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Pit-2001

unregistriert

1

Dienstag, 23. Januar 2007, 22:36

Wer hat denn nun die Zwänge?

Ich h atte eine tödliche Angst. Die stellte ich einer Fremden als Frage,
der da zufällig hineinverwickelt wurde.

Die Frau vernicthete meine Briefe, die zwei dreimal kamen ohne Reaktion.

Ich schickte wegen der schweren Angst und der Not, keine Antwort zu erhalten einen Bekannten dorthin, um die Leute aufzuklären. Dann bekam ich zwei drei mal von ihrem Mann Antwort, weil sie dies nicht könne (was zwingt sie, nicht zu können?) Sie sagte, sie hätte alle Fragen "entsorgt" (welcher Zwang treibt sie, das zu tun, wenn jemand freundlich anfragt?).

Nun antwortet auch der Mann nicht mehr. Meine Angst war mit den zwei Anfragen und Antworten noch nicht gestillt. Ich bot ihm an, 20.- Euro zu kassieren, für 2 Minuten Arbeit, eine Frage zu lesen und einen Satz zu schreiben und im Freiumschlag zurück in die Post. Diese hohe Bezahlung würde mich ganz automatisch zurückhalten, mit der Frequenz der Anfragerei. So wollte ich ihn bitten, mir diese menschliche Geste zu gewähren, die mir helfen würde, weiter zu leben, statt vor Angst, wochenlang im Zimmer zu hocken, statt immer mehr Angst zu bekommen usw. usw.

Was geschah, der Typ öffente den Brief mit dem sichtbaren Geld und dem vorgefertrigten Freiumschlag nicht mal. Er steckte alles in einen neuen Umschlag, den er zeitaufwendig addressierte und kostenträchtig selbst frankierte.

Ich finde, das ist Zwang, der Zwang einen anderen fertig zu machen und ihm zu zeigen, wer der Herr im Haus ist. Es ist auch ein Zeichen von Hass, die Bezahlung des Portos nicht anzunehmen, Hass auf einen Bedürftigen, den er nicht verstehen will. Er reduziert die flehentliche Bitte eines Mitmenschen, auf ein banales Kräftemessen.
Was ist denn das für ein Zwang? Der Zwang, wer reagiert am kindischsten? Oder : Ich setze mich auf jeden Fall durch, egal ob am anderen Ende jemand verrecht!?

Und solche Leute lernte ich viele kennen, immer mehr, bedingt durch diese demütigende Erkrankung der Angst.

Allerdings offenbart sich immer mehr, dass ein Großteil der Leute dem Zwang unterworfen ist, nicht hilfsbereit zu sein, wenn ihr winziger Minimalhorizont überfordert ist und ihr Trotz (Zwang) ihnen sagt, ich muss jetzt stärker sein und mich durchsetzen!!!! Wowwwww ich bin der Größte, ich gewinn sogar gegen einen Hilfsbedürftigen.

Was für ein Zwang, doch der ist gesellschaftlich anerkannt.


Pit

Was ich jetzt wieder durchmache, weiß keiner. Niemand!!!!!!!!
Beihilfe zum Sterben, bieten solche Menschen.

Sorry, wenn nicht hier, wo könnte iich sonst meine Verzweiflung niederschreiben?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Pit-2001« (23. Januar 2007, 22:42)


Hope

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2

Dienstag, 23. Januar 2007, 22:49

RE: Wer hat denn nun die Zwänge?

Hallo Pit,

der Mensch weiß aber von der Zwangserkrankung oder?

Das ist ja der Hammer der scheint sich keine Gedanken zu machen oder ist einfach so blöd wie viele die sagen der oder die ist ja bekloppt.

Das ist ja der Grund warum man das ja auch nicht jedem anvertraut, weil es viele dumme Menschen gibt die sich keine Gedanken machen.

Gruß

Hope
Gruß

Hope


Frei nach Dieter Nuhr: „Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten.“
http://www.youtube.com/watch?v=j8uefBUOfgA

Pit-2001

unregistriert

3

Mittwoch, 24. Januar 2007, 01:27

RE: Wer hat denn nun die Zwänge?

der weiß sehr wohl davon, und sogar noch ein bisschen mehr.

Du hast recht in deiner Beurteilung. Tierchen schreibt ja immer, dass es kein Hass ist, also muss es wohl Zwang sein oder Blödheit. Danke.

Pit

tierchen29

unregistriert

4

Mittwoch, 24. Januar 2007, 02:23

RE: Wer hat denn nun die Zwänge?

Hallo Pit,

ja, ich glaube eher an Gleichgültigkeit gepaart mit mangelndem Einfühlungsvermögen und Unwissenheit.

Auch nicht viel besser, ich weiß. :(

Tut mir sehr leid für Dich.

Hat die Frau einen eigenen persönlichen Grund, Dir nicht zu antworten bspsw. dass ihr das Reden über das Problem auch sehr nahe geht/Wunde aufreißt o.ä.?

Liebe Grüße

tierchen29

Pit-2001

unregistriert

5

Mittwoch, 24. Januar 2007, 02:55

RE: Wer hat denn nun die Zwänge?

Keine Ahnung Tierchen.

Es sind feinere Leute, also keine Assis oder so.

Könnten durchaus Ahnung haben.

Ich veröffentliche das nicht um Mitleid zu erhaschen, obwohl ich dafür dankbar bin, sondern, um einfach ein Ventil zu nutzen, dass landläufige Meinungen nicht immer richtig sind und Menchen sich über jeden Fall einzeln Gedanken machen sollten, auch Ärzte und Psychologen.

Mein Vorschlag nach wie vor. Jemanden nie aufgeben, immer dasein, aber nach einer Zeit gemeinsam Grenzen ausarbeiten.

Aber wen interessiert das, solche Zwänge wie bei mir gibts ja kaum und die anderen sind sowieso nur von Dingen abhängig, die in ihrer Gewalt sind (Wasserleitung usw.).

Dabei könnte man gerade in meinem Fall mit der Ausarbeitung von Grenzen Erfolge erzielen.

Na ja, vergessen wir es wieder.....

Pit

daniel2786

unregistriert

6

Mittwoch, 24. Januar 2007, 21:05

Re: Wer hat denn nun die Zwänge?

Hallo Pit!

Ich gebe auch noch meinen Senf dazu. Sicher empfindet jeder " seinen " Zwang als schlimm, auch wenn er weiß daß es viele andere auch haben und es im Grunde das ein und dasselbe ist.
Allles ist auf seine eigene Art belastend und schlimm. Von deiner Art von Zwang ( Fragen usw.) hört man in der Tat selten, ohne Zweifel.Ohne Zweifel lassen sich andere Zwänge wie Wasch- oder Putzzwänge besser verbergen ( wenn wir es nicht verbergen könnten, würden wir auf genau dasselbe Unverständnis stossen). Plumpes Verbergen ist oft die einzige Art durchzukommen, brutal aber wahr. Sicher erntet man hier und da Verständnis , du Armer usw. Sobald es aber für die " Normalos" unbequem wird, sie einen Teil mittragen müssen oder gar in ihrer Freiheit ein klein wenig eingeengt sind, ja da hört es oft ( ja meistens)schon auf mit dem Verständnis. Da ist man nicht mehr der Arme sondern der Spinner. Du hast leider einen Zwang , welcher dich von anderen abhängig macht und dich von vorneherein in die Position des Bittstellers und damit des Schwächeren drängt. Wir alle haben unsere Nöte in der kühlen Welt der Normalos zu leben und zu bestehen , bei dir ist es leider noch etwas komplizierter.
Schauspielerei ist besser als Ehrlichkeit, so oft es geht. Leider.

Dir wünsche ich, daß das Gefühl in diesem Fall abnimmt und du den Kampf mit uns bald wieder aufnehmen kannst. Lieben Gruß . daniel

tierchen29

unregistriert

7

Mittwoch, 24. Januar 2007, 21:46

RE: Wer hat denn nun die Zwänge?

Genau! Meine Rede, Daniel! :breit:

8

Mittwoch, 24. Januar 2007, 23:39

RE: Wer hat denn nun die Zwänge?

Pit,

Du siehst doch an mir, dass ich, eine echte "Normalo", auch zu kämpfen habe.
Für vieles reicht die Kraft nicht aus, und meistens nicht für andere.
Wer gut drauf ist, wird Dir zuhören, aber die meisten "Normalos" sind ja selbst nicht gut drauf.
Hast Du mal nachgefragt, was die Betreffenden selbst für Probleme haben? Hast Du denen mal Deine Hilfe angeboten?

Es tut mir doch auch Leid, dass Du so eine Abfuhr gekriegt hast. Wirklich. DAs hast Du nicht verdient.
Aber meinst Du, dass es böse Absicht war?
DAS glaube ich nicht.
Aber Du kennst diese Leute besser...
Anna.

Pit-2001

unregistriert

9

Donnerstag, 25. Januar 2007, 01:25

RE: Wer hat denn nun die Zwänge?

An Daniel und Anna,

danke Daniel für deinen freundlichen Beitrag.

Und Anna, du stellst in Frage, ob dies Absicht ist und willst verstehen helfen, wie die Leute ticken.

Zuerst mal, es geht ja nicht um Hilfe anbieten, es geht darum, wie man reagiert, wenn man um Hilfe gebeten wird.

Also das war so:

Zuerst haben die Leute einfach meine Anfragen weggeschmissen,
dann schickte ich (weil ich so dachte wie du) einen Bekannten dorthin, der sie aufklären sollte. Das ließ nur der Mann zu, er sandte mir dann zwei dreimal eine Antwort und dann mit dem Satz: Hören Sie auf, uns zu belästigen!
Daruf bekam ich solche Angst, als hätte ich bei denen eingebrochen, dabei habe ich nur höflich schriftlich angefragtt. Ich bat ihn, mir noch zweimal zu helfen, dann würde ich wohl oder übel in Kauf nehmen, dass er nicht mehr schreibt.

Danach kam eine so große Angsdt auf, dass ich nochmal schrieb und seitdem wird ncihts mehr gelesen, nur zurückgeschickt.

Aus allem ist zu schließen: Es ist wie wen ein Kind eine Mutter quängelt, während sie sich mit jemand unterhält und jedesmal sagt sie: Kind, bitte hör auf, aber das Kind hört nicht auf. Dann in ihrer überreizten Stimmung knallt sie dem Kind eine, dass der Kopf schief hängt.
Genau das ist jetzt passiert. Dem langts jetzt einfach. Fertig aus.

Das das eine Krankehit ist, muss wohl immer wieder aus dem Kopf von Leuten verschwinden. Man kann sie dann vollquasseln, dann glauben sie s vielleicht zwei Tage wieder, dann verschwindet es wieder und sie reagieren zu dir, wie zu einem Normalo und wenn ein Normalo nicht aufhört, imemr das gleiche wissen zu wollen, hat man ja ein gewisses Recht, durchzudrehen.

Statt durchdrehen, wäre in meinem (unseren) Fall Gespräch nötig, Interesse, um zu kapieren, dass man geistig voll da ist, auch wenn man eine Handlung auf eine Weise wiederholt, die dazu nciht passt.
Es ist nötig zu lernen, dass das Wiederhinfallen, ein Leid ist und keine Marotte. Und es ist nötig, zu lernen, dass man den so Wiederhingefallenen nicht treten darf, sondern dass man immer wieder von neuem versuchen muss, zu zuhören, warum und dann entsrpechend den Gegebenheiten evtl. den Rahmen immer enger stecken kann, in dem man hilft, dass man aber nie damit aufhört, da zu sein und zu zuhören und zu helfen.

Aber was red ich, es geht ja nur um mich, wer hat denn das sonst noch.
Und nur wegen mir dürfte ich eigentlich gar keinen solchen Aufstand machen . . .

Müsste es tragen, wie die Hexe, die irgendwo verbrannt wurde, deren Meinung dazu auch niemand interessiert hat.

Na ja, andererseits, wir leben ja heute in einer anderen Zeit, rühmen wir uns immer.

So Anna, sorry für die vielen Worte. Danke, dass du dich für das Thema interessiert hast.

Liebe Grüße
Pit

10

Donnerstag, 25. Januar 2007, 10:37

RE: Wer hat denn nun die Zwänge?

Lieber Pit,

in welcher Beziehung stehst Du zu diesen Leuten? Es klingt so, als wärst Du traurig, dass diese Leute Dir ihre Liebe entzogen haben.
Das ist sicher schlimm für Dich.

Viele Grüße,
Anna.

Pit-2001

unregistriert

11

Donnerstag, 25. Januar 2007, 18:25

RE: Wer hat denn nun die Zwänge?

In gar keiner, Anna.

Diese Leute habe ich nur auf einer Veranstaltung getroffen und da ist das "Unglück" passiert, was die Fragen nach sich zog.

Aber ich schätze mal, deine Frage hat einen Unterton, denn symbolisch könnte es durchaus sein, dass ich genau daran leide und solche "Unglücke" das widerspiegeln, was real in meiner Kindheit geschah, nämlich der Liebesentzug, der durch folgendes für das Kind da war oder da schien:

1.) das nicht gewollt sein (Unglückskind)
2.) die aufregende Zeit während der Schwangerschaft meiner Eltern, mit Flucht usw.
3.) Die Wegnahme von meiner Mutter nach der Geburt (ein Viertel Jahr)
4.) Das Sterben während dieser Zeit, überlebte nur durch Zufall
5.) Und die für das Baby viel zu strenge Nachfolgeerziehung, die alle Störungen, die sich aus obigem ergaben mit Strenge und Schlägen wegprügeln wollte (Unkenntnis, Dummheit oder ... der Eltern)

Ist es da noch ein Wunder, dass ich dieses Trauma ständig irgendwie nachspiele, kann man berechtigt fragen.

Verhinderte ich die Ablehnung (real und duch diese Dinge eingebildet)
war ich gehorsam, gings mir nämlich unter diesen Eltern sehr gut.
Es lockt also ungemein, "gehorsasm" an der Aufrechterhaltung solcher "perverser" Angstbeziehungen zu arbeiten.

Pit

12

Donnerstag, 25. Januar 2007, 23:38

RE: Wer hat denn nun die Zwänge?

Wenn Dir irgendjemand sagen würde, er mag Dich von ganzem Herzen, würdest Du ihm glauben? Oder den Kopf schütteln und denken: Der spinnt doch? Das kann nicht sein?
Ich vermute, dass da Dein eigentliches Problem liegt.
Diese Leute, die Dich jetzt haben abblitzen lassen, die haben Dir doch nur zum x-ten Male gesagt, was Du heraushören willst (weil Du es nie anders kennen lernen durftest).
DAS finde ich so schade.
Vielleicht können die momentan wirklich nicht anders, aber Du siehst darin einen persönlichen Angriff.

Ich fühle Dir deshalb nach, weil ich das gleiche Problem mit mir herum schleppe. Ohne Zwang und so, aber doch mit denselben Minderwertigkeitsgefühlen.
Z.B. wenn meine Freundin zwei Wochen lang nicht schreibt, dann denke ich: O Gott, was habe ich falsch gemacht?? Dann geht´s mir richtig schlecht und ich grübele so, dass ich nicht mal meine Kinder richtig wahrnehme.
Dabei ist sie nur zu sehr beruflich eingespannt, das hat nie was mit ihrer Freundschaft zu mir zu tun. Ich kann nur traurig resümieren, dass das die Freundschaft sehr belastet, weil sie immer der Meinung ist, ich hätte kein Vertrauen in ihre Ernsthaftigkeit unserer wirklich tiefen Freundschaft zueinander.
Ich mache damit so viel kaputt und kann doch nicht anders, weil ich halt auch so eine Erziehung hatte.
Na ja, schlaf erstmal gut.
Anna.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Anna« (25. Januar 2007, 23:41)


Pit-2001

unregistriert

13

Freitag, 26. Januar 2007, 01:04

RE: Wer hat denn nun die Zwänge?

Schlaf noch nicht, aber vielleicht, hoffentlich du :-)

Liebe Anna,

ich denke manchmal darüber nach, warum ich im wirklichen Leben diese Probleme nicht habe, die du beschreibst. Ich lebe dort verstandorientiert und cool.

Ich kann anderer Leute Schicksal schnell begreifen und mich hineindenken und auch helfen, aber mitnehmen tut mich kaum was richtig. Ist wohl alles abgeschaltet, obwohl es andererseits mehr da ist, wie bei anderen vom Erfassen her.

Erst in der Zwangsneurose, also an den von Angst und Zwang besetzten Gebieten leide ich wie ein Hund (Stoiberwort, wers gehört hat :-)))

Es ist schon seltsam, alles sensibel und doch cool und beherrscht, aber im Angstgebiet alles auf einem Haufen.

Danke für deine gefühlsmäßige Enthüllung deiner Probleme, hat mir gezeigt, dass du . . .
na ja, du weißt schon.

Also machs auch erst mal gut. Ganz langsam werde ichauch müde......

gähn
Pit