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sabrina

Fortgeschrittener

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Zwangssymptome: Wasch-, Gedankenzwang

Aktueller Therapie-Status: Ambulante Therapie

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1

Sonntag, 28. Dezember 2014, 00:48

Wird es nie besser werden?







Hallo,

endlich ist
Weihnachten vorbei und ich komme langsam wieder zu mir. In den letzen Wochen
war ich nur noch im Streß und die Zwänge haben über Hand genommen. Jetzt komme
ich langsam wieder runter aber die Zwänge leider nicht.


Ich habe
momentan das Gefühl dass ich versuche einen Scherbenhaufen zusammenzuhalten und
wenn ich nur einen falschen Schritt mache oder etwas von aussen passiert dann
ist alles kaputt!


Ich weiß
gar nicht wo ich anfangen soll, es ist in letzter Zeit auch soviel negatives von
aussen passiert und einiges davon hat mich runtergezogen und macht mir Angst.
Ich kann nicht über alles schreiben das würde hier alles sprengen, aber ich
fange einfach mal an:


Letztes
Jahr war ich in der Klinik, ich habe mir einige Sachen erarbeitet aber auf die
Gesamtsituation gesehen nicht viel. Während des Aufenthaltes dachte ich immer,
nächste Woche muß ich bestimmt was
schlimmes in Bezug auf die Zwänge machen, aber es waren
eigentlich
nur sanfte Steigerungen und auf einmal wurde ich schon entlassen. Ich war
eigentlich darüber enttäuscht weil ich dachte es wird viel mehr gemacht.


Ich sagte den Ärzten auch, dass ich nicht so weit bin zurück zu gehen, denn ich habe sehr
viele Probleme in dem Haus/Wohnung.
Ich will
eigentlich schon die ganze Zeit ausziehen (nicht wg. der Zwänge) aber ich kann
mir finanziell nichts anderes leisten und alles was in dem Preisbereich
angeboten wird ist nicht viel besser. Nur jetzt ist mir klar geworden alles ist
besser als hier zu wohnen. (Vermieter verstorben, Erben wollen evtl. in Wohnung
– Angst vor Kontaminierung, das sind Bauern und tragen Dreck ins Haus, wollen
evtl. mehr Geld und Nebenkostenbegleichung usw.)


Nun ich musste zurück und eigentlich ist nun
wieder alles beim alten. Durch die Vorkommnisse in der letzten Zeit ist vieles
sogar noch unerträglicher geworden.



Ich kann momentan auch gar nicht gegen was angehen.
Laut Ärztin könnte ich wieder in die Klinik, ich würde ja auch gehen, aber ich denke ich
muß nun wirklich erst sehen dass ich eine andere Wohnung bekomme, sonst komme
ich hierher zurück und es geht von vorne los.


Denn ich denke die Probleme die ich hier habe die sind so manifestiert dass ich die in
hundert Jahren hier nicht los werde. Zum Teil werde ich sie beim Umzug durch
Kontaminierung auch mitnehmen, aber ich denke dass ich nach einem Umzug zeitnah
in die Klinik könnte um dann gezielter daran zu arbeiten. Auch danach mit Hilfe
von Therapeuten.


Nur im Moment bin ich in einem Loch. Und ich habe Angst dass es nie besser werden wird
oder dass es mich immer wieder zurück wirft. Schließlich habe ich die
Erkrankung nun schon ca. 35 Jahre. Einige Stunden denke ich das wird schon
werden, dann denke ich aber wieder das ist nie zu schaffen.



Noch dazu bin ich alleinerziehend, habe Angst mein Kind zu sehr einzubeziehen. Wenn ich
wieder in die Klinik gehe würde ich mein Kind wieder zu meiner Mutter geben,
die jammert aber „das arme Kind so lange von der Mutter weg….“. Aber
eigentllich ist es doch so besser als die Situation wie jetzt oder dass es
schlimmer wird. Sie ist da überhaupt nicht unterstützend.



Habe Angst dass man mir mein Kind nehmen könnte, weil der Kindsvater immer so daher redet,
der macht mich zusätzlich fertig, er weiß genau wie er mich treffen kann und
bohrt in diesen Wunden rein.


Jetzt bekomme ich Erwerbsminderungsrente auf Zeit, nun bekam ich schon wieder den
neuen Antrag zum ausfüllen. Das macht mir auch Angst, denn als ich zum ersten
Mal zu dem Arzt deswegen musste hat der mich derart auseinandergenommen dass
ich Wochen später noch fix und alle war. Aber eigentlich was kann er mir schon?
Ich kann mir kaum selbst gerecht werden wie sollte ich da arbeiten gehen
können?! Aber trotzdem die machen einen so fertig…….


Ich bin dankbar für jeden Input! Oder hat jemand eine andere Idee oder einen Plan? Oder
ähnliche Erfahrungen?

Jetzt werde ich erst mal aufhören zu schreiben ist eh schon viel geworden. Danke fürs lesen und schon mal
Danke für etwaige Antworten.


LG sabrina

















sabrina

Jake_Sully

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Zwangssymptome: Angst vor Schmutz/Parasiten

Medikament / Dosis: Fluoxetin

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2

Sonntag, 28. Dezember 2014, 03:30


...Laut Ärztin könnte ich wieder in die Klinik, ich würde ja auch gehen, aber ich denke ich
muß nun wirklich erst sehen dass ich eine andere Wohnung bekomme, sonst komme
ich hierher zurück und es geht von vorne los ...
... Denn ich denke die Probleme die ich hier habe die sind so manifestiert dass ich die in
hundert Jahren hier nicht los werde. Zum Teil werde ich sie beim Umzug durch
Kontaminierung auch mitnehmen, aber ich denke dass ich nach einem Umzug zeitnah
in die Klinik könnte um dann gezielter daran zu arbeiten. Auch danach mit Hilfe
von Therapeuten ...
... Nur im Moment bin ich in einem Loch. Und ich habe Angst dass es nie besser werden wird
oder dass es mich immer wieder zurück wirft ...
... Jetzt bekomme ich Erwerbsminderungsrente auf Zeit, nun bekam ich schon wieder den
neuen Antrag zum ausfüllen. Das macht mir auch Angst, denn als ich zum ersten
Mal zu dem Arzt deswegen musste hat der mich derart auseinandergenommen ...

Oberarzt der Klinik-Station ist auch befugt ein Gutachten für Erwerbsminderungsrente auszustellen und man könnte den Wohnungsumzug zusammen mit Klinik-Psychologen und Klinik-Sozialarbeitern managen. Klinik-Aufenthalt bietet sich irgendwie an für diese beiden Ziele und bewusste Veränderung als Chance auf Gesamtbesserung.

sabrina

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Sonntag, 28. Dezember 2014, 12:32

Hallo Jake_Sully,

das Problem ist aber wenn man sich bei diesen Kliniken anmeldet hat man eine Wartezeit von 2-3 Monaten.
Manchmal kommt man sogar eher dran wenn jemand anderes abgesagt hat.
Zudem ist das Problem dass ich schon seit Monaten nach einer Wohnung suche und für mein
Geld noch nichts gefunden habe.
Es müssten also mehrere Faktoren zusammen kommen.

Mein Wunsch wäre: Wohnung finden, Umzug (alles rein in neue Wohnung) und am besten am
nächsten Tag in die Klinik können.
Ich weiß dass das so nicht funktionieren wird, deshalb überlege ich wie ......

Vielleicht könnte man zur Überbrückung auch in ein normales Krankenhaus in die psychatrische Abteilung
bis in der Reha-Klinik was frei wäre, aber meines Wissens (hat Therapeutin so erzählt) nehmen die einen
nur auf um Medikamente zu verabreichen und einen auf ein Level bringen dass man Therapie machen kann.
Aber Expos etc. machen die nicht mit einem. Und Medikamente möchte ich keine mehr nehmen.

Das wichtigste wäre aber eine Wohnung. Die Klinik ist so ca. 60 km weit weg von meinem jetzigen Wohnort.
Und dort in dem Raum suche ich auch eine Wohnung. Es wäre ideal denn ich könnte tagsüber zur Wohnung fahren
und Übungen machen oder die Belastungswochenenden gleich dort machen.

Ich habe auch schon überlegt ob ich mich mit dieser Idee mal an die Klinik wenden soll, aber die sagen bestimmt
von vorherein "geht nicht". Die suchen bestimmt nach keiner Idee.
Weil die wollen doch so wenig wie möglich Arbeit, da muß alles glatt laufen, Patient kommt,
macht Behandlung mit und nach einigen Wochen geht er wieder!

LG sabrina
sabrina

Jake_Sully

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4

Montag, 29. Dezember 2014, 19:49


... wenn man sich bei diesen Kliniken anmeldet hat man eine Wartezeit von 2-3 Monaten ...
... könnte man zur Überbrückung auch in ein normales Krankenhaus in die psychatrische Abteilung bis in der Reha-Klinik was frei wäre, aber meines Wissens (hat Therapeutin so erzählt) nehmen die einen nur auf um Medikamente zu verabreichen und einen auf ein Level bringen dass man Therapie machen kann. Aber Expos etc. machen die nicht mit einem. Und Medikamente möchte ich keine mehr nehmen. Das wichtigste wäre aber eine Wohnung. Die Klinik ist so ca. 60 km weit weg von meinem jetzigen Wohnort ...
Naja, das Wichtigste ist erst mal Verlängerung der EU-Rente und für EU-Rentner zahlt nicht die Rentenversicherung. Die Krankenkasse bezahlt die normale Psychiatrie-Klinik per Arzt-Einweisung, aber Reha-Klinik nur nach spezieller Beantragung. Expos ertrage ich eh nicht, wenn's mir schlecht geht. Dann ist die normale Asklepios-Psychiatrie-Klinik bei mir am Wohnort (Stadt-Brandenburg) eine gute Sache, um mich mit kontrollierter Medikament-Einnahme, verschiedenen Entspannungs/Psycho/Ergo-Therapien und geschützter Sozialgemeinschaft auf ein erträgliches Level zu bringen.

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