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nora1980

unregistriert

1

Donnerstag, 20. Januar 2005, 23:18

wiederholen/kontrollieren ohne ende?!...

Nimmt dieses kontrollieren je ein ende?! immer und immer wiederholen. für mich gehen die zwänge alle in eins über, das kontrollieren wird wiederholt, so und so oft mal, weil ich zählen muss. meine zwänge haben mit 14 jahren angefangen, da hab ich manchmal so 4 stunden vorm lichtschalter gestanden und nachkontrolliert. inzwischen ist der zwang besser, viel besser, der zählzwang ist ja auch schon jahre da und so hab ich wenigstens eine grenze wenn ich ma wieder am kontrollieren bin. bei guten zahlen kann ich aufhörn, bei schlechten gehts halt weiter höher. versuche moemntan mal wieder dagegen anzukämpfen. aber dieser druck der dann auf der brust liegt, diese angst, dass ich verantwortlich bin für was furchtbares das passieren kann, sind meist nicht auszuhalten, also lieber nachgeben. komme mir dann , selbst nach so vielen jahren, noch blöde dabei vorr, weil ich weiß wie sinnlos es eigentlich doch ist. es is so ätzend...
Aber aufgeben....NEIN! :banger:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »nora1980« (20. Januar 2005, 23:25)


2

Freitag, 21. Januar 2005, 08:55

Hallo Nora1980

Zitat

"aber dieser druck der dann auf der brust liegt, diese angst, dass ich verantwortlich bin für was furchtbares das passieren kann, sind meist nicht auszuhalten, also lieber nachgeben"

das ist auch der Antrieb meines Zwangs,
ist ätzend. Die Wohnung verlassen, oft nur noch, wenn ich unbedingt muss. Ich muss auch kontrollieren und zählen: z.B. in bestimmten Rhythmus insgesamt 15x an die Kühlschranktür klopfen. Wennn der Rhythmus nicht stimmte, dann von vorne. Telefonhörer abnehmen und in bestimmten Rhythmus zählen, und dann unendlich oft nachsehen, ob der Hörer aufliegt.Mehrmals sagen "Hörer liegt auf"; wenn nicht in bestimmten Rhythmus gesagt, von vorne. Herdplatten kontrollieren und und und.....Wenn doch endlich mal die Medikamente wirken würden ... tun sie ja vielleicht schon, ich bin nicht mehr so niedergeschlagen Und ich habe plötzlich so ne Lust, mich total gehen zu lassen, ich meine meinen Pflichten nicht mehr nachzukommen. Soll denn das ganze Leben dem Zwang unterworfen sein ?

"aufgeben Nein" ---- naja, solange man leben will, muss man wohl dieses Motto haben
ciao
Jack

:wand:

Roswitha

unregistriert

3

Freitag, 21. Januar 2005, 10:47

Ich kenne das auch .. nur dass ich halt nicht die meisten Wiederholungen mit Zählen mache, sondern solange, bisich an was "gutes" denke und das ganze "außenrum" stimmt (wenn jemand am fluchen und schimpfen ist, kann ichs gleich vergessen, denn dann geht der Zwang solange weiter, bis derjenige aufhört)
Zahlen habe ich auch meine "guten" und "schlechten", z.b. vermeide ich ganz gerne die 8 und die 13. Das konnte ich aber gott sei dank in den letzten Jahren einigermaßen reduzieren, dass nicht mehr ganz soviel von den Zahlen abhängt (ist eigentlich eh schon genug mit den Gedanken :/)
Kontrollieren tu ich die Herdplatten auch, ob sie aus sind.. da genügt es mir aber nicht zu gucken, ob die Regler auf "0" stehen, sondern ich muss es abdunkeln und kontrolieren, ob die Lampe am Herd brennt.
Das schlilmme ist dann wirklich dieser Druck im Brustkorb, der einen zu verführen will, dem Zwang klein beizugeben. Der ist oftmals einfach so stark, dass man auch nachgibt.
Im Moment hoffe ich einfach stark, dass bald meine VT anfängt und dass ich die Zeit, bis zur stationären Behandlung gut rumbekomme.

Aber ich sag auch: Aufgeben? Niemals im Leben. Das seh ich gar nicht ein, dass die Zwänge über mein Leben oberhand gewinnen und mich versklaven können. Ich kämpfe.
Immer positiv denken ;) Wir schaffen es alle, auch wenn wir unsere schlechten Zeiten haben, in denen die Zwänge einfach stark überhand nehmen

4

Montag, 14. Februar 2005, 18:46

Zitat

Original von Roswitha
Ich kenne das auch .. nur dass ich halt nicht die meisten Wiederholungen mit Zählen mache, sondern solange, bisich an was "gutes" denke und das ganze "außenrum" stimmt


Zitat

Original von Nora1980
bei guten zahlen kann ich aufhörn, bei schlechten gehts halt weiter höher.



ich glaubs net, das kann ich 1 zu 1 auf mich übetragen, ich hab bis jetzt immer noch net geglaubt das genau diese detailierte form vom zwang noch wer hat. Hier is der beweis... habs seitdem ich 12 bin. bin jetzt 20. Bei mir gibts die zahlen 1 bis 5 und dessen bedeutung,manche negativ,manche positiv.Zudem kommt das ich wenn ich wo lang gehe oder etwas mache, und etwas falsches denke ich es solang mache bzw wiederhole bis ich was positives gedacht habe und dann muss die zahl der wiederholungen noch positiv sein. Und ich kann wenn ich auf einem weg was richtig schlechtes gedacht habe oder erlebt habe, den gleichen weg wieder zurückgehen um es rückgängig zu machen. Das is echt extrem,grade beim spazierengehen im wald *g*. Und oft vermeide ich deswegen solche wege bzw versuch nix zu denken oder ganz schnell nach dem negativen etwas positives zu denken. Oft aber versuch ich keine "Spuren" zu hinterlassen wo ich hergehe, also ich meide das treten auf einzigartigen sachen wie zebrastreifen oder so, weil das kann ich dann nur an dieser einzigartigen vielleicht abgelegenen stelle irgendwann wieder rückgängig machen wenn ich da was negatives gedacht habe, und wenn ich das nicht mache gehts mir total beschissen.

Das musste ich einfach loswerden, auch wenn das vielleicht gar net zum thema jetzt passt, aber ich hab das noch nie aufgeschrieben und jetzt beim lesen des artikels war ich erstmals in der lage es richtig zu beschreiben.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Thor« (14. Februar 2005, 18:47)


nora1980

unregistriert

5

Dienstag, 15. Februar 2005, 15:35

nicht alleine . . .

Einerseites tut es gut zu sehen, bin nicht alleine und dass es andre haargenau so erleben, aber andrerseits tut es mir leid und macht mich wütend, dass es so viele menschen gibt die leiden. es ist leid, da kann man sagen was man will. es macht mich so wütend, dass es mich "erwischt" hat, aber ich muss damit leben, aber nie die hände in den schoß legen, kämpfen. aber es ist hart...oft zu hart. dann gewinnt der zwang mal wieder.

haltet den kopf oben, wir werdens überleben!!! :banger:

:lieb:
sind nicht alleine !

6

Mittwoch, 16. Februar 2005, 01:49

hi ihr,
ich habe wasch-reinigungs-und wiederholungstwänge.
ich kenn das auch,wenn ich mal wieder stundenlang rumputze.
wenn mich wer stört oder so,dann geht das von vorne los bis ich ein"sauberes"gefühl habe.es ist zum kotzen!
es kommt auch vor,dass ich plötzlivh zurückgehe,um den zwang erneut auszuführen.
ich kontrolliere eher meine hände und besteck sowie geschirr.mit herd oder türen hab ich es net so.ich hatte schpn als kleinkind zwänge.eher gedankenzwang und hab das licht immer an unsd aus gemacht.dann inix mehr.mit 12 dann 2 jahre waschzwang.mit 17 dann der rückfall und ich schlage mich auch bald 2 jahre damit rum.
wenn ihr sagt ihr habt zb.1o jahre zwänge,hattet ihr diese am stück oder auch zeiten in denen sie in den hintergrund traten?

ich hab auch mitleid mit jedem,der das hat.es is eine seuche!
ich wünsch euch alle kraft der welt.

lg
seifle :wand:

Roswitha

unregistriert

7

Mittwoch, 16. Februar 2005, 10:18

Zitat

Original von seifle
wenn ihr sagt ihr habt zb.1o jahre zwänge,hattet ihr diese am stück oder auch zeiten in denen sie in den hintergrund traten?

ich hab auch mitleid mit jedem,der das hat.es is eine seuche!
ich wünsch euch alle kraft der welt.

lg
seifle :wand:


ich hab sie seit ca. 16 Jahren und schon am Stück
Ich habe zwar jahrelang versucht, sie zu verdrängen und selbst zu bekämpfen, jedoch scheiterte ich.. sie waren einfach schon immer tagtäglich vorhanden bzw. kann man die Tage an einer Hand abzählen, an denen ich wirklich keine Minute an Zwänge gedacht habe

yep, auch mir tut jeder leid, der Zwänge hat.. ich denke wir Zwängler können das am besten nachvollziehen, wie es jemanden geht, wenn er gerade ein "Zwangtief" hat

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Roswitha« (16. Februar 2005, 10:19)


8

Mittwoch, 16. Februar 2005, 15:01

Joa,du sagst es...das dumme auch, ich bin seit 19 monaten mit meiner großen liebe zusammen, und auch in den schönsten momenten mit ihr plagen mich die zwänge... ich kann NIE wirklich genießen, nie einfach alles über mich ergehen lassen. Ich will endlich mal mit meiner freundin in die Sterne schauen können, arm in arm ohne irgendwelche scheiß gedankenzwänge im kopf zu haben, das is alles so scheisse... gedankenzwang: nach außen nicht erkennbar, aber innerlich manchmal echt die hölle,finde ich. Andere zwänge natürlich genau so...

9

Donnerstag, 17. Februar 2005, 04:32

hi ihr beiden,
das stelle ich mir schrecklich vor.wie habt ihr das ausgehalten.ich bin nach 2 jahren am ende.ich meine,ich hatte mit 12 auch schon waschzwaenge,danach aber jahrelang ruhe.ich hatte zwar immer so gedankenzwaenge,in denen ich bestimmte sachen in gedanken zu jemand sagen muss bis ich ein gutes gefühl habe,aber im gegensatz zu "aktiven" zwaengen belastet mich das nicht,weil es ein teil meiner persönlich keit ist.ich bin so aufgewachsen,dass ich manchmal dieselben gedanken denken muss.ich hatte auch in best. situationen zb.wenn ein becher auf dem boden lag und ich draus getrunken habe diesen druck in der brust und meine gedanken kreisten darum,aber keine zwangshandlungen.
war ich dann immer noch zwaengler und die krankheit schlummerte nur?oder war ich wirklich kurze zeit geheilt?wenn nicht,dann habe ich auch 7 jahre zwaenge.

lg
seifle :lachen:

10

Montag, 28. Februar 2005, 13:16

Bei mir ist das ähnlich, auch wenn die Zwänge etwas anders liegen. Angefangen haben sie bei mir als ich noch klein war. Irgendwann hörten sie auf. Dann kamen sie wieder als ich so 19 war. Ich komm mir so doof vor, und dann denke ich immer ich hab keine richtige Zwangskrankheit weil ich denke es ist eigentlich leicht ihnen nicht nachzugeben. Es fällt mir sogar schwer hier zu schreiben weil ich dann auch zwänge habe. Eigentlich fällt mir fast alles schwer was mir spass macht und ich verbiete mir immer mehr. Ich hasse das und ich hasse mich. Ich habe Zwänge beim lesen, schreiben, wiederholungszwänge. Ständig muss ich mich umgucken wenn ich wohin gehe, wenn ich was mache und bestimmte sachen denke muss ich damit aufhören. Ich traue mich nicht mehr alles zu essen und hab sogar schon abgenommen.
Ich hab keinen bock mehr. :wand:

Roswitha

unregistriert

11

Montag, 28. Februar 2005, 14:15

Hallo Slay,
als ich jetzt deinen Beitrag gelesen habe, dachte ich, dass den teilweise ich geschrieben haben könnte
Ich denk von mir selbst auch immer, das ist doch einfach, dem Zwang nicht nachzugeben.. bis ich dann wieder inmitten meiner Zwänge bin.
Mit dem Lesen und Schreiben fällt mir auch schwer.. Während ich Beiträge schreibe, gehe ich immer wieder ein paar Buchstaben oder Wörter zurück und tipp sie neu. Gott sei dank kann ich schnell tippen, dass ich auch Stücke ohne Zwang schaffe.
Selbst Computerspiele, die ich gerne mache, vermiesen mir meine Zwänge.. es gibt so gut wie gar nix, wo nicht früher oder später Zwänge auftreten und es regt mich so auf..
Nur ich sag mir.. "nicht mit mir ihr Zwänge, mit Hilfe einer Verhaltenstherapie und einem Klinikaufenthalt werd ich euch noch besigen und ihr könnt mir mein Leben nicht mehr mies machen, weil ich es mir von euch zurückholen werde"
Bis jetzt bin ich noch ziemlich am Anfang, aber ich hoffe, ich schaffe es.. und ich drücke auch die Daumen, dass auch du es schaffst und alle hier

12

Montag, 28. Februar 2005, 14:48

Ja ich versuche dagegen anzugehen, aber es ist schwer und manchmal heule ich dann rum. Dinge wie nur was zu essen nehmen kann schon so krasse Zwänge auslösen. Und ich weiss nichtmal warum, weil die ängste und die handlungen garnichts miteinander zu tun haben.

13

Montag, 28. Februar 2005, 16:07

hallo slay!

bei mir war es auch irgendwann so, dass ich festgestellt habe, dass ich gerade einen zwang hatte und wusste nicht mal mehr was der auslöser war.
es gab manchmal in so einem moment für eine bestimmte handlung keine bestimmten auslöser und da merkte ich, dass sich meine zwänge schon automatisiert hatten.
ich hatte also gar nicht die möglichkeit nach einer bestimmt en konfrontation mich gegen zwänge zu wehren und zwanglos zu reagieren, da die reaktion ohne auslöser kam.
dabei habe ich mich immer wieder ertappt. aber auch das kann man irgendwie bekämpfen. ich bin dabei. ich versuche es seit ich im dezember meinen stationären aufenthalt begonnen habe und seit ich seit 1 1/2 wochen wieder zuhause auf "mich allein gestellt" bin.. mal mehr mal weniger.. leider hängt das üben bei mir sehr von meiner körperlichen und psychischen verfassung ab und wenn's mir schlecht geht, halt ich das üben nicht aus bzw. es ist mir zu astrengend und ich lasse es. das sollte mnan natürlkcih nicht machen. man sollte immer üben, auch wenn's einem schlecht geht.

wünsche wieder einmal allen ganz ganz viel kraft!

gruß, rose

p.s.: die zwänge mit dem löschen von buchstaben und dem erneuten schreiben von ganzen zeilen hatte ich auch bis vor kurzem. mittlerweile mache ich das kaum noch. übt es! es klappt nach einiger zeit und erleichtert dann ungemein! seid geduldig mit euch selbst!
die zwänge beim lesen habe ich komischerweise nur wenn ich bücher oder zeitungen lese. beim lesen am bildschirm ist mir sowas noch nicht aufgefallen.

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