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Einmaliger

unregistriert

1

Mittwoch, 31. Januar 2007, 13:00

Wo fängt der Zwang an und wie hört er auf?

Hallo zusammen,

wo ich nun anfange ist schwierig, ich suche auf jeden Fall mal Tips zur Selbsthilfe und auch zur professionellen Hilfe.

Zuerst mal zu meiner Freundin. Sie hat verschiedene Zwänge. Vieles hat sie schon sehr gut überwunden. Z.B. hatte sie einen ausgeprägten Wasch- und Putzzwang. Sie hat schon verschiedene Therapieansätze gemacht, ist aber jeweils mit den Therapeuten nicht zurecht gekommen. Hat verschiedenes verschrieben bekommen (müßte so ein ?Serotoninaufnahmehemmer? gewesen sein). Dazu gleich mal die erste Frage: diese Medikamente (hat mehrere probiert)hat sie nur ganz kurz eingenommen, da sie davon zu sehr beeinträchtigt war: entweder dauermüde - oder wars bei einem Medikament auch mal das Gegenteil? Das weiß ich nicht mehr so genau. Hat hier jemand Erfahrungen? Vergeht das nach einer bestimmten Zeit (1-2 Wochen), wie der Arzt gemeint hat? Sie kam durch die Einnahme auf der Arbeit nicht mehr zurecht und mußte das deshalb ziemlich schnell wieder absetzen.

Jetzt hat meine Freundin noch wahnsinnige Angst und Schuldgefühle. Traut sich Sachen nicht berühren, die sie damals "unberechtigt" gereinigt hat (Taschenrechner, Lichtschalter, Kugelschreiber, Haushaltsgummis) denn es könnte sich durch das Waschen (und dadurch dass sie sich da schuldig gemacht hat - macht ja sonst keiner) etwas giftiges gebildet haben (weil es sonst keiner macht weiß auch niemand ob das dann nicht evtl. doch giftiges freisetzt - man könnte es ihr daher evtl. nur als Chemieprofessor ausreden). Daher achten wir auch peinlich darauf, dass da nichts von diesen Sachen aus ihrem Elternhaus in unsere jetzige Wohnung kommt, damit sie sich in der neuen Wohnung weiterhin frei bewegen kann.

Das Waschen selbst hat sie gut im Griff - sie fragt mich halt oft, ob hier oder da die Notwendigkeit besteht und hält sich dann meist (nur gaaanz selten nicht) an meine Aussage.

Weiterhin hat sie im Moment zeitweise einen Zwang mit dem Ohr oder Arm zu zucken. Sie meint dass es ihr von der Anstrengung manchmal regelrecht schlecht wird.

Letztlich sehe ich bei Ihr auch das Problem des schlechten Selbstwertgefühls. Wenn ein Mensch Sie oder Ihre Arbeit (Beruf, aber vor allem auch Privat der Haushalt und Bastelarbeiten) nicht akzeptiert hat sie ein riesen Problem damit und heult mir dann vor, dass ich oder andere sie nicht mögen. Und das auch, wenn man nur mal einen Verbesserungsvorschlag macht (z. B. "Schön, aber in rot hätte es noch besser ausgesehen").

Wenn jemand erstaunt zu mir sagt "Woher weißt Du das denn", dann meint sie die ganze Gruppe der Anwesenden hält mich jetzt für dumm, weil mann mir das nicht zugetraut hätte und ich wäre nicht akzeptiert.
Letztlich liegt hier unser größtes Problem, denn ich bin ein bisschen ein Eigenbrötler und habe nur lockere Freundschaften (im vergleich zu Ihren). Bin aber keineswegs unbeliebt. Habe aber ein kleines Allgemeinwissen, dafür umso mehr technisches und wissenschaftliches Spezialwissen. Ebenso habe ich Probleme mit meinem Gedächtnis - bei mir braucht alles länger bis sich das einprägt. Die Namen und Gesichter der neu gewälten Politiker z.B. Und genau das ist das aktuelle Problem:
Immer wenn wir irgendwo auf Besuch sind oder in einem Ihrer Vereine - wo ich ab und zu mal mitgehe - denkt sie bei jedem Politikernamen oder Ort (nur mal als Beispiel), dass ich nicht weiß wer das ist usw. und - was sie meist nicht sagt - vermutlich auch, dass sie wegen mir bald aus der Gesellschaft ausgeschlossen ist. Das trifft vor allem auf ihre "Stammclique" zu. Das schlimmste daran ist, dass ich Sie dann auch langsam nicht mehr fragen kann wer derjenige Prominente ist, oder wo der bekannte Ort liegt, oder ... weil ich ja weiß, sie bekommt wieder Angst und macht mir Vorwürfe (Das problem dabei ist dann, dass Sie mich persönlich angreift und mich als allgemein Dumm hinstellt). Dabei interessieren mich die Sachen schon, ich frage halt ein paar mal öfter als jemand anderes, weil ich es mir nicht so schnell merke, was mir wieder als Desinteresse ausgelegt wird. Hierbei möchte ich noch sagen, dass meine Gedächtnis-Schwäche keineswegs mit mangelnder Intelligenz zu verwechseln ist, die wurde mir schon bei einem Test als (leicht? weiß das nicht mehr ;-) über dem Durchschnitt liegend bestätigt, auch habe ich, den Schulabschluß betreffend, die Fachhochschulreife.

Letztlich macht Ihr jedes Verhalten von mir Angst, das Sie nicht als normal kennt. Sowie jedes Verhalten eines anderen, das in irgend einer Weise negativ auslegbar ist. Das trifft natürlich auch auf Verhalten und Äußerungen meine Freundin betreffend zu, hier habe ich auch immer wieder Fragen zu beantworten ob der andere das wohl falsch verstanden haben könnte oder meint sie sei dumm. Gut, diese Fragen sind ja durchaus auch bei "normalen" Menschen immer wieder da, jedoch nicht in dieser Häufigkeit und mit der dahintersteckenden Angst

Nun sehe ich beim schreiben, dass sich das hier alles sehr vermischt - ich könnte das wohl schon fast in ein Beziehungsforum schreiben und mir da dann vermutlich anhören können mich lieber mich sofort von meiner Freundin zu trennen, weil wir nicht zusammenpassen.

Dafür passe ich dann in der "Zwangsgeschichte" wiederum sehr gut zu ihr, da ich ein sehr geduldiger Mensch bin, dem es nichts ausmacht ihr immer wieder zu versichern, dass hier Hände waschen nicht nötig ist, hier aber schon, dass Spuren von dem Waschmittel niemanden vergiften usw.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich nicht weiß welche Probleme von ihren Zwängen kommen, und was von meinem schlechtem Gedächtnis. Ich weiß nur, dass sie mit meinem "Vorgänger" noch viel mehr Probleme hatte und ich ihr bei Fragen gerne helfe und helfen kann. Ich glaube sie würde bei jedem was finden, weil bei keinem alles in der Norm sein kann. Bei meinem "Vorgänger" warens die Kleider.

Ihr ist, was ich ja versehe, wichtig sich über die Sachen zu unterhalten, die Sie interessieren - z.B. Politik, da war ich bisher ein echter Muffel. Jetzt interessiert es mich mehr, eben weil ich durch meine Freundin immer wieder was mitbekomme (sie fragt mich dann auch ab und zu aus). Aber ich habe keine Lust mich immer wieder als blöd hinstellen zu lassen wenn ich was frage. Oder eben auch bei Krisengesprächen nach irgendwelchen Veranstaltungen. Ich kenne mich eben nur in den allgemeinen Sachen nicht so aus. Und meine Freundin meint sie würde sich auch zu wenig auskennen. Das ist das was ihr Angst macht. Ich hingegen sehe, dass wir uns gut ergänzen würden, wenn Sie mir auch helfen würde und nicht immer wieder dagegen arbeiten würde, wenn sie mir dann sagt, dass ihr das zuviel wird mir zu helfen und alles 3x zu erklären und ich das eh nicht mehr lernen würde und von daher auch die Beziehung keinen Sinn mehr hat.

Und fragend kann ich dann wohl auch noch zusammenfassen: Ich würde gerne wissen wo wir ihre Zwänge und Ängste in den Griff bekommen erst dann kann man letztlich sehen ob die Beziehung nun eine Zukunft hat, oder nicht. Aus momentaner Sicht ist letzteres meiner Meinung nach nicht zu beantworten, wir sind jetzt übrigens 1 Jahr und 9 Monate zusammen und seit 3 Monaten in einer eigenen Wohnung.

Achso, noch ne ergänzung zu mir: Ich bin von Kindheit an sehr groß und dürr, was mich schon früh gelehrt hat auf die Meinung anderer (die sich somit oft über mich lustig gemacht haben - betrifft hier natürlich vielfach Kinder+Jugendliche) verzichten zu können. Deshalb komme ich mit vielen Äußerungen zurecht, von denen sich die meisten Menschen persönlich angegriffen fühlen würden. Was mich dann auch in Extremsituationen mit meiner Freundin äußerst ruhig bleiben läßt.

Viele Grüße,
euer Einmaliger

Pit-2001

unregistriert

2

Mittwoch, 31. Januar 2007, 16:18

RE: Wo fängt der Zwang an und wie hört er auf?

Hallo Einmaliger, hab mich gerade durch deinen Beitrag gefressen.

Ist etwas viel auf einmal.

Trotzdem habe ich das Gefühl, mit einem lieben Menschen zu tun zu haben.

Ich glaube, ihr ergänzt euch ganz gut, aber leider auch auf pathologischer Ebene, ja ihr zehrt euch fast gegenseitig auf.

Dass du ihr hilfst, ist ehrenhaft, und trotzdem wohl keine Dauerlösung in der Form zumindest. Oder doch?

Deine Probleme mit dem Gedächtnis dürften normal für sie kein Grund sein, dich fertig zu machen, wenn sie gesund wäre, dass glaube ich eindeutig entnehmen zu können.

Sie muss sehr schlimm dran sein. Wenn nicht alles um sie herum glänzt und glitzert, fällt sie zusammen und dabei ist es ihr egal, ob sie sich dabei aufarbeitet oder dich, du zählst dann nicht mehr als Mensch, sondern als Hindernis, weil du sie entzauberst, das heißt nicht sie, sondern ihr Bild von sich, was sie wiederum braucht, um überhaupt noch zu existieren.

Ich haber kein Recht das zu sagen, was ich jetzt sage, da ich den Fall viel zu wenig kenne. Aber aus dem, was ich lese, würde ich ihr eine analytische Therapie vorschlagen, in der jemand auf ihre Persönlichkeitsprobleme eingeht, die sie zu einem Selbstlbild zwingen, was dann immer wieder zerfällt.

Ich kenn das von mir, so traurig das ist.

Mitunter könnte es sein, dass sie bitter verteidigt, dich m aßregeln zu müssen usw. aber das liegt ganz einfach an der Stärke ihrer inneren Not.

Willst du versuchen, sie dazu zu bringen? Statt über eure Mängel zu diskutieren, könntet ihr dann sinnvoller über den Grund diskutieren, warum sie damit nicht klar kommt, und was hinter allem steckt. Das könnte euch wieder zusammenbringen oder klar machen, dass ihr den Zustand nicht ein Leben lang ertragen wollt.

Ich wünsch euch was.

Pit

3

Mittwoch, 31. Januar 2007, 18:27

eigener Erfahungsbericht

Hi Einmaliger,

hab deinen Beitrag eben gelesen, und dachte ich antworte dir mal.

Hab nämlich einige Ähnlichkeiten im Bezug des Zwanges, zwischen deiner Freundin und mir festgestellt.

Ich habe nämlich auch gerade so einen Zwangsgedanken, bezüglich eines Reinigungsmittels, auch speziell auf Kleidung. Was deine Freundin ja auch mit den Waschmittelrückständen hat.

Ich habe gerade Angst vor so scharfen Mitteln wie z.B. Abflussreinigern, die ja sehr ätzend sind. Haben natürlich keinen im Haus, aber ich habe z.B Angst, daß ich draußen, z.b. in einem Laden damit in Berührung haben könnte. Er dann auf meinen Klamotten ist, und ich es dann in der Waschmaschine auf die anderen Klamotten übertragen könnte. Oder der Reiniger auf die Haut kommt.

Könnte im Falle eines Falles, ja auch meinen Freund oder Sohn gefährden, davor hab ich dann Angst. Obwohl ich natürlich normal weiß, das da nichts ist.

Mir hat, dabei ein bisschen meine Hausärztin geholfen, die gemeint hat, das wenn man Wäsche, die mit diesem A.Reiniger in Berührung gekommen ist, in die Waschmaschine tut, und dann wäscht, wird das Zeug sowieso weggespült. Das hat mit dann schon geholfen, das das eine Ärztin gesagt hat, der ich ihr auch sehr vertraue.

Ich würde dir empfehlen, mir deiner Freundin vielleicht auch zu ihrem Hausarzt zu gehen, oder einer fachlichen Person, der sie vertraut. Denn das kann schon den Zwangsgedanken erleichtern.
Meistens ist das effektiver, als wenn du es ihr nur sagst, das da nichts ist, wenn es eine Ärztin bsw. sagt, hat das noch mal mehr Gewicht. So ging es mir jedenfalls, mein Freund versucht mir auch immer so gut wie möglich zu helfen, Ich vertrau ihm auch, aber das mit der Ärtzin hatte eben mehr Erfolg.

Hoffe ich konnte dir aus meiner Selbsterfahrung, ein bisschen helfen

lg Bella

So

Einmaliger

unregistriert

4

Donnerstag, 1. Februar 2007, 13:18

Danke soweit + Ergänzungen

Hallo nochma,

vielen Dank erstma Pit und Bella für eure Antworten und vor allem auch das lesen des langen Textes. Ich war auch ganz erschrocken wie lange der geworden ist. Auf jeden Fall kann ich sagen ich bin um jede Hilfe dankbar so klein sie auch sei, irgendwann fügt sich alles mal zusammen.

Um noch kurz zwei Ängste meiner Freundin hinzuzufügen: Beim Autofahren - ich schätze mal bei mindestens jeder fünften bis zehnten Fahrt fährt sie nochmal ein Stück zurück um zu sehen ob nicht ein Auto, dass an Ihr vorbei ist, oder Fußgänger zu schaden gekommen ist.
Auch beim Kochen macht sie sich wahnsinnig Streß, zum Einen weil Sie immer Angst hat irgend was ins Essen gebracht zu haben, was verdorben oder giftig sein könnte. Zum Anderen weil ich ja so dünn bin (bin durchaus ein wenig untergewichtig mit einem BMI von 18, sollte ich in meinem Alter doch bei 20-25 liegen - liegt aber nicht am wenig essen, das mußte meine Freundin auch schon erstaunt feststellen), dass sie nicht richtig für mich sorgt und ich noch weiter abmagern könnte.

Es ist nun auch so, dass meine Freundin bis Oktober letztes Jahr noch regelmäßig ca. alle 2 Wochen eine Dame (keine Psychologin, aber ähnlich - ich glaub was mit Sozial war im Wort enthalten) aufgesucht hat. Die hatte ich ihr damas empfohlen, weil sie nicht recht wußte wohin. Und weil sie eben mit den vorherigen Psychologen keine vertrauensvolle Beziehung aufbauen konnte. Im November sind wir dann umgezogen. Seit dem geht sie nicht mehr dahin - zum Einen sagt sie es wird eh immer wieder das gleiche durchgekaut, sie wüßte das ja alles im Prinzip. Zum Anderen haben wir jetzt erst mal wenig Zeit gehabt, weil ja auch der Haushalt in den Griff zu bekommen war und wir nebenher auch noch so unsere Verpflichtungen haben. Ich werde jetzt wohl dann mal darauf drängen, dass sie da mal wieder hin geht. Ich bin aber nicht sicher, ob das auf Dauer das richtige ist.
Aber was ist das Richtige, das ist genau noch meine Frage.

Auf dieser Seite (Startseite in den News) habe ich jetzt auch den Leitfaden zur Reduktion von Zwangsgedanken gefunden http://www.uke.uni-hamburg.de/kliniken/p…index_31780.php
Ist sehr interessant, gerade auch für das Verständnis, und vielleicht auch um einzelne Zwänge/Ängste abzubauen. Aber ich habe hier im Forum auch schon gelesen, dass sich dann die Zwänge, an denen man nicht Arbeitet verstärken können. Ich persönlich möchte eigentlich auf eine Therapie drängen, weiß nur nicht auf welche (übernimmt die Krankenkasse eigentlich Kosten für sowas? Und ab wann muß man selbst zahlen?)

Antworten für Pit:
Eine Dauerlösung ist es nicht, das ist richtig, darum suche ich hier Hilfe.
Bis jetzt hat mich noch niemand deswegen fertig gemacht - schön dass Du mich da unterstützt, sonst glaub ich das am Ende irgendwann noch, und ein bröselndes Selbstvertrauen kann ich im Moment gar nicht brauchen. Auch wenn meine Freundin in gewisser Weise auch recht hat. Aber eben nicht in der Art wie sie sich dazu äußert.
Übrigens finde ich nicht, dass es so schlimm um sie steht, wenn ich mich mit dem Thema auseinander setze finde ich schlimmere Fälle. Aber mit der Analyse des glänzen und glitzerns hast Du aus meiner Sicht völlig recht.
Du hast die beschriebene Therapie gemacht? Wer macht die? Wie lange hast Du das gemacht? Wie war der Erfolg? (Bitte nur Antworten, wenn Du das auch möchtest - manche Sachen behält man ja lieber für sich)
Klar will ich, wie oben schon geschrieben, zu einer sinnvollen Therapie drängen.
Noch sind wir nicht auseinander und soweit das an mir liegt werde ich nicht so schnell aufgeben.

Antworten für Bella:
Das ist wirklich sehr ähnlich was Du schreibst, und ich habe auch schon festgestellt, dass man da viel bewirken kann, wenn man die Aussagen hieb- und stichfest untermauert. Leider ist das noch keine Lösung für das Problem an sich, jedoch helfen solche Kleinigkeiten natürlich auch immer einen Schritt weiter. Und ich bin dankbar für jede Kleinigkeit in dieser Hinsicht. Aber auf Dauer muß sich mehr ändern.
Zu den Reinigungsmitteln kann ich Dir nur sagen, dass alle Reinigungsmittel wasserlöslich sind und gerade Säuren oder Laugen, die Du als ätzend bezeichnest sehr gut wasserlöslich sind. D.h. sie sind mit Wasser abwaschbar ohne dass Rückstände bleiben. Getrocknete Säuren und Laugen sind Salze, d.h. sie verhalten sich auch beim Putzen wie solche. Und wenn nur Spuren davon da sind, sind die mit nem feuchten Lappen sehr schnell entfernt. Nun werde ich Dir damit nicht sonderlich helfen können, da Du mich ja nicht kennst und somit das Vertrauen fehlt. Aber ich wollte das mal gesagt haben.

Soweit also mal vielen Dank und liebe Grüße

5

Donnerstag, 1. Februar 2007, 15:37

RE: Danke soweit + Ergänzungen

Hi Einmaliger,

übrigends, das mit dem Essen, das ich z.b. wenn ich Nudelwasser koch, z.b.was giftiges wie Spülmittel reinkommen könnte, hab ich auch schon mal gedacht. Hat sich aber dann wieder gelegt und hat sich nicht zum Zwang entwickelt. Im Grunde ist ja Spülmittel auch nicht giftig.

Das mit der proffessionellen Hilfe, kann ich dir sagen, die gibt es. Nämlich es gibt spezielle Therapeuten, die sich auf Zwänge und Zwangsgedanken spezialisiert haben und wo man dann eine Verhaltenstherapie machen kann.

Frag doch einfach mal bei der Krankenkasse nach. In der Regel wird das auch von den Krankenkassen übernommen. Man muß nur einen geeigneten Therapeuten suchen und dann 5 Probesitzungen, bei dem machen, bis der dann einen Antrag, bei der Kasse stellt.

Die Probesitzungen, musst du auch nicht selber zu bezahlen, wenn sich rausstellen sollte, das die Therapie bei diesem Therapeuten nichts bringt, das machen die Therapeuten dann auf eigenes Risiko.

Hoffe ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.

lg Bella :))

Pit-2001

unregistriert

6

Donnerstag, 1. Februar 2007, 17:51

RE: Danke soweit + Ergänzungen

Hallo nochmal,

mit analytischer Therapie oder Analyse wird versucht, herauszubekommen, was in deiner Persönlichkeit nicht o.k. ist.
Man sieht dann die Sympthome als Folgen dieser Verwerfungen und nicht als die Hauptsache.

Danach kann man an den Sympthomen mit einer Verhaltenstherapie arbeiten und an der Persönlichkeit durch die daraus gewonnen Erkenntnisse.

Das ist aber jetzt reine Theorie. Manchmal rutschen die Dinge auch zusammen und ein Therapeut kümmert sich um beides.

Bei der Analyse ist es auch ganz gut, dazu viele Bücher zu lesen, die über die vom Therapeut genannten Stichworte näheres zeigen und sich gemeinsam darüber zu unterhalten. Ob das zur Heilung beiträgt weiß man nicht vorher.

Aber eines ist der Fall, besondes, wenn man zusammen darüber redet,
man lernt sich besser zu verstehen. Der Nicht-Zwängler versteht, dass den Zwängler nicht nur der Zwang reitet, sondern dahinter liegende Dinge, die man nun auch beim Namen n ennen kann. Das kann den Umgang erleichtern, das hilft Mitleid zu bekunden usw.
Der Zwängler kann aufatmen, weil er immer besser weiß, warum er
so geworden ist, wie er ist. Und manchmal gibt ihm das die Ruhe, sich nun auf die Bekämpfung seiner Zwänge zu konzentrieren.

Wie lange das dauert? Na ja, so eine Therapie kann schon mal paar Jahre gehen, wenn sie rein analytisch gedacht ist, wöchtentlich zwei bis dreimal eine "Stunde".

Einmaliger, machs gut und frage nach, wenn nötig.

Gruß Pit

Einmaliger

unregistriert

7

Freitag, 2. Februar 2007, 12:56

Dank nochmal

Danke nochmal euch beiden, ich hatte jetzt gestern nochmal ein ausführliches Gespräch mit meiner Freundin. Habe so einiges nachgefragt, weil ich gemerkt habe, ich habe doch einiges wieder vergessen. Möchte hier aber auch nicht zu viel erzählen weil sie ja nichts davon weiß. Gerade eben hab ich nicht viel Zeit zum schreiben, aber ich werde mich hier schon nochmal blicken lassen. Aber jetzt muß ich mal den Spuren nachgehen, die ihr mir gezeigt habt.

Wenn noch jemand anderem was einfällt: Bitte unbedingt noch schreiben!

Denn bis demnächst mal wieder

LG