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1

Mittwoch, 28. November 2007, 13:55

zwänge?

Hallo!


Ich habe mich gerade bei euch registriert, denn ich weiss nicht mehr weiter. Es geht um meinen Sohn. Er ist in 18. Er hat seit 3 Wochen Gedanken, dass er eventuell schwul sein könnte. Er hat einen Film im Fernseher gesehen wobei sich jemand als schwul elklärt hat und seit dem kommt er von diesem Gedanken nicht mehr los. Er hat Angst davor, er ist verzweifelt, er muss sich immer wieder kontrollieren in dem er Männer anschaut ob sie ihm gefallen dann stellt er immer fest nein sie gefallen nicht.....usw. immer von vorne, immer kontrollieren, dann wieder die Gedanken-Angst-Verzweiflung-sogar Selbstmordgedanken. Dabei hat er eine Freundin seit über 1 Jahr er ist in sie verliebt, und trotzdem die Gedanken. Ich war mit ihm beim Arzt, er meinte es sind wahrscheinlich Zwangsgedanken, es könnte aber auch eine Psychose sein, was er aber nicht glaubt. Er soll neurologisch untersucht werden um körperlichen Ursachen auszuschliessen. Wir haben in 2 Wochen einen Termin. Ich habe Angst dass er bis dahin durchdreht. Er ist wie vor Angst gelähmt und sehr Verzweifelt. Er hat risperdal bekommen 1 mg am tag. es hilft aber nicht. WAs soll ich jetzt machen??? Ich bin auch schon verzweifelt? Wie kann ich ihm helfen? Sind das wirklich Zwänge?

Agnes

Hope

Administrator

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2

Mittwoch, 28. November 2007, 21:18

RE: zwänge?

Hallo Agnes,

das hört sich nach Zwangserkrankung an und Risperdal ist gegen Schizophrenie also nicht gegen Zwänge wenn ich das richtig gelesen habe.

Es gibt glaube ich auch Neuroleptika die helfen können aber meisten wird mit SSRI behandelt und in den meisten Fällen tritt auch eine Wirkung ein, zusätzlich sollte er eine Therapie machen.

Sprecht es auf jeden Fall beim Neurologen an das es wohl eher eine Zwangserkrankung ist oder geht zu einen Psychiater der hat damit mehr Erfahrung.

Es gibt hier viele die genau die selben Gedanken haben wie Dein Sohn.

Wenn Du noch Fragen hast frage einfach.

Ich wünsche Euch alles Gute.

Gruß

Hope
Gruß

Hope


Frei nach Dieter Nuhr: „Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten.“
http://www.youtube.com/watch?v=j8uefBUOfgA

3

Mittwoch, 28. November 2007, 21:53

RE: zwänge?

Hallo Hope!

DAnke für deine Antwort.
Ich war mit ihn heute abend in der Klinik in der Ambulanz weil es Sebastian heute den ganzen TAg über sehr schlecht ging. Er hatte pausenlos die Gedanken. Zwei Ärzte waren da, der eine meinte er hat eine Psychose im Vorstadium der andere war eher skeptisch. Sie wollten dass er in der Klinik bleibt und wollen ihm weiterhin mit risperdal behandeln. ES handelt sich um eine Uniklinik in München. Er würde gut in eine vorschungsgruppe passen......haben die Ärzte heute gesagt. Das hört sich für m ich eher erschreckend an. Risperdal hilft wohl auch beim Zwängen. Ich bin sehr ratlos. Er ist gerade in der 11 Klasse in der FOS und hat Probehalbjahr. Er muss 10 Wochen Praktikum machen, also noch 6 Wochen. Wenn er abbricht und in die Klinik geht dann wird es für ihn sehr schwierig das Probehalbjahr zu bestehen. Aber abgesehen davon, ich weiss es selber nicht was für ihn besser wäre. Ich möchte dass er diagnostiziert wird was er eigentlich hat, nur so schnell kann keine eine Diagnose stellen. Er hat in 2 Wochen ein Termin beim niedergelassenen Arzt. Vielleicht sollen wir lieber dort hingehen.....aber er leidet sehr. Ob er so lange noch durchhält???? Ich bin sehr ratlos, und die Ärzte wohl auch.

lg: Agnes

Pit-2001

unregistriert

4

Mittwoch, 28. November 2007, 23:01

RE: zwänge?

Alison, leider kann dir hier niemand die Entscheidung abnehmen.

Ich würde halt, rein aus meinem Gefühl, die Schule vorziehen und alles über den Arzt abklären, bei dem ihr ja sowieso Termin habt. Von dort aus dann einen Psychotherapeuten ansteuern.

Der Sohn sollte einfach wissen, dass quasi Hilfe im Anmarsch ist, das ihr bei ihm seid und dass er die Schule packen soll mit dem Wissen, dass Hilfe kommt.

Vielleicht hängt die Intensität ja sogar mit dem Schulstress zusammen.
Insofern, müsste hier beruhigend eingewirkt werden, keine Anforderungen, aber der gemeinsame Wille, das jetzt zu packen und sich gleichsam auf die angekurbelte Hilfe "zu freuen".

WENN ihr es euch natürlich leisten könntet, ihn gleich in die Klinik zu geben, kann euch da keiner reinreden, ist ja toll, das Angebot, aber wie gesagt, wenn euch allen die Schule vorgeht, dann versucht es, wie obig beschrieben.

Viel Glück beim Durchziehen einer der beidenm Entscheidungen.

Pit

Und nochmal: Wenn es Zwänge sind, können sie furchtbar sein, und es gibt, wie Hope sagt, Eure Probleme hier schon des öfteren.
So schlimm es also ist, so ist es doch so, dass man daran nicht kurzfristig stirbt oder so. Beruhigt den Betroffenen also und gebt ihm Hoffnung auf Therapie und macht ihm Mut mit der Schule.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Pit-2001« (28. November 2007, 23:03)


Jessy78

unregistriert

5

Donnerstag, 29. November 2007, 14:35

RE: zwänge?

Hallo alison,

ich denke auch, das es sich dabei um Zwangsgedanken handelt. Laut deiner Beschreibung hört es sich genau danach an.

Das mit der Klinik würde ich mir jedoch nochmal überlegen. Forschungsgruppe????
Hm... ich weiß jetzt nicht genau, was ich mir darunter vorzustellen habe, aber für mich würde sowas nicht in Frage kommen. Ich würde jetzt auch erst mal den Termin beim Arzt wahr nehmen und dann wie Hope und Pit bereits sagten, eine Therapie anstreben.
Das ist sicherlich sinnvoller und er kann seine Schule weiter machen, wenn er die Kraft dafür hat.

Als Angehöriger so etwas mitzuerleben ist nie leicht, aber es ist trotzdem sehr wichtig, das du voll ganz hinter ihm stehst und ihn versuchst, bis zu dem besagten Arzttermin weiterhin aufzubauen.

Jessy

Die_traurige_Diana

unregistriert

6

Donnerstag, 29. November 2007, 22:37

RE: zwänge?

Zitat

Original von Jessy78
Hallo alison,

ich denke auch, das es sich dabei um Zwangsgedanken handelt. Laut deiner Beschreibung hört es sich genau danach an.

Jessy


Ja das denke ich auch. Mein Freund hatte auch Risperdal gegen Zwänge, die haben ihm aber nicht geholfen.

Ich wünsche dir/euch viel Kraft.

7

Freitag, 30. November 2007, 17:03

Schöne Grüße in die Runde!


DAnke für dei Antworten. Es ist folgesndes. Gestern hatte mein Sohn einen Termin in der Klinik. Der Arzt hat uns angehört und meinte er kann nicht sagen was das ist. Vielleicht Zwänge vielleicht eine beginnende psychose. Mein Sohn soll ab montag für eine Woche in die Klinik zur Beobachtung und zu Diagnose. Es geht ihm allerdings seit gestern nachmittag besser. Die GEdanken sind nicht mehr so präsent er hat aber sehr viel Angst. Angst von der Psychose Angst davor dass er seine Freundin nicht mehr so liebt....usw. MAl sehen was in der Klinik rauskommt. Ob sie dort innerhalb einer Woche die Diagnose stellen können? Bin etwas skeptisch.

LG und schönes Wochenende

Agi

samanalea

unregistriert

8

Mittwoch, 16. Januar 2008, 13:57

schule

hi alison,

ich war 10 monate in stationärer psychiatrischer behandlung und kann aus dieser zeit sagen, dass ich mir in bezug auf die schule weniger sorgen machen würde. die zeit die sich dein sohn in einer klinik befindet hat er den gleichen "krankheitsstatus" wie jemand der sich einen komplizierten bruch zugezogen hat und daher in stationärer behandlung ist. meine persönliche erfahrung wie die mit anderen leuten ist, dass die schule ihr möglichstes tun wird hier kulant zu handeln. sprich, wenn dein sohn eine zeitspanne fehlt bei der es immernoch sinnvoll und machbar ist ihn in seinem jahrgang zu belassen wird dies geschehen, ansonsten wird ihm ermöglicht werden das jahr zu wiederholen.

lieben gruß
samanalea