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1

Samstag, 12. Juni 2010, 02:07

Wie ergeht es euch in der Beziehung?

Guten Abend an alle.

ich versuchs nun auf diesem wege, da ich einfach nicht mehr weiter weiß.
meine partnerin leidet unter waschzwängen und zwangsgedanken.
leider gibt es immer wieder ein ewiges hin und her in unserer beziehung.

mal liebt sie mich, dann hat sie wieder keine ahnung mehr, etc.
sie sagt, dass das an ihren zwangsgedanken liegt.

was habt ihr für erfahrungen gemacht?

würde mich sehr über antworten freuen.

bye

Amygdala

unregistriert

2

Samstag, 12. Juni 2010, 22:08

Mein derzeitiger Partner hilft mir sehr, ich kann immer mit ihm sprechen, wenn ich mal wieder eine schlecht Phase habe.
Mit meinem Ex-Partner war das anders. Als vor etwa einem Jahr meine Zwangsgedanken anfingen habe ich versuch mit ihm darüber zu spreche was mit mir los ist und er wollte einfach m´nicht mit mir darüber reden und sagte, wenn ich hilfe bräuchte sollte ich doch zu einer freundin oder einem arzt gehen. Kurz darauf machte er schluss, worüber ich letztendlich sehr glücklich bin.

Ich kann nur sagen, dass es mir persönlich sehr viel hilft jemanden an meiner Seite zu wissen. So geht es deiner Freundin bestimmt auch.
Ich kann mir auch vorstellen, dass es vlt auch Zwangsgedanken sein können, die sie dazu bringen solche sachen zu sagen, wie, dass sie nicht mehr weiß ob ise dich liebt und so. Zwangsgedanken äußern sich häufig darüber, dass man einem geliebten Menschen etwas schlimmes antun könnte, ihn zb zu verletzen oder im falle einer beziehung in zu verlassen und dadurch schmerzen zuzufügen. Vlt quälen die Tatsache, dass sie dich persönlich durch ihre Zwangserkrankung belasten könnte, obwohl sie dies natürlich nicht möchte...

3

Montag, 14. Juni 2010, 10:41

Danke für die Antwort, Amygdala.

Ich möchte die Problematik jedoch noch etwas näher beschreiben.

Wir sind inzwischen seit 3 1/2 Jahren zusammen.
Seit ca. einem Jahr trennt Sie sich immer wieder von mir.
Zuerst ist es immer ein paar Monate super und sie ist sich ihrer Gefühle sicher,
dann bekommt sie Zwangsgedanken, über die sie dann mit mir spricht.
Ihre Verunsicherung steigert sich dann von Tag zu Tag, bis sie sich schließlich
wieder von mir trennt, um dann wieder mit mir zusammen zu kommen.
Das Problem besteht darin, dass sie mit fortlaufender Zeit immer unsicherer wird
und plötzlich überhaupt nichts mehr weiß...sprich Gefühle für mich.
Inzwischen leugnet sie auch ihre Zwangsgedanken...bis sie dann wieder mit mir zusammenkommt. Das ist eine wirklich unterträgliche Prozedur.
Ich werfe ihr nicht vor, dass sie die zum Teil paradoxe Situation und die Widersprüche in ihrerm Handeln nicht versteht, denn das scheint die Krankheit zu sein.
Momentan hat sie sich wieder mal von mir getrennt, und hinzugefügt, dass sie es nicht mehr probieren will, weil es ohnehin immer wieder auf das Gleiche hinausläuft.
Sie fühlt sich leider auch schuldig für ihre Gedanken.
Sie befindet sich momentan in ambulanter Behandlung und nimmt Medikamente ein. Jedoch hat sie kaum Anspruch an sich, gegen die Krankheit vorzugehen.
Sie sagt auch, dass ich etwas Besseres verdient hätte, und sie uns auch keine Chance mehr gibt, damit ich eine neue Partnerin finde.

Ich würde mich sehr freuen, wenn auch Betroffene diesen Beitrag lesen könnten....vielleicht weiß jemand Rat.

Ich habe ihr zuletzt vorgeschlagen, dass wir gemeinsame Sitzungen bei ihrem Therapeuten absolvieren. Sie jedoch hat abgelehnt, mit der Begründung, dass sie nicht weiß, ob es wirklich Zwangsgedanken sind.
(Noch vor 2 Wochen war Sie sich ihrer Gefühle sicher, jetzt weiß sie es wieder nicht mehr)

Vielen Dank an Alle.

4

Donnerstag, 17. Juni 2010, 13:52

Schade, ich hatte gehofft, weitere Erfahrung mitgeteilt zu bekommen.
Vielleicht passierts ja noch.

Vielen Dank

Pit-2001

unregistriert

5

Freitag, 18. Juni 2010, 22:09

Es gibt Zwangsgedanken, die das Lieben betreffen, dass sich jemand nicht sicher ist, ob er liebt usw.
Das ist schlimm, und das kannst du auch schwer hier im Forum klären, wo es doch kaum zu zweit geht. Ein Fall für den Therapeuten.

Es gibt aber auch den Fall, dass jemand so sehr mit Zwängen und Gedanken beschäftig ist, dass er sich zurückzieht, weil er nicht in das Joch der Ehe passt, sich schuldig fühlt, sich schmät, die Dinge einfach lieber mit sich abmachen will usw. Hier rate ich dir, ausführliche Gespräche zu führen, die nicht drängelnd sein sollten, sondern mit dem Ziel, den Zwängler zu verstehen und ihm da entgegen zu kommen, wo es ihm besser geht.

Vielleicht bietet sich eine inner- oder außerhäusliche Trennung an, vielleicht sogar eine Scheidung. Wenn man als Partner dazu in der Lage ist, sollte man den Zwängler keine neuen Zwänge vorlelgen, sondern ihm helfen, einen Weg zu finden, der für ihn leichter wird, sei es auch eine Trennung, die nicht im Streit stattfindet, sondern um etwas zu verbessern. Scham, und die Angst beobachtet zu werden können zur großen Last werden, denn der Zwängler muss ja die Zwänge aushalten und dann das auch noch.

In deinem Fall war sich wohl auch kein Leser so ganz sicher, was denn hier der Fall war, Zwangsgedanken über die Liebe oder einfach Unzufriedenheit mit dem Leben als Zwängler.

Pit

Ingo Kruse

unregistriert

6

Mittwoch, 30. Juni 2010, 21:03

RE: Wie ergeht es euch in der Beziehung?

Lebe seit 20 Jahren Mmit meiner zwangskranken Frau zusammen. Unser letzter Ausweg ist seit vier Wochen eine raümliche Trennung in einer Entfernung von 800 Kilometern. Tut zwar oft sehr weh, aber wir erhoffen uns dadurch die größte Hilfe. Die letzten Jahre waren die Hölle. An Scheidung haben wir aber nicht gedacht. Wir lieben uns trotzdem.

7

Sonntag, 11. September 2011, 15:13

:( ohh man.
mir geht es seid ca. einem halben jahr genau so,,wie deiner freundin..
ein ständiges hin und her...ja nein dann wieder ja dann wieder nein...
ich habe manchmal das gefühl das ich durchdrehe..

ich bekomme nach kurzer zeit einfach totale panik das falsche zu machen.angst nicht richtig zu handeln..
ich kann dauch garnicht richtig lieben oder mich darauf einlassen.durch diese ständige panik..
....das is alles so verzwickt...
ich das kann und möchte ich hier aber garnicht alles genauer beschrieiben...:-(

(nicht öffentlich)

8

Montag, 12. September 2011, 02:05

Der Thread wurde am: 12.06.2010 eröffnet, also vor über 1 Jahr ... solltest dich nicht wundern, falls keine Antwort mehr kommt.

Gruß, Hermit.
Das Leben als solches ist absolut lebensgefährlich und führt mit 100%iger Wahrscheinlichkeit zum physischen Tod.

Lesen -> Denken -> Schreiben

~T~R~ O - o - O ~ L

9

Dienstag, 13. September 2011, 21:15

ok bin wohl ganz schön verpeilt... ?(

schade...
aber danke für die info