Antwort an Sommerwiese zu Zwanghaft nur in den eigenen vier Wänden

Liebe
Sommerwiese,

es tut mir echt leid, dass du so lange auf meine Antwort warten musstest, aber ich kann so was nicht mal eben schnell nebenbei

schreiben. Da muss ich mich dann schon richtig konzentrieren und das in Ruhe machen können. Und sorry schonmal, denn das wird ein ganz langer Text! Sogar so lang, dass ich ihn nicht auf einmal abschicken kann...

Erst mal zu deiner Frage, wie ich das mit der Grundreinigung seelisch geschafft habe: Mir
haben mehrere Dinge geholfen:

Meine Psychologin und die tiefenpsychologisch fundierte Gesprächstherapie: Meine
Psychologin war nicht bei den Expositionen dabei, ich habe mit ihr aber
abgesprochen, welche Übung bzw. welchen ungenutzten Gegenstand ich grundreinige
(oder auch nicht) und ab dann normal benutze, welchen Teil der Wohnung ich mir
als nächstes kerobere.

(Am Anfang meiner Therapie gegen die Zwänge stand eineTraumatherapie nach Luise Reddemann,
die dazu führte, dass die Intrusionen

(sich immer wieder aufdrängende, quälende Erinnerungen / Sequenzen aus der Zeit
des Traumas) nachgelassen haben. Durch diese Intrusionen habe ich mich
schmutzig gefühlt und mir die Hände gewaschen. Es war ganz schlimm. Daher ist
mir der größte Leidensdruck dadurch genommen, dass ich diese Intrusionen nicht
mehr habe und wenn eine Erinnerung kurz kommt, sie auch gleich wieder
verschwindet und im Hintergrund wie eine Wolke weit ab am Horizont
vorbeifliegt, ohne mich auf der Gefühlsebene zu berühren.)

Wichtig bei
der Eroberung meiner Wohnung bzw. den Grundreinigungen und eine Hilfe, diese
und die Expositionen psychisch durchzustehen und zu schaffen, war:

- Dass ich vor und nach dem Tag der Grundreinigung Zeit habe um Kraft zu sammeln und mich zu erholen. (Ich empfehle
dir Zeiten der Krankschreibung, Wochenende, Urlaub oder Feiertage, denn diese
Grundreinigungen macht man ja in der Regel nach Art des Zwangs und das schafft
einen körperlich und psychisch).

- Die Einsicht, dass mein Erleben, Denken, Fühlen und Handeln nach den Regeln des
Zwangs Blödsinn ist.

- Die Sätze meiner Psychologin, die mir stets die Wahrheit zeigte bzw. sagte. Sie sagt, ihr
Gesagtes wäre mir deswegen so eine große Hilfe, weil es schlichtweg die
Wahrheit ist und ich wüsste das auch tief in mir drin.

Folgende Sätze / Erklärungen meiner
Psychologin waren / sind eine große Hilfe. Diese führte ich mir immer wieder
selbst vor Augen:

Jeder Gegenstand ist nur ein Gegenstand(, nichts
weiter).

Hände waschen ist innerhalb der Wohnung nicht nötig.

Alles, was in meiner Wohnung ist, ist von mir und rein, weil ich rein bin.

Ich bin immer gleich sauber.

Das ist nur ein Gefühl, aber keine Realität.

Die Anspannung geht vorüber.

Es gibt keinen anderen Weg, um den Zwang zu besiegen.

Ich mache kein Zwangsverhalten mehr.

Ich darf den Zwang nicht unterfüttern, jedes Zwangsverhalten unterfüttert den
Zwang und erschwert alles.

Man trägt nichts weiter.

Blödsinn (in Gedanken an den Zwang gerichtet)

Und tschüss (dem Zwang „Und tschüss“ gesagt, den Zwang (und sein blödes Gerede
immer wieder verabschiedet)

(Jedes Leiden (während dem Standhalten) ist Heilung.)

Daniela

unregistriert

15

Dienstag, 18. Juni 2013, 21:52

Endlich die Antwort an Sommerwiese zu Zwanghaft nur in den eigenen vier Wänden Teil 2

Am Anfang
habe ich mir mehrere der Sätze immer wieder vor Augen geführt, aber es zeigte
sich immer mehr, dass die direkte Verabschiedung des Zwangs / das direkte
Abwehren des Zwangsdenken durch das „Und tschüss“ und das damit verbundene
direkte Stoppen von jeglicher Beschäftigung mit dem Zwang /Nachdenken über den
Zwang bzw. was er mir sagen / aufdrängen will.



Meine Psychologin sagt, dass mir alles nichts kann – ohne den Ekel. Aber da ich
die Dinge bzw. Leute mit Ekel behafte, habe ich das Problem. Daher muss ich
jeden Gegenstand nur als Gegenstand sehen. Man behaftet etwas sozusagen mit dem
Ekel (dem Ekel“gefühl“),

aber das sind nur Gefühle, Gedanken, nicht die Realität. Die Realität ist jeder
Gegenstand ist nur ein Gegenstand. Wichtig ist auch, mir immer wieder vor Augen zu führen, dass man nichts annimmt, also wenn man etwas anfasst. Ich
führe mir immer wieder vor Augen, wo man nichts sieht, da ist nichts.
(Wenn man es mal ganz unvoreingenommen betrachtet gibt es eigentlich nichts wovor man sich ekeln müsste, denn
alles sind natürliche Dinge, die es auf dieser Erde einfach gibt und zu dem
Leben auf der Erde eben gehören, sogar Urin und Kot, auch wenn ich denke, dass
man da eigentlich immer einen gewissen Grundekel davor hat, was auch
verständlich ist, weil es eben einfach so ist.)




Die Sache mit den Rolläden und der weitere Verlauf:


Die Rolläden
habe ich mir als erste Übung vorgenommen, weil sie relativ einfach war im
Vergleich zu den Übungen die mir da noch bevorstanden. Die Sätze meiner
Psychologin haben mir also wie beschrieben geholfen. Bei dieser ersten Übung
mit den Rolläden bin ich mit der Zeit immer aggressiver geworden. Ich habe die
Rolläden nur morgens und abends normal hoch und runter gemacht, womit ich zu einem für mich noch wichtigen Aspekt komme: Ich halte nichts von Expositionen
wie öffentliche Toilettensitze voll anfassen oder so. Ich mache nicht solche
Expositionen mit Handlungen, die auch kein anderer normaler Mensch machen
würde. Meine Exposition bedeutet: normales Verhalten. Und dieses normale
Verhalten führt mit der Zeit und mit dem Standhalten gegen den Zwang zu
normalem Fühlen.


Aber ich bin von dem, was ich vorher beschreiben
wollte, abgeschweift. Daher nochmal zu den Rolläden: Manchmal ist es passiert,
dass ich den Schlafanzugärmel über der Hand hatte ohne es zu registrieren und
schon am Rolladen dran war. Zum Glück ist mir das dann aber aufgefallen und ich
habe die Hand wieder aus dem Ärmel genommen und es normal gemacht. Ich glaube
nach zwei Wochen war das normale Benutzen / Anfassen der Rolläden nicht mehr
schlimm für mich.



Es ging also
darum, die nächste Übung in Angriff zu nehmen. Ich weiß nicht mehr die genaue
Reihenfolge, aber ich glaube das nächste war tatsächlich mein Handy. Ich habe
es grundgereinigt, nach Art des Zwangs, also nass abgewischt und dann drei Tage
lang auseinander gebaut trocknen gelassen. Danach habe ich es normal benutzt.
Ich schäme mich total es zuzugeben, denn im Nachhinein ist mir erst so richtig
klar geworden wie verrückt, ja, wie irre ich doch war. Aber ich habe mein Handy
nur mit einem Füßling oder Strumpf über die Hand gezogen zuhause (nach dem
Händewaschen) angefasst. (So konnte ich den Strumpf / Füßling länger benutzen
im Gegensatz zu Einmalhandschuhen.) Heute kann ich mit 100%iger Sicherheit
sagen, dass ich mir nie mehr einen Füßling oder Strumpf über die Hand ziehen
werde. Ich will mich nicht so unnormal, so irre verhalten und werde das auch
nie mehr tun.



Nach dem kleinen Erfolg mit den Rollläden wurde mir eines klar: Bei den
nächsten Übungen musste ich mir große Sachen vornehmen (damit sind nicht große
Gegenstände gemeint). Meine Psychologin und ich haben darüber gesprochen, was
mich am meisten belastet und mich körperlich und psychisch am meisten schafft.
Ich musste mir etwas großes vornehmen, etwas was mich sehr belastete, was ich
total unnormal gemacht habe, etwas, bei dem mich das zwanghafte Verhalten
körperlich und auch psychisch schafft. Je größer die Belastung und die Schwere
der diesbezüglichen Übung, desto größer war dann der Erfolg. Und es war
wichtig, dass ich den Nutzen und die große Erleichterung spüre, die das
erfolgreiche Meistern der Übung, die Grundreinigung und das normale Benutzen der
Sache bzw. normale Verhalten mit sich bringt. Die Rolläden waren für den Anfang
gut, aber ich musste die Erleichterung spüren und richtige Erfolgserlebnisse
haben. Und ich musste mich von der Last befreien, die das unnormale zwanghafte
Verhalten und Fühlen und das Ekelgefühl mit sich brachten. Immerhin belastet
einen das Zwangsverhalten immer und jedes Mal aufs Neue. Und es schafft einen
körperlich und psychisch und erschöpft einen.

Daniela

unregistriert

16

Dienstag, 18. Juni 2013, 21:54

Endlich die Antwort an Sommerwiese zu Zwanghaft nur in den eigenen vier Wänden Teil 3

Andere Dinge neben dem Handy, die
mir viel Zeit und Kraft raubten, waren, dass ich mich immer nach dem Nachhause
kommen ganz gewaschen habe, dass ich meine eine Kleiderschrankseite seit zwei
Jahren nicht geöffnet hatte, weil da eine sozusagen vom Zwang gesehen schlimme
Sache drin war, dass ich die Kleidung zuhause komplett gewechselt habe und dass
ich beim Wäsche waschen immer so oft die Hände gewaschen habe bzw. nicht die
sogenannte schmutzige Wäsche angefasst habe, ohne danach die Hände zu waschen.

Das Wäsche waschen war bei mir mit sehr viel Aufwand verbunden: Erst habe ich
mich komplett ausgezogen, dann die Schmutzwäsche in die Waschmaschine, dann
Hände waschen, dann anziehen, dann sogar noch eine Zeitlang vor dem Aufhängen
der gewaschenen Wäsche die Hände gewaschen und so. Was auch sehr belastend war,
war, dass ich beim Hände waschen so ein langwieriges Zählmuster hatte. Nach dem
Handy habe ich aufgehört mich komplett nach dem Nachhausekommen zu waschen und
mir nur noch die Hände

gewaschen, wie es jeder normale Mensch nach dem Nachhausekommen macht.
Mittlerweile lasse ich sogar den Slip zuhause weiterhin an. Das langwierige
Zählmuster beim Hände waschen kam kurze Zeit später dran. Meine Psychologin
meinte, es ist wichtig, dass ich aufhöre beim Hände waschen zu zählen. Die
Grundreinigung des Kleiderschranks war extrem hart, aber die Erleichterung
danach, ohne Ekelgefühl daran vorbeilaufen zu können, und die Freude darüber
einen ganzen Kleiderschrank zu haben, war so schön und auch heute noch freue
ich mich über so vieles, was ich jetzt habe. Über meine Wohnung, die ich mir
erobert habe, über die Entlastung, die Erleichterung, wie leicht und schnell
die Dinge vor allem gehen, wenn man sie ohne den Zwang macht. Ich habe auch den
Wäschepuff grundgereinigt. Erst hatte ich die Kleidung gewaschen und als er
leer war, habe ich ihn gereinigt und die Schmutzkleidung, die ich ab dann,
reingetan habe, habe ich in die Waschmaschine ohne Hände waschen danach. Ich
tue jetzt sogar die Schmutzwäsche in die Waschmaschine und hänge danach die
gewaschene Wäsche ab. Alles ohne Hände waschen. Denn das ist ja meine
Schmutzwäsche und die wasche ich damit sie frisch ist und nicht aus
Zwangsgründen.



Das waren so zusammengefasst die Hauptzwangsprobleme bei meinem Waschzwang.


Das liest
sich auf den ersten Blick vielleicht sehr positiv, dass ich das jetzt alles
normal mache, aber auch ich habe meine Rückschläge und immer noch vereinzelt
schlechte Tage, an denen mich der Zwang psychisch fertig macht und ich am
Verzweifeln bin. Manche Grundreinigungen habe ich erneuert. Ich habe es
einerseits bereut, aber es musste sein. Die Grundreinigungen waren dann aber
nicht mehr so nach Art des Zwangs. Es war eine eher normale Grundreinigung,
abgeschwächt, ich habe z.B. keinen nassen Putzlappen, sondern nur ein
Feuchttuch genommen. Mein Handy war mir zum Beispiel beim Aussteigen auf die
Straße gefallen oder die Schlüssel sind mir runtergefallen, sowas eben. Aber
nach dem Abwischen mit einem Feuchttuch – ohne eine riesen Aktion draus zu
machen wie früher – war es wieder okay und ich habe die Sache dann wieder normal
benutzt. Diese erneuten Reinigungen, die dann aber nicht mehr oder nicht mehr
so nach Art des Zwangs waren, waren aber zum Glück nicht so oft. Bei einigen
Sachen habe ich es aber auch geschafft, keine erneute „Grundreinigung“ zu
machen, so z.B. bei den Lichtschaltern. Ich staube sie zwarmit einem Staubtuch
oder auch mal eine feuchten Staubtuch ab, aber nicht mehr nach Art des Zwangs
oder weil mich der Zwang sozusagen dazu zwingt. Ich mache das wie auch normales
Putzen, weil auch die Lichtschalter mal vom Staub befreit sein müssen. Und ich
kann dir sagen, es ist so schön, etwas normal

– nicht nach Art des Zwangs – zu putzen. Den Unterschied lernt man immer besser
kennen, je weiter man mit der Heilung fortschreitet. Die Anspannung fällt dann
beim Putzen weg.



Die schlechten Zwangstage voller Verzweiflung und Stillstand oder Rückschritt
sind auch immer weniger geworden.



Man muss auch bedenken, dass ich nicht eine Übung nach der nächsten gemacht
habe. Ich habe eine Sache so lange normal benutzt, bis ich kein schlechtes
Gefühl mehr dabei gehabt habe, und erst dann die nächste Sache / Übung in
Angriff genommen und wenn ich zu fertig war, um die Anstrengung einer neuen
Übung zu bewältigen, sind auch mal mehrere Wochen vergangen.




Ich habe die Übungen erst gemacht, wenn ich gefühlt habe, dass jetzt der
richtige Zeitpunkt für diese Übung ist, wenn ich wusste, dass ich diese Übung
auf jeden Fall erfolgreich schaffe und ich habe dann immer bewusst die
Entscheidung getroffen, ab diesem Punkt (ob mit oder ohne Grundreinigung) die
Sache normal zu benutzen und auch normal darüber zu denken also keine falschen
schreckens-/ Ekelgedanken und Ekelgefühle. Eine bewusste Entscheidung halte ich
für wichtig.


Ich konnte
mit der Zeit zudem beobachten, dass ich nach den großen Erfolgen öfters über
Berührungen oder an etwas drankommen, über Kleinigkeiten hinwegsehen konnte.
Wäre ich früher wo nur kurz mit beispielsweise nur dem kleinen Finger
drangekommen, hätte ich mir total lange die Hände gewaschen. Aber mit
zunehmendem Heilungserfolg kam dann öfters der Gedanke auf: „Deswegen wasche
ich mir doch keine Hände und mache mir meine Hände und Haut doch nicht kaputt.
Und tschüss“




Und was ich für mich zu den Zeiten, in denen ich voll in der Krankheit gefangen
war, fast unvorstellbar war, ist, dass ich mich gut fühle,

das kommt mit der Zeit, dass man sich auch so gut fühlt, und zwar richtig gut –
obwohl ich das Handy drinnen und draußen benutze, obwohl ich die Schmutzwäsche
wie die gewaschen Wäsche anfasse und benutze oder besser gesagt auch gerade
WEIL ich das alles tue




Es war auch sehr wichtig, mir diese einzelnen großen Übungen vorzunehmen, denn
dadurch wurde mein Aktionsradius und der Bereich, in dem ich mich in meiner
Wohnung frei und mit einem guten Gefühl bewegen kann, immer größer. Diese
Vorgehensweise nach

einzelnen Gegenständen oder auch einzelnen Handlungen mit der teilweisen
Grundreinigung bei den schweren Übungen war und ist für mich der einzig
richtige Weg.



Ich hoffe, ich konnte dir damit helfen und du schaffst es auch auf diesem Wege
oder findest einen anderen, für dich richtigen Weg.



Ach ja, zu deiner Frage wegen der Verdünnung. Verdünnung gibt es in meinem
Denken nicht. Wenn ich in Verschmutzungsketten denke, dann ist es für mich ein
Weitertragen von etwas irrationalem, vor imaginärem Schmutz sozusagen, ohne
dass etwas verdünnt wird. Aber so oder so ist dieses Kettendenken falsch, wie
oben auch beschrieben.




Ich würde dir folgendes raten:




Versuche entweder erst etwas Einfaches oder fange direkt mit dem Handy als
Übung an. Die Unterlagen habe ich mir auch noch aufgehoben. Ich rate dir davon
ab, sie zu fotografieren und einzuscannen. Versuche, nichts zu machen, was ein
normaler Mensch auch nicht machen würde. Ich würde dir raten, für die
Unterlagen eine Schublade, eine Kiste oder ein Regal oder einen Tisch oder so
als provisorische Aufbewahrungsstelle zu nehmen. Du kannst die Unterlagen ja
mit Einmalhandschuhen anfassen, wenn du sie mal brauchst.

Ansonsten kannst du sie dir ja als Übung aufheben für den Zeitpunkt, an dem du
schon einige leichtere Übungen erfolgreich geschafft hast. Dann wird es für
dich bestimmt möglich sein, die Unterlagen ab einem bestimmten Zeitpunkt normal
anzufassen.




Würdest du deine Zwangsthematik mal genau beschreiben? Vor was hast du Angst
oder vor was ekelst du dich? Ich habe das bis jetzt so verstanden, dass du
Angst vor Bakterien hast. Ich bin ja keine typische Waschzwänglerin mit Angst
vor Bakterien, wie ich in meinem vorausgegangen Eintrag in diesem Thread
geschrieben hatte. Vielleicht kann ich dir da aus Sicht einer in dieser
Hinsicht nicht thematisch Betroffenen ein paar Hilfesätze direkt auf deine Zwangsthematik
bezogen schreiben.


Ich hoffe auf jeden Fall, dass du
etwas von meinem langen Text – sorry ich kann es einfach nicht kurz beschreiben

– für dich nutzen kannst.



Solltest du oder jemand anderes noch fragen haben bezüglich der Frage wo man
die Feuchttücher / feuchten Staubtücher, die Einmalhandschuhe oder gute
Handcremes kaufen kann bzw. welche ich empfehlen kann, kann man mir gerne eine
private Nachricht schicken.


Alles Gute
weiterhin!

Und sorry nochmal, falls sich irgendjemand durch meinen langen Text gestört fühlt, so lang, war eine Ausnahme.

Gruß


Daniela

Sommerwiese

Schüler

Beiträge: 146

Zwangssymptome: waschen,desinfizieren,dokumentieren,

Medikament / Dosis: Fluexetin, seit 1 Jahr endlich abgesetzt

Aktueller Therapie-Status: war schon mal in Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Deutschland

Beruf: zur Zeit erwerbsunfähig

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17

Sonntag, 23. Juni 2013, 18:09

Hallo Daniela,
vielen,vielen Dank für die umfangreiche und ausführliche Antwort und dass Du Dir soviel Mühe gemacht hast und alles so gut erklärt hast. Leider kann ich im Moment nicht inhaltlich drauf eingehen, weil ich zur Zeit krank bin (körperlich), aber ich habe mir alles abgespeichert und werde mir alles, sobald es mir besser geht, noch mal in Ruhe zu Gemüte führen und dann auch gerne noch Rückfragen dazu stellen.

Viele Grüße
Sommerwiese

TomMX5

Anfänger

  • »TomMX5« ist männlich

Beiträge: 33

Zwangssymptome: Kontrollzwang,Waschzwang,Angst anderen was anzutun,Wiederholungszwang,Zählzwang, Vergangenheit , (Borderline) usw.

Aktueller Therapie-Status: Ambulante Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Niedersachsen

Beruf: Ausbildung abgebrochen wegen Zusammenbruch

Hobbys: Motorrad und Auto fahren :)

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18

Sonntag, 23. Juni 2013, 23:10

Hallo!:)

Bitte nicht vom Thema abkommen!

Klärt dieses bitte Persönlich per Nachricht , wenn es Probleme gibt so schreibt mir doch eine Nachricht. ^^

Ich nehme den Beitrag mal gleich raus.

Weil wir wollen hier eine Antwort für Ingo finden.

Liebe grüße Tom
Ich bin mein eigener Chef nicht der Zwang!
:P :P :P :P :P :P :P

Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen.
Dietrich Bonhhoeffer

19

Sonntag, 23. Juni 2013, 23:49

Der Beitrag von »Kathrin« (Dienstag, 18. Juni 2013, 22:26) wurde aus folgendem Grund vom Benutzer »TomMX5« gelöscht: Persönliche Sachen , die per Nachricht geklärt oder mit Hilfe einer 3 Person geklärt werden müssen (Heute, 23:13).

Der Beitrag von »Daniela« (Dienstag, 18. Juni 2013, 23:20) wurde aus folgendem Grund vom Benutzer »TomMX5« gelöscht: Persönliche Sachen , die per Nachricht geklärt oder mit Hilfe einer 3 Person geklärt werden müssen (Heute, 23:13).

Der Beitrag von »Kathrin« (Dienstag, 18. Juni 2013, 23:46) wurde aus folgendem Grund vom Benutzer »TomMX5« gelöscht: Persönliche Sachen , die per Nachricht geklärt oder mit Hilfe einer 3 Person geklärt werden müssen (Heute, 23:13).

Der Beitrag von »Kathrin« (Mittwoch, 19. Juni 2013, 08:47) wurde aus folgendem Grund vom Benutzer »TomMX5« gelöscht: Persönliche Sachen , die per Nachricht geklärt oder mit Hilfe einer 3 Person geklärt werden müssen (Heute, 23:13)


Ich fand die Beiträge von Kathrin in Bezug auf das, was Daniela hier geschrieben hat durchaus interessant. Noch "interessanter" finde ich allerdings, wer sich hier in letzter Zeit offenbar als Moderator betätigen darf ...

TomMX5

Anfänger

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20

Sonntag, 23. Juni 2013, 23:56

Das gehört hier aber nicht in diesem Thema!
Das sind Persönliche sachen. Ob´s für andere interesant ist habe ich befürchtet.

Wieso das denn wenn ich fragen darf? ?(
Liebe grüße
Ich bin mein eigener Chef nicht der Zwang!
:P :P :P :P :P :P :P

Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen.
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