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Therapieformen: Die Traumatherapie

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Montag, 9. Februar 2009, 07:34

Die Traumatherapie

Hat irgend jemand hier schon mal Erfahrungen mit einer Traumatherapie gemacht und kann mir sagen, was er/sie daraus für sich lernen konnte?

Mir wurde diese Art der Therapie, ja schon öffter´s als einmal vorgeschlagen!
Nun bin ich halt auch schon auf der Suche, nach solch einem Therapeutin/Therapeut, der diese Art von Therapie auch anbieten würde!
Vielleicht kennt ja sogar einer von euch hier, einen guten Therapeuten in Hamburg?

Vielleicht wäre es ja sogar besser, solch eine Traumatherapie auch stationär zu machen, da ja auch Aufgrund der Trauma Arbeit, noch ne Menge an unangenehmen Erlebnissen und alten Gefühlen hervortreten könnte und aufwühlen würde! Hat denn jemand hier auch schon mal ne stationäre Traumatherapie gemacht und kann mal davon berichten?



gr. Mogry

lämmli

unregistriert

2

Montag, 9. Februar 2009, 09:30

RE: Die Traumatherapie

Hallo Mogry,

ich habe zwar noch nie eine Traumatherapie gemacht, habe aber in letzter Zeit viel darüber gehört und gelesen.

In der Kur musste ich (hihi musste ich wirklich) mir einen Vortrag darüber anhören. Ehrlich gesagt war ich erstaunt darüber. Ich hatte voll die falschen Vorstellungen einer Traumatherapie. Ich habe immer gedacht, es geht zum größten Teil darum, dass man mit der Vergangenheit konfroniert wird, man dann zwangsläufig hinterher jahrelang noch fertiger durch die Gegend läuft, weil man das bearbeitete gar nicht mehr unter dem Hut kriegt...

Nachdem Vortrag, weiß ich nun, dass das alles vollkommener Blödsinn ist. Natürlich wird man mit den Trauamatas, die man hatte teilweise konfrontriert, was aber gar nicht zwangsläufig sein muss. Viele hatten Traumatas, an denen sie sich nicht mehr bewußt erinnern, das wird dann auch nicht unbedingt wieder hochgeholt. Im Grunde geht eben viel mehr darum, bei den immer wieder auftretedenen Flashs ein Handwerkzeug zu erstellen, damit man wieder ein "normales" Leben führen kann. Daher halte ich sowas für sinnvoll, sollte aber von einem erfahrenen Therapeuten durchgeführt werden, der das notwendige Feingefühl dazu hat, finde ich.

Liebe Grüße

Lämmli

3

Montag, 9. Februar 2009, 10:00

RE: Die Traumatherapie

Hallo Lämmli!

Danke für deine schnelle Antwort!

Na ja, jeder kann ja ein Trauma erlebt haben, was zu einer völlig anderen Zeit stattgefunden haben kann! Der eine hat was aus der Kindheit zu bearbeiten und ein anderer wieder viel später in einer Partnerschaft vielleicht!
Oder sogar bei einem Flugzeugabsturz kann ein Trauma entstehen!

Ich habe auch schon gehört, dass so eine Traumatherapie recht anstrengend sein soll! Deshalb hätte ich auch ein wenig Angst davor, mich in so eine Therapie Form zu begeben, eben aus Angst, mich vielleicht nur noch mehr in Panik versetzen zu lassen, was die Flash`s ja schon genug bewirken. Aber ich stimme dir zum Teil auch zu, dass es in einer Traumatherapie wichtig wäre, was man denn für Handwerkszeug mit auf den Weg bekommen würde, damit man die Flashbacks verringern könnte.

Das ist ja wirklich interessant zu erfahren, dass man in einer Traumatherapie, manchmal auch darauf verzichten würde, manche unbewusst wahrgenommene Traumatas in Form von unangenehmen Flash`s dann hervorrufen zu wollen.
Das hätte ich ja nun nicht gedacht, da ich immer der Überzeugung war, dass man doch nur an etwas arbeiten könnte, von dem man doch schließlich wüsste was es ist und woher es kommt! :hm:???

Mein Psychiater z.b. wäre in meinem Fall, nicht so sehr von einer Traumatherapie überzeugt, da er eben der Meinung ist, dass mich das dann nur noch mehr aufwühlen würde!

Ich danke dir für den kleinen Einblick!

gr. Mogry

lämmli

unregistriert

4

Montag, 9. Februar 2009, 10:15

RE: Die Traumatherapie

Hallo Mogry,

mich hat diese Information genauso überrascht, denn das dachte ich bis dato auch immer. Den Vortrag in der Klinik hat die Chefärztin der Klinik gehalten, die auch wohl Vorsitzende der Traumatherapie von irgendwas ist...

Das was sie zu sagen hatte, fand ich wirklich sehr gut. Gerade eben auch, dass man nicht immer unbedingt alles wieder hochholen muss. Sie sprach auch davon, dass dieses zum Teil dann auch häufiger gerade das Gegenteil bewirken würde. Ich weiß ja nicht, ob alle Traumatherapeuten so denken, ich würde das denke ich dann nachfragen.

L.G.
Lämmli

lämmli

unregistriert

5

Montag, 9. Februar 2009, 10:21

RE: Die Traumatherapie

Mir ist grad noch was eingefallen.

In Hannover war ja im letzten Jahr diese allgemein-Tagung zum Thema Zwänge, ADHS, Tourette.

Hier hat Frau Dr. Susanne Fricke einen Vortrag gehalten zum Thema Zwänge und Traumata. Das war auch ganz interessant.

Soweit ich weiß ist ja dieses Jahr in Hamburg Treffen der SHG's zum Thema Zwang, wo Susanne Fricke auch wohl zu diesem Thema referieren wird...

Ich muss nur mal nachschauen, wann das genau ist... Man kann da jedenfalls auch unabhängig ob man in einer SHG ist oder nicht hingehen...

L.G.
Lämmli

6

Montag, 9. Februar 2009, 10:27

RE: Die Traumatherapie

Ja ich glaube auch, dass es keine festen Regeln in einer Traumatherapie geben dürfte, wie man denn nun Fortzufahren hätte!
Jeder Therapeut, egal welcher Fachrichtung er zugehörig ist, arbeit ja auch nun mal ganz individuell und auch auf den jeweiligen Patienten abhängig, mit ihm an deren Einschränkungen!
Und auch jeder Patient, reagiert ja auch ganz unabhängig voneinander, auf bestimmte Therapie Maßnahmen! Es wäre deshalb fatal, jeden gleich zu behandeln!



gr. Mogry