Sie sind nicht angemeldet.

Familie & Partnerschaft: Fragezwang

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Zwangserkrankungen.de. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

fragemum

unregistriert

1

Mittwoch, 20. Januar 2010, 17:08

Fragezwang

hallo leute

hab mich grade vorhin in diesem forum angemeldet und wollte fragen ob es hier auch leute mit fragezwang und eventuelle generaliserter angststörung so wie ich das habe, gibt.
mein fragezwang bezieht sich vorwiegend auf beziehungs- und kinderthemen.
das heisst es geht darum ob ich in der beziehung okay bin oder ob meinem sohn eh nicht dieses oder jenes passieren kann.
in letzter zeit ist es mir auch wichtig, dass ich die gegebene antwort unbedingt verstehe, weil mein freund teils unterschiedlich geantwortet hat.
er sagt ja und na (na für nein, wir leben in österreich).
einmal habe ich das verwechselt oder eher hat er mich falsch verstanden. jetzt frag ich ihn zusätzlich zu seiner antwort noch ob er bei "ja" nicken und bei "nein" oder "na" kopfschütteln kann. damit ich "ja" eh sicher von "na" unterscheiden kann und ich ncith denke, ich hab mich verhört.
beim ohrenarzt war ich zur sicherheit eh schon, mit meinem gehör ist alles in ordnung :).
ich weiss ich könnte die frage nicht stellen :)
mein partner könnte auch "schon" sagen statt ja und nein, damit ich es besser unterscheide. oder "ich möchte nicht antworten" wie es ihm mein therapeut riet, aber das macht er oft nicht.

ich weiß von meinem therapeuten, ich sollte den gedanken am besten wegtreiben lassen und die frage nicht stellen. das fällt mir aber recht schwer.
ich bin zuerst nervös und dann fühle ich mich oft total leer, als wäre ich depressiv, wenn ich eine frage nicht stelle. manchmal bekomme ich auch psychosomatische beschwerden, ein druckgefühl in der brust.
wenn mein freund weg ist, ist es so, dass ich des öfteren keine frage habe, dann stört mich auch nix.
aber wenn er da ist, kann es auch sein, dass mir alte fragen wieder einfallen. manchmal kommt es mir vor, als wollte mich mein gehirn überlisten, so als hätte ich die frage nicht gestellt oder es wüsste die antwort nicht mehr. ich muss mir dann leise sagen "passt schon" oder was ähnliches.
und ab und zu kommt mir vor, ein teil weiß, dass ich die frage schon mal stellte, ein anderer nicht. und dann ist manchmal der nicht wissende stärker.

so wie mir auch manchmal vorkommt, ein teil von mir weiß von vornherein die antwort auf die frage und kennt sich sehr gut und und ist nicht unsicher und ein anderer kennt sich weniger gut und ist total unsicher.

wer kennt das oder sowas ähnliches? wie gehts euch damit?

ich bin übrigens in therapie, nehme kein medikament und stille.

2

Mittwoch, 20. Januar 2010, 19:47

also erstmal ich komm auch aus österreich und freu mich, dass da noch wer is : )

bei mir is das eher so, dass ich meine gedanken aussprechen muss, weil ich mir denke, dass sie unheimlich wichtig sind. ich kann das dann manchmal garnimma so unterscheiden. und wenn ich dann was sag, und der andere hats eh schon längst verstanden, dann muss ich das unbedingt trotzdem fertigerzähln. ich muss auch immer alles ganz genau verstehen. ich hasse es, wenn ich jemanden nicht verstehe und was sag und der das dann wiederholt, nur halt anders.
ich frag schon auch oft nach, aber bei mir is das glaub ich ein bisschen anders als bei dir. mein freund weiß mittlerweile von meinen zwängen bescheid und ich frag dann immer, ob das was ich grade gmacht hab eh ok is. also wenn ich den zwang halt nicht mach.

wie ist das bei dir eigentlich mit der generalisierten angststörung? was sind das für symptome?

lg co

fragemum

unregistriert

3

Mittwoch, 20. Januar 2010, 20:50

anwandlungen

hi du...

freut mich, dass noch eine österreicherin da ist...nicht, dass ich so patriotisch wäre Augenzwinkern aber deutschland kommt mir halt so weit weg vor...
bei mir besteht der zwang darin zu fragen ob das was ich mach, ok ist :)

aber korrekte aussagen liefern wollte ich auch, das hatte ich aber eher ärger vor der therapie. ich ändere des öfteren postings. wundert mich, dass man das hier nicht kann...:) vielleicht eine therapie für anankastische paersönlichekeiten :)?

vor der therapie bestand ich darauf, dass ich eh nur manchmal fragen stelle. also ich bin auch analytisch und heikel auf gewisse wörter. mag das wort immer beispielsweise garnicht.
aber das kommt auch daher, dass man sich so abgeurteilt vorkommt, wenn jemand sagt, du machst immer das und das. obwohl ich weiss dass es nicht so gemeint ist, dass man 24 stunden lang etwas macht, mag ich dieses wort einfach nicht. es haben schon mehrere leute mit mir darüber geredet, aber das sehe ich nicht ein. und irgendwie hab ich da auch recht, ich hab in einem buch gelesen, man soll bei anderen immer konkrete verhaltensweisen absprechen und nicht generalisieren Augenzwinkern

wenn wir jetzt beim generalisieren sind zur... generaliserten angststörung (wahnsinnsgute überleitung, hehe)...
ja die symptome kannst du überall nachlesen...es ist halt so, dass man sich oft sorgen oder gedanken macht, die sich um einen oder mehrere lebensbereiche drehen.

bei mir jetzt konkret:
ich habe selten sehr unangenehme zwangsvorstellungen, in der richtung, das ich was schlimmes absichtlich tun könnte und das stört mich kaum.

es gibt aber auch sachen, auch sehr unangenehm und sehr störend für mich, über die ich mir sorgen mache, über die sich vielleicht andere auch sorgen machen, nur ich mehr oder öfter bzw steigere ich mich mehr hinein.
aber nicht jetzt absichtlich sondern ich bekomm mehr so einen angstimpuls: ogott, könnte das oder das passieren...
ich denk dann halt weiter, was kann da schlimmstenfalls passiere:.
"könnte das baby dann auch sterben" ist so ein typischer gedanke von mir...

zum beispiel als das baby noch kleiner war, hatte ich oft den gedanken:
wenn das baby etwas erbricht, kann es dann ersticken... hörs ich vom klo aus, wenn es erstickt und dürfte ich jetzt die klotür zumachen oder nicht.
obwohl ein teil von mir wusste, ja ich hörs auch vom klo, musste ich meinen freund dann fragen. und wenn er dann sagt "schon hörst du es", und ich bin aber aufgeregt, weil ich angst vor einer negativantwort hab, weiss ich nicht ob ich die frage schon gestellt hab. noch schlimmer wenns ihn nervt und er nervös ist. ich frage dann mehrmals das gleiche, formuliere die frage um, usw.
also ich würd diese ängste als übertrieben bezeichen, ich geh sehr gern auf nummer sicher....das bezieht sich auf die angststörung.

und der zwang ist dann wohl, dass ich überhaupt jemand anderen fragen muss,also das absichern bzw. die wiederholung. leute mit einer generalisierten angstörung allein glaub ich monologisieren eher über ihre angst, aber fangen nicht an fragen zu stellen.
ich bin drauf gekommen, dass es oft auch sachen sind, die ich nicht meinen freund fragen muss (glaubst du, dass...) sondern die man auch im internet finden kann, oder an einer hotline erfragen kann. dann brauch ich die frage nicht mehr zu stellen.

und wenn sichs nicht aufs baby bezieht, bezieht sichs auf mich, so auf die art, passt das eh so wie ich bin, ist das normal was ich tu. die sind eher anlassbezogen, wenn meine freund und ich streiten ist es kritisch... mein freund leidet selbst an einer anderen psychischen störung, die bedingt, dass er teils sehr unhöflich wird.

ich wüsste gern, wie genau sich deine "anwandlungen" bei dir auswirken, kannst du da auch ein beispiel geben? und wie gehts dir in der therapie?

lg

fragemum

unregistriert

4

Mittwoch, 20. Januar 2010, 21:08

übrigens mir ist noch was lustiges eingefallen..ich glaub wir würden uns gut ergänzen, weil ich habs ja sehr gern, wenn leute ganz konkret sagen was sie meinen Augenzwinkern Zunge raus ..solange es mir gefällt, hehe...
nein okay, manchmal brauch ich ein bisschen zeit um eine andere meinung zu akzeptieren, wenn sie mir (unbegründet) angst macht, aber im grossen und ganzen geht das schon...
tu auch gern philosphieren.
also gedanken und erzählungen her damit...außer es geht um computer :computerwerf:
mein freund ist ein computernerd und der kann da sachen erzählen... Traurig
naja aber das ist offtopic.

5

Donnerstag, 21. Januar 2010, 02:05

hmm naja therapie... ich war noch in keiner : ) das is ja das blöde. ich hab mich bis jetzt einfach nicht getraut. ich hab auch noch nie wirklich mit jemandem drüber geredet, bis auf meinen freund, obwohl ich das eh schon seit jahren weiß, dass ich zwänge hab. ich hab die halt schon seit meiner kindheit, also praktisch schon immer. vielleicht war das der grund, dass ich noch nicht in therapie gegangen bin, also weil ichs ja praktisch eh schon gewohnt war. aber ich hab vor kurzem beschlossen, dass ich wohl doch eine machn sollt.

also bei mir gibts da noch mehr als nur das fragen. mit den gedanken is das eher nicht so, dass ich angst hab, dass ich was dummes tu oder, dass ich drüber nachdenk ob ich eh alles richtig gmacht hab. bei mir gehts da eher drum, dass ich alles nochmal und nochmal denk, bis ichs sozusagen richtig gedacht hab. generell zähl ich sehr viel und ich mach auch manche sachen öfter bis es halt passt. das hört sich jetzt vielleicht dumm an, aber es hat halt auch viel mit der angst zu tun. also wenn ich vor etwas angst hab, dann mach ich eben diese komischen sachen. ich machs dann nochmal "richtig" oder ich machs nochmal damits sozusagen neutralisiert is. das gleiche is das dann auch mit dem sprechen. wenn ich sprech und grad nervös bin, dann muss ich dabei immer bestimmte dinge anschaun. nicht immer das gleiche aber halt was, das mir keine angst macht. wenn ich grad nicht dran denk und grad voll enthusiastisch und im gespräch bin dann gehts recht gut.

nur zur angst. also früher hatte ich eher angst davor, dass was schlimmes passiert. ich hatte zum beispiel als kind ziemlich starke migräne. also immer wenn ich mich komisch gefühlt hab, hab ich angefangen die sachen zu machen. ich hab dann halt geglaubt, wenn ich das so und so mach, dann passiert nix. was eigentlich völlig unsinnig is. jetzt hab ich eher mehr angst vor meinen erinnerungen. also wenn ich was mach und ich mich dann dabei an was blödes oder schlechtes erinnere, dann muss ichs nochmal machn.

beispiele zu geben, is schwierig, weil ich das immer bei anderen sachen mach. es gibt zum beispiel gewisse wörter, die ich mag und dann halt öfter sag. es muss einfach alles immer auf eine gewisse art und weise gemacht werden. mittlerweile is es eh schon besser. früher, also in meiner pubertät, da wars viel schlimmer. da war wirklich schon fast jede einzelne tätigkeit eine qual. wundert mich, dass das nie jemandem aufgefalln is. ich glaub ich bin ziemlich gut darin, das zu verstecken.

wie gehts dir eigentlich in der therapie? wann hast du dich dazu entschlossen, damit anzufangen?

ich hoff, ich hab jetzt alle fragen beantwortet : )

lg co

fragemum

unregistriert

6

Donnerstag, 21. Januar 2010, 12:37

danke für die schnelle antwort. ich kann mir ungefähr vorstellen wie das bei dir sein könnte. weisst du wovor du angst hast oder nicht.
es kann bei dir auch sein, dass du nur zwanghaft bist oder aucheine anankastisch persönlichkeit.

was die therapie betrifft. ich kann dazu sagen, es ist einfach eine erleichterung unterstützung von kompetenten personen zu haben. bei mir ist das so, dass ich leichter dazu stehen kann, seitdem ich dort bin. früher hoffte ich dass ich nur zwangahafte verhaltensweisen hab. jetzt weiss ich, dass ich eine zwangsstörung hab und das ist kein problem für mich. die therapie bringt mir auf jeden fall was.
ich kann im moment nicht mehr schreiben weil der kleine was will...


lg und bis bald

7

Donnerstag, 21. Januar 2010, 17:15

ja naja ich weiß schon wovor ich angst hab. also so ungefähr halt. ich glaub auf jeden fall, dass die zwänge von der angst kommen. ich bin zwar sonst auch ziemlich ordentlich teilweise, aber manchmal schauts halt so aus in der wohnung, dass ich mir denk, da kann doch keiner mit zwängen wohnen : )
ich glaub viel kommt auch daher, dass meine mutter ein ziemlich ängstlicher mensch is. sie hat mir halt als kind schon ziemlich viel verboten, weil sie angst um mich hatte. und dann kamen da immer solche kommentare wie, geh nicht hinters gebüsch, weil da könnt einer sitzen der dich verzaht. das kann man doch einem kind nicht sagn : )

ich werd eh mal schaun, dass ich einen therapeuten find. zuerst muss ich aber mal meine ganzen prüfungen hinbekommen, damit ich mal wieder ein bisschen ruhe hab.

lg co

fragemum

unregistriert

8

Donnerstag, 21. Januar 2010, 21:08

hi again...

ja das mit den zwängen kann total unterschiedlich sein und hat mit ordentlichkeit nichts zu tun.
da haben wir wohl teils ähnliche biographien. ich erlebte zumindest ähnliches mit meiner großmutter, sie war auch ängstlich und überbehütend, sodass ich in der schule auch total schüchtern war. außerdem wurde mir signalisiert, ich muss lieb und brav sein um akzeptiert zu werden. ich weiß, dass das nur erziehungsmethode war und dass mich meine großmutter so und so geliebt hätte, aber es war keine günstige methode.
ich reagier leicht allergisch, wenn jemand über meinen sohn fragt ob er brav ist.
in der schule kam ich dann drauf, dass es dort sowieso ganz anders zugeht und kam damit schwer zurecht. es kostete meine mutter aufwand, mich dazu zu bewegen auf andere zuzugehen.

zu deiner frage von letztens:
ich bin seit einem halben jahr in therapie.
bis jetzt ist es mir noch nicht gelungen etwas zu bessern, was meine zwänge betrifft. ich kenne mich teils aber schon besser. das gibt auch eine gewisse sicherheit.
was ich tun sollte ist, die gedanken wegtreiben lassen und es einfach sein lassen, schwach sein und mich trösten indem ich mir sage, ich bin unsicher, es geht schon vorbei.

übrigens was das festhalten von dingen betrifft. wenn ich versuche, antworten auf fragen zu merken, werde ich die frage nochmal stellen, sagte mein therapeut heute. also es hilft nur loslassen und mit aktivität ablenken, auch wenns einem schlecht geht.


ich wünsch dir alles gute für deine prüfungen...

lg susi

fragemum

unregistriert

9

Donnerstag, 21. Januar 2010, 21:23

was ich noch sagen wollte, zwanghafte handlungen öfter hintereinander machen hatte ich auch schon zu einer anderen zeit. dann hab ich mir selbst eine angst eingestanden, dann ging das wieder weg.

was die kindheit betrifft, fast alle kinder zeigen ab und zu zwanghafte verhaltensweisen, um sich sicherer zu fühlen hab ich gelesen.

10

Donnerstag, 21. Januar 2010, 21:41

also ich hab in letzter zeit auch ein paar mal probiert, die zwänge einfach sein zu lassen. manchmal hats ganz gut funktioniert, manchmal hab ich dann noch mehr angst bekommen. es is halt schon sehr schwierig mit was aufzuhörn, das man schon so lang macht. das is teilweise auch alles schon so unbewusst.

mein freund und ich haben letztens ein paar theorien aufgestellt, woher die zwänge kommen könnten. ich würd schon allein deswegen gerne in eine therapie gehn, um zu erfahrn ob die stimmen könntn. zum beispiel wegen dem festhalten. ich weiß, dass ich veränderungen nicht unbedingt so gerne mag. also nicht alle, aber die, die ich nicht kontrollieren kann. sei das nur das neue design des internetexplorers oder von facebook. ich mags einfach nicht. das macht mich ganz wahnsinnig. mein freund hat gemeint, dass das vielleicht daran liegt, dass meine schwester wie ich klein war ins ausland gegangen ist, und dass ich vielleicht, auch wenn ich mich nicht daran erinnern kann, sehr an ihr gehangen bin. da sind noch mehr solche sachen, die mich wirklich interessiern würdn.

ich versteh, dass du das nicht magst, wenn man dich fragt, ob dein sohn brav ist. ich find, brav ist so ein wort, das sagt überhaupt nix aus. nicht mal ob das kind erzogen ist oder nicht. eigentlich nur ob das kind das macht, was man ihm sagt und das is find ich nicht unbedingt ein vorteil.

wie alt ist dein sohn jetzt eigentlich? und wie alt bist du, wenn ich fragen darf? : ) ich bin jetzt grade 20. ich denk zwar noch nicht ans kinderkriegen, aber ich find die kleinen ja unheimlich lieb.

aja und was mir noch eingefalln is, mein freund is auch ein pc freak : )

lg co

fragemum

unregistriert

11

Sonntag, 24. Januar 2010, 15:17

hi...

ich bin schon 32. ich empfinde mein kind als ein grosse bereicherung meines lebens. es ist verdammt schön ein kind zu haben, viel schöner als ich früher gedacht hätte. ich selbst bin dadurch auch weiblicher geworden. mein kleiner ist jetzt 6 monate alt.
dadurch, dass ich ein ängstlicher mensch bin mach ich mir natrülich auch einige sorgen, hab ich eh schon erwähnt. und ich hatte pltzlich viel weniger zeit für mich. aber anfangs war mir das wurscht bzw war viel unterwegs mit dem kind und jetzt schau ich schon, dass ich auch zum malen komme, dass ich als ausgleich so dringend brauche.
aber ansonsten kann ich aus nur sagen, es ist eine großartige erfahrung :].
aber in deinem alter denken die meisten wohl noch nicht so an kinder, was aber glaub ich eher dem zeitgeist zuzuschreiben ist, längere ausbildungszeiten, betonung von indivdualismus, selbstsuche und eigener selbstverwirklichung...
oder wie ist das bei dir?

12

Sonntag, 24. Januar 2010, 19:08

du malst? ich male auch : ) ich war sogar in so einer kunstschule. lustig.

das stimmt schon. in der heutigen zeit ist es schwer, in meinem alter ein kind zu bekommen. ich hab grad erst angefangen zu studiern. mit nebenbei arbeiten kann man kein kind ernähren. also ich könnt mir anundfürsich schon vorstellen, schon ein kind zu haben. reif genug würd ich mich dafür schon fühlen. ich glaub man wächst da auch ein bisschen rein. man kann halt dann nichtmehr so eifach party machn : ) aber ich verbringe eh lieber ruhigere abende mit freunden zuhause. ich glaub das größte problem is wirklich das geld. also solang ich keinen gscheiten job hab, will ich auch kein kind haben. ich mein ich leb größtenteils selbst noch von meinen eltern.

lg co

13

Montag, 25. Januar 2010, 01:14

ich glaub der zeitpunkt, wann frauen heute kinder bekommen, hängt primär von den persönlichen zielsetzungen bezüglich des berufes und des bildungsstandes ab. es gibt hier ziemlich viele junge mütter, die nicht arbeiten und meist auch nicht verheiratet sind und wo der 'staat' die ganzen kosten trägt ....

diese frauen leben nicht unbedingt schlecht, zumal, wenn man bedenkt, dass sie die mehrfachbelastung nicht haben: arbeit, kind, haushalt unter einen hut zu bringen, eben weil sie nicht arbeiten gehen und teils auch keine abgeschlossene berufsausbildung haben.

diejenigen, die intelektueller denken, sind oft auch noch um 30 herum der ansicht, dass sie sich ein kind nicht 'leisten' können, wenn oder weil die finanzielle, berufliche situation eben nicht sicher genug ist, nicht wirklich abzuschätzen ist.

Grüße, Hermit.

PS: ich male auch, bin aber schon viel zu lange nicht mehr dazu gekommen, was eigentlich sehr schade ist.
Das Leben als solches ist absolut lebensgefährlich und führt mit 100%iger Wahrscheinlichkeit zum physischen Tod.

Lesen -> Denken -> Schreiben

~T~R~ O - o - O ~ L

14

Montag, 25. Januar 2010, 02:58

naja das stimmt schon so. wenn man die allimente, das kindergeld, das kindergeld vom kind und das arbeitslosengeld zusammenzählt, dann lebt sichs von dem sicher nicht schlecht. aber vom staat finanziert zu werden heißt für mich nicht sich ein kind leisten zu können. das würde ich nicht wollen.

lg co

fragemum

unregistriert

15

Montag, 25. Januar 2010, 19:53

@ hermit:
wer, wie ich, ein kind hat, weiss wieviel zeit dafuer zu investiert wird. sicher es gibt viel freude, aber ich persoenlich beeil mich untertags moeglichst ohne rechtschreibfehler ein posting zu schreiben. klar sollte das kindergeld der staat finanzieren, wo soll es denn sonst herkommen.
die meisten muetter wollen sich die erste zeit voll um ein kind kuemmern, was besser fuer die kinder ist. die vaeter kommen da auch oft leider zu kurz.
aber die meisten menschen koennten sich auch als teilzeitbeschaeftigte keine kinder leisten. also wenn vor dem kindergarten keine unterstuetzung da waere, haetten viele menschen keine moeglichkeit kinder zu bekommen. soll kindergebaehren gaenzlich ein privileg fuer reiche sein?
viel mehr noch sage ich muetter sollten mehr und laenger von sozialhilfe profitieren um ihre ausbildung abschliessen zu koennen.
nach den ersten 2, 3 (je nach modell) jahren entfaelllt kinderbetreuungsgeld sowieso, die familienbeihilfe von 156 euro, damit huepfst nicht weit.
muetter sind keine belastung fuer, soendern stuetzen des staates!

co: auf kinderbetreungsgeld wirst du denk ich, nicht verzichten wollen.

fragemum

unregistriert

16

Montag, 25. Januar 2010, 20:05

arbeitslosengeld bekommst uebrigens nicht zusaetzlich zum karenzgeld, wenn du das meinst. oder denkst du an familien wo vaeter arbeitslos sind. ich weiss, dass man als arbeitslose(r) durchaus auch weiterbildungen absolvieren kann, die nicht nur irgendwelche fadenscheinigen umschulungen sind, wie es oft heisst. bzw. dass man als arbeitsloser auch immer wieder wo vorstellig werden muss und beim ams begruenden mus, warum man noch keine arbeit gefunden hat. langfristig arbeitslosengeld beziehen ohne "triftigen" grund stell ich mir fast unmoeglich vor in unserem "sozialsystem".

17

Montag, 25. Januar 2010, 23:42

ja doch, das möcht ich schon. ich möcht nur nicht wenn ich auch arbeiten könnt die ganze zeit zhaus herumhockn. und naja ich glaub halt nicht, dass arbeitslosengeld und kindergeld so viel is, dass man wirklich sorgenlos leben kann, also wenn ich mal ein kind hab, dann möcht ich halt auch einen gscheitn job habn.

lg co

18

Dienstag, 26. Januar 2010, 02:54

@fragemum

mein kommentar sollte nicht negativ gemeint sein, ich finde eigentlich, dass es heute teils sogar komplizierter ist, was familiengründung betrifft als früher. alleine wenn ich an die ganzen alleinerziehenden denke, die dann, sobald das kind 3 alt ist, arbeiten gehen sollen, selbst wenn es für das kind besser wäre, wenn es die mutter ganz hätte

ich meinte, dass die jungen frauen, die oft sehr jung ihre kinder bekommen, eben gerade durch ihre jugend noch nicht (oder nicht unbedingt) so sehr die ganzen rationalen gründe abwägen, die gegen ein kind sprechen; weiß im bekanntenkreis von einigen, die eben sehr jung ein kind bekamen und teils schon 2 haben und wo das ganz gut klappt durch den staat, während ich auf der anderen seite von frauen anfang der 30 weiß, die ebenfalls alleinerziehend sind bzw geschieden und mit abgeschlossenem studium und die dann arbeiten gehen sollen, weil der staat die unterstützung nicht übernehmen will (in der weise, wie bei den jungen müttern) und die auch lieber zu hause bei ihrem kind sein würden, abgesehen davon finde ich es bei einem 3-jährigen kind zu früh, das schon in den hort, etc abgeben zu müssen, damit die mutter arbeiten gehen kann. es mag frauen geben, die das wollen, aber es sollte nicht so sein, dass mütter, die lieber bei ihrem kind sein wollen, arbeiten gehen müssen, weil und wenn der kindsvater/exmann die verantwortung nicht mitträgt. ich finde, dass das dt. rechtssystem, was mütter angeht, nicht unbedingt gerecht ist und deshalb wundert es mich nicht, wenn viele sich auch wegen finanziellen gründen dagegen entscheiden.

@reiche

reiche entscheiden sich nicht unbedingt für kinder, selbst wenn genug geld da wäre, außerdem finde ich eine entscheidung für oder gegen ein kind, die man treffen (muß) aufgrund der finanziellen lage irgendwie nicht passend, die entscheidung sollten menschen aus anderen gründen treffen (können). leider sieht es in der realität oft anders aus und kinder und mütter haben irgendwie kein wirkliches ansehen, anders als in anderen ländern oder traditionen, wo die frau etwas 'gilt' eben weil sie mutter ist.

Grüße, Hermit.
Das Leben als solches ist absolut lebensgefährlich und führt mit 100%iger Wahrscheinlichkeit zum physischen Tod.

Lesen -> Denken -> Schreiben

~T~R~ O - o - O ~ L

chaos_

Anfänger

  • »chaos_« ist weiblich

Beiträge: 26

Zwangssymptome: Wasch- Gedanken- Kontrollzwänge

Medikament / Dosis: 60 mgFluoxetin

Aktueller Therapie-Status: war schon mal in Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Nähe Aschaffenburg

Beruf: EU-Rente

  • Nachricht senden

19

Dienstag, 26. Januar 2010, 11:58

Hallo Ihr:-)

ich kenne das auch mit dieser ewigen nachfragerei, stecke gerade wieder in so einem "schub" fest und bin schier am verzweifeln..nur, dass ich meine partnerin nicht "einfach" mal so fragen kann, weil es seit kurzem meine expartnerin ist-das erschwert das ganze noch zusätzlich. man möchte ja auch niemandem auf die nerven fallen damit und es quält mich sehr zur zeit.
alles gute euch...

fragemum

unregistriert

20

Dienstag, 23. Februar 2010, 21:13

hi du, sorry dass ich erst jetzt auf deinen beitrag antworte. hab das wohl gelesen, dann nicht mehr dran gedacht weil ich mit dem baby viel beschäftigt bin.
tut mir auch leid, mit deiner freundin.
ich würd gern mehr über den zwang erfahren, weil es wohl nicht soviele gibt die grad den zwang haben, den wir haben, hier im netz?

welche themen betrifft es bei dir?
bist du in therapie?
nimmst du medikamente, wenn ja, was für welche?

lg