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Familie & Partnerschaft: angst jemanden zu verlieren

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Montag, 18. Januar 2010, 16:56

angst jemanden zu verlieren

hallo,

ich habe folgendes problem, wenn ich z.B spazieren gehe achte ich immer genau darauf wo ich den nächsten schritt hinmachen soll. ich denke mir dann, dass wenn ich ihn falsch mache ich jemanden verlieren kann der mir sehr nahe steht z.B wenn ich eine freundin habe, dass sie jemanden anderes kennenlernt und mich dann verlässt. allerdings denke ich dann jedesmal, dass der schritt ja doch falsch sein könnte und das sie mich jetzt verlässt. ich muss also immer und immer wieder, den einen schritt machen, bis ich mir halbwegs sicher bin, dann ist alles gut ist. dann habe ich keine angst mehr allerdings nur bis zur nächsten situation. es ist jetzt nicht bei jedem schritt so, aber z.B wenn ich einen bordstein runtegehe oder der untergrund wechselt. ich weiss, dass es sich gestört anhört. hat jemanden ähnliche erfahrungen?
heute mittag habe ich einfach versucht, den gedanken zu verdrängen, diesen zwangsgedanken, dass ich einen fehler gemacht habe und bin so weitergegangen. und bis jetzt denke ich darüber nach ob es nicht ein fehler war und sie mich vielleicht verlässt. hat jemand das schonmal erlebt und sich auch dem gedanken wiedersetzt? ist es dann wirklich eingetroffen, wovor man angst hat?

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Freitag, 29. Januar 2010, 23:23

Hallo xy,

ja das Problem habe ich auch! Ich habe auch immer riesige Angst das meinen Eltern, meinem Mann oder meiner schwester etwas passiert. Oder auch das mein Mann mich verlässt wenn ich einem Zwang nicht nachgehe! Ich muss sehr oft diese Gedanken verdrängen und einfach schnell aus der Wohnung laufen, weil ich ja nun mal irgendwann zur Arbeit muss! Aber der Gedanke, dass ich zum Beispiel irgendeinen Gegnstand nicht richtig hingestellt habe oder die Türklinken nicht "richtig" berührt habe beschäftigt mich dann noch sehr lange und ich habe riesige Angst!

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Samstag, 30. Januar 2010, 04:31

das problem habe ich auch. ich kann sehr gut verstehen, wie du dich fühlst.

das mit dem widersetzen ist keine schlechte idee. versuch es weiter und du wirst sehen, dass sich die angst irgendwann legt. ich weiß, es ist sehr schwer, aber wenn du es durchhältst, wirst du sehen, dass es hilft.

bei mir war es auch mal so, dass ich versucht habe, mit den zwängen aufzuhören, und dann ist genau das eingetreten, wovor ich angst hatte. es hat sehr lange gedauert, bis ich dann begriffen habe, das es nichts damit zu tun hat. natürlich ist das sehr schwer, aber man muss sich klar machen, dass die zwänge keine auswirkungen auf das haben, was passiert.

hast du es schon mal mit einer therapie versucht?

lg co

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Freitag, 12. Februar 2010, 00:03

hi xy,

ich fühle mit dir!

bei mir ist spazieren gehen auch immer eine qual. ich muss beim waldspaziergang größere steine mal links umgehen, mal rechts umgehen oder mittig darüber hinweg steigen. das können dann schon mal mit 4 -5 versuche pro hindernis sein, wenns nicht richtig war. geflieste böden sind auch ganz schön schlimm, ich muss dann immer erproben welche fliesen ich betreten darf, geht was schief muss ich von vorne beginnen. türklinken muss beim öffnen immer mit mehr als 2 fingern (daumen zählt nicht) berühren, weil die 2 ne böse zahl ist... eigentlich komplett bescheuert, man weiß ich auch, aber ich muss es tun...

Ich denke immer "wenn ich das nicht tue passiert deinen eltern/partner was schlimmes.

ich bin übrigens auch ganz neu... mir geht es durch dieses forum gerade schon bedeutend besser! ich weiss jetzt das ich nicht allein bin und ich weiss was mit mir nicht stimmt. :krank: mal sehen wie ich jetzt damit umgehen werde... :rolleyes: ich hab bis jetzt immer versucht das ganze zu ignorieren...