Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Zwangserkrankungen.de. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Timo2007

unregistriert

1

Montag, 9. Juli 2007, 10:17

Türklinke

Hallo ich bin Timo bin neu hier 16 Jahre und alt und leide seit ca. 2 Jahren unter einem Waschzwang. Ich gehe seit über einem Jahr in eine Therapie in Hamburg. Ich habe immernoch ein Problem mit dem anfassen von Türklinken.Schreibt mir doch einfach mal bitte wie ihr euch bei Türklinken (zu Hause und Außerhalb) verhält und wieso. Ich freue mich über jede Teilnahme von euch Danke sehr schon im Vorraus.

Gruß Timo

2

Montag, 9. Juli 2007, 14:29

Hallo Timo!

Erst einmal finde ich es super, daß du in einer Therapie bist!
Bei Türklinken ist es bei mir nicht so das Problem. Ich weiß nicht aus welchen Gründen du Probleme mit Türklinken hast. Angst vor Bakterien und Keimen?
Bei mir ist das nicht die Angst vor Bakterien und Keimen. Damit habe ich persönlich kein Problem. Es ist eher der "Ekel", es könnten bestimmte Dinge auf der Türklinke sein, vor denen ich mich ekele.

3

Donnerstag, 12. Juli 2007, 01:53

Mit Türklinken habe ich mittlerweile keine Probleme mehr.... früher als mein Hände waschen noch schlimmer war (gehe mittlerweile auch in eine Therapie) habe ich die türklinken nur am rand angefasst weil ich gedacht hatte das dort niemand hingreift und dort auch keine keime sein können. Momentan hab ich nur ein problem mit meiner Haustür weil dort mal eine flasche bier (leer) drin gestanden hat und seitdem kann ich den türgriff auch nicht mehr anfassen weil ich nicht weiß wer diese flasche getrunken hat unn welche keime da dran waren...

lg Kirika

4

Donnerstag, 12. Juli 2007, 12:05

Bei mir scheint das irgendwie immer alles anders zu sein. Ich habe auch einen ausgeprägten Waschzwang.
Wenn ich in den Foren von Betroffenen mit Waschzwang lese, dann ist das irgendwie immer mit der Angst vor Bakterien, Keimen und Angst vor Krankheiten verbunden. Ich habe vor sowas jedoch absolut keine Angst. Bei mir ist es eher der Ekel der sich aufgebaut hat, daß dort bestimmte Leute angefasst haben könnten, bzw. sich dort etwas von denen befindet.
Daher wäre es für mich persönlich interessant, ob es auch "Waschzwängler" gibt, bei denen das auch so ist.

(das nur als von mir gestellte Frage nebenbei, denn es ist ja eigentlich Timo's Thread)

Hope

Administrator

  • »Hope« ist weiblich

Beiträge: 1 247

Aktueller Therapie-Status: War erfolgreich in Therapie

Status: Betroffene/r

Hobbys: Meine Tiere,Reiten,Kutschefahren ,Fotografie

  • Nachricht senden

5

Donnerstag, 12. Juli 2007, 12:15

Ja bei mir ist es auch eher Ekel und nicht die Angst vor Ansteckung obwohl ich mit Türklinken nicht mehr das Problem habe.

Ich will garnicht wissen wer die angefasst hat, aber würde ich sehen das jemand mit Nagelpilz die Türklinke anfasst würde ich es vermeiden sie an zufassen.

Gruß

Hope
Gruß

Hope


Frei nach Dieter Nuhr: „Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten.“
http://www.youtube.com/watch?v=j8uefBUOfgA

6

Donnerstag, 12. Juli 2007, 19:18

Hallo!

Ich greife fremde Türklinken auch besonders ungern an.
Bei mir ist es jedoch nicht die Angst vor Keimen und Bakterien - sondern der Ekel.

Habe mal eine gute Reportage im TV gesehen... dass auf einer Türklinke aus Metall alle Keime und Bakterien innerhalb von Sekunden absterben... also kein Grund zur Beunruhigung wenn man Angst hat, sich mit was anzustecken... mich ekelt es aber vor dem Gedanken, dass irgendetwas anderes auf der Klinke kleben könnte. Ist aber wahrscheinlich besser so, nicht alles zu wissen ;)

Liebe Grüße,
Wonki

7

Donnerstag, 12. Juli 2007, 20:22

Also eigentlich können die Türgriffe im Prinzip nur auf einer öffentlichen Toilette gefährlich sein, WENN sämtliche folgende Punkte erfüllt sind:
1. jemand mit einer infektiösen Erkrankung auf dem Klo war
2. er mit feuchten Händen den Türgriff angefasst hat
3. man selbst fast gleich drauf die noch feuchte Türklinke anfasst
4. und mit diesen Händen dann in den Mund was bringt
Dann besteht die Möglichkeit, dass mit Bakterien verseuchte Feuchtigkeit in größeren Mengen in den Mund gelang.
Deswegen schaue ich nur bei einer öffentl. Toilette manchmal, ob der Türgriff feucht ist, dann fass ich denn ungern an (vorsichtig an der Stelle wo er trocken ist)

Ansonst sind die Türgriffe ungefährlich und ich hab zum Glück kein Problem damit. Auf trockenen Türgriffen können überhaupt keine Keime überleben, denn da gibt es keinen Nährboden für sie.

Ich benutze auch seit Jahrzehnten öffentl. Verkehrsmittel und habe kein Problem mit Anfassen von Haltegriffen/-Stangen. In dieser Zeit ist mir noch nie was in Sachen Ansteckung passiert, obwohl ich nicht besonders "vorsichtig" bin, d.h. z.B. ohne Hände zu waschen gleich was essen kann.

Zu Hause können die Türklinken überhaupt nicht gefährlich sein. Zuhause können sich nur deine Keime auf den Gegenständen/Türklinken befinden und diese Keime sind für dich ungefährlich (du hast sie schon sowieso in dir). Du kannst dich nicht mit deinen eigenen Keimen anstecken.

Timo2007

unregistriert

8

Dienstag, 31. Juli 2007, 16:43

Hallo Leute

Ich bedanke mich bei euch allen für die vielen Antworten sie haben mir geholfen und ich bin jetzt in der Lage die Türklinken wie jeder andere zu benutzen.

Gruß Timo

little-star

unregistriert

9

Samstag, 18. August 2007, 17:05

hey timo, toll, dass du sie jetzt normal anfassen kannst!

ich kann das leider nicht. ich mache türen seit anfang meines waschzwanges nur mit dem ellbogen auf, oder, bei besonders ekligen türklingen (türen in der öffentlichkeit) mit dem fuß. dafür muss ich natürlich warten, dass grad niemand hinschaut (peinlich...), aber ich gehe wegen meinem zwang eh so selten aus dem haus, dass ich das gar nicht oft machen muss...

naja und bei schubladen oder schränken wo man mit dem ellbogen nicht weiter kommt, nehme ich ein küchen-/taschentuch oder den ärmel meines pullis, der pulli kommt aber dann in die wäsche :-/

also ich hab keine angst vor bakterien (denn ich habe keine angst krank zu werden...), aber ich ekel mich so sehr vor bestimmten sachen.

romance78nrw

unregistriert

10

Freitag, 14. September 2007, 08:44

Hallo zusammen,
ich möchte mich in die Kette einreihen. Ich habe auch Probleme Türkliniken anzufassen und kenne das auch sehr gut, diese nur ganz am Äußeren Ende anzufassen oder ganz innen. Bei mir ist es aber auch nicht die Angst vor Bakterien sondern Ekel. Das da eben was dran sein könnte und es dann an mir ist. Gerade auch bei Toiletten. Ich ekel mich vor Fäkalien. Wenn ich mir z.B nach der Toilette die Hände wasche, dann trockne ich mir nach dem Hände waschen die Hände erst ab bzw. nehme erst das Handtuch und drehe damit erst mal den Hahn zu. Ich kann den Hahn nach dem Hände waschen nicht so zu machen denn ich habe ihn ja mit den Händen nach dem Toilettengang angefasst. Eigentlich weiß ich, dass das unnötig ist aber es geht nicht anders. Das mache ich auch schon seit Jahren. Muss auch immer wenn ich mich umgezogen habe mir die Hände waschen, denn auch den Hosenknopf habe ich ja nach der Toilette vor dem Hände waschen angefasst. Außer Haus habe ich immer feuchte Reinigungstücher mit. Schlimm ist es auch wenn ich irgendwo einen Fleck sehe besonders, wenn noch wenn er braun ist, sei es auf Wäsche oder so. Dann denke ich direkt das sind Fäkalien. Kann das Kleidungsstück dann kaum noch anfassen. Ich habe keine Ahnung wie das weitergehen soll. Ich habe eine ambulante Behandlung in einer Tagesklinik beantragt bin auch momentan in Therapie. Sie ist aber keine Verhaltenstherapeutin. Denn ich habe ja auch noch mit Magersucht und Depressionen zu kämpfen. Sie ist auch gegen die Verhaltenstherapie, denn sie meint, dass sei nur eine kurfristige Lösung und behandele ja nur das Symptom aber nicht die Ursache des Zwanges. Auf Dauer gesehen um es auf Dauer los zu werden muss die Ursache gefunden und bekämpt werden. Da gebe ich ihr ja auch recht, aber es muss doch acuh kurzfristig was gemacht werden denn bis die Ursache behoben ist, können Jahre vergehen und so lange kann das doch so nicht weitergehen. Nur ist sie leider die Einzige die so schnell einen Platz frei hatte. Ich fragte sie was ich denn tun solle im Moment des Zwanges sie sagte ich solle mich hinsetzen und meine Gefühle aufschreiben in dem Moment. Es ist aber so, dass ich mich in dem Moment wenn es schlimm ist nicht mehr bewegen kann bzw. nichts anfassen kann aus Angst etwas zu verschmutzen, also ach keinen Stift Blatt oder so. Es ist auch so, dass ich wenn ich mitkriege sich nach der Toilette die Hände nicht gewaschen werden ich diese Person nicht anfassen kann oder in die Wohnung könnte.
Ich will da so gern raus und wie gesagt eine ambulante Tagesklinik besuchen, frage mich aber ob stationär nicht besser wäre.
Ich war schon mal stationär da aber wegen der Magersucht. Nebenbei wollten die aber auch die Zwänge behandeln und hatten vor mir die Hände zu verbinden so das ich sie gar nicht mehr hätte waschen können. Auch nicht nach der Toilette und da habe ich mich gesträubt denn ich denke nach er Toilette ist es ja völlig normal.

ich bin hin und her gerissen ob ich stationär gehen soll oder nicht, denn so renne ich da weg wo der Zwang am schlimmsten ist und entstanden ist. Ich ahbe auch gelesen, dass stationär gerade deshalb nicht gut sein soll, da der Zwang dann nicht da behandelt wird wo er am Schlimmsten ist.

Gruß
romance78nrw

11

Samstag, 15. September 2007, 16:54

Hi romance78,

mich interessiert schläfst du in der Unterwäsche oder in einem Pyjama?
Wenn du in der Unterwäsche schläfst, wie ist es dann mit dem Anfassen der Unterhose? Wie überwindest du das?

12

Samstag, 15. September 2007, 19:17

scheint sich ja um allseits bekannte methoden zu handeln, wie man eine türklinke denn möglichst "gefahrenfrei" berührt. bei mir war das mal viel krasser. da konnte ich türklinken nur mit dem schutz meiner ärmel berühren. das war in meiner "anfangszeit". glücklicherweise ist das inzwischen ganz in den hintergrund geraten aber so richtig "herzhaft" kann ich auch heute keine türklinke, haltegriffe, etc. anfassen.

romance78nrw

unregistriert

13

Montag, 17. September 2007, 23:26

Hallo ppi,
ich schlafe im Pyjama