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1

Dienstag, 11. Januar 2005, 15:34

Waschzwang

Hallo,

ich leide seit ca 25 Jahren an Zwängen. Am heftigsten ist der Waschzwang, der nahezu meinen gesamten Tagesablauf bestimmt. Alles muß nach einem bestimmten Schema ablaufen, das vorher in meinem Kopf festgelegt wird. Z.B. beim einkaufen...ich nehm schon immer die Produkte, die ziemlich weit hinten stehen, weil ich somit die Sicherheit habe, daß es noch niemand angefasst hat. Dann zuhause..erstmal Hände waschen..was völlig blödsinnig ist, aber es "gehört dazu". Duschgel bspweise wird erstmal mit Seife abgespült, bevor ich sie mir an die Badewanne stelle..könnte ja verschmutzt sein und ich schmier mir dann irgendwas davon an den Körper.
Würde mir auch nie Duschgel kaufen, das rot ist, weil ich es mit Blut gleichsetzen würde. Habe bei allem was ich anfasse Angst, dass es "irgendwie" infiziert sein könnte. Das ist nur mal ein kleiner Auszug aus meinem zwanghaften leben...
Kennt jemand von euch sowas oder ähnliches? Würde mich so freuen, mal mir jemandem drüber zu reden, bzw schreiben.

liebe Grüße, ellis

2

Dienstag, 11. Januar 2005, 18:37

RE: Waschzwang

Hallo ,

Du könntest Dir übers Internet "Amazon.de" Bücher über Zwangserkrankungen bestellen. Geht anonym und schnell, ich bekam sie schon nach 3 Tagen ca.
Ich finde es schon wichtig darüber zu lesen, man bekommt Klarheit.
Vor allem kann man auch versuchen , sich selbst zu helfen. Wenn alles nicht hilft, kann man in Thearapie gehen.
Aber ich würde echt mal einige bestellen und reinlesen.
Ich hatte damals als Suchwort einfach "Zwänge" eingegeben.

Schönen Gruß
Doro

3

Dienstag, 11. Januar 2005, 19:53

RE: Waschzwang

Hallo Doro,

danke für Deine Antwort..das habe ich aber schon alles durch. Klar, man kann lesen..aber der Zwang macht sich doch immer wieder selbstständig. In dem Moment wo man was liest ist auch alles klar, isses ja sowieso..denn wir sind ja net doof..aber danach geht es immer wieder weiter. Trotzdem danke, dass Du auf meinen Beitrag geschrieben hast..

Gruß, ellis

Natascha

Schüler

  • »Natascha« ist weiblich

Beiträge: 93

Zwangssymptome: Zwangsgedanken, Zwangshandlungen, Waschzwänge

Medikament / Dosis: Citalopram, 30mg

Aktueller Therapie-Status: Ambulante Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Hessen

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4

Dienstag, 11. Januar 2005, 20:17

Hi Ellis,


das mit Deinen Zwängen tut mir leid. Ich hatte früher das gleiche und habe auch immer alles von hinten aus dem Regal genommen und dann alles abgewaschen. Ich hatte immer das "Gefühl" das es verunreinigt ist und das ich es nicht ertragen kann wenn ich es so lasse wie es ist. Alle Dinge die Zwischenzeitlich dann damit in Berührung gekommen sind mussten auch gereinigt werden etc. so ging da eine riesen Kette von Zwangshandlungen los die ich den ganzen langen Tag verrichtet habe. Waschen, waschen, kontrollieren, waschen. Abends war ich immer voll fertig und bin nur noch ins Bett gefallen.

Ich kann Dir leider keinen Tip geben wie Du vorgehen sollst um die Zwänge in Angriff zu nehmen, denn man muss seinen eigenen Weg dafür finden und der ist wirklich bei jedem verschieden.
Gerne kann ich Dir erzählen wie es mir besser ging, aber ich denke, Du musst selbst darüber nachdenken und auf jeden Fall eine Therapie machen.

Liebe Grüße
Natascha
Liebe Grüße
Natascha

___________________________
Tu Dir nur keinen Zwang an....

5

Mittwoch, 12. Januar 2005, 10:11

Hallo Natascha,

wie ging es Dir denn besser? Was hat Dir geholfen?
Du hast recht, jeder muß seinen eigenen Weg finden.
Trotzdem ist es sicherlich hilfreich, zu lesen, wie es andere geschafft haben, einigermaßen davon wegzukommen.

Ich überlege mir nämlich auch, ob ich wieder in Therapie gehen soll, denn zur Zeit belasten mich die Zwänge wieder.

Danke und Gruß
Doro

6

Donnerstag, 13. Januar 2005, 12:17

Waschzwang

Hi Natascha,

danke für Deine Zeilen. Ich geh in 2 Wochen wieder zur Therapie(also eine neue), 2 habe ich schon hinter mir, die mir nichts gebracht haben. Ich rede schon so lange darüber und trotzdem versuche ich es jetzt noch einmal.. auch wenn ehrlich gesagt die Hoffnung nicht mehr so groß ist, wie anfangs, daß es mir helfen könnte.

liebe Grüße, ellis

sandy1981

unregistriert

7

Freitag, 14. Januar 2005, 15:20

RE: Waschzwang

Hallo Ellies,

ich finde es gut, dass Du Dich trotz Deiner enttäuschenden Erfahrungen dazu durchgerungen hast erneut eine Therapie anzufangen.
Ich habe selbst meine erste Therapie abgebrochen, weil ich nicht das Gefühl hatte, dass sie mich irgendwie weiterbringt.
Dann habe ich den Therapeuten gewechselt und nun unterstützt mich die Therapie sehr in meinem Kampf gegen meinen Waschzwang.
Ich habe dank der Therapie schon einige Fortschritte errungen und so neue Hoffnung geschöpft.
Ich hoffe sehr für Dich, dass Dich diesmal die Therapie weiterbringt und auch Du neue Hoffnung bekommst.

Grüße Sandy

8

Freitag, 14. Januar 2005, 16:22

RE: Waschzwang

Hi Sandy,

..ja ich hoffe auch daß es bald mal besser wird. Selbst in meiner Wohnung ist es so, daß ich an bestimmten Stellen nicht saubermachen kann, weil ich da was "böses" vermute. Heute habe ich mich aber an so eine Stelle gemacht...es hat Stunden gedauert..nicht daß saubermachen selbst, aber dann die Klamotten waschen, alles was ich zwischenzeitlich berührt habe und natürlich mich selbst. Ich denke mir dann dabei..verdammt..warum kann ich ich es nicht so machen wie andre Menschen-einfach saubermachen, einmal die Hände waschen und fertig. Das macht mich so wütend. Aber es geht nunmal nicht so wie ich es mir wünsche.
Hast Du eine Hnung warum Du den Waschzwang hast? Oder jemand andres von euch, der das liest?

Gruß, ellis

9

Samstag, 15. Januar 2005, 09:26

RE: Waschzwang

Hallo Ellis
du schreibst, du musst dir erst die Hände waschen, wenn du nachhause kommst. Das geht mir genauso.
Oder wenn ich Geld angefasst habe, muss ich mir auch immer die Hände waschen, wenn möglich natürlich, aber das Unterdrücken fällt so schwer.
Überhaupt gibt es ein kompliziertes System an Verschmutzungsgraden: Wenn ich etwas angefasst habe mit einem anderen Verschmutzungsgrad, dann muss ich mir die Hände waschen, bevor ich was anderes anfasse.
Manchmal liegt ein Gegenstand ewig lang im Weg, nur weil ich mir dann wieder die Hände waschen müsste, wenn ich ihn angefasst habe.
Oder wenn ich Besuch habe, und ich biete Kekse an, da kann ich mich gar nicht locker benehmen, weil ich immer unter Konrolle habe, ob die bröseln oder mit Schokolade rumschmieren. Ich komme mir dann total klebrig vor, wenn ich sowas sehe, und muss peinlich genau saubermachen.

gruss
Jack

sandy1981

unregistriert

10

Samstag, 15. Januar 2005, 18:01

RE: Waschzwang

Hallo Ellies,

das mit den gemiedenen Stellen in der eigenen Wohnung kenne ich. Bei uns in der Wohnung vermeide ich einige Stellen, an denen ich einmal etwas vermeintlich "verseuchtes" abgelegt habe. An manchen Stellen liegt diese Gegenstand immer noch, da ich mich nicht traue, diesen dort wegzunehmen. Auch den großen Aufwand, den Du nach einer Säuberung einer solchen Stelle beschreibst, kenne ich. Klamotten wechseln und waschen und danch Hände waschen und eventuell duschen sind dann das Zwangsprogramm. Ich bemühe mich momentan, diese vermiedenen Stellen und Gegenstände in der Wohnung nach und nach zu reduzieren, damit ich mich wenigstens in unsere Wohnung einigermaßen frei bewegen kann.
Mir hat geholfen, mir Dinge, die ich mir vorgenommen habe in einer Art Liste aufzuschreiben und mir dann später zu notieren, ob und inwieweit ich es geschafft habe. Denn, wenn ich mir etwas einfach nur so vornehme, bleibt es meistens bei diesem Vorsatz.

Woher mein Zwang genau kommt, weiß ich leider auch noch nicht.
Wenn Du Lust hast kannst Du mir aber auch gerne mal e-mailen, dann könnten wir uns auch ausführlicher unterhalten.

Liebe Grüße

Sandy!

Natascha

Schüler

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11

Sonntag, 16. Januar 2005, 15:20

Hallo!

Also ich habe mit 17 angefangen Therapie zu machen. Das war aber alles völlig sinnlos. Ich hab erst eine Gesprächstherapie, dann eine VT, dann wieder VT, dann eine Tiefenpsychologische Therapie und nun eine Analyse.
Also ich hab definitiv "alles" durch .....
Der entscheidende Weg zur Besserung bei mir waren glaube ich nicht die einzelnen Therapieformen, sondern die Tatsache das ich begonnen habe mich zu verstehen. Ohne diesen entscheidenden Schritt geht eigentlich nichts glaube ich. Das Verstehen kam natürlich bei mir schon sehr durch die Analyse, aber wie gesagt, das muss man selbst sehen. Man darf den Zwang nicht bekämpfen, sondern akzeptieren und ihn verstehen. Nebenbei habe ich auch immer verschiedene Tabletten genommen, denn wenn man zu viel Panik hat, dann geht das mit dem Bearbeiten schlecht. Ich bin durch die TAbletten ruhiger geworden und konnte mich beobachten.

Das ging eigentlich alles ganz gut.
Ich bin noch nicht gesund, aber es geht mir besser.

Gruß
Natascha
Liebe Grüße
Natascha

___________________________
Tu Dir nur keinen Zwang an....

12

Dienstag, 18. Januar 2005, 23:45

RE: Waschzwang

Hallo Ellis und alle anderen,

alles was Du beschrieben hast (und noch viel mehr) kenne ich auch, nur eben nicht als direkt Betroffene.
Einkaufen gehen darf mittlerweile (nach ewigen Diskussionen) ich, weil mein Mann nach dem Einkaufen sehr oft gleich alles wieder zurückgegeben oder samt Einkaufskiste weggeworfen hat, weil er z.B. im Supermarkt irgendwo einen roten oder braunen Fleck gesehen hat, weil jemand "merkwürdiges" an der Kasse hinter ihm stand, oder weil die Person hinter ihm ihm oder den eingekauften Sachen zu nahe kam, ...
Wenn ich jetzt einkaufe, muß ich immer seine Regeln befolgen, darf keinen Einkaufswagen benutzen, muß alles von hinten nehmen, nur verpackte Sachen kaufen, nur bestimmte Kassen benutzen, kein Geld anfassen...
Er selbst berührt außerhalb der Wohnung überhaupt nichts, faßt alles nur mit Einweghandschuhen an, meist mehrere übereinander, die aufgrund der unterschiedlichen Verschmutzungsgrade der berührten Gegenstände ständig gewechselt werden. Auch die Kinder und ich dürfen draußen nichts anfassen, keine Türklinken, nicht die (eigenen) Autotüren, im Hausflur müssen wir immer höllisch aufpassen, dem Geländer, den Wänden, den Türen, ... nicht zu nahe zu kommen.
Einkäufe und Kinder reinbringen ist jedesmal eine logistische Meisterleistung, das wird vorher jedesmal ausgiebig diskutiert.
Zu Hause angekommen müssen immer erst mal alle baden und sich, entsprechend den Tatsachen, die am Tag vorgefallen sind, desinfizieren. Wenn ich gebaden bin, muß ich alles, wo wir beim reinkommen langgelaufen sind, mit Desinfektionsmittel wischen (das gleiche nochmal, wenn mein Mann dann drin ist). Wenn die Kinder und ich fertig sind, dann badet und desinfiziert er sich, und das dauert in letzter Zeit ewig, nicht selten bis zu 6-8 Stunden oder manchmal auch über Nacht. Sein Waschritual (Körper komplett inkl. Kopf rasieren, dann komplett mit Desinfektionsmittel waschen, Wanne und Armaturen desinfizieren) muß ich immer überwachen, da er sich schon lange nicht mehr vertraut. Danach schwitzt er solange in der Wanne in brühend heißem Wasser, bis von seinen Fingern 100 Schweißtropfen heruntergetropft sind, erst danach fühlt er sich sauber. Das Schwitzen muß ich auch immer beaufsichtigen. Oft klappt es auch nicht beim ersten Mal, dann bekommt er schlechte Laune und dann geht es erst recht nicht.
Klamotten waschen, die er draußen anhatte, geht überhaupt nicht, da würde die Waschmaschine "verseuchen". Die fliegen alle meistens schon nach 1 x Tragen weg, manchmal wechselt er sogar mehrmals am Tag z.B. sein Oberteil. Ich darf meine Straßensachen etwas länger tragen, Waschen ist aber auch nicht drin. Aber oft genug findet er auch bei mir irgendwas, warum ich etwas Neues anziehen muß.
Wenn ich dann zu Hause die eingekauften Sachen anfasse, z.B. beim Kochen, dann muß ich mir auch ständig die Hände waschen, oft sogar mit Sagrotan, bevor ich wieder etwas anderes anfassen darf. Meine Hände sind inzwischen total rauh und rissig, manchmal sogar blutig vom vielen waschen. Er selbst berührt nichts von den Sachen.
Auch zu Hause sind viele Dinge tabu. Wenn die Kinder z.B. Spielsachen an "verbotene" Stellen werfen, dann müssen diese dort liegen bleiben, viele liegen schon seit Monaten an solchen Stellen. Solche Stellen darf ich auch nicht sauber machen.
Wenn eins der Kinder z.B. zu nahe am Heizkörper vorbeiläuft, muß ich es sofort umziehen, ihm die Hände waschen, ...

Unser momentaner Lichtblick und unsere Hoffnung ist die Tatsache, daß er nun endlich - auf mein Drängen und nach ewigem Hin und Her - Fluvoxamin verschrieben bekommen hat.

Wir hoffen so sehr, daß es hilft!

Mitfühlende Grüße an alle
Ani

13

Mittwoch, 19. Januar 2005, 04:21

hi an alle,
ich kann euch gut verstehen.auch wenn es bei mir net so schlimm ist wie bei manchen von euch.
ich war als kind(mit 12 und 13)in der psychiatrie.der schuss ging zwar nach hinten los,aber ich hab es da raus geschafft.
mit 17 fing das wieder an(bin jetzt 19).
ich nehme auch die sachen immer von ganz hinten und muss vor dem duschen alles abwischen.ich putz oft stundenlang mein zimmer und wenn etwas nicht "sauber"wurde muss ich es wieder tun.unter der dusche wird sich öfter eingeschäumt.ich vermeide es unter meiner bettdecke zu schlafen,weil ich das bett net überziehen kann aus angst vor den putzorgien.
in geschäften probier ich nie kleider an-alles muss gewaschen werden.zun friseur will ich auch nicht mehr.ich ekle mich vor den bürsten.da sind haare von was weiss ich wem drin.wenn ich von drausen reinkomme auch zuerst händewaschen und neue hose anziehen,sobald ich in mein zimmer gehe-im winter auch duschen.ich geh schon net mehr aus dem haus,wenn es zu vermeiden ist.ich dreh bald durch.manchmal putz ich bis zu 6 stunden...

lg
seifle

14

Donnerstag, 20. Januar 2005, 11:47

Waschzwang

Hi Seifle,

..auch ich nehme im Supermarkt die Sachen hinten aus dem Regal, und wenn ich Duschgel oder Shampoo kaufe, wasche ich es vor dem Gebrauch mit Seife ab. Auch würde ich mich niemals mit Klamotten von draussen auf mein Bett oder meine Couch setzen. Ich denke dann, wer weiß was ich da alles mit reinschleppe. Wenn ich Besuche bekomme kann ich es ja nicht ändern, aber wenn sie dann weg sind, wasche ich alles nass ab, ansonsten könnte ich mich nicht mehr entspannt dahin setzen. Daß die Schuhe in meiner Wohnung ausgezogen werden, habe ich jetzt schon eingeführt, das ist eine enorme Erleichterung für mich. Ich wasche mich auch sehr oft und sehr lange..ich glaube auch öfters durchzudrehen. Seh dann beim Händewaschen manchmal in den Spiegel und weine schon, weil ich so fix und fertig bin und genau weiß, daß es keinen Unterschied macht ob ich meine Hände 2mal oder 200mal wasche. Ich werde dann so wütend....aber ich wasche sie nie 2mal, dieses bestimmte Sicherheitsgefühl muß erst eintreffen.
Ich hoffe, daß meine neue Therapie was bringt, denn 20 Jahre Zwang sollte endlich mal reichen.

liebe Grüße, ellis

15

Freitag, 21. Januar 2005, 18:30

hi

einige Zwänge die ihr hier beschreibt kenn ich nur zu gut zum Beispiel wenn ich in der Drogerie Waschlotion kaufe nehme ich dei von ganz hinten die von außen auch sauber aussieht und wenn jemand an der Kasse steht der hustet und ich das Gefühl hab ich bekomme was ab, dann würd ich am liebesten umkehren und alles noch mal neu(neue Produkte) in den Wagen legen. Auch kann ichs nicht leiden, wenn jemand vor mir steht und Katzenfutter oder ähnliches kauft, dann stell ich mich an eine andere Kasse oder tue so als ob ich was vergessen habe.

Jedoch hab ich auch das Problem, das ich wenn ich einkaufen gehen will, mich dazu sauber fühlen muss. Zum Beispiel: Wollte ich heute mit meiner Mutter shoppen gehen, jedoch hatte ich in der Schule heut 3 Freistunden, indenen wir in nen kleinen Tierpark gegeangen sind(als Scherz, wie man nur auf sone doofe Idee kommen kann),
aber ich hab mich danach so eklig gefühlt das ich nicht einkaufen gehen wollte/konnte und das hab ich ihr auch so gesagt.i(somahl wir mir auch neue Hefter besorgen wollten, und wenns um Schule geht will ich absolute Sauberkeit, aber das bekomme ich einfach nich hin. Ich will meine Hefter ordentlich führen mit ordentlicher Schrift usw. aber irgendwas kommt immer dazwisch zb wenn mein Banknachbar Schokolade isst. Ne zeitlang hab ich das dann zuhause am Wochenende nochmal neu abgeschrieben, aber jetzt bin ich einfach zu faul dazu, weil es selbst da nicht funktioniert, weil mir die Anordnung,Form der Überschrift nicht gefällt oder unser Nachbar mit seinen Pferden da lang reitet, dann muss ich nochmal von vorn anfangen.)

Auf jeden Fall weiß meine Mutter das ich nicht "normal" bin und sie will das ich unbedingt zum "Arzt" gehe, aber ich will nicht, weil ich glaube das ist dann eine Art Triumph für sie und meinen Stiefvater.
Aber ich will/muss selber über meine Gefühle/Probleme mit jemanden reden.
Jetzt überleg ich ob ich es vielleicht heimlich(ist vielleicht doof aber wenigstens die ersten Male)hingehe.
Was passiert bei so einer Terapie eigentlich, denn ich war schon mal bei einer psychologin(war darauf allerdings nicht spezializiert) und sie meinte halt nur ich soll aufschreiben was ich fühle wenn ich mir die Hände wasche und das das für meine Haut nicht gut ist, aber das hab ich schon verstanden und auf das was ich ihr erzählen wollte ist sie auch nicht drauf eingegeangen.
(Ich glaube was noch ein Problem von mir sein könnte ist(oder besser geagt ist), dass ich kein richtiges Selbstbewusstsein habe.)
Viel Grüße an alle

16

Samstag, 22. Januar 2005, 23:00

hi ellis,hi kleene,
ja hatte auch schon mal beinahe einen zusammenbruch.ich war fast fertig mit dem sagen,da fällt meine nebelleuchte an und geht kaputt.ich konnte den ganzen mist von vorne machen und hab dabei nur geweint.
letztens hat mein vater ein ersatzteil in der dusche angebracht und ich musste diese über 3h reinigen.ich wasche mir auch mehrmals hintereinander die hände und auch oft den ganzen arm soweit es geht.
mit schuhen kommt auch keiner in mein zimmer und erst recht net aufs bett.wenn es passiert wird gesaugt,gewischt und desinfiziert.
ich hatt schon lang niemand mehr in meinem zimmer.
bevor ich abends schlafeb gehe wird mein kissen ausgeschüttelt und die hände überpingelig kontrolliert,ob irgendwo "dreck"zu finden ist.ich hab auch voll ekel vor insekten wie asseln und spinnen.dort wo eine kaputtgemacht wurde sprüh ich alles mit sagrotan voll.wenn ich eine berührt hab wasch ich mir die hände wer weiss wo die draussen gesessen hat.
manchmal is es so gut wie weg und dann dreh ich fast durch.
@kleene
ich hab auch net viel selbstwertgefühl.musst du nur sauber sein bevor du weg gehst oder auch nachdem du heimgekommen bist?

wie is das bei euch wenn ihr zum arzt müsst?

lg
seifle :wand:

17

Sonntag, 23. Januar 2005, 18:15

Also ich muss mich nur sauber fühlen (sein) bevor ich einkaufen gehe und wenn ich wieder nach hause komme ist es egal ob ich sauber bin oder nicht.
Das Problem das du mit Insekten hast hab ich mit allen haarigen Tieren, schlimm ist es wenn ich irgendwo nen Katzenhaar finde(Wir haben keine Katze aber , die Mutter von meinem Stiefvater hat Hunde und Katzen)
Wie läuft denn eigentlich sone Therapie ab?(eine richtige, nicht so eine wo dich der Therapeut nicht versteht)

18

Sonntag, 23. Januar 2005, 23:46

liebe kleene,
ich habe auch ein problem mit haaren gehabt von katzen.haben selber 2.das hab ich abgelegt,da wär ich meines lebens nicht mehr froh geworden.
ich hab angst bzw.ekel vor menschenhaaren-besonders beim friseur.ich bild mir immer ein jedes haar,dass ich finde is von jemand fremden.da muss ich mir immer gleich die hände waschen oder sie kontrollieren.
therapie:naja ich hatte auch das "glück"nur scheisstherapeuten zu haben.
soweit ich weiss musst du ne verhaltenstherapie machen.konfrontation ist hier das schlagwort!kreieieieisch!
da hab ich so ne schiss.da muss man zb.in meiner situation ein haar anfasen oder etwas schmutziges ohne sich die hände waschen zu dürfen-eins is klar bei mir is das unmöglich NO WAY!
warst du schonmal in thera?

lg seifle :(

19

Mittwoch, 26. Januar 2005, 15:29

RE: Waschzwang

Hallo Ani,

hatte Dir mal ne PN geschickt, kam aber wohl net an.
Was Du über Deinen Mann schreibst ist total heftig und ich kann mir genau vorstellen wie es ihm und auch euch geht. Wie lange hat er denn die Zwänge schon? Ich leide schon über 25 Jahren darunter. Viele Dinge die Du beschreibst kann ich nachvollziehen, nur daß ich nichts desinfiziere, mit Sagrotan oder sowas. Es macht bei mir keinen Unterschied, ob ich etwas mit Wascher abwasche oder zu härteren Mitteln greife. Ich hatte aber auch schon Zeiten wo ich mich mit Scheuerpulver gewaschen habe, auch mein Gesicht, bis ich blutete und völlig verzweifelt am Waschbecken hing. Was ist, wenn Du Dich weigerst, daß Du oder eure Kinder das machen was er verlangt? Einige Freunde von mir wollen es mir auch immer recht machen, oder mir was abnehmen, damit ich nicht durchdrehe oder wir endlich das Haus verlassen können. Oft lasse ich es auch zu, aber in letzter Zeit sage ich immer..lasst das bitte, ich muß das selbst tun und darf/kann nicht vor allem weglaufen, das bringt mir nichts.
Es wäre auch in vielen Situationen nicht wirklich hilfreich für mich, denn wenn jemand andres zB was sauber macht für mich oder was "böses" entfernt, habe ich trotzdem den Stress danach. Hat sie es auch richtig gemacht...wo hat sie danach hingefasst und dadurch was andres(in m einen Augen) verseucht..was muß ich stattdessen jetzt alles saubermachen..wo setzt sie sich jetzt hin...ich würde alles mitArgusaugen beobachten und werde dabei total nervös und auch böse, weil es meine Angst steigert. Wenn ich es selbst mache, sterbe ich zwar fast dabei vor Panik, aber ich habe "alles unter Kontrolle" und weiß am Ende des Tages, daß nichts andres versucht worden ist. Ich beginne demnächst meine 3 Therapie und habe etliche Medikamente ausprobiert.Irgendwas muß doch endlich mal anschlagen und nur von Tabletten bin ich nicht zu überzeugen, denn, sie dämmen das alles nur ein-das ist aber nur meine Erfahrung-bei andren kann es vielleicht hilfreicher sein als bei mir.
Ich kann auf jeden Fall Deinen Mann gut verstehen, auch wenn es bei mir in einigen Situationen nicht so heftig ist wie bei ihm-aber auch Dich verstehe ich..eure gesamte Familie lebt dann schon zwanghaft obwohl ihr nicht krank seid und trotzdem leidet ihr auch darunter.

Ich hoffe sehr, es geht euch bald besser...

liebe Grüße ellis

20

Mittwoch, 26. Januar 2005, 15:43

Waschzwang

Hallo Natascha,

..es muß wohl jede/r Betroffene selbst rausfinden, was ihm helfen könnte. Wenn man doch mal rausbekommen könnte warum man diese Krankheit hat. Ich denke mir oft..ich habe noch 5 Geschwister, die in dieser Hinsicht nichts abbekommen haben(zum Glück)und ob mit mir was geschehen ist ?(oder mir was schlimmes widerfahren ist oder oder oder. Sie wissen auch davon aber ich habe nicht wirklich das Gefühl daß sie es vestehen und es wirklich als Krankheit ansehen. Sie haben mich ja auch nich nie dabei gesehen, wenn ich mich zB std lang wasche oder 4 mal am Tag bade um die ganze (vermeintliche)Verseuchung von mir abschrubbe. Das macht man auch lieber alleine. Das Einkaufen ist für mich auch ein Greuel..nur nichts von vorne nehmen, was schon 100 Leute angetatscht haben und an der Kasse genau schauen, wer vor und hinter einem steht. Wenn der/diejenige "komisch" aussieht, tu ich halt so als ob ich was vergessen habe und warte bis die weg sind und wenn sie für mich krank ausgesehen haben, lasse ich auch schonmal meinen Wagen stehen, geh raus und woanders hin...und ich werde jedesmal sooo wütend daß ich es nicht schaffe, wütend auf mich und diesen Scheisszwang. In meinem Ort gibt es paar Drogenabhängige und wenn ich sehe daß die in dem Laden sind wo ich reinwollte, geh ich monatelang nicht dahin. Lieber fahr ich ewig zu nem andren Markt.
Das liese sich jetzt std fortführen aber ich belasse es für heute dabei...

schöne Grüße, ellis

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