Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Zwangserkrankungen.de. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Dienstag, 19. Februar 2008, 12:04

keine ruhige Minute ohne Zwänge

Hallo alle miteinander,

Also ich fühle mich sooo niedergeschmettert heute. Früher habe ich mich so sehr auf die Nacht gefreut, weil ich wenigstens im Schlaf befreit von meinen Zwängen war.
Aber mittlerweile lassen mich die Zwangsgedanken nicht einmal mehr im Schlaf in Ruhe.
Selbst in meinen Träumen leide ich unter Zwangsgedanken. Wie kann ein Tag schon gut anfangen wenn man bei dem ersten Augenaufschlag mit diesen Zwängen zu kämpfen hat. :prust: Ich wollte so gerne in eine andere Stadt zum studieren hab auch die Zusage von der Schule dort bekommen, aber bloß weil ich zu sehr Angst habe dass sich dort wenn ich alleine bin meine Zwänge verschlimmern (und die Zwänge quälen mich jetzt schon genug) habe ich vor in die Hochschule in meiner Heimatsstadt zu gehen obwohl ich da ein anderes Fach studieren muss. Ein Fach in dem ich garnicht so gut bin.
Aber wenn ich viel lerne schaffe ich es vielleicht, so denke ich.
Aber ich finde es einfach sehr traurig dass ich mich immer nach meinen Zwängen richten muss, und nur deswegen mein Traumstudium absagen muss :wand:

LG
smile

2

Dienstag, 19. Februar 2008, 15:42

hallo smile

bei mir war das so,
das ich,
obwohl ich stark unter zwängen litt,
jahrelang keine zwänge im traum ausführen musste.

erst nach ca.7-8 jahren,
hatte ich auch hin und wieder träume in denen ich zwänge ausführen musste.

sind die zwänge bei dir im traum genau so heftig wie im wachzustand,
oder treten sie da in milderer form auf?

lieben gruß
tpg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »tpg« (19. Februar 2008, 15:48)


3

Dienstag, 19. Februar 2008, 17:04

hallo smile!

also, wenn die zwänge echt so arg sind, und sogar deine ausbildung einschränken, dann würd ich mir mal überlegen,ob es nicht besser wäre medikamente zu nehmen und ev eine therapie zu machen! weil etwas studieren, was dir ansich nicht so gut gefällt und wo du dir schwer tust, das erleichtert dir dein leben in keiner weise. das wird dann vielleicht eher zur qual und die zwänge werden noch schlimmer. lass die zwänge nicht dein leben bestimmen, tu etwas dagegen und mach das was dich am meisten freut!!!!
mein rat...

lg power :banger:

4

Dienstag, 19. Februar 2008, 17:24

hallo alle miteinander,

Ich gehe zu einer Therapeutin aber Medikamente nehme ich keine, ich hab bis jetzt immer darauf gewartet bis sie mir die Anweisung gibt Medikamente zu nehmen.
Wäre das vielleicht unhöflich wenn ich sie fragen würde ob sie mir vielleicht welche verschreiben kann?

LG
smile

5

Dienstag, 19. Februar 2008, 18:04

hallo smile!

ist das eine ärztin oder nur eine psychologin o.Ä.? weil wenn sie keine arzt ist,dann kann sie dir auch keine medikamente verschreiben, da muss du zu einem psychiater/neurologen!
aber du kannst auch mit ihr darüber reden,was sie dazu meint und vll gibt sie dir eine empfehlung für einen arzt!
überleg es dir!!! :)

lg

6

Dienstag, 19. Februar 2008, 18:51

Hallo power,

Ja sie ist eine Psychotherapeutin. Aber ich hab zuvor auch schon bei Neurologen angerufen, aber die sind schon überfüllt und dann sagen sie " bitte melden sie sich im kommenden Jahr nochmal Aufwiedersehen." oder halt nach 6 Monaten oder so.
Klar wenn sie schon eine Menge Patienten haben können sie mir ja auch keinen Therapieplatz herzaubern verstehe ich, aber solange wollte ich nicht warten und habe diese Psychotherapeutin gefunden.

LG
smile

7

Dienstag, 19. Februar 2008, 21:25

hallo smile!

es gibt soviele psychiater/neurologen, da wird sich wohl einer finden lassen. frag wirklich mal deine therapeutin. oder kennst du andere betroffene in deinem umkreis?
bei uns in den apotheken zb gibt es ein ärzteverzeichnis, da stehen alle ärzte der stadt drinnen (u.a. auch neurologen). probiers mal...sonst schau im internet! oder frag deinen hausarzt...also ich denke, da müsste sich sicher einer/eine finden lassen!
nur nicht aufgeben!!!! :banger:

8

Dienstag, 19. Februar 2008, 23:50

hallo power,

Ich war bei meiner Krankenkasse und hab mir eine Liste Ausdrucken lassen wo alle Neurologen und Psychologen aus meiner Stadt draufstanden. Ich habe wirklich alle aus der Liste nach der Reihenfolge angerufen und im Internet habe ich auch gekuckt für alle Fälle fals doch einer auf der Liste vergessen wurde oder so. Aber alles nur Absagen.
Wobei ich ja auch sagen muss dass ich in einer sehr kleinen Stadt lebe. Das heißt da gab es sowieso nicht soooo viele wie zum beispiel jetzt in einer Großstadt.
Naja dann sprech ich halt meine Therapeutin mal drauf an.
Ich danke dir aber vielmals für deine Ratschläge. Ist super nett von dir.

LG
smile

9

Mittwoch, 20. Februar 2008, 00:15

hallo tpg,

Meine Zwangsgedanken im Traum sind genauso stark wie im wachzustand. Die Zwänge im Traum quälen mich vielleicht sogar noch mehr. Der Grund dafür ist: Im wachzustand versuche ich mich irgendwie abzulenken und das gelingt mir auch manchmal, aber im Traum kann ich mich ja nicht ablenken mit irgendwas. Wenn ich aufwache denke ich dann: Gott sei Dank ich bin wach es war nur ein Traum. Ja toll, aber da ich mich an die Zwangsgedanken im Traum erinnern kann führe ich diese dann auch im wachzustand aus. Wirklich zum Verzweifeln :wand:
Aber ich muss ehrlich sagen dass ich überglücklich bin das ich dieses Forum gefunden hab und sehe das ich nicht die einzige bin. Es gab Zeiten da war ich nur am heulen, weil ich nicht wusste warum ich so bin. Ich wusste damals auch nicht dass es überhaupt so eine Krankheit gibt, bis ich im Internet darauf gestoßen bin und zwar genau so:
hmmm??? Zwangserkrankung??? Was ist das??? und dann
"Oh mein Gott das bin ja ich!!!"
Das war so als hätte ich in den Spiegel geschaut.

LG
smile

10

Mittwoch, 20. Februar 2008, 01:02

Zwänge im Traum

Hallo Smile!

Hab grad euren Dialog gelesen. Ich kann dich wahnsinnig gut verstehen. Hab seit über 7 Jahren heftige Zwänge (eigentlich schon mein ganzes Leben) und letzten November hatte ich einen total schweren Rückfall. Mir gings nur noch dreckig. Ich hab jede Sekunde ans Schlucken oder atmen oder Blinzeln gedacht. Wirklich schrecklich. Dann hat mich mein Therapeut in eine Tagesklinik überwiesen, wo ich mich wieder einigermaßen erholen konnte. Jetzt bin ich zwar immer noch weit davon entfernt zwangsfrei und zufrieden zu sein, aber ich bin jetzt stabiler und kann die Zwänge auch mal für Stunden vergessen. Aber damals wars so schlimm, dass ich dann auch nachts im Traum die Zwänge hatte, die bei mir übrigens immer mit Panik und Angst zu ersticken verbunden sind. Ich war vollkommen am Ende, da ich mich wie du nur noch aufs Schlafen gefreut hatte. Und jetzt war auch noch diese letzte Ruhezeit weg. Das Gefühl ist einfach nur zum Verzweifeln. Mein Therapeut ist zum Glück auch Arzt und hat mir Fluoxetin verschrieben (40mg). Das beruhigt mich auf jeden Fall etwas. Ich kriege nicht mehr so leicht Panik und kann mich auch wieder viel besser ablenken. Die Zwänge kommen jetzt auch nicht mehr in den Träumen. Also, ich kann nur sagen, dass mir das sehr geholfen hat. Da mein Therapeut allerdings der Meinung ist, dass es nicht gut ist, wenn er auf Dauer mir die Medikamente verschreibt als Therapeut, gehe ich jetzt immer zu meiner Hausärztin. Die verschreibt mir das auch. Und ich meine, du musst ja keine ganze Therapie bei dem Psychiater /neurologen machen. Er muss dir ja nur die Medikamente verschreiben, nachdem er sich deine Probleme angehört hat, und dann kannst du die Therapie bei deiner alten Therapeutin weitermachen.
Dass mit dem Studium ist auch so eine Sache. Ich kenn dich ja leider nicht gut genug, um dir wirklich einen Rat geben zu können, aber grundsätzlich würde ich dem zwang nicht nachgeben und mein Traumstudium aufgeben. Du hasst dich nur selbst deswegen und die Zwänge macht es nicht besser. ich bin auch trotz Zwang in eine andere Stadt zum Studieren gegangen und war sogar 4 Monate in Frankreich. Klar, am Wochenende würd ich auch heimfahren. Besonders, wenn du in einer festen Beziehung bist. Ich will dich auf keinen Fall zu irgendwas bequatschen. Ich wollte nur einfach mal sagen, was ich so denke und aus Erfahrung weiß.

Ich schick dir ganz liebe Grüße und drück die Daumen wegen dem Neurologentermin!

:))
Deine Diana

11

Mittwoch, 20. Februar 2008, 10:17

hallo smile

das stelle ich mir ganz schön schlimm vor,
wenn man nicht mal im traum seine ruhe hat.
:lieb:
ich bin auch glücklich dieses forum gefunden zu haben
wo man sich mit menschen,die das gleiche leid haben austauschen kann.

liebe grüße
tpg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »tpg« (20. Februar 2008, 10:19)


Biene Maya

unregistriert

12

Mittwoch, 20. Februar 2008, 10:33

RE: keine ruhige Minute ohne Zwänge

Hallo!
Vielleicht kannst Du in der Stadt, in der Du studieren möchtest sogar im Vorfeld zum Beispiel hier über das Forum schon neue Bekannte finden. Du kannst ja auch mal recherchieren, ob es dort vielleicht auch eine Selbsthilfegruppe für Betroffene gibt.
Ich denke auch, dass es besser wäre, das zu studieren, was Dir liegt. Aber natürlich nicht um jeden Preis. Wenn Du im Vorfeld schon solche Angst vor einem Ortswechesel hast, ist die Frage, ob Du dann überhaupt dort zum Studieren kommst oder ob Dich dann die Zwänge zu sehr belasten.
Wenn Du grundsätzlich bereit bist, Medikamente zu nehmen,würde ich das auch probieren. Ich denke, die kann Dir ggf. auch Dein Hausarzt in Kooperation mit Deinem Therapeuten verschreiben, erkundige Dich mal.
Auf jeden Fall solltest Du die Entscheidung danach richten, was Dir nicht noch extra unnötigen Stress verursacht, denn das ist gerade bei Zwängen kontraproduktiv. Vielleicht kannst Du Deinen Studienplatz auch zeitlich verschieben und Dich erstmal intensiv auf Deine Therapie konzentrieren, damit Du dann den Kopf zumStudieren etwas freier bekommst.
Ich drücke Dir die Daumen.
Liebe Grüße
Maya

13

Mittwoch, 20. Februar 2008, 23:54

allo diana,biene maya und tpg,

Danke vielmals für eure Ratschäge. Ich hab am Freitag wieder eine Therapiestunde und da werde ich meine Therapeutin fragen wie ich das mit den medikamenten machen kann. Es geht mir zwar etwas besser wenn ich mit ihr rede aber die Sitzung ist immer so schnell zu ende und schon nach einer sehr kurzen zeit nachdem die Therapiestunde zu ende ist ist meine Laune wieder am Boden zerstört und die Zwänge ergreifen wieder die Macht über mich. Ich denke mit Medikamenten würde es mir hoffentlich besser gehen.

LG
smile

14

Donnerstag, 21. Februar 2008, 22:51

Hallo ihr lieben,

Ich gehe morgen früh ind die Hochschule um mich einschreiben zu lassen, aber ich bin jetzt schon sooooo aufgeregt, dass ich Magenschmerzen kriege und mir ganz übel im Magen ist. Die Aufregung ist aber nicht der Einzige Grund. Ehrlich gesagt habe ich rießengroße Angst. Das ist immer so bei mir wenn ich irgendwo neu anfange, weil ich Angst habe mich irgendwie blöd anzustellen oder so.
Oh mann wie sehr ich Menschen beneide die ohne Hemmungen total locker an solche Sachen rangehen können. Einmal bin ich mit meinem freund in die Hochschule gegangen um mich zu bewerben. Während ich auf dem Sekreteriat fast in Ohnmacht gefallen bin :krank:vor lauter Aufregung hat mein freund sich mit irgendeinem Studenten unterhalten den er dort zum ersten mal getroffen hat.
Ich wünschte ich könnte auch so sein wie er und wie andere die so sind. :prust:

LG
smile

ferdy01

Fortgeschrittener

  • »ferdy01« ist männlich

Beiträge: 246

Aktueller Therapie-Status: war schon mal in Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Niedersachsen

  • Nachricht senden

15

Freitag, 22. Februar 2008, 10:22

hallo smile
das gefühl mit der aufregung kenn ich auch sehr gut.genauso der wunsch so zu sein wie die "normalen"menschen.aber sind die anderen menschen wirklich so cool wie sie sich nach aussen geben?ich glaube eher nicht.bei einigen ist das auch nur fassade.ich möchte damit nur sagen ,das viele menschen sehr gute schauspieler sind.also bleib so wie du bist,den auch wir zwängler sind liebenswert.
lg ferdy
Es gibt 1000 Krankheiten, aber nur eine Gesundheit.
Arthur Schopenhauer, 22.02.1788 - 21.09.1860
dt. Philosoph

16

Freitag, 22. Februar 2008, 11:17

hallo ferdy,

Ja ich verstehe was du meinst, ich weiß das es auch Schauspieler gibt aber ich meine Menschen die keine Angst haben die Leute anzusprechen und flech Freundschaften knüpfen können und das kann ich nicht. Wo ich auf dem Gymi war habe ich genau 6 Monate mit keinem auch nur ein Wort gewechselt. Ich bin ins Klassenzimmer habe dem Lehrer zugehört und dann sofort nach Hause gerannt. Erst nach 6 Monatan wo mich andere als erstes ansprachen konnte ich wieder reden. Meine Klassenkameraden waren schockiert. Auf einmal gings wieder und ich habe witze gemacht und die Leute zum Lachen gebracht.Aber die Zeit bis dahin war schrecklich.
Klar sind Zwangskranke liebenswert,wobwi ich sagen muss dass ich mich manchmal garnicht liebenswert empfinde sondern mich hasse. Wie zum Beispiel gestern Abend.
Der Zwangsgedanke von Gestern Abend sitzt immer noch in meinem Magen.

lg
smile

17

Freitag, 22. Februar 2008, 11:21

Ah du meine Güte wie viele Fehler ich hab oben in dem Text.
Liegt aber daran dass ic schnell getippt habe .
Wirklich :D

ferdy01

Fortgeschrittener

  • »ferdy01« ist männlich

Beiträge: 246

Aktueller Therapie-Status: war schon mal in Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Niedersachsen

  • Nachricht senden

18

Freitag, 22. Februar 2008, 13:29

hallo smile
kein grund sich für fehler im text zu entschuldigen.ich möchte nicht wissen wieviel ich hier schon falsch geschrieben habe.aber das zeigt ja das wir menschen sind.das gefühl mit dem selbsthass kenn ich auch.ich versuche mir dann manchmal zu sagen,das es auf dieser welt viel schlimmeres gibt,als zwangskrank zu sein.mal klappt es und mal nicht.das schwierigste ist,glaub ich erstmal die krankheit zu aktzeptieren.keine schöne vorstellung,ich weiss.glaube aber das wenn man es tut,es einfacher ist sich helfen zu lassen.und es gibt nunmal solche menschen wie dich und mich,die nicht so einfach in der lage sind jemanden anzusprechen.ich weiss auch das wir dadurch im leben einiges verpasst haben.trotzdem müssen wir versuchen den kopf nicht in den sand zu stecken.in diesem sinne:kopf hoch!!!
grüsse ferdy
Es gibt 1000 Krankheiten, aber nur eine Gesundheit.
Arthur Schopenhauer, 22.02.1788 - 21.09.1860
dt. Philosoph

19

Freitag, 22. Februar 2008, 16:41

Hallo ferdy,

Vielen Dank für deine Ratschläge. Du hast Recht es bringt nichts den Kopf im Sand zu vergraben, man muss sich damit abfinden.

lg
smile :)

20

Sonntag, 2. März 2008, 18:21

zwänge im traum, das wärs ja noch. bin froh, dass ich wenigstens die paar stunden freiheit hab.