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chrissi

unregistriert

1

Sonntag, 6. April 2008, 21:15

wie gehts euch mit hosenbund und ende vom t-shirt?

HALLO LIEBE LEIDENSGENOSSEN!

ich hätt da mal ne frage:
Wie gehts euch mit dem bund eurer hose oder dem ende eures t-shirts- ich hab grad echt probleme damit, weil man diese kleidungsteile ja anfasst, wenn man auf der toilette war. (das t-shirt stülp ich immer hoch, und "wenn ich fertig bin" wieder runter.)
ICH KANN GRAD NICHT MAL MEIN T-SHIRT AUSZIEHEN OHNE MIR DANICH DIE ARME BIS FAST UNTER DIE ACHSELN ZU WASCHEN (sorry die groß und kleinschreibung am pc spinnt)
NOCH SO EIN HEIKLES THEMA IST NASE PUTZEN. danach muss ich mir immer die hämde und das gesicht waschen. eigentlich weiß ich dass das nicht normal ist, aber ich kann es gerade einfach nicht lassen.
zur zeit sind meine zwänge unerträglich!! HEUT ERST HAB ICH ZU MEINER MUTTER GESAGT: EINE MILLION FÜR EINEN TAG OHNE ZWANG!!!!!!!!
ES GEHT SOGAR SOWEIT DASS ICH MIT FEUCHTEN PUTZTÜCHERN MEIN GESICHT REINIGEN WILL:(ist zwar nur ein extremfall, kam aber durchaus schon vor) es ist so krank!!!!
DAS Schlimme ist ich versuch so arg was dran zu ändern, weuil in 3 monaten für mich das lockere studentenleben erst mal aufhört. ich beginne ein 4-monatiges praktikum in einer sehr "SCHNIEKEN" firma.
ich muss einfach was ändern, sonst ertrink ich!!!

LIEBE GRÜßE CHRISSI

Sandrina

unregistriert

2

Sonntag, 6. April 2008, 22:01

Liebe Chrissi du sprichst mir aus der Seele.... Das mit der Hose und dem t-Shirt ist genauuuu identisch bei mir... nun in der neuen Wohnung ist es ETWAS besser geworden, in der alten hab ich mich nach jedem Klogang 1 Std. mit FEUCHTTÜCHERN geputzt... Auch das T-shirt weil an den Rand ja evtl. meine Kinder kommen könnten... Totaler Quatsch da das sicherlich nichts bringt und ich vorallem trotz 1 stündiger Putzaktion meinen Kindern die Hände geputzt hab wenn sie den T-Shirtrand berührten... heute dürfen sie das wieder und ich kann mich zusammen nehmen, allerdings wenn ich das T-Shirt Abends ausziehe wasche ich auch meine Arme bis über den Ellenbogen und meine Haare und vorallem mein Gesicht werden mit Feuchttüchern geputzt, da da das T-shirt beim Ausziehen ja zwangsläufig drüber streift!!!!

Ich kann dich sooo verstehen und drück dich mal wenn ich darf!!!! :lieb: :lieb: :lieb:

PalmaKunkel

unregistriert

3

Montag, 7. April 2008, 11:23

Wenn ich mich morgens angezogen hab, wasch ich mir immer noch mal die Hände, weil ich ja den Hosenknopf und Reisverschluss angefasst hab. Die T-Shirts oder Pullover werden bei mir meist nicht angefasst, wenn ich auf dem Klo war, die gehen ja meist kaum über den Hosenbund hinaus, allderdings kommen sie mit dem Hosenknopf in Beührung, also pass ich dann auf beim ausziehen. Wenn ich schon merke, dass ich schon wieder anfange mir solche Gedanken zu machen, versuche ich die jetzt nicht weiter zu beachten. Im Bett kann ich aber die weiten Schlafanzug-Oberteile nicht mehr tragen, denn die könnten ja irgendwo unsauberes oder am Klo irgendwo hängenbleiben. Da trage ich jetzt immer enge und kurze T-Shirts.

rene-05

unregistriert

4

Montag, 7. April 2008, 13:02

RE: wie gehts euch mit hosenbund und ende vom t-shirt?

hallo chrissi

wenn ich mein t-shirt anziehe achte ich darauf das ich nur den kragen mit meinem kopf berühre, beim ausziehen achte ich das ich das ende nicht an meinem nacken abstreife, sonst feuchtücher.

die hose fasse ich nur an wenn ich mir danach die hände saubermache, wenn ich mich in der früh anziehe dann mache ich mir die hände mit feuchtt. sauber,
dann frühstücke ich, danach wieder feuchtt.

wenn ich auf wc bin dann nur im sitzen wasser lassen.

das ist bei mir im außendienst beim vermessen immer problematisch,
befor ich hinaus fahre gehe ich bis zu 4 mal aufs wc und halte es bis mittags durch
das problem ist ich trinke fast gar nichts (schlecht für meinen kreislauf)

und die kollege trizen mich dann noch wenn ich so umständlich wasserlasse

gruß
René

chrissi

unregistriert

5

Montag, 7. April 2008, 14:56

Schön, dass es euch genauso geht!!
Das ist echt erleichternd!!
Gerade sitze ich hier vor dem PC und bin mal wieder unsicher, ob gerade auf dem WC beim Spülen vielleicht nicht doch etwas an meine Arme gespritzt ist.
Ich versuche mir einzureden, dass ich , da ich dafür sehr sensibel bin und es sofort gemerkt hätte, wenn da etwas gewesen wäre.!! Ich schaffe das. Ich werde jetzt nich tduschen und alles, was ich angefasst haben putzen!!
Ich muss da jetzt durch. Ich möchte mir lernen zu vertrauen. Darauf vertrauen, dass ich es bestimmt gemerkt hätte, wenn da etwas gewesen wäre!!
Oh lieber Gott bitte steh mir bei!!
Habt Ihr euch euch schon mal gefragtmit was ihr euch wohl den ganzen Tag beschäftigen würdet,wenn ihr nicht wascht oder putzt oder zumindest gedanklich damit beschäftigt. Einerseits wäre es natürlich eine RIESEN Erleichterung, andererseits wäre dann auch eine riesen große Leere.
:wand:
Wie haben wir das bloß früher gemacht???
Liebe Grüße an alle Leidensgenossen
Chrissi

6

Montag, 7. April 2008, 18:13

Hallo zusammen,

vieles von dem was geschrieben wurde, hätte von mir sein können.
Wenn ich auf Toilette gehe ziehe ich mir mein Oberteil fast bis an die Ohren
hoch, die Ärmel natürlich auch.Nach der Toilette wird höchstens die Hose angefasst,
Oberteil auf keinen Fall. Wird alles erst nach dem Händewaschen
in Position gebracht. Heikel wird es natürlich wenn man öffentliche Toiletten
aufsucht, dann werden erstmal akrobatische Übungen vollbracht um das Oberteil
wieder in Ordnung zu bringen,aber niemals mit den ungewaschenen Händen.
Aber das vermeide ich so gut wie es geht. Machs dann wie Rene und trinke
nix wenn ich unterwegs bin. Damit man nur nicht in die Gefahr kommt.
Sollte ich mal eine öffentliche Toilette besucht haben, kommt natürlich abends alles
in die Waschmaschine.
Muß ja doch ein wenig grinsen bei dem was ich schreibe.Mache mir Gedanken
wie die anderen darüber denken die solch ein Problem nicht kennen.
Bin nur froh,daß ich nicht alleine bin mit diesem Problem.
Hoffe ihr wißt wie es gemeint ist, ich gönne es keinem solche Gedanken im Kopf zu haben.

lg.c.


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7

Montag, 7. April 2008, 18:15


8

Montag, 7. April 2008, 20:03

RE: wie gehts euch mit hosenbund und ende vom t-shirt?

Hallo Ihr Zwängler,

ich finde es auch wahnsinnig beruhigend, dass Ihr ähnlich verrückte Sachen macht wie ich, wenn ihr meint, ihr seid "verschmutzt". Wenn ich abends von der Arbeit nach Hause komme, habe ich mich meiner Meinung nach auch irgendwo verschmutzt, bei mir ist es ja bekanntlich Blut, welches für mich überall ist. Auf der Straße, bei der Arbeit, in der U-Bahn, auf öffentlichen Klos, überall sehe ich rostbraune Flecken etc. Daher fühle ich mich fast täglich verschmutzt, weil ich angst habe, auf irgendeine Weise damit in Berührung zu kommen sein. Obwohl es natürlich meistens quatsch ist. Der Abend beginnt dann meistens damit, dass ich "alles" ausziehe und die Sachen sofort in die Waschmaschine stecke. Die Klamotten irgendwo rumliegen lassen, könnte ich nicht. Ich benutze zurzeit nur noch meine "waschbare" Handtasche :verlegen: Wenn ich meine Gedanken aufschreibe, denke ich auch immer, wie bescheuert das alles klingt und muss auch regelmäßig lachen, wenn ich meinem Therapeuten von irgendwelchen Situationen und meinem Verhalten erzähle. Letztens meinte er zu mir (nett gemeint): Ich muss schon sagen, was Ihnen so alles auffällt, was auf der Straße liegt. Aber es ist so wie es ist.

LG N.

Patentante

unregistriert

9

Montag, 7. April 2008, 22:48

Hallo Ihr Lieben,

ich habe auch ein bisschen Probleme auf der Toilette. Wenn ich bei der Arbeit bin mache ich den Klodeckel mit ein Stück Toliettenpapier auf und wasche dann erst mal 1x meine Hände und ziehe dann meine Jeanshose etwas hoch, damit die Hosebeine beim in die Hocke gehen nicht den Boden berühren und anziehen läuft bei mir normal ab. Aber zuhause ziehe ich mich bis auf die Unterwäsche aus, wenn ich wegen größerem Geschäft auf die Toliette gehe. Mein Gott hört sich das alles bescheuert an :]

rene-05

unregistriert

10

Dienstag, 8. April 2008, 13:19

hallo simone

auf der toilette mache ich es genauso mit denn hosenbeine ich stecke sie mir in die strümpfle

auf der arbeit falte ich mir aus schmirpapier griffe das ich nichts mit der blose hand anfassen muß,
die hände wasche ich mir in meinem zimmer.

zu hause bei meinem großen geschäft mache ich es wie du ich ziehe mich bis zur unterhose aus, dann ziehe ich latexhandschuhe an,
waschen tue ich mich danach bis zum unterarm 4 mal das letzte mal mit sacrotan
danach noch mit sacrotan feuchtücher von oben bis unten.
es dauert meisten eineinhalbstunden das ganze

gruß an alle gleichdenkenden

rene-05

dieKleene85

unregistriert

11

Dienstag, 8. April 2008, 14:47

RE: wie gehts euch mit hosenbund und ende vom t-shirt?

Hallo Chrissi,

Wie gut ich das kenne...
Ich muss mir auch immer wenn ich von draußen komme mir meine Jackenärmel putzen und mein Hosenbund von den Beinen der Jeans...genauso auch das Gesicht waschen und das auch immer nach dem Nasenputzen.....es ist zum heulen....ich hasse das auch...buax...

LG

little-star

unregistriert

12

Mittwoch, 9. April 2008, 20:41

RE: wie gehts euch mit hosenbund und ende vom t-shirt?

hey!

ja ich kenn das mit dem hosenbund und dem ende vom t-shirt.

wenn ich auf toilette gehe stülp ich mir das t-shirt auch immer hoch, davor zieh ich noch den pulli aus. wenn ich fertig bin wasch ich mir erstmal die hände ein paar mal und dann zieh ich die hose hoch und mach zu, danach wasch ich mir noch ein paar mal die hände und zieh das t-shirt runter. hosenbund und ende vom t-shirt sind aber dennoch dreckig nach toilettengang, weil ich mir erst nachdem ich sozusagen wieder richtig angezogen bin die hände richtig sauber wasche.

wasche mir allerdings meistens nicht die ganzen arme sondern nur bis zu den ellbogen, außer ich hatte das gefühl, dass die oberarme schmutzig geworden sind.

hinterher desinfiziere ich mir das gewaschene mit sargotan und dann zieh ich mir meinen pulli wieder an, den ich außerhalb der toilette an nem auberen platz abgelegt hab.

abtrocknen tu ich mir meine hände übrigens mittlerweile gar nich mehr. handtücher, die im bad hängen sind eklig und ich habs mittlerweile eben aufgegeben jedes ein neues kleines handtuch zu nehmen. mit den sargotantüchern wirds schon einigermaßen trocken und danach lass ich lufttrocknen.

mit den hosenbeinen hab ich MEISTENS kein problem, da ich nur noch röhrenjeans habe, aber wenn ich zB ne sporthose anhabe, die unten weiter ist, steck ich die eh IMMER in die socken 8acuh wenns scheiße aussieht, aber ich lauf damit eh nur zu hause rum oder geh zum sport o. ganz kurz zum supermarkt), denn ich will nicht, dass die irgendnen boden berührt.

trag übrigens auch außerhalb meines zimmers hausschuhe. den boden in meinem zimmer begehe nur ich und putze jeden tag. trotzdem würde ich jetzt nicht meine füße anfasen können ohne mir danach die hände waschen zu müssen.

das "große" geschäft ist für mich auch ein riesen problem. meistens dusche ich danach...

auf ne öffentliche toilette musste ich zum glück lange nicht mehr gehen. als ich noch in der schule war, hab ich immer erst getrunken, wenn ich zu hause war und habs somit einigermaßen ausgehalten. und auch sonst trink ich nix bis ich wieder zu haus bin, wenn ich irgendwohin geh, was länger als ne stunde dauert.

bald werd ich arbeiten und dann manage ich das halt so, dass ich danach duschen geh und die kleidung sofort wasche. auf der arbeit fühl ich mich dann halt eklig, aber irgendwie muss ja geld ins haus kommen ^^


hab nur tweilweise eure beiträge gelesen, aber ich finds echt krass wieviele gemeinsamkeiten bzw. gleiche zwangshandlungen wir haben! da kommt man sich fast schon etwas normaler vor...order..eigtl etwas kränker. naja und irgendwie "faszinierend". und ich bin auch froh irgendwie.

habt ihr eigtl schonmal auf ner öffentlichen toilette jemanden getroffen, der sich genauso lange die hände gewaschen hat? mir ist das ja immer total unangenehm, peinlich...ich versuch dann die person(en) neben mir wegzuschalten, aber kann dann nur noch mehr dran denken.

edcit: ich hab grad das mit dem "spritzer von der spülung" von chrissi gelesen. davon kann ich auch nen leidchen singen! ich bild mir sogar manchmal ein, dass es spirzt obwohl die klobrille unten ist und ich spür spritzer auch durch die kleidung! also auf der kleidung sozusagen, bin davon so felsenfest überzeugt, dass ich die kledidung wechseln muss.
auch wenn ich draussen rumgeh spür ich manchmal was und denk dann des wär hundeurin der mit dem wind auf mich geweht is :-((

chrissi

unregistriert

13

Mittwoch, 9. April 2008, 22:40

RE: wie gehts euch mit hosenbund und ende vom t-shirt?

hey little star!
also ich hab bisher leider keine leidensgenossen getroffen! würde mir glaub ich ganz gut tun. mir ist das auch immer extrem peinlich, wenn mich jemand waschen sieht, abgesehen von meinen eltern. die kennen mich natürlich so. heute hat mir mein therapeut vorgeschlagen zu mir nach hause zu kommen und mich mit meiner angst vor dem wasser aus dem clo zu konfrontieren. ich bin total ausgeflippt!!!!

Karsten

unregistriert

14

Sonntag, 13. April 2008, 11:06

RE: wie gehts euch mit hosenbund und ende vom t-shirt?

Hallo Chrissi,,

ich habe Deinen Beitrag und auch die Antworten der anderen aufmerksam gelesen. Dabei fiel mir, auf, dass zwar alle leidenschaftlich ihre Probleme schildern und viel Verständnis zeigen, aber praktisch niemand einen Vorschlag anbietet, was dagegen getan werden könnte. Obwohl Du doch zumindest indirekt danach fragst.

Du schreibst “ich muss einfach was ändern, sonst ertrink ich!!!”. Meine Frage also an Dich: Was genau willst Du ändern? Was ist Dein Ziel und wie ist Deine Strategie es zu erreichen? Was könnte Dich motivieren wirklich etwas an Deiner Situation zu ändern?

Gegen den Trend in diesem Forum behaupte ich: Es gibt erfolgreiche Wege aus dem Zwang! Susanne Beckmann beschreibt das zum Beispiel in ihrem Buch “Ich besiegte meinen Waschzwang” eindrucksvoll. Und in aller Bescheidenheit möchte ich erwähnen, dass auch ich in meinem Kampf gegen den Zwang große Fortschritte gemacht habe.

Meine Frage an alle: Wo sind Eure Erfolgsmeldungen? Wo sind Eure Wege aus dem Zwang?

chrissi

unregistriert

15

Sonntag, 13. April 2008, 17:39

RE: wie gehts euch mit hosenbund und ende vom t-shirt?

hallo karsten!
danke für deine antwort!!
du hast vollkommen recht mit dem was du sagst. leider weiß ich nicht, d.h. mir fehlt ein ansatzpunkt bei dem ich versuchen kann etwas zu verändern. wie gehst du vor?
du kannst mir glauben es vergeht kein tag an dem ich mir nicht das hirn zermadere wie ich es bloß anders "etwas zwangloser" machen könnte!!
VIELLEICHT DAMIT AUFHÖREN MIR DIE ARME BIS ÜBER DIE ellbogen zu waschen, oder aufhören täglich griffe und flaschen putzen. allerdings leide ich und meine eltern unter dem waschen mehr, weil ich bei meinen waschaktionen regelmäßig die küche unter wasser setze.
das buch, das du erwähnst ist es lesenswert?
lg
chrissi

Pit-2001

unregistriert

16

Sonntag, 13. April 2008, 18:20

Hallo Chichi, die anderen weinen oder grinsen darüber, klar.

Aber die anderen die selbst Zwänge haben machen sich auch Gedanken, wie "lustig" es für euch wäre, wenn wir unsere Zwangshandlungen so genau aufschreiben würden. Veilleicht wäre es noch sehr viel "lustiger".

Dabei ist natürlcih gar nichts lustig, es ist tragisch, grausam und entsetzlich für uns alle. Und das scheinbare Lächeln über den Ärger der anderen sollte uns eigentlich auch unsere Verrenkungen in einem anderen Licht zeigen, tut es aber meist nicht, so ernst ist jedermans Sache für jeden selbst.

:alarm:

:lieb:

Pit

Karsten

unregistriert

17

Sonntag, 13. April 2008, 20:14

RE: wie gehts euch mit hosenbund und ende vom t-shirt?

Hallo Chrissi,

ich zweifle keineswegs daran, dass Du den Zwang gerne los werden möchtest! Das möchte jeder von uns. Aber es geht nun einmal nicht ohne Disziplin und sehr viel Mühe. Aber ist es nicht auch sehr mühevoll dem Zwang nachzugeben?! Was ist der Mühe mehr Wert, sich dem Zwang zu ergeben oder ihn zu besiegen und wieder unbelastet das tun zu können was man möchte und was man liebt?

Ob das erwähnte Buch für Dich lesenswert ist kann ich nicht sagen. Für mich war es das, weil es mir einerseits gezeigt hat, dass ich selbst auf dem richtigen Weg bin und weil es jemand geschrieben hat, die auf diesem Weg unschlagbar erfolgreich war. In Bezug auf Dein bevorstehendes Praktikum pass es sogar recht gut zu Deiner persönlichen Situation - soweit ich das überhaupt beurteilen kann. Besorg Dir das Buch, schnapp Dir Deine Kuscheldecke und ein Glas Wein und lese es! Was hast Du zu verlieren?

Ich hoffe, dass Du bald erfreuliches zu berichten hast.

18

Montag, 14. April 2008, 18:25

RE: wie gehts euch mit hosenbund und ende vom t-shirt?

Hallo Karsten,

ich habe Deinen Beitrag und auch die Antworten der anderen aufmerksam gelesen. Dabei fiel mir, auf, dass zwar alle leidenschaftlich ihre Probleme schildern und viel Verständnis zeigen, aber praktisch niemand einen Vorschlag anbietet, was dagegen getan werden könnte.

Meine Frage an alle: Wo sind Eure Erfolgsmeldungen? Wo sind Eure Wege aus dem Zwang?

Wenn wir ein Weg aus dem Zwang kennen würden,dann würde hier niemand
mehr schreiben....
lg.c.

Karsten

unregistriert

19

Montag, 14. April 2008, 20:00

RE: wie gehts euch mit hosenbund und ende vom t-shirt?

Hallo Chrissi,

Du meinst also, dass alle diejenigen, die einen Weg aus dem Zwang gefunden haben dieses Forum verlassen haben - sofern sie zuvor daran teilgenommen haben? Das würde natürlich einiges erklären.

Hier noch einmal meine Tipps:
1. Lies das Buch, das ich vorgeschlagen habe.
2. Lies meine wenigen Beiträge, in denen ich u.a. meine (erfolgreiche) Strategie gegen den Zwang beschrieben habe.

Letztlich kommt es auf Dich an, nicht auf meine guten Ratschläge oder die anderer in diesem Forum und auch nicht um Online-Gefühlsduselei.

Ich wünsche Dir bei Deinem Weg aus dem Zwang wirklich viel Erfolg!

Pit-2001

unregistriert

20

Montag, 14. April 2008, 22:49

RE: wie gehts euch mit hosenbund und ende vom t-shirt?

Hallo Karsten, dass mit dem Zwang ist genauso wie mit Krebs.

Du schlüpfst in die Rolle der Mediziner, die Angebote haben, den Krebs zu besiegen.
Das ist ehrenhaft, richtig und gut.

Komisch ist nur, dass immer noch sehr viele Menschen an Krebs sterben, übertragen also, die Fehlschaltungen des Körpers mit noch so guter Hilfe nicht überwinden.

Ich sage jetzt einfach mal, mit den Zwängen ist es genauso.

Man kann nicht ständig auf die Zwängler einhauen, sie sollen endlich was tun,
sie sind selbst schuld, wenn... usw.

Manchmal ist es auch so, dass jemand einfach nur Trost braucht, weil er nicht die Kräfte und Möglichkeiten hat, den "Krebs" zu überwinden. Solchen real krebserkrankten macht man ja auch nicht dauernd ein schlechte Gewissen.

Das ist natürlich nur die eine Seite, was wären wir im Kampf gegen den Krebs wenn wir nicht die guten Ärzte und die Wissenschaft hätten?

Diese Seite vertrittst du, umgesetzt auf die Zwänge. Und das ist richtig. Jeder sollte mindestens einmal, wenn nicht öfter, das ausprobieren, was du vorschlägst.

Aber man darf nie verallgemeinern und den Wind rüberbringen, als wenn alle, die vielleicht lange, lange darunter leiden, irgendwie nur noch nicht usw. usw.

Also fühl dich gut, in dem zu was du ermunterst, gestatte aber auch diesen kleinen Einwurf.

Pit