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Black_Sun

unregistriert

1

Mittwoch, 18. Februar 2009, 12:40

Sind Medikamente im Zusammenhang mit der Verhaltenstherapie erfolgreich?

Hallo,

ich bin ganz neu hier und es hat mich große Überwindung gekostet mich anzumelden! Ich stelle mich erstmal vor:

Ich bin 23 Jahre alt und leide seid ca. 10 Jahren an meiner Zwangserkrankung. Ich war bereits als Kind und Jugendliche in Therapie und habe nun eine Verhaltenstherapie angefangen. Es gab Zeiten in denen meine Zwänge fast ganz weg waren und ich dachte ich könnte ein "glückliches" Leben führen! Leider sind sie vor ca. 2,5 Jahren wieder aufgetreten und haben mich mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Ich muss sage, dass es mir im Moment relativ gut geht ABER ich weiß, dass das bei mir immer nur phasenweise ist! Ich leide unter schlimmen Wasch,- Kontrollzwängen und zwanghaftem Grübeln.
Ich lebe in einer Partnerschaft und mein Freund leidet sehr unter meiner Erkrankung. Nach langen Gesprächen habe ich ihm versprochen eine Therapie zu machen. Ich habe nun schon die ersten Sitzungen gehabt und muss sagen, dass ich sehr zufrieden bin. Nun sagte mein Therapeut, dass es mir helfen würde, wenn ich begleitend zur Therapie Medikamente nehmen würde. Ich habe mir einen Termin zum Neurologen geben lassen und will das dann mit ihm besprechen!
Was meint ihr? Habt ihr schon Erfahrungen gemacht? Was könnt ihr mir raten?

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir antworten würdet.


Liebe Grüße

Black_Sun :))

Pit-2001

unregistriert

2

Mittwoch, 18. Februar 2009, 15:51

RE: Sind Medikamente im Zusammenhang mit der Verhaltenstherapie erfolgreich?

Schwarze Sonne hallo,

die Medis können deine Lage verbessern, du kannst dich mit Hilfe der Therapie vielleicht heilen.

Ob du die Medis zusätzlich nimmst hängt einzig davon ab, ob du das Gefühl hast, dich mit deren Hilfe besser auf die Therapie einlassen zu können. Wenn du das auch ohne kannst, warum solltest du sie dann nehmen. Dein Therapeut wird dann dazu nach ein paar Sitzungen auch eine Meinung haben, diese kannst du mit deiner abgleichen und entscheiden, ob du Medis willst oder nicht als Zusatzhilfe.

Pit

PS: nur meine persönl. Meinung

3

Mittwoch, 18. Februar 2009, 17:34

RE: Sind Medikamente im Zusammenhang mit der Verhaltenstherapie erfolgreich?

Hallo,

es ist natürlich, wenn du dich innerlich zunächst gegen die Einnahme von Medikamenten sperrst. Nur könnte es sein, daß dir sehr viel wertvolle Zeit verloren geht, wenn dir deine kreisenden Gedanken das eigentliche positive am Leben nehmen. Andererseits betrachte ich die Einnahme eines spezifischen Mittels (wie z.B. SSRI) als Ergänzung zur unausgeglichen Stoffwechselsituation und du wirst merken, daß es dir gut tut.

:dafuer:

Maultier

unregistriert

4

Mittwoch, 18. Februar 2009, 17:43

das ist keine entscheidung die leicht ist und nur du allein kannst sie treffen...

ich persönlich bin dagegen (die gründe dagegen sind ja auch hier im forum ausgiebigst diskutiert worden), nur in schwerstfällen sollten sie zeitlich verabreicht werden. da du aber sagst, dass es dir ganz gut geht und du jetzt ernsthaft an dir arbeiten willst, sehe ich keine notwendigkeit, v.a. hältst du dir so die nachteile der medikamente vom hals. und ob die vorteile es wert sind, sich diese ins leben zu holen?

Black_Sun

unregistriert

5

Donnerstag, 19. Februar 2009, 08:03

Vielen Dank an euch alle!!!!

Guten Morgen,

vielen Dank für eure Antworten. Ich habe in zwei Wochen den Termin mit dem Neurologen. Wenn dieser mir ein Medikament verschreibt werde ich dieses dann mit meinem Therapeuten noch mal besprechen. Ich hatte ihn in der letzten Sitzung gefragt, ob er es bei mir für sinnvoll halten würde. Er sagte mir, dass es bei mir sehr sinnvoll sei, da meine Erkrankung mein Leben sehr stark einschränkt. Ich weiß natürlich, dass es am Ende meine Entscheidung ist aber mir ist es wichtig, dass ich auch die Meinungen darüber höre und mir dadurch vielleicht Aspekte gezeigt werden, an die ich vorher nicht gedacht habe.
Wie gesagt gehts mir so ganz gut, dass habe ich auch dem Therapeuten gesagt und er sagte, dass mein Leidensdruck im Moment nicht so stark ist, da ich auch viele Dinge meide. In meiner Wohnung z.B. gehe ich nur bestimmte Weg, meide bestimmte Stellen und fasse bestimmte Dinge nicht an! Es gibt viele Dinge in meiner Wohnung die mir Angst machen und die ich niemals berühren will und wenn es dann doch passiert muss ich duschen und die Kleidung wechseln. Ich versuche darum diese Sachen zu meiden oder sie in einer bestimmten Reihenfolge zu machen (erst Hände waschen, dann Waschmaschine öffnen, dann Hände waschen, dann erst die Wäsche rausholen und wenn dann was schief geht die Wäsche noch mal waschen).
Dadurch dass ich alles meide gehts mir besser aber es schränkt ein und ich habe oft Angst das ich es berührt habe und darum versuche ich selten in meiner Wohnung zu sein oder wenn dann nur an bestimmten Stellen!
Nun ja ich weiß dass das Vermeiden keine gute Sache ist aber ich schaffe es nicht anders.
In der letzten Zeit habe ich mich so intensiv mit der Krankheit auseinander gesetzt, dass es so langsam wieder schlimmer wird. Vorallem das Grübeln lässt mich nachts nicht schlafen. Ich hatte vor 6 Jahren einen Tinitus und Hörsturz auf beiden Seiten und nun wird das schon wieder schlimmer. Am liebsten mag ich garnicht so viel darüber nachdenken. Wenn ich vom Therapeuten komme, denke ich immer, ob ich auch wirklich alles so beschrieben habe. Gedanken wie: Vielleicht war das ja nicht so und vielleicht hast du alles übertrieben!
Und wenn mir dann noch einfällt, dass ich was gesagt habe und mir ist hinterher eingefallen dass es ja garnicht soooo schlimm war wie ich erzählt habe, habe ich schlimme Schuldgefühle und hasse mich dafür. Dann denke ich nur noch das ich ein Jammer-Lappen bin und nur Aufmerksamkeit will. Das stimmt aber garnicht, denn ich wollte diese Therapie am Anfang nicht, ich habe es meinem Freund zur Liebe gemacht. Und es weiß das es bei mir sehr schlimm war/ist und das ich Hilfe brauche.
Ach Mensch ich hasse diese Gedanken..........kennt ihr das auch?
Eine Frage habe ich noch: Habt ihr schon mal das Gefühl gehabt, dass ihr euch "betäuben" wollt? Also ich mache das zur Zeit LEIDER öfter, dass ich Alkohol trinke um einfach mal meinen Kopf ausstellen zu können. Ich weiß das ist ein ABSOLUTER Fehler, aber ich habe zur Zeit Semesterferien und bin viel alleine und das ist ..... naja der Horror!
Ich will dass das aufhört und ich ein normales Leben führen kann. Ich will wieder aus dem Herzen lachen können und mich als etwas wertvolles erleben können.

Ich bin so froh dass ich hier mal alles erzählen kann.

VIELEN DANK :lieb:


Black_Sun

6

Donnerstag, 19. Februar 2009, 09:56

RE: Vielen Dank an euch alle!!!!

Hallo Schwarze Sonne !

Du negierst dich bereits in der Namensgebung, das wird dir nicht helfen, nur noch weiter runterziehen.

Damit wir uns nicht mißverstehen, ich bin kein grundstätzlicher Befürworter der rezeptierten Chemie - nur, wenn eine Problematik das Leben derart beeinträchtigt, wie du es schilderst, dann ist es doch eigentlich fast masochistisch, diese erprobte und bewährte Medizin nicht zu nehmen. Sie wurde ja schließlich nicht entwickelt, um uns zu schaden, dies scheint allerdings in manchen Köpfen einfach drinzusitzen.

Ich WILL meine Zwänge auch nicht, nur sie sind da und ich schaffe es nicht, sie mit eigenen Mitteln wegzubekommen.

Black_Sun

unregistriert

7

Donnerstag, 19. Februar 2009, 10:19

Ja das ist ja auch der Grund, wesshalb ich mir Gedanke darüber mache ob es sinnvoll ist diese Erleichterung anzunehmen statt sich weiter so zu quälen, da hast du absolut recht. Ich wollte einfach einige Meinungen hören.


Vielen Dank



Sunny_Sun ;)

Maultier

unregistriert

8

Donnerstag, 19. Februar 2009, 16:12

das ist ja grade das hauptproblem an den medikamenten: gegen die ursachen bringt es überhaupt nichts und sie tragen überhaupt nicht zur besserung/bekämpfung bei, sondern bringen nur eine leichte linderung der symptome. ich habe aber beobachtet, dass sich nicht wenige dadurch in ihrer krankheit erst recht "einnisten" statt sie anzugehen, d.h. da haben die medikamente eben eine kontraproduktive wirkung! auch bei anderen psychischen erkrankungen wird von (echten, keinen boulevard-) experten kritisiert, dass durch das schnelle verschreiben von psychopharmaka die risiken verniedlicht werden und zugleich die kranken in ihrer krankheit stecken bleiben, statt sie zu bekämpfen...

du sagst, es geht dir eigentlich ganz gut, warum willst du das dann machen? ist mir wirklich total unverständlich. ich will dich nicht angreifen, sondern dir nur klarmachen, dass du doch eigentlich in einer guten lage dann bist (wenn du sagst, es geht dir ganz gut halt) und für verbesserungen in deinem leben sorgen und die krankheit bekämpfen kannst (mit den üblichen sachen: therapie, veränderungen, viel über die krankheit lesen, sich gedanken machen und dann irgendwann gezielt die zwangsstruktur angreifen...).

ps:
zitat angsthase:
"...dann ist es doch eigentlich fast masochistisch, diese erprobte und bewährte Medizin nicht zu nehmen. Sie wurde ja schließlich nicht entwickelt, um uns zu schaden, dies scheint allerdings in manchen Köpfen einfach drinzusitzen...".

ich habe von der pharmaindustrie und etlichen ihrer medikationen bei weitem nicht eine so gute meinung. sicher gibt es auch viele gute medikamente und die pharmaindustrie ist nicht der leibhaftige teufel, aber auf der anderen seite ist sie doch sehr profitorientiert und oft nicht patientenorientiert (der kapitalismus läßt leider grüßen) und die anzahl der skandale in bezug auf die pharmaindustrie (v.a. die korrupten strukturen, bei denen es nur darum geht teure arzneien an den mann zu bringen...dazu werden regelrechte netzwerke mit ärzten und krankenkassen gesponnen) und auch deren medikationen ist sehr lang...und grade psychopharmaka standen und stehen dabei immer wieder im mittelpunkt!

9

Donnerstag, 19. Februar 2009, 16:44

Hey Black_Sun

Was deine Frage angeht ob medikamente helfen können??

Ja sie können , nicht umsonst gibt es diese Medis.. und kein Mensch muss diese Schilmmen Zustände aushalten!Kann da Angsthase eigentlich nur 100% Zustimmen, es liegt natürlich an dir ob du es ausprobieren Möchtest oder nicht!!

Passieren wird dir dadurch rein garnix!! Wenn sie nicht wirken, dann wirken sie nicht dann setzt du sie ab und machst Ohne weiter.Aber ohne anzugreifend zu sein!

Was Maultier hier dir als Sehr intelligenten ANTI Medikamenten Beitrag schreibt, würd ich mit Vorsicht geniesen, ich kenne genügend solche Leute und bei denen stellt es mir die Haare auf! Weil ich die echt gefressen habe!! :wand:

Ging schonmal soweit das ich so einem in echt , mal eine aufs Maul gehaun hab weil die Leute mich so Aufregen Sie drücken dir regelrecht auf wie Schlecht die Chemie ist wie Schilmm die Pharmaindustrie ist.

Ist zwar hier eigentlich nicht so der Fall bis etz gewesen das solche Leute sich hier einnisten , in andern Foren ist es bei weitem Dramatischer.Aber auch das Zwangserkrankungen Forum verkommt mit der Zeit, hab eigentlich extrem Gute erfahrungen mit dem Forum.. aber was das Thema Medikamente angeht. Da scheiden sich die Geister so Extrem Auseinander!

Also wenn du es probieren möchtest, würd ich das echt tun! Damit kannst du dein Seelisches Gleichgewicht und den Zwang noch weiter zurückdrängen wie bisher!

Wünsch dir viel Kraft und Mut!

Liebe Grüße

Daniel

PS: Hör nich auf alle leute die dir versuchen was einzuden solche Leute gabs früher schon und wirds immer geben! Alle die dir raten es doch mal zu probieren wollen dir sicher nicht schaden!

Black_Sun

unregistriert

10

Donnerstag, 19. Februar 2009, 17:36

VIELEN LIEBEN DANK für all die Antworten.

Ich merke das Thema Medikamente ist sehr komplex......Ich finde wirklich jede Antwort sehr spannend und freue mich riesig.

Ich habe oben ja ausführlich geschildert wie es mir im Moment geht und was so passiert. Kennt ihr denn auch solche Gefühle (wie oben beschrieben?) Also z.B. das mit dem "betäuben"????

Ich denke ich werde auf jeden Fall noch mal mit meinem Therapeuten sprechen bevor ich mich entschließe.


Liebe Grüße



PS. Klar gehts mir relativ gut, aber doch nur weil ich soviele Dinge meide. Ich kann nicht sagen was passiert wenn ich mich damit auseinander setzen muss. :)

Maultier

unregistriert

11

Donnerstag, 19. Februar 2009, 17:37

du bist lustig systro, ich bin der einzige in diesem thread, der dafür ist medikamente nur in extremfällen zu nehmen, aber du tust so, als wenn massen von leuten sich dagegen aussprechen und propaganda betreiben.

fakt ist, dass es hier um eine diskussion und meinungen geht. es gibt argumente pro medikation (grade in schweren fällen bin ich auch dafür, aber black sun sagt ja, es geht ihr eigentlich gut) und argumente contra medikation und diese sind z.t. sehr überzeugend. das gewichtigste ist halt, dass sie einen in der krankheit gefangen halten können und dass war schon immer die hauptkritik an psychopharmaka jeglicher art...

warum wird man denn da so polemisch (und haut leuten aufs maul, wie du selbst sagst)? black sun hat nach meinungen gefragt und je mehr argumente sie bekommt, umso mehr informationen tragen zu ihrer meinungsbildung bei...als ich noch schwer zwangserkrankt war, hab ich mich genauso informiert und ich hätte es blöd gefunden, wenn alle die gleiche und vielleicht sogar falsche meinung vertreten hätten.

Black_Sun

unregistriert

12

Donnerstag, 19. Februar 2009, 17:41

Ich bin dankbar für jede Antwort und wie gesagt finde ich es sehr sehr spannend und hilfreich eure Meinungen zu hören. Wofür ich mich am Ende entscheide bleibt ja mir allein überlassen und ihr kennt mich ja auch noch garnicht so richtig und da ist es sehr schwer zu entscheiden ob es jemanden hift oder eher nicht. Mein Therapeut sagte mir jedenfals (nach der 5. Sitzung) das es bei mir sinnvoll wäre.

Ich möchte mich nochmals bei euch bedanken :)

Maultier

unregistriert

13

Donnerstag, 19. Februar 2009, 18:37

@ black sun

1.) aber auch therapeuten wissen nicht immer alles und empfehlen nicht immer richtige dinge. mein hausarzt hat mir auch medis angeboten, aber ich hab dankend abegelehnt und mich lieber auf den weg zur gesundung begeben...

2.) du sagst, dass es dir nur gut geht, weil du es vermeidest dinge zu berühren. ist dir eigentlich bewusst, dass dies mit großem abstand das hauptritual von waschzwangerkrankten ist? wenn nicht solltest du schleunigst mal ein buch lesen, z.b. "wege aus dem zwang". über solche dinge musst du unbedingt bescheid wissen und glaub mir, da gibt es noch sehr viel zu wissen und das kann man sich gut durch eigene lektüre aneignen...

Black_Sun

unregistriert

14

Donnerstag, 19. Februar 2009, 18:51

Ja das weiß ich :)
Das ist mir alles schon bewusst. Ich habe mich sehr viel darüber informiert. Ich frage mich nur, ob es nicht manchmal auch so ist, dass man sich vieles "schön" redet. Also ich tue das ab und zu mal *leider*.....ich dachte eigentlich ich könnte mich auf meinen Therapeuten verlassen. Jetzt bin ich sehr verunsichert. Ich dachte immer er könnte meine Situation als "Außenstehender" am besten beurteilen? Wenn ich nicht erfahren hätte das ich eine Zwangserkrankung hab hätte ich vielleicht in 20 Jahren auch gesagt das es mir gut geht. Ich bin im Moment einfach komplett durcheinander und verzweifelt. Ich mag garnicht selber beurteilen wies mir geht.....vielleicht stimmts vielleicht rede ich mir das alles auch nur ein......wo liegt denn die Grenze zwischen "gut und schlecht"? Wann ist schlecht, schlecht genug um Medis zunehmen? Ich war jetzt 5 mal bei meinem Therapeuten und dachte, dass er mir ein wenig Klarheit bringen kann und nun weiß ich garnicht ob ich ihm vertrauen sollte.......


Ach mensch, warum muss das alles so kompliziert sein?

Liebe Grüße


PS: Vielleicht brauch ich ja auch keine Therapie???????

Maultier

unregistriert

15

Donnerstag, 19. Februar 2009, 22:23

sicher brauchst du eine therapie, aber du klingst nicht so, als wenn dir dein therapeut sympathisch ist und du vertrauen hast. du kannst aber den therapeuten ohne probleme wechseln, vielleicht solltest du darüber mal nachdenken...

ps:
dass du trotz therapie nicht optimistisch bist und er dir medikamente verschreiben will, macht mich persönlich gegenüber diesem therapeuten skeptisch...

Black_Sun

unregistriert

16

Donnerstag, 19. Februar 2009, 22:34

Oh doch, ich bin mit meinem Therapeuten wirklich sehr zufrieden. Ich bin einfach nur verunsichert.
Im Moment ist das einfach ne Menge was passiert und das macht mich einfach unsicher. Ich habe mich vorher einfach kaum damit befasst und nun wird einem vieles bewusst.


Liebe Grüße

Maultier

unregistriert

17

Donnerstag, 19. Februar 2009, 23:32

ja, das ist leider so, wenn man zwangserkrankt ist und es einem dann klar wird und während der therapie kann es sogar noch schlimmer werden. man denkt über so vieles nach, wird auf so vieles hingewiesen und oft kann man nachts vor lauter grübelei nicht einschlafen...und dann muss man ja auch noch weiter seine rituale ausführen, die gehen ja nicht so schnell weg. ich weiss nur zu gut, es ist sehr schwer und eigentlich zum heulen (was ich auch oft getan hab, aber das ist ja nichts schlimmes, sondern eine gesunde emotionsäußerung). aber wenn du den willen hast gesund zu werden und konzentriert kontinuierlich an dir arbeitest, dann schaffst du es auch. es bedarf wirklich härtester (geistiger+körperlicher) arbeit um gesund zu werden, darauf solltest du dich schon mal einstellen. ich rede manchmal so locker-flockig darüber, dass ich jetzt gesund bin, aber so einfach war es nicht. ich hab über monate sehr hart an mir gearbeitet und sehr viel verändert und auch meine fehler eingestanden und abgestellt. aber all die mühen lohnen sich, alles in meinem leben hat sich nach und nach gebessert. und schon nach einiger zeit stellen sich auf dem weg, den man geht auch größere erfolge ein, und die motivieren einen wieder neu, bis man dann an den punkt kommt, an dem man es dann riskiert "auszubrechen". dazu muss man sich aber unbedingt gut fühlen, denn nur dann geht es und ist erfolgversprechend...aber wenn man soweit ist, dann merkt man es auch. wenn alles aufgearbeitet ist, die schlechten verhaltensweisen geändert wurden usw, dann ist man auch zu vielen dingen bereit, die einem am anfang unmöglich erschienen sind.

wünsch dir alles gute
matthias

Black_Sun

unregistriert

18

Freitag, 20. Februar 2009, 08:21

Guten Morgen,

Vielen Dank für die lieben Worte. Das macht mir wirklich Mut.
Mein Therapeut sagte mir, dass wir zusammen bestimmte Übungen machen werden. Was sind denn das für Übungen? was erwartet mich da? Sind das sowas wie Hausaufgaben, die ich dann zuhause alleine machen muss?


Ich bin auch bereit die Erkrankung anzugehen und mich dagegen zu setzen. ICh will alles machen damit es mir besser geht.


Liebe Grüße

19

Freitag, 20. Februar 2009, 08:39

Hallo !

Laß dich zunächst doch einfach mal auf all´das ein, was dir von "Fachleuten" angeboten wird und prüfe dann nach einer bestimmten Zeit, ob es dir hilft (mindest. 6 Monate).

Wie antwortete der bekannte Psychiater Dr. Volker Faust in einem Interview nach seiner eigenen Erkrankung, warum er diese denn nicht rechtzeitig erkannt habe:

Das ist ja eben die Erkrankung !

Pit-2001

unregistriert

20

Freitag, 20. Februar 2009, 12:54

Hallo black sun, grüß dich,

da du noch immer keine Antwort hast, wegen deiner Frage, ob wir uns nicht auch gern mal betäuben möchten, hier meine Antwort.

J A !!!


Nur nicht mit Alkohol, weil das so sinnlos wie nur was ist.

Viel besser als Alkohol und vielleicht sogar besser als Medikamente "betäuben" Lebenssituationen, wo dir das Leben wichtiger wird, als der Zwang. Denk dir welche aus, gehe in sie hinein und benutze sie als dein Medikament.

Gut gesagt, woher nehmen, wenn nicht klauen?

Tja, das ist die Frage, aber wir sind ja alle kreativ . . .

Ich meine, wenn solche Situationen fehlen (die kann man nicht herbeizaubern, zumal der Zwang sich um viele schöne Sachen nicht schert), fällt es sehr schwer gegen Zwänge vorzugehen, dann bleiben einem n ur ein paar Medis, die etwas "Betäubung" bringen oder Verhaltens-Therapie, die etwas Desensibilisierung bringt oder Psychotherapie, die Ursachen aufdeckt und etwas Verständnis für sich bringt.

Viele Grüße Pit

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