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Biene Maya

unregistriert

1

Freitag, 21. August 2009, 10:31

wie läuft Euer Tag so ab?

Hallo Ihr Lieben!
In vielen Themen beschreibt ja der eine oder andere, wie der Tag so mit Waschzwang abläuft. Ich wollte hier gerne mal die Erfahrungen sammeln, dann kann man sich vielleicht noch viel besser austauschen. Ich finde es im allg. immer sehr hilfreich zu lesen, wie Ihr so mit den Zwängen umgeht und wie hier einander geholfen wird, durch´s "Zuhören", aufmunternde Worte oder Tipps. Danke an Euch alle an dieser Stelle dafür.
Ein "großes" Thema ist bei mir das "Wäschewaschen". Die Waschmaschine steht bei mir im Keller, ein Ort, wo ich sowieso schon nicht gerne hingehe, weil dort einige "verbannte" Sachen sind. Wenn ich die Waschmaschine eingeräumt habe. muß ich mir anschließend gründlichst die Händewaschen. Nach dem Waschvorgang öffne ich die Maschine und wasche mir wieder gründlichst die Hände, bevor ich die Wäsche herausnehme. Mit der frischen Wäsch darf ich dann auch an bestimmte Sachen nicht herankomen, sonst muß ich sie oft erneut waschen. Da reicht manchmal bloß die Eingebung ich KÖNNTE irgendwo herangekommen sein. Zum Glück konnte ich das schon etwas relativieren und ich hänge die betreffenden Gegenstände trotzdem auf (und benutze sie später auch). Oft genug habe ich dabei aber auch ein echt mulmiges Gefühl.
Die Waschmaschine an sich ist eigentlich von außen für mich extrem verseucht, denn da fasse ich ja immer auch nach jeder mal mehr mal weniger stark verseuchten Wäsche an. Deshalb bin ich auf der anderen Seite wieder auch ganz froh, dass sie im Keller steht und nicht in der Küche oder im Bad (wäre ohnehin kein Platz).
Beim Müllrausbringen schließe ich nachher die Tür mit dem Ellenbogen und wasche mir dann die Hände sehr gründlich. Manchmal muß ich mich anschließend sogar umzuiehen (könnte ja wo rangekommen sein). Wenn mein Mann den Müll rausbringt, reicht es mir zum Glück, wenn er sich anschließend kurz die Hände wäscht (auch ohne Seife) und den Wasserhahn nicht extra abspült, was ich meistens mache. Das ist dann ok für mich und ich hoffe dadurch, auch wieder mal nur mit kurzem Händewaschen auszukommen.
So, das sind erstmal meine beiden schwierigsten Aufgaben des Tages, will Euch nicht gleich überstrapazieren.
Wie macht Ihr das so?
Liebe Grüße

sabrina

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Zwangssymptome: Wasch-, Gedankenzwang

Aktueller Therapie-Status: Ambulante Therapie

Status: Betroffene/r

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2

Samstag, 22. August 2009, 23:10

wie läuft Euer Tag so ab?

Hallo,
also das Wäsche waschen ist auch ein ganz schlimmes Thema bei mir.

Es fängt schon an wenn ich die Wäsche aus dem Wäschepuff nehme, da lege ich ein Handtuch zurecht und nehme dann die Schmutzwäsche aus dem Puff heraus und auf das Handtuch, da darf ich nirgens ran kommen, dann Hände waschen, das Handtuch-Bündel nehme ich und trage es dann in den Keller in die Waschmaschine, rein, einschalten und wieder hinaufgehen. Hände muß ich nicht unbedingt waschen. Aber.... der Keller ist für mich so versifft, dass ich mich total ekele, dass krieg ich auch nicht mehr raus, will hier sowieso ausziehen, also will ich da nicht mehr dran arbeiten. Aber wenn ich da runter gehe und komme mit meinen Hausschuhen oder Hosen irgendwo ran und manchmal bildet man sich das ja auch nur ein, dann muß ich hoch und das Teil ausziehen und hab somit schon wieder Wäsche für den Puff. Manchmal muß ich auch die Schuhe waschen. Lauf zuhause nur noch mit Plastik-Badeschlappen herum, die kann man am schnellsten waschen und wieder trocken bringen.

Das mit dem Müll macht mir auch Probleme. Meistens bringt mein Partner den Müll raus und soll sich die Hände waschen. Aber er sieht das nicht ein und wäscht sie oft aus Trotz nicht.
Darf ich fragen wie lange dein Mann das schon so mitmacht? Mein Partner hat das jetzt einige Jahre mitgemacht, widerwillig, manchmal mit Streit.....mittlerweile macht er viele Sachen extra um mich zu ärgern usw., aber ich will mich eh von ihm trennen (anderes Thema) er behandelt mich immer schlechter und schimpft mich wg. der Zwänge, er kann damit nicht umgehen. Oh baby weint.....
sabrina

Biene Maya

unregistriert

3

Montag, 24. August 2009, 15:04

RE: wie läuft Euer Tag so ab?

Hallo Sabrina!
Danke für Deine Antwort. Das hört sich sehr ähnlich wie bei mir an. Bei mir reicht oft auch schon der Gedanke, ich wäre an etwas herangekommen und ich muß die betreffende Wäsche wieder waschen. Bevor ich die Wäsche herausnehme, versuche ich auch angestrengt, nirgends mit den Händen dranzukommen, sonst muß ich sie mir doch wieder waschen, bis ich das nächste Wäschestück herausnehme. Ich darf mit der sauberen Wäsche auch nicht an die Waschmaschine herankomen, da bin ich ja vorher mit der "verseuchten" Wäsche drangewesen und ich müßte das Kleidungsstück dann erneut waschen. Ich habe so schon ein und dasselbe Teil 3x hintereinandergewaschen und das, obwohl ich mir nicht mal ganz sicher war, wo herangekommen zu sein.
Wie kommt es, dass Du Dir nach der Wäsche im Keller nicht die Hände waschen brauchst?
Kannst Du "normal" einkaufen gehen? Ich muß immer gucken, wer noch einkauft, habe auch manchmal schon in einen anderen Supermarkt nehmen müssen, aber mit den Produkten selber habe ich meist keine Probleme.
Zu der Frage, wie mein Mann damit umgeht, schicke ich Die eine PN.
Liebe Grüße

RWilliams74

unregistriert

4

Dienstag, 25. August 2009, 07:20

WÄSCHEPUFF ????????

:prust:

sabrina

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5

Dienstag, 25. August 2009, 10:21

Wäschepuff

Hallo,

bist wohl noch sehr jung dass du diesen Ausdruck nicht kennst!

Gibs doch mal bei Google ein, da gibts sogar Bilder!

Ha ha ha wohl kein Allgemeinwissen da, ha ha ha!
sabrina

Brummbär

unregistriert

6

Mittwoch, 26. August 2009, 00:21

Ich kannte den Ausdruck auch nicht, selbst meine Oma hat das nicht gesagt.

rene-05

unregistriert

7

Montag, 31. August 2009, 10:06

RE: wie läuft Euer Tag so ab?

Hallo,
das wäschewaschen ist für mich auch ein problem,
ich tue meine wäsche in die maschiene, dann desinfiziere ich die lucke und die maschiene vorne, mache dann erst zu und meine mutter macht dann das mit dem Pulver und hygiene spüler.
dann gehe ich aufs WC mache mein großes geschäft, danach desinfiziere ich mich von oben nach unten, dann kann ich die sauber wäsche herausnehmen,
beim auf hängen auchte ich auch das ich nichts berühre, sonst gleich wieder zur wäsche.

das mit dem Müll heraustragen, Ich benutzte einmalhandschuhe um den Müll zu entsorgen, das mache ich bevor ich mich dusche, trotzt der handschuhe wasche ich meine hände gründlich danach.

es gäbe auch noch eineges zu erzählen

Gruß René

Biene Maya

unregistriert

8

Montag, 31. August 2009, 10:26

Hallo René!

Danke für Deine Antwort. Hygiene-Spüler benutze ich auch sehr viel. Das ist mir meist ein echtes Bedürfnis. Wohnst Du noch mit Deinen Eltern zusammen? Wie reagiert Deine Mutter auf Deinen Zwang? Würde es Dir helfen, wenn Sie die Wäsche ganz alleine erledigt?
Das mit dem Müll rausbringen habe ich in extremen Fällen auch mit den Handschuhen gemacht. Das brauche ich jetzt meist nicht mehr. Aber das Duschen nach dem Müll rausbringen mache ich immer noch oft, allerdings würde ich dann gerade sowieso duschen und deswegen bringe ich den Müll extra vorher raus.
Womit desinfizierst Du denn Deinen Körper?
Danke und viele Grüße

rene-05

unregistriert

9

Montag, 31. August 2009, 12:57

RE: Hallo René!

Hallo,
Ich wohne im Haus meiner Eltern, Im erste Stock haben ich eine abgeschlossene Wohnung, es gibt manchmal stress mit meiner Mutter, sie akzeptiert zähneknirschend meinen Zwang,
denn Müll bringe ich auch nur raus wenn ich Dusche,
das Wäschewaschen habe ich in der Klinik Roseneck gelernt, bei 8 Wochen aufenthalt blieb mir nichts anders übrig, seit dem darf meine Mutter meine Wäsche nicht anfassen.
Den einzigen kontakt mit meinen Eltern ist beim Essen hollen und Wäschewaschen.
Die Tücher bestellle aus dem Internet Kodan-Tücher zur hautdesinfektion, sind rückfettend.
Gruß
René

PalmaKunkel

unregistriert

10

Mittwoch, 2. September 2009, 08:40

RE: Hallo René!

Zitat

Original von Biene Maya
Danke für Deine Antwort. Hygiene-Spüler benutze ich auch sehr viel. Das ist mir meist ein echtes Bedürfnis. Wohnst Du noch mit Deinen Eltern zusammen? Wie reagiert Deine Mutter auf Deinen Zwang? Würde es Dir helfen, wenn Sie die Wäsche ganz alleine erledigt?
Das mit dem Müll rausbringen habe ich in extremen Fällen auch mit den Handschuhen gemacht. Das brauche ich jetzt meist nicht mehr. Aber das Duschen nach dem Müll rausbringen mache ich immer noch oft, allerdings würde ich dann gerade sowieso duschen und deswegen bringe ich den Müll extra vorher raus.
Womit desinfizierst Du denn Deinen Körper?
Danke und viele Grüße


Ja, so arrangier ich das auch mit dem Müllrausbringen; das mach ich nur an Tagen, wo ich eh Haarewaschen und Duschen muss. Jetzt im Sommer dusch ich eh täglich, aber Haarewaschen tu ich, wenn's gut läuft, nur alle zwei/drei Tage. Handschuh brauch ich zum Müllrausbringen nicht, weil ich mir ja eh danach gründlich die Hände waschen muss und meine Schlüssel wasch ich auch immer danach. Und immer, wenn ich das Gefühl hab mit meiner Kleidung an was schmutziges gekommen zu sein, wisch ich die Türrahmen ab, die ich ja mit der schmutzigen Kleidung gestreift haben könnte.
Morgens verläuft alles ganz normal. Abends, wenn ich von der Arbeit heim komme, muss ich aber erst mal die Klamotten ausziehen und dusche dann gleich, putz Zähne, wasch das Gesicht und crem mich ein. Das dauert dann ca. eine halbe Stunde und wenn ich noch Haare wasche ca. 45 Minuten.
Die meiste Wäsche befordere ich mit Handschuhen an in die Waschmaschine, hab einen Toplader und brauch sie so einfach nur oben reinwerfen. Wenn die Maschine voll ist, zieh ich die Handschuh aus und leg sie auf die Wäsche, damit sie gleich mitgewaschen werden. Dann tu ich Pulver in die Maschine und mach sie zu. Dann wasch ich einmal mit inzwischen normal viel Seife die Hände und wische teile der Waschmaschine ab.
Am schlimmsten bin ich immer am Schrubben und wischen nachdem meine Mutter das Wochenende mal bei mir war (was Gott sei Dank nur 3 mal im Jahr vorkommt), weil dann halt auch mein Bruder für einige Stunden in meiner Wohnung ist und der ist nicht grad der hygienischste. Da bin ich dann ca. 2 Stunden beschäftigt, bis ich mich wieder wohl fühle in meiner Wohnung.
Bin sehr froh, dass sich die Zwänge nicht weiter ausgebildet haben bisher und noch ziemlich im Rahmen sind. Zurzeit bin ich etwas gelassener und hab Hoffnung, dass ich sie weiter reduzieren kann.

Biene Maya

unregistriert

11

Mittwoch, 2. September 2009, 14:07

RE: Hallo René!

Hallo PalmaKunkel!
Auch Dir danke für Deine Antwort. Dass Du nach dem Waschmaschine befüllen die Hände nur noch "normal" waschen brauchst, finde ich echt prima. Das mit verseuchter Kleidung etwas berühren und dann abwischen kenne ich auch. Zum Glück kann ich dass mittlerweile schon lassen (fällt mir gerade auf, dass dieser Zwang echt weg ist, puh). Allerdings muß ich verseuchte Kleidung auch möglichst bald ausziehen, sonst fühle ich mich nicht wohl. Aber ich schaffe es schon, mich unterwegs, wo ich nicht weiß, wer vorher da gesessen hat, hinzusetzten und mich dann z. B. in mein Auto zu setzen. Ich brauche das Auto dann auch nicht (mehr) zu putzen. Das ist bei mir erst nötig, wenn ich mir ziemlich sicher bin, etwas verseuchtes angefasst zu haben. Bestimmte Sachen versuche ich, unbedingt nicht mit den Händen anzufassen. Insgesamt versuche ich sowieso, nicht zu vieles mit den Händen zu berühren, ein Kontakt mit dem Ellenbogen z.B. ist aber in vielen Situationen ok.
Wie ist es für Dich außerhalb der Wohnung?
Viele Grüße

Freibeuterin

unregistriert

12

Freitag, 4. September 2009, 18:21

Mein Tag:

Aufstehen, darüber nachdenken wie man Dreck und Keime vermeiden kann. Nach einer Stunde draussen, wahnsinnig werden, grübeln, versuchen sich gegen den Zwang zu wehren...dann nach ca. einer halben Stunde doch aufgeben und alles desinifizieren..

ich hatte heut ein für einen waschzwängler echt mieses erlebenis:

nach meiner ersten sitzung bei einer Therapeutin, gehe ich die Straße zurück zu meinem Haus und gehe auf eine Schule zu. Aufeinmal sehe ich eine "Irre" und für mich war diese Frau wirklich irre (da sie ja im Gegensatz zu uns nicht merkt, dass sie peinliche Dinge tut) und sie hockte unter einem Baum und pinkelte. Dann stand sie auf und schrie rum und ging in meine Richtung.

Man muss sagen, ich war mindestens 6-15 Meter von ihr entfernt. Dennoch hatte ich sofort das Gefühl aufgrund des Windes der in meine Richtung wehte und obwohl ich sofort die Straßenseite gewechselt hatte, dass meine Kleidung jetzt mit ihrem Urin kontaminiert ist.... Ich weiß wie unwahrscheinlich das ist, aber bei einem Menschen wie ihr, der offensichtlich unhygienisch und irre ist, macht mir das soviel Panik, dass es mich den ganzen Tag verfolgt. Ich musste jetzt meine Jeans in die Wäsche schmeißen..und überlege es auch mit meiner jacke zu tun...

:alarm:

Biene Maya

unregistriert

13

Montag, 7. September 2009, 10:26

Hallo!
Puh, das kann ich gut nachvollziehen. Ich weiß auch, wie schlim schon die Vermutung ist, mann KÖNNTE mit etwas in Berührung gekommen sein. Ich würde wahrscheinlich auch meine Jacke waschen.
Ich versuche meinen Tagesablauf übrigens auch oft erstmal theoretisch zu gestalten, d.h. wie kann ich bestimmte Sachen am besten ausschließen und das, was zu tun ist, versuche ich in einer bestimmten Reihenfolge zu erledigen: das weniger kontaminierte zuerst, dann langsam steigern, um zwischendurch häufiges Händewaschen zu vermeiden.

PalmaKunkel

unregistriert

14

Mittwoch, 9. September 2009, 11:20

Ja, so mach ich das auch Biene Maya. Und ich versuch auch Pläne aufzustellen, auf was ich in dieser und jener Situation achten muss, um mich nicht zu kontaminieren. Dieses Könnte ist eine ganz große Qual, der ich meist nachgebe. In letzter Zeit hab ich's aber öfter mal geschafft, mir nur jeden zweiten Tag die Haare zu waschen. Heut klappt das wieder nicht. Morgen kommt auch noch jemand in meine Wohnung, für die jährliche Säuberung meines Wassererhitzers im Bad. Das ist auch immer schlimm, wenn jemand anders in meinem Bad rumfuhrwerkt. Werd dann alle Kosmetika in den Badschrank tun. Hatte ich beim letzten mal vergessen und gleich daneben wurden dann die Werkzeuge abgelegt ( wer weiß so die Werkzeuge bei anderen Menschen vorhergelegen haben?). Da kann ich dann wieder orgendlich schrubben. Gott sei Dank kann ich wenigstens das Firmentelefon auf meins zuhause umleiten, so dass ich wenigstens da sein kann.

Biene Maya

unregistriert

15

Mittwoch, 16. September 2009, 12:35

Hallo Palma Kunkel

Das geht mir auch immer so. Wenn jemand in die Wohnung kommen soll, empfinde ich das auch immer als sehr unagenehm. Nicht nur, dass Sachen mitgebracht werden könnten, die von irgendwo kommen, was bei mir Angst auslösen könnte, sondern auch, dass meine eigenen Sachen "verwirbelt" werden könnten (werden Sachen, die von mir mehr gemieden sind mit neutralen Sachen in Verbindung gebracht? und ist dann nachher mehr "verseucht"?). Außerdem ist mein zu Hause mein Rückzugsort, ich fühle mich dort meist in meiner Privatsphäre sehr durch andere gestört.
Wie war denn Dein Termin?

PalmaKunkel

unregistriert

16

Dienstag, 22. September 2009, 13:22

Hallo Biene Maya! Dieses mal hab ich's besser überstanden wie das letzte mal, war ja besser vorbereitet. Hab auch nur eine viertel Stunde nachher gewischt. Noch vor drei Jahren hab ich mir überhaupt nicht solche Gedanken gemacht. So sorglos werd ich diesbezüglich wohl nie mehr werden, hoffe, dass es wenigstens nicht schlimmer wird. Diese Ängste, dass nachher mehr verseucht ist, hab ich auch immer wenn jemand bei mir ist.

17

Freitag, 25. September 2009, 22:07

waeschewaschen

hallo,

bei mir sieht das waeschewaschen folgender weise aus:

nackig oder angezogen in den keller gehen... maschine mit waschmittel fuellen und alles einstellen, waesche in die maschine schmeissen... schliessen und starten... wenn ich angezogen in den keller ging, dann klamotten ausziehen und unten lassen fuer den naechsten waschgang.. oder auch gleich mit reinschmeissen in die maschine.. danach raufgehen und duschen (mit haarewaschen)...

wenn der waschgang fertig ist... sauber wieder runter in den keller mit nassem waschlappen (und desinfektionsmittel)... waschmaschine mit dem lappen schnell sauber wischen.. danach wieder raufgehen und haendewaschen bis ellenbogen... danach wieder runter in den keller und saubere waesche holen.. dabei nirgends anstossen... nur saubere waesche beruehren... oben waesche aufhaengen... ohne etwas zu beruehren wovon ich denke dass es schmutzig sein koennte... danach erneut duschen (mit haarewaschen)...

runtergefallene waesche bleibt dort wo es runtergefallen ist... und wird spaeter wieder gewaschen...

da ich einen waschzwang habe.. habe ich immer sehr viel schmutzige waesche.. und komme manchmal nicht mehr mit dem waschen nach... habe gestern einen waschgang gestartet.. und habe es noch immer nicht geholt... da ich keine lust habe mich nur deshalb zweimal zu duschen und haare zu waschen :( habe gestern wegen autoputzen dreimal duschen und haare waschen muessen.. und hatte keine lust nochmal...

macht es jemand komplizierter? :E

PalmaKunkel

unregistriert

18

Montag, 28. September 2009, 11:30

Wäsche dir mir auf den Boden fällt, wird auch nicht benutzt, sondern wird wieder gewaschen. Das ist ja heftig opsych, dass du so oft Haare waschen und duschen musst durch das Wäschewaschen. Viel Wäsche fällt bei mir auch an aufgrund meines Waschzwangs. Glücklicherweise ist meine Waschmaschine bei mir im Bad. Wenn sie im Keller wär, fänd ich das auch schlimm. Ich befüll sie immer am Haarewaschtag morgen früh's bevor ich zur Arbeit gehe, weil im Büro empfinde ich es eh als schmutzig, da ist es dann egal, ob ich vorher Kontakt mir schmutziger Wäsche hatte.

Biene Maya

unregistriert

19

Montag, 28. September 2009, 13:43

RE: waeschewaschen

Hallo opsych!
Erstmal herzlich willkommen, hier bei uns.
Ja, bei mir fällt auch immer viiiiiel Wäsche an. Wäsche, die bei mir im Keller herunerfällt, wasche ich auch nochmal. Wenn sie mir oben herunterfällt kann ich sie meistens mit aufhängen. Aber ich darf sonst fast nirgends mit der Wäsche herankommen (Geländer oder so). Das ist auch dann so, wenn ich vielleicht tatsächlich nirgends herangekommen bin, aber dass Gefühl hatte, dass vielleicht doch. Mittlerweile kann ich solche Fälle aber auch hin und wieder aufhängen (und ich versuche, die Sachen dann nachher auch zu benutzen und das funktoniert auch schon immer besser). Ähnlich wie bei Dir dauert das Drumherum ums Wäschewaschen auch viel Zeit und Durchringen, ich lasse abends manchmal auch die Wäsche in der Maschine, um mich nicht schon wieder unwohl zu fühlen und dann wieder duschen zu müssen. Mich nervt es sehr, dass solche Aktionen immer so zeitintensiv sind; möchte das auch mal "nur so nebenbei" erledigen können.

20

Sonntag, 1. November 2009, 21:54

RE: wie läuft Euer Tag so ab?

Zitat

Original von Biene Maya
Das hört sich sehr ähnlich wie bei mir an. Bei mir reicht oft auch schon der Gedanke, ich wäre an etwas herangekommen und ich muß die betreffende Wäsche wieder waschen. Bevor ich die Wäsche herausnehme, versuche ich auch angestrengt, nirgends mit den Händen dranzukommen, sonst muß ich sie mir doch wieder waschen, bis ich das nächste Wäschestück herausnehme. Ich darf mit der sauberen Wäsche auch nicht an die Waschmaschine herankomen, da bin ich ja vorher mit der "verseuchten" Wäsche drangewesen und ich müßte das Kleidungsstück dann erneut waschen. Ich habe so schon ein und dasselbe Teil 3x hintereinandergewaschen und das, obwohl ich mir nicht mal ganz sicher war, wo herangekommen zu sein.
Wie kommt es, dass Du Dir nach der Wäsche im Keller nicht die Hände waschen brauchst?
Kannst Du "normal" einkaufen gehen? Ich muß immer gucken, wer noch einkauft, habe auch manchmal schon in einen anderen Supermarkt nehmen müssen, aber mit den Produkten selber habe ich meist keine Probleme.
Zu der Frage, wie mein Mann damit umgeht, schicke ich Die eine PN.
Liebe Grüße


Hi ihr, im Allgemeinen geht es mir mehr oder weniger genauso, wie ihr das schildert, bin echt erleichtert, dass es ncoh anderen so geht(man kann über solche Sachen ja an sich nicht mit anderen reden, zumindest hab ich das bisher nie wirklich getan, aus Angst vor den Reaktionen, dass man für verrückt gehalten wird und so... weil es eben für Außenstehende nicht nachvollziehbar ist...)
Der Gedanke oder der Zweifel, dass die Wäsche irgendwo rangekommen ist, kenne ich auch, hab die dann teilweise auch mehrmals waschen müssen oder nicht in den Schrank räumen können zu der 'sauberen' Wäsche, eine zeitlang hatte ich auch das Problem, wenn ich etwas nach meiner Ansicht schmutziges gewaschen hab, was ich dann mache, wenn ich etwas weniger schmutziges wasche...Desinfektionsmittel nehme ich für die Wäsche jetzt nicht mehr, hab das nur sehr kurz gemacht und der Geruch war irgendwie eklig ausserdem zerstört mansich am Ende damit noch die normale Immunabwehr oder so. Ich wasche die Wäsche jedoch immer noch(schaffe es nicht das zu ändern) mit Vorwäsche, dann hab ich das Gefühl, dass sie sauberer ist als ohne. Ich wisch, nachdem ich die schmutzige Wäsche hineingetan hab, die Tasten und den Rand aus Gummi der Luke mit einem angefeuchteten Tuch ab wo ich ein Paar Tropfen AuraSoma raufgetan hab(enthält etwas Alcohol zum Desinfizieren), die schmutzige Wäsche fasse ich nur mit Einmalplastikhandschuhen an, danach Hände waschen, wenn ich die saubere Wäsche rausnehm wasch ich meistens auch die Hände davor bzw nachdem ich die Luke geöffnet hab, wasche ich die Hände, das rausnehmen is auch anstregend bei größeren Sachen, weil sie den Rand nicht berühren sollen, was teils trotzdem passiert(benutz die Sachen aber meistens doch) wenn sie raushängen, zB nen Hosenbein aus der Luke, dann wasch ichs nochmal und wenn nen Socken noch in Restschaum liegen bleibt wasch ich den auch nochmal.
Inzwischen kann ich auch Wäsche machen, wenn ich nicht geduscht habe, bevor ich die saubere herausnehme(früher konnte ich saubere Wäsche nur anfassen/aufhängen, wenn ich vorher geduscht hatte).
Das 'Müll-wegbringen-Problem' hab ich auch so gelöst gehabt wie ihr, nur wenn ich danach duschte + kompletter Kleidungswechsel und Schlüssel desinfizieren, das mit den Schlüsseln oder andren Gegenständen, die ich unterwegs anfassen muss mache ich auch, wenn unterwegs irgendwas Ekliges war.

Einkaufen ist bei mir auch schwierig, nicht nur was die Leute betrifft(ich hab da zB ein Problem, wenn nur eine Kasse offen ist und in der Schlange dann zB ein Penner ist oder ein Alkoholiker, bin manchmal nicht sicher ob es Penner sind oder Alkoholiker und wenn die Kassiererin dann dessen sachen anfäßt und danach meine Xx das geht irgendwie nicht) was auch shclimm ist, wenn Leute zB die Sachen berühren weil sie sich über das Band/den Wagen an der Kasse beugen und die Einkaufswagen an sich auch, die sind teils so dreckig(man sieht das sogar da klebt dann irgendwas dran) GRAUSIG! Neulich hab ich mehrere Wagen rausgenommen um einen zu finden der 'sauberer' ist und nicht so komische Sachen an den Gittern kleben hat...

Habt ihr eure Partner schon vor eurer Erkrankung kennengelernt? Wie schafft ihr das, trotz eurer Zwänge eine Beziehung zu leben?
Das Leben als solches ist absolut lebensgefährlich und führt mit 100%iger Wahrscheinlichkeit zum physischen Tod.

Lesen -> Denken -> Schreiben

~T~R~ O - o - O ~ L