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Maultier

unregistriert

1

Dienstag, 17. März 2009, 13:14

artikel über "tabuthema psychiatrie" in der SZ

Tabuthema Psychiatrie

Ein Kommentar von Barbara Vorsamer

Ob Amokläufer Tim K. in psychologischer Behandlung war oder nicht, ist noch unbekannt. Klar ist: Er hätte behandelt werden sollen. Doch junge Männer verweigern häufig die Hilfe.

War Tim K., der Amokläufer von Winnenden, in psychologischer Behandlung? Aufgeregt diskutierte Deutschland die vergangenen drei Tage diese Meldung. Während die Eltern dies brüskiert von sich weisen, erklären Polizei, Staatsanwaltschaft und selbst der Direktor des Klinikums, dass der 17-Jährige mehrmals ambulant im Klinikum am Weissenhof in der Nähe von Heilbronn betreut worden sein soll. Dies sei keine Psychotherapie, entgegnen die Eltern.

Ihre Weigerung, öffentlich eventuelle psychische Krankheiten oder Auffälligkeiten ihres Sohnes anzugeben, hat juristische Gründe: Kann nämlich nachgewiesen werden, dass Amokläufer Tim bereits als psychisch instabil, aggressiv oder narzisstisch bekannt war, droht dem Vater eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung. Er hätte dann einem gefährdeten Jugendlichen den Zugang zu Waffen und Munition verschafft.

Doch dies ist nur die juristische Seite. Die Aufregung um die Nachricht, wonach sich Tim K. möglicherweise in psychologischer Behandlung befand, hat vielmehr auch moralische und gesellschaftliche Implikationen: Denn das Gerücht über eine therapeutische Betreuung scheint Wut und Trauer über die Tat des Amokläufers noch zu verstärken.

So entschieden, wie seine Eltern eine Behandlung zurückweisen, liegt der Verdacht nahe: Für sie wäre ein psychisch kranker Sohn der Beleg für ihr eigenes Scheitern. Ein Beleg für das unsinnige Stigma, mit dem Psychotherapie und Psychiatrie in unserer Gesellschaft noch immer belegt sind.

Die Diskussion müsste andersherum geführt werden: Schlimm ist es, wenn ein junger Mann wie Tim K. mit seinen Problemen alleine bleibt. Ein Einzelgänger, der sich als Verlierer fühlt, der in der Schule ausgegrenzt und gemobbt wird (oder es zumindest so empfindet), der unter Weltschmerz leidet und manchmal die ganze Welt hasst: So jemand hätte in psychotherapeutischer Behandlung sein müssen.

Wäre es tatsächlich so gewesen, wie der Anwalt der Eltern sagt, nämlich, dass den Erziehungsberechtigten nie etwas aufgefallen wäre und dass Tim K. nie Hilfestellung von fachärztlicher Seite bekommen hätte: Das wäre die schlimmere Variante der Geschichte des Amokläufers von Winnenden. Und auch den Eltern wäre in diesem Fall der größere Vorwurf zu machen, als wenn sie ihren Sohn zumindest ein paar Mal in die Psychiatrie gebracht haben. Es scheint, als hätten Tim K.s Eltern sehr früh den Kontakt zu der Gedanken- und Gefühlswelt ihres Sohnes verloren.

Ob der Amokläufer von Winnenden nun in Behandlung war oder nicht, ist im Moment noch nicht endgültig bekannt. Die Versionen von Staatsanwaltschaft, Polizei, Klinik und der Eltern stehen sich gegenüber. Doch der Umgang mit der Thematik wirft das Licht auf ein größeres Problem: Psychotherapeutische Behandlung wird noch immer als Schande angesehen. Es ist das große Tabuthema.

Von "Klapse" und "Seelenklempnern" ist die Rede. Denjenigen, die freiwillig dorthin gehen, ist das oft nach wie vor peinlich. Nach außen schieben sie daher lieber körperliche Schmerzen vor, Rückenprobleme etwa. Viele gehen erst gar nicht hin - und versuchen, den Kampf mit den inneren Dämonen mit sich selbst auszumachen.


http://www.sueddeutsche.de/panorama/196/461818/text/
> dort wird noch im forum über das thema diskutiert, sehr interessant!

2

Dienstag, 17. März 2009, 15:05

Ich für meine Empfindungen kann die Bericht im Fernsehen nicht mehr ertragen. Ständig dieses "Warum" braucht man nicht mehr diskutieren. Es ist zu spät. Schlimm für die Unschuldigen, nur der Junge kam nicht mehr klar mit seinem Leben, Gedanken, der Zurückweisung, der Erniedrung usw.

Jetzt brauchen die nicht darauf rumzureiten, ob der Junge gerne die Kampfspiele oder sonstiges im Internet gespielt hat. Vorher sollten die Leute mal einschreiten. Bzw. die Eltern, aber die wollen sich ja den scharzen Peter nicht anziehen, ist ja klar. Sehe ich ja selbst. Meine Eltern weisen auch alles zurück. Ich sei bescheuert.

Ich möchte Tim nicht unbedingt in Schutz nehmen wollen, aber ich kann seine Amoktat nachvollziehen. Er konnte nicht mehr............

lämmli

unregistriert

3

Dienstag, 17. März 2009, 15:40

Mir geht das mittlerweile auch alles auf den Keks...

Das Schlimme finde ich sind jetzt die ganzen Diskussionen um das Thema und in zwei Monaten ist alles wieder vergessen zumindest für die Politik und die breite Masse...

und wenn ich ganz ehrlich bin mir tun auch die Eltern von Tim leid, auch der Vater, ihr könnt mich dafür ruhig steinigen jetzt.

4

Dienstag, 17. März 2009, 17:24

Erzähl doch mal lämmli warum Dir der Vater leid tut ? Und außerdem warum sollte Dich jemand für Deine Meinung steinigen....... jeder empfindet es anders.

Was mich total ankotzt, dass die Frau Merkel X( mal wieder ihren Senf abgeben muß nach dem Motto ...... jetzt muß ein Gesetz raus wg. Waffen usw. ........ Hallo, bloß weil jemand Amok gelaufen ist......werden die mal wach!!!!!!!!!!!!!

Maultier

unregistriert

5

Dienstag, 17. März 2009, 17:35

mir tut der vater überhaupt nicht leid, denn wer so ein waffennarr ist hat doch einen an der murmel ?(

und die waffe trotz "wegschließzwang" ungesichert aufzubewahren (hat sich ja schon bestätigt), obwohl ein offensichtlich kranker junge (mit affinität zu killerspielen) bei ihm haust, das ist schon grob fahrlässig. nicht umsonst wird gegen ihn ermittelt!

mir geht die übermäßige und oft boulevardlastige thematisierung auch auf den senkel (damit werden bei irgendwelchen armen würstchen auch schon wieder die nächsten amok-phantasien geschürt X( ), aber der kommentar den ich eingestellt hab, den find ich gelungen!

lämmli

unregistriert

6

Dienstag, 17. März 2009, 20:54

Die Eltern des Jungen (also auch der Vater) tun mir leid, weil ich mir folgende Situation vorstelle.

Es klingelt an meiner Haustür die Polizei ist dort: "Guten Tag, Ihr Sohn hat gerade ein Blutbad in der Schule angerichtet"... Wie reagiert man als Eltern? Ist man nicht geschockt, traumatisiert?" Ich setze mich in diese Situaion hinein und kann mitempfinden was eben auch in den Eltern vorgeht. Wahrscheinlich werden Vater und Mutter nie wieder glücklich werden können, immer mit dem Gedanken und dem Gefühl Mitschuld an dem Amoklauf zu haben, weil sie Zeichen nicht beachtet haben (warum auch immer).

Ich kann nichts dafür, aber es wird immer nur den Opfern gesprochen und deren Angehörigen und die Eltern des Jungen die mit Sicherheit traumatisiert sind, da überlegt kein Mensch wie es denen geht, sondern ganz im Gegenteil sogar, das finde ich nicht fair.

Zudem bin ich auch nicht überzeugt davon, dass Computerspiele schuld sind... Natürlich haben sie Einfluss und auch leider keinen guten. Aber dass dadurch jemand zum Killer wird, halte ich eher für unwahrscheinlich.
Naja, aber darüber kann man lange diskutieren, hier wird jeder anders denken...

L.G.
Lämmli

Maultier

unregistriert

7

Dienstag, 17. März 2009, 22:07

ich hab nicht gesagt, dass die "killerspiele" schuld sind, aber: der junge war offensichtlich ein isolierter außenseiter, hatte psychische probleme und regelmäßig derartige spiele gespielt. grade dann lass ich doch nicht waffen lose im haus rumliegen (lässt man sowieso nicht, normalerweise besitzt man erst gar keine!). aus gutem grund ist es ja auch verboten!

deshalb ich auch kein mitleid mit den eltern, sondern ein strafverfahren gegen den vater ist einzuleiten und ich hoffe er wird bestraft!

aber generell: was für schlechte eltern, die keinen draht zu ihrem sohn haben :(

8

Mittwoch, 18. März 2009, 07:18

Ich finde darüber läst sich unendlich lange diskutieren und man kommt eh zu keinem Ergebnis.

Grundsätzlich hat jeder irgendwelche Interessen sprich Hobbys. Es schockt mich schon, wenn da jemand einen Schrank voller Waffen besitzt. Aber letztlich ist es demjenigen seine Sache. Ihn zu verurteilen finde ich nicht so ok. Er wird vermutlich seinen Grund haben, warum die Waffe im Schlafzimmer lag.......
In meinem Bekanntenkreis kenne ich einen Jäger, der hat auch seine Waffe zuhause. Andere haben Schlangen zuhause oder Vogelspinnen. In dem Haus möchte ich nicht wohnen wollen.

Die Eltern haben glaube ich schon genug Probleme zur Zeit, alleine dass sie ja kaum das Haus verlassen können, ohne dass mit den Fingern auf sie gezeigt wird. Jetzt wird wieder alles hochgebauscht bis zum nächsten Amoklauf dann kommt wieder dieses "Warum" wie konnte es geschehen. Aber ändern tut sich nichts.

Wenn Raucher auf der Straße rauchen ist dass o.k. weil man sieht es ja öffentlich und es ist zu erkennen. Die bekommen ne Entwöhnungskur und fertig. Aber ein seelisch Erkrankter ist nicht zu erkennen, der zerbricht so langsam innerlich bis es nicht mehr geht ...........

9

Mittwoch, 18. März 2009, 07:40

Was mir hier zu diesem Thema nur noch einfällt ist,immer wenn etwas schlimmes
passiert,war dieser Jemand Psychisch krank,was nicht immer eindeutig ermittelt
worden ist,sondern eher von den Medien den Zuschauern aufs goldene Tablett serviert
wird um einen Grund gefunden zu haben.In diesen aktuellen Fall wird viel von
"depressiv" gesprochen,was in der Definition vieles bedeuten kann,aber keinesfals die
Ursache klärt und auch sehr widersprüchlich wirkt.

lämmli

unregistriert

10

Mittwoch, 18. März 2009, 07:52

Hallöle Ihrs,

zu den Waffen nochmal... Ich kann auch Menschen die Waffen besitzen nicht einfach so verurteilen. Es gibt wie schon gesagt Jäger, aber auch Leute in Schützenvereinen... Es gibt in Deutschland ein Gesetz, dass Waffen im Tresor aufbewahrt werden müssen, was aber nie kontrolliert wurde. Außer in Hamburg wird in keinem Bundesland der Nachweis verlangt, dass ein Tresor überhaupt im Hause ist.

Naja, kann man endlos diskutieren das Thema, aber das bringt ja leider auch nichts.

11

Mittwoch, 18. März 2009, 08:28

Hallo,

mir tun die Eltern auch unendlich leid. Selbst wenn Sie dem Jungen die Waffe geliefert haben. Wenn jemand so etwas wirklich durchziehen möchte findet er auch einen Weg an die Waffe ranzukommen.
Traurig ist doch, dass anscheinend selbst die Psychologen das Gefahrenpotential nicht erkannt haben, wie sollten es dann die Eltern?
Und ich glaube auch nicht, dass es die Computerspiele waren, denn meist zieht man sich erst dann in die virtuelle Welt zurück, wenn man in der realen nicht mehr klar kommt.
Manchmal gibt es nicht den einen Grund, sondern eine Verkettung vieler Umstände. Und machmal machen Menschen Fehler. Was mich betrifft so hab ich Mitleid für die Eltern und für den Täter und für die Opfer.

Zum eigetlichen Punkt. Ich finde es auch traurig, dass man seine psychologische Behandlung verbergen muss. Wer von euch hat es denn auf Arbeit erzählt? Wohl kaum einer und zwar deshalb, weil man auch mit Zwang eine gute Arbeit leisten kann, aber es einem dann nicht mehr zugetraut wird, wenn die Mitmenschen wissen, dass man in Behandlung war oder ist.
Ging doch bestimmt jedem hier mal so, dass man komisch angesehen wurde, wenn man sich offenbart hat, oder?

12

Mittwoch, 18. März 2009, 10:16

Ich habe die Erfahrung in der unmittelbaren Nachbarschaft gemacht. Dort habe ich mich offenbart, weil ich ein Problem in meinen eigenen vier Wänden habe und dadurch nicht gerne Besuch innen haben möchte. Diese Nachbarn haben mir eindeutig erklärt, dass unsere Freundschaft beendet ist, sie verstehen es nicht.



Was mich zur Zeit ebenso aufregt ist die Tatsache, mit dem Prozess in St. Pöllen. Nun leugnet er alles vor Gericht was seine Tochter ausgesagt hat. Vor allem einem 73-jährigen lebenslang sorry aber da kann ich doch nur lachen.........
Die Tochter steht gerade in der Blüte ihrer Jahre und ist doch sowas von fertig für den Rest ihres Lebens. Und dann kommt dieses Eierplätzchen mit einem Ordner in den Gerichtssaal herein. Da möchte er nicht erkannt werden usw. Und dass die Frau nichts bemerkt hat, sorry ich verstehe es nicht........... X( X( X( X(

Theobln

Schüler

  • »Theobln« ist männlich

Beiträge: 72

Zwangssymptome: waschzwang,grübelzwang,kontrollzwang.

Medikament / Dosis: keine

Aktueller Therapie-Status: Ambulante Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Berlin

Beruf: aus gesundheitlichen Gründen Zu hause

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13

Mittwoch, 18. März 2009, 10:23

hi leute

Also nun geb ich mal meinen Senf dazu.:-)

was da passiert ist ist tragisch sowohl für die Eltern als auch für die Angehörigen und Mitschüler.
die meisten Fernsehprogramme haben darüber berichtet in einer senstaionsgier ohnes gleichen.Klar möchte die Öffentlichkeit informiert werden,aber doch nicht so das man spekuliert warum und weshalb er das getan hat.
Allerdings gab es auch ein Programm was ich gesehen habe was sich an dieser spekulation nicht teilgenommen hat sondern den Angehörigen b.z.w Schülern die möglichkeit gab ihre Trauer auszudrücken b.z.w das Leid was der Tim angerichtet hat der Öffentlichkeit kund zu tun.
Der Sender war MTV zur info:-)
Sie haben die Nummern der Seelsorge und anderen Hilfsorganisationen eingeblendet,was ich sehr gut fand.
Zum anderen konnte die Leute mails.b.z.w Statments abgeben dazu.
Besonders bewegt hat mich eine Mail von einem Schüler der da seinen besten Freund verloren hat.Die Nachmittags zum Fussballspielen verabredet waren.

Es ist tragisch ja und, was macht unsere Politik anstatt mehr Sozialpädagogen,Sozailarbeiter und Lehrer einzustellen, denken sie darüber nach Waffengesetzte,und Ähnliches zu verschärfen.

Diese sogenannten Killerspiele(counterstrike,WorldofWarcraft) sind im Grunde harmlos,den es ist der Anwender(spieler) der diese Taten begeht und nicht das Spiel.
Wie man jemand umbringen kann, dazu findet man genügend Anleitung im Netz,Teilweise gibst da auch Bücher zu kaufen.
Selbst Bombenbaupläne gibts im Netz.
Da frag ich mich manchmal ob bei unseren Politikern nicht was Falsch läuft,b.z.w ob sie die Realität nicht erkennen.

Ich hoffe nur das die Angehörigen und mitschüler darüber irgendwann hinweg kommen und sich dauerhaft Hilfe suchen.


in diesem Sinne gruss theo

Maultier

unregistriert

14

Mittwoch, 18. März 2009, 13:45

find ich interessant, wie viele hier waffenfetischisten in schutz nehmen. für mich haben die leute echt einen an der waffel. es gibt nur ganz wenige die eine waffe brauchen (polizisten etc. und ein PAAR jäger, insgesamt wird zu viel gejagt in der BRD!). und sportschützen könnten ganz sicher auch mit luftgewehren schießen, aber das geht ja nicht, denn dabei hat man ja nicht so einen spass und so ein tolles gefühl wie mit einer waffe die tiere oder menschen töten kann X(

das erinnert mich an leute, die im jeep durch die innenstadt fahren. ist ja auch so ein schwieriges gelände hier ?(

status, kindlicher spieltrieb und machtgefühl stecken da meiner meinung nach hinter, aber solche sachen haben auch negative auswirkungen. je mehr waffen im umlauf, desto höher die gefahr, das mist gebaut wird und je mehr jeeps oder ähnliche gefährte durch innenstädte fahren, desto schmutziger die umwelt bzw desto erwärmter das klima...aber das ist den leuten ja egal, hauptsache der spieltrieb wird befriedigt, der status stimmt und das gewisse etwas an machtgefühl ist da ;)

lämmli

unregistriert

15

Mittwoch, 18. März 2009, 14:12

Hallo Maultier,

das sehe ich etwas anders. In Amerika besitzt z.B. fast jeder eine Waffe und das ist dort ziemlich normal. Umgerechnet passiert dort nicht mehr als hier.

Ich finde es ist auch ein großer Unterschied ob ich auf Pappscheiben oder lebendige Sachen schieße. Ich selber möchte keine Waffe und mein Hobby wird das auch nie werden, aber selbst wenn ich dieses Hobby hätte würde ich doch nicht auf die Idee kommen auf Menschen zu schießen. Tiere könnte ich übrigens auch nicht erschießen.

Klar bin ich auch der Meinung, dass jemand der so ein Hobby betreibt, seine Waffen ordnungsgemäß auch zu verschließen hat.

L.G.
Lämmli

Maultier

unregistriert

16

Mittwoch, 18. März 2009, 15:27

@ lämmli

jetzt bin ich aber baff...in amerika ist die anzahl der mord- und unfallopfer wesenlich höher als in europa z.b., auch prozentual gesehen.

http://www.sueddeutsche.de/wissen/606/326470/text/?page=5
http://www.geistigenahrung.org/ftopic12137.html

ich reg mich nicht umsonst darüber auf (über die waffenfanatiker) und eigentlich kenn ich dich als gut informierte person, deshalb frag ich mich warum du bei diesem thema so weit von der wahrheit entfernt bist. leider stimmt mein satz: je mehr waffen im umlauf sind, desto mehr morde und unfälle passieren. diese erkenntnis ist doch mittlerweile weit verbreitet und längst auch wissenschaftlich anerkannt (daher stammt die erkenntnis ja auch, aus wissenschaftlichen studien).

ps: auch besitzt in amerika sicher nicht jeder eine waffe, in den "liberaleren" staaten ist es sogar klar die ausnahme!

lämmli

unregistriert

17

Mittwoch, 18. März 2009, 16:33

schau mal hier:

http://www.fwr.de/index.php?id=94

Ich habe letztens mal eine andere Statistik dazu gelesen, die ähnlich ausfiel.

Ich habe übrigens nicht dafür plädiert, dass mehr Waffen in den Umlauf kommen sollten.

Ich bin absolut gegen jede Art Gewalt, ich glaube aber dass die meisten Menschen die eine Waffe besitzen sie nicht auf Menschen richten und Waffenbesitz m. E. nicht gleich eine höhere Kriminalitätsrate bedeuten muss.

L.G.
Lämmli

18

Mittwoch, 18. März 2009, 16:51

Ich finde es sehr schade, dass das Thema so hart und stark diskutiert wird.

Jeder hat doch seine Meinung dazu und man muß den anderen doch nicht seine Meinung aufzwängen wollen.

Es gibt nur wenige Foren, wo die einzelnen Meinungen akzeptiert werden, aber in diesem speziellen Posting empfinde ich es nicht so. :rolleyes:

lämmli

unregistriert

19

Mittwoch, 18. März 2009, 17:23

Hallo Feli,

ich empfand die Diskussion bisher eigentlich sehr sachlich und ich möchte auch niemandem meine Meinung aufzwängen und hatte auch bei Maultier den Eindruck nicht.

Allerdings habe ich schon darüber nachgedacht, dass so eine Diskussion leider niemandem weiterhilft. Niemand von uns wird dadruch (leider) einen Amoklauf verhindern können.

*kiss*

Maultier

unregistriert

20

Mittwoch, 18. März 2009, 17:40

liebes lämmli,

das "waffenrechtforum" ist ein zusammenschluß von waffenherstellern, waffenverbänden und sportschützen. ein blick ins impressum hätte genügt, um das rauszufinden. ich glaube aber nicht an solche interessenverbände (ist ja klar, warum die eine contra-einstellung einnehmen), sondern an wissenschaftler, die sich jahrzehntelang fast ausschließlich und unabhängig mit solchen themen auseinander setzen. und da ist die erkenntnislage mittlerweile eindeutig.

selbst in dem "waffenrechtforum" ist eine statistik sehr eindeutig:

Haushalte mit Waffen (in %) Schußwaffenmorde pro 100 Tsd. Einwohner
USA 41 % 6,24
Canada 26 % 0,6
Australien 16 % 0,56
Neuseeland 20 % 0,22
Deutschland 10 % 0,21
England 4 % 0,13

wie gesagt, die statistik ist aus dem waffenrechtforum (!), deren betreiber eindeutig "pro-waffen" eingestellt sind! ich meine, was gibts da noch zu diskutieren, der zusammenhang ist relativ eindeutig. natürlich spielen auch andere faktoren eine rolle, aber wissenschaftler betonen genau den in der obigen statistik belegten zusammenhang

ps: ich bin gar nicht unbedingt für eine verschärfung des waffenrechts in der BRD. worum es mir geht ist folgendes: mehrfach wurde hier mitleid mit den eltern geübt, aber das kann ich nicht, denn für mich sind solche waffenfreaks gestörte, die genau wissen wie gefährlich waffen sind (waffen sind zum töten da!). deshalb ist mitleid fehl am platz, bestrafung des vaters ist hingegen vonnöten, zumal ja bekannt war, dass sein sohn ein isolierter außenseiter mit psychischer erkrankung war...

und damit ist das thema für mich abgeschlossen.