Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Zwangserkrankungen.de. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Strainy

unregistriert

1

Sonntag, 7. Januar 2007, 14:27

Was ist Flooding?

Hallo!
Ich habe mal eine Frage:
Was versteht ihr unter Flooding, wenn es um Zwänge geht? Mir ist klar, dass es eine Art Reizüberflutung ist, aber wie soll ich das mit den Zwängen anstellen?

Denkt ihr Euch dann die "negativen" Konsequenzen des Zwangs ("jemand stirbt", es passiert eine Katastrophe....) ganz oft und viel??? Oder ist das anders gemeint?

Vielen Dank!
Eure Strainy

2

Sonntag, 7. Januar 2007, 14:51

RE: Was ist Flooding?

hallo strainy

ein beispiel für reitzüberflutung anhand des waschzwanges

eine person wäscht sich dauernd die hände ,weil sie angst vor schmutz und bakterien usw hat, sie fässt fremde türklinken nur mit dem taschentuch an usw .


normalerweiße lernt diese person schritt für schritt sich damit zu konfrontieren.

beim flooding ist nichts mit schritt für schritt.
da wird man von heute auf morgen mit seinen stärksten ängsten konfrontiert

zb sich den ganzen tag nicht die hände waschen
(auser villeicht nur einmal vor dem schlafen gehen),
obwohl man mehrere unsaubere
türklinken angeffast hat ,leuten die hand geschüttelt hat und extra sachen anfässt die man davor nie anfassen würde usw.

dadurch soll die person,weil nach einer zeit die person sieht das nichts passiert obwohl die hände" schmutzig" sind, ihre krankhafte angst besiegen.

bei manchen leuten wirkt diese methode ,bei anderen wiederum wird alles nur noch schlimmer.


gruss tpg

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »tpg« (7. Januar 2007, 14:54)


Strainy

unregistriert

3

Sonntag, 7. Januar 2007, 15:15

Hallo Tpg,
vielen lieben Dank für Deine schnelle Antwort.
Ich versuche es gerade mit dieser Methode, obwohl es mir nicht so klar war, dass man dies Flooding nennt. Es ist natürlich beängstigend, dass es bei manchen Zwangserkrankten genau zum gegenteiligen Effekt kommt und die Zwänge nur verstärkt. Aber man versucht ja eigenlich alles, um die Zwänge in den Griff zu bekommen.

Meinst Du es ist verantwortungsvoll, wenn man dies ohne therapeutische Hilfe versucht. Ist das überhaupt vielversprechend?

Viele Grüße,
Strainy

4

Sonntag, 7. Januar 2007, 16:40

hallo strainy

ich habe es selbst ausprobiert und es hat mir paar monate freiheit geschenkt!

ich dachte ich bin für immer gesund und habe mich nicht weiter um die zwangsneurose gekümmert.

das war mein fehler und nach einigen monaten haben sich die zwänge wieder eingeschlichen und ich war nicht vorbereitet.

aber ich hatte wenigstens paar monate ruhe.

ich finde flooding gut.

ich weiß ja nicht wie lange du auf einen therapeuten warten mußt,manchmal kann das ganz schön dauern.

du mußt selbst entscheiden welchen weg du willst.

ich habe keine lust nacher ärger zu haben weil ich es dir ohne therapeuten empfohlen habe,das mußt du bitte verstehen.


gruss tpg

Pit-2001

unregistriert

5

Sonntag, 7. Januar 2007, 16:55

Flooding

Strainy, sehe hinter den Begriffen keine magischen Dinge. Es geht doch nur darum, wie du deine Zwänge bekämpfen willst.

Willst du mit den kleinsten anfangen und sie dir abgewöhnen, während du die großen ncoh machst? (Manche Bücher empfehlen das)

Oder willst du dich gleich den größten aussetzen und das auch nicht langsam, sondern im Hau Ruck Verfahren, so dass du gar nicht zum Denken kommst?

Ich kann mir schwerlich vorstellen, das ohne Hilfe zu tun, außer man hat in sich bereits ein tragbares Gerüst gebaut, was einem das Durchhalten erleichtert.

Jeder Versuch ohne Therapeut bringt aber außer der wahrscheinlichen Niederlage auch neue Erkenntnisse, die man sammeln kann, für den nächsten Versuch.

Ich habe beides schon öfter probiert und bin immer wieder gefallen. Aber nicht jeder ist gleich und nicht jede Zwangserkrankung ist gleich.

Wie ich schon mal schrieb, finde ich vom Gefühl her die von unten an-Methode viel besser, aber
ich weiß, dass der Körper nicht mit zwei Systemen leben kann und sie von daher mitunter scheitern wird.

Die Alles oder nichts Methode wäre schon richtig, aber wie gesagt, angenommen du willst Artist werden und verzichtest auf die Übungen von Klein an, willst gleich aufs Seil usw. was passiert dann mitunter???

Brauch ich dir nicht sagen.

Und die evtl. vorhandenen inneren Zerwürfnisse sind ja auch nicht weg, wenn man sich durch Flooding die Sympthome seiner seelischen Krankheit abtrainieren will.
Natürlich mag es Zwänge geben, wo das Innere keine so große Rolle spielt. Manchmal glaube ich, es gibt solche Zwänge, aber dazu weiß ich von Leuten, die sowas haben zu wenig. Manchmal glaube ich auch, dass es Zwänge gibt, die mehr eine Angewohnheit, sind, ach quatsch, wahrscheinlilch ist es nicht so, aber die vielen Verhaltenstherapeuten bringen mich auf die Idee, es wären Leute, die einem Angewohnheiten abtrainieren wollen.

Also viel Glück weiterhin und probieren geht über Studieren, oder wie heißt der Spruch?

Pit

Strainy

unregistriert

6

Montag, 8. Januar 2007, 14:49

Hallo lieber Pit-2001,
ich dachte mir, dass man einfach alle Zwänge auf einmal weglässt. Dies setzt mich zwar allen Ängsten gleichzeitig aus, aber es ist ja ansonsten wie bei einem Alkoholiker, der dann doch nochmal ein Bierchen trinkt oder eine Praline isst.
Bin mir nur nicht sicher, ob nicht bei der nächsten schwierigen Situation die Zwänge wieder durchbrechen. Das wäre extrem frustrierend.

Viele Grüße,
Strainy

7

Montag, 8. Januar 2007, 15:22

hallo strayny

wie ich schon geschrieben hatte,nur ein zwängchen oder auch zwei zwängchen
halten die zwänge aufrecht und es kann dann schnell in einer stresssituation zu 10 zwängen kommen bis man wieder da ist wo man vor dem flooding war.

beim flooding sollte man nicht mal einen zwang durchführen.

das ist auch mein plan ,auch wen´s schwerfällt führe beim flooding nicht mal ein zwängchen durch.

gruß tpg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »tpg« (8. Januar 2007, 15:58)


Pit-2001

unregistriert

8

Montag, 8. Januar 2007, 16:16

frustrierend

Strainy, glaub mir, ich weiß, zur Genüge, wie frustrierend das ist. Es ist demütigend und kaum zu tragen, besonders, wenn es immer wieder vorkommt.

Man muss es halt dann als Lernprozess sehen und die Dinge, an denen es scheiterte insbesondere betrachten.

Aber auch dann kann es sein, dass man noch nicht soweit ist, es tragen zu können, weil andere Baustellen in einem noch nicht soweit sind.

Und es ist ja gewöhnlich niemand da, der einen mitträgt, wenn man es probiert.
Das hat man nur in einer Therapie, da aber auch nur begrenzt.

Liebe Grüße

Pit

9

Samstag, 27. Januar 2007, 21:13

@tpg: Hast Du eine Ahnung, was die Ursache Deiner Zwänge ist bzw. warum sie zurückkamen?

10

Samstag, 3. März 2007, 14:29

hallo markus

bin zufällig auf deine frage gestossen,die schon etwas länger zurück liegt.

hatte die wohl damals übersehen ?(



die ursachen meiner zwänge sind


veranlagung

traumatische(verletzende)erlebnisse

moralische angst


gruss

tpg