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Donnerstag, 30. Oktober 2008, 19:48

Zwangsgedanken + Angststörung ?!

Hallo ihr Lieben,

mein Freund leidet, glaube ich, unter Zwangsgedanken gepaart mit einer Angststörung - oder gehört das von vornherein immer zusammen? Bei ihm sind es alltägliche, völlig belanglose Geschichten, die sich festsetzen und zu fiesen kleinen zwanghaften Gedanken führen, die ihn quälen und ihm alle Lebensfreude nehmen. Zum Beispiel: wenn er bei sich auf der Arbeit einen Zettel auf dem Boden liegen sieht und ihn einfach liegen lässt. Sein gesunder Menschenverstand sagt ihm, dass es völlig normal ist, den Zettel liegengelassen zu haben. Nach einiger Zeit aber kommt diese elende innere Stimme (ich nenne sie immer "den inneren Staatsanwalt") und redet ihm Schuldgefühle ein, weil er den Zettel nicht aufgehoben und vernichtet hat. Es hätte ja irgend etwas daraufstehen können, was IHN belasten könnte und für das er dann zur Rechenschaft gezogen werden könnte.

Dies ist jetzt nur eines von ganz vielen Beispielen. Auch im Straßenverkehr kommen solche Geschichten vor. Er fährt z.B. nicht mehr gern im Dunkeln Auto, weil er Angst hat, er könnte eventuell jemanden überfahren, ohne es zu merken.

Wenn er mir dann solche Geschichten erzählt, schwanke ich immer zwischen absoluter Hilflosigkeit, Mitleid, ebenso hilfloser Wut und Aggressivität. Ich würde gern sachlicher damit umgehen, aber da er mir nun mal nicht gleichgültig ist, tut es mir weh, dass er sich selbst so etwas antut. Ungewollt, das ist mir schon klar. Es hat lange gedauert, bis er in eine Therapie gegangen ist, eine Gesprächstherapie, die aber bisher noch keine Besserung bewirkt hat.

Mir geht nahe, dass er seine Lebensfreude einbüßt mit solch überflüssigen Energieräubern. Und - auch wenn mich jetzt wahrscheinlich alle für egoistisch halten: auch unsere Beziehung leidet darunter. Es steht nie die Frage im Raum: wie kommst eigentlich DU mit dieser Belastung klar?

Gibt es da Tipps von euch anderen Angehörigen? Ich wäre dankbar!

Freyja

Pit-2001

unregistriert

2

Freitag, 31. Oktober 2008, 01:41

RE: Zwangsgedanken + Angststörung ?!

Erst mal hallo, Freya, eine der Faxen, die er macht, kenne ich sehr gut, das mit dem Zettel. Ich war, nur als eines von vielen Beispielen, schon Joggen und bin mit einem ganzen Pack von Papier heimgekommen, was am Weg lag, was ich unbedingt aufheben musste, aus Angst, da könnte was daraufgestandens sein, was mich belaslten könnte. Das geht so: Ich denk an was, sehe das Papier und meine das Gedachte könnte von dem Papier stammen, also zurück, aufheben usw. Lieber das Papier aufheben, als mit der Unsicherheit heimkommen, irgendwo satnd was, was mich belaslten könnte. Ich möchte aus Schutz vor den Schmutzzwänglern hier nicht erörtern, was ich da oft gezwungen wurde, aufzuheben. Bä! Aber nichts ist so schlimm, als die Angst, was versäumt zu haben. "Staatsanwalt" hast du gut gesagt.

Ekelhaft. Du hast Recht.


Vertief dich nciht in seine Angewohnheiten, du brauchst auch nicht versuchen, ihm die auszureden, alles unnötige Energieverschwendung und außerdem bekommt er dann bald vor dir Komplexe, weil du seinen ganzen Schit so genau kennst.

Wenn er dich um Hilfe bittet, helf ihm, kurz klar sachlich, wenn es ausufert, setze dem Grenzen, die ihn und dich berücksichtigen und ermuntere ihn, einen Therapeuten aufzusuchen, falls er das noch nie getan hat.

Zufriedenmit den Tipps?

Schönen Gruß

Pit

zwangsboy

unregistriert

3

Sonntag, 30. November 2008, 12:02

Hallo freyja!
Ich würde deinen Freund empfehlen, wenn seine Gedanken hin so sehr belasten das er dann schleunigst Hilfe holt. Weil wenn man da nix macht, kann es dann zu einer richtigen Zwangserkrankung verändern.
Ich kann dir auch sagen, Zwangsgedanken sind oft mit Ängste verbunden!
Wie es sich anhört leidet dein Freund unter Zwangsgedanken, die Him ständig im Kopf rumschwiren. Aber wie gesagt ich bin kein Psychologe!
Und ich finde das gut das er dir das anvertraut hat!
Das zeigt das er dir sehr Vertraut! :)
Ich wunsche euch alles Gute!
MFG
zwangsboy