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Lara

Schüler

  • »Lara« ist weiblich
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Beiträge: 139

Zwangssymptome: zw.handlungen, zw.gedanken, ordnungszw, kontrollzw

Medikament / Dosis: keine Medikamente

Aktueller Therapie-Status: Ambulante Therapie

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Hobbys: Tiere, Musik,Freunde

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1

Dienstag, 2. Februar 2010, 18:25

Zwang unterdrücken doch nicht gut???

hallo Ihr lieben;)

Ich komme gerade von der Therapie Stunde!
Mein Thera meinte Heute zu mir das man einen Zwang nie komplett heilen kann!
Das ist mir klar!!
Ich sagte Ihm das ich jetzt noch mal RICHTIG gegen den Zwang vor habe anzu gehen!
Wir sprachen sehr lange darüber und er ist der Meinung das ich mit meinem Zwang versuche irgend etwas in meinem Unterbewustsein abzuwärhen!
Er war der Meinung das es natürlich gut ist den Zwang wenns zuviel wird zu unterdrücken...aber ich solle jetzt nur nicht den Fehler machen und anfangen komplett zu versuchen den Zwang nciht mehr auszufürhren..denn nach seiner Meinug hätte dies zu Folge das man an einer Psychoche erkranken könnte!!!
Kann mir da jemand etwas näheres zu sagen??Wenn ich erlich bin habe ich sowas noch nie gerhört?!?!?!?!

Biene Maya

unregistriert

2

Dienstag, 2. Februar 2010, 20:17

RE: Zwang unterdrücken doch nicht gut???

ich habs gerade gegoogelt, Zitat wikipedia:
"Als Psychose bezeichnet man eine schwere psychische Störung, die mit einem zeitweiligen weitgehenden Verlust des Realitätsbezugs einhergeht."


naja und Zwänge ganz unterdrücken ist ohnehin schwer, irgendein Restzwang bleibt wohl tatsächlich (immer?) erhalten. Die Frage ist nur, inwieweit einen dieser Zwang beeinflusst (z. B. ziehe ich auch immer an der Haustür, ob ich sie tatsächlich richtig zugemacht habe, auch das ist ein Zwang, allerdings ist dieser für mich keine Belastung, ich muß diesen Vorgang zum Glück nicht mehrfach wiederholen, also ist das für mich völlig ok. Und, ziehen nicht fast alle immer noch mal an der Haustür?)
Aber selbst wenn Du alle Zwänge abstellen solltest, mußt Du nicht "zwangsläufig" in eine Psychose fallen.

3

Dienstag, 2. Februar 2010, 20:24

RE: Zwang unterdrücken doch nicht gut???

so klar finde ich das gar nicht. Schließlich muß man psychische Erkrankungen wie Zwangs- oder Angstörungen völlig anders beurteilen, als einen Schnupfen oder
eine Grippe. Wenn es einem gelingt, die Zwänge soweit in den Hintergrund treten zu lassen, das man Freude am Leben hat und alles machen kann, was andere auch machen, sind die Zwänge möglicherweise noch vorhanden. Aber man leidet vielleicht nicht mehr darunter. ( Ist mir schon mal passiert. )
Unter einer Krankheit leidet man im Allgemeinen. Man ist also beeinträchtigt. Leidet man nicht mehr, gibt es also unter Umständen kein Krankheitsbild mehr.
Man ist also nach der allgemeinen Logik geheilt, wenn man in der Vergangenheit gelitten hat, es jetzt zu einem anderen Zeitpunkt aber nicht mehr tut.
Das sich aus einem Zwangsleiden ganze Psychosen entwickeln sollen, höre ich trotz 25 Jahre langer Erfahrung zum erstenmal. Obwohl es viele Untergruppen einer psychotischen Erkrankug gibt. Dazu fragst Du am Besten einen Fachartzt für Psychatrie.
Mir tun nur die vielen armen Schweine leid, bei denen bis vor nicht allzu langer Zeit wirklich abstruse neuro - organische Diagnosen wie Psychosen oder Schizophrenien gestellt wurden, obwohl es sich um eine Zwangstörung handelt.

Da kann man heute zum Glück einiges tun. Wie viel Therapieerfahrung und wie lange hast Du Deine Symptome? Sei versichert, man kann wirklich einiges erreichen.

Gruß, Chris

Biene Maya

unregistriert

4

Dienstag, 2. Februar 2010, 20:42

RE: Zwang unterdrücken doch nicht gut???

Zitat

Original von Christ
Wenn es einem gelingt, die Zwänge soweit in den Hintergrund treten zu lassen, das man Freude am Leben hat und alles machen kann, was andere auch machen, sind die Zwänge möglicherweise noch vorhanden. Aber man leidet vielleicht nicht mehr darunter.


genau

5

Mittwoch, 3. Februar 2010, 05:57

Die Frage ist auch, ob und vor allem wie lange es einem gelingt, einen Zwang zu unterdrücken, am Ende gibt es vll nur einen Symptomsprung und statt des Zwangs hat man dann zB furchtbare Panikattacken .....

Daß eine 'reine' Zwangstörung zu einer Psychose führt, habe ich so direkt auch noch nie gehört, wobei es sicher Fälle gibt, wo eine ehemalige Psychose in einen Zwang übergeht oder auch Zwangssymptome und Handlungen zeigt, der Unterschied ist (soweit ich das als Laie beurteilen kann) vermutlich der, dass ein Zwangskranker trotz Zwangssymptomen oder Handlungen eigentlich noch weiß, was er tut, selbst wenn er sich dem nicht Entziehen kann, während jemand, der eine Psychose hat, auch noch andere Symptome zeigt, wie zB das von BieneMaya zitierte Problem des Realitätsverlusts, was sich bspw. in Halluzinationen oder Stimmen hören äußern kann.

Grüße, Hermit.
Das Leben als solches ist absolut lebensgefährlich und führt mit 100%iger Wahrscheinlichkeit zum physischen Tod.

Lesen -> Denken -> Schreiben

~T~R~ O - o - O ~ L

Lara

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6

Freitag, 12. Februar 2010, 18:24

ich weiss auch nicht was mein Thera mit damit sagen wollte!
Er meinte meine Psyche sucht sich dann ein anderes Ventil und die Zwänge könnten zu einer Psychose werden!!
Villeicht an hier ja mal jemand der sich si richtig auskennt etwas zu schreiben??
Ich würde mich sehr freuen!!!!
Ich kann nicht immer online kommen da ich zur Zeit keinen eigenen Rechner hab;)

Pit-2001

unregistriert

7

Freitag, 12. Februar 2010, 20:58

RE: Zwang unterdrücken doch nicht gut???

Hallo Lara, vielleicht hilft es dir, was mir mal ein Therapeut vor langer Zeit sagte:

"Na ja, wenn sie es unterdrücken, eine Psychose werden Sie wohl nicht bekommen, dazu schätze ich sie zu stabil ein".

Demnach ist es sehr wohl so, dass so was sein könnte, es hängt aber davon ab, wie die gesamte Situation der Person ist.

Ich habe noch nie eine bekommen, aber wenn ich in Zeiten, wo ich den Zwängen mit Gewalt den Garaus machen wollte, Fieber bekam, nichts mehr essen konnte und immer mehr zusammenfiel, ist das ja auch eine Reaktion auf das unterdrücken wollen.

Also nicht zuviel Angst vor Psychose, ein wenig merkst du ja schon, ob du Zwänge unterdrücken kannst. Bevor ich die Balkonbrüstung herunterstürzte ist mir ja erst mal schwindlig, denk ich mir mal.

Gruß Pit

8

Freitag, 12. Februar 2010, 22:00

ich habe mal n bissl gegoogelt ich kann da keinen zusammenhang entdecken... es sind ,denke ich mal, einfach 2 verschiedene krankheitsbilder, wie husten und blasenentzündung. das hat auch sehr viel mit hirnchemie zu tun und beim neurotiker ist das nun mal ne andere wie beim psychotiker so weit ich weiss.

9

Samstag, 13. Februar 2010, 13:21

Das kann man glatt so stehen lassen. Kenne mich zwar gur aus , habe aber wenig Zeit und es bringt hier im Forum nichts, näher darauf einzusteigen, da ich Dich nicht kenne. Kurzer Tip dennoch: Scheiss auf die Befürchtung des Artztes.

Gruß, Christ

fragemum

unregistriert

10

Dienstag, 16. Februar 2010, 20:25

also sowas hab ich als psychologin auch noch nicht gehört.
ich muss ehrlich sagen, zwänge unterdrücken klingt für mich merkwürdig.
geraten wird ja sowieso nicht, zwänge zu unterdrücken, oder? sondern die unsicherheit auszuhalten ohne dem zwang nachzukommen und sich selbst trösten oder ablenken. (in meinem fall sollte ich laut therapeut auch weniger wert darauf legen was andere zu einem thema sagen, aber von unterdrücken hab ich sowieso noch nix gehört.)
unterdrücken wär für mich zu sagen ich hab jetzt keine angst, und das wär wahrscheinlich nicht zielführend, sowas wie selbstbetrug.