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One of a kind

unregistriert

1

Mittwoch, 23. Juni 2010, 15:16

Haustiere Chance oder Auslöser?

Hallo,

wo fang ich am besten an... ich weiß nicht wieviel Vorgeschichte wichtig ist um meine Situation zu verstehen... ich versuch es einfach mal.
Soweit ich zurück denken kann, hatte ich immer eine größere "Grenze" um mich als andere, die niemand einfach so überschreiten durfte. Sei es in der Schule, zu Hause, später Arbeit oder in der Warteschlange an der Kasse. Übertritt jemand diese unbewusst, fängt es innerlich an zu brodeln und ich werde aggressiv, bishin zum beschimpfen von völlig ahnungslosen Fremden.
Durch die Arbeit wo ich viel mit Menschen zu tun hatte, die ich anfassen musste und die fast tgl. meine unsichtbare Grenze überschreiten mussten, fing es an mit sehr häufigem Hände waschen und desinfizieren, wenn kein Waschbecken in der Nähe war.

All dies spielte sich nur außerhalb meiner Wohnung ab. Zu Hause war die Welt in Ordnung.
Bis ich aufgrund meiner Haustiere letztes Jahr eine miese Futtermilbenplage zu Hause hatte. Ich hatte als ich das entdeckte einen Totalzusammenbruch. Nur noch geheult, war hilflos, schlecht vor Ekel.
Das große Problem daran ist, ich habe die kleine Mistdinger bevor ich die Plage im Futter entdeckt hatte in der Wohnung rumgetragen. Somit krabbelten überall verteilt kleine weiße Viecher. Seitdem renn ich auch zu Hause ständig ins Bad, fasse teilweise meine eigenen Sachen nicht an, es könnte ja was dran sein was ich nicht sehe... :wand:
Es wurde in den letzten Wochen etwas besser, weil ich ewig keine entdeckt habe und sicher war die hatnäckigen Milben los zu sein, bis ich vor ein paar Tagen welche in einer Kommode entdeckte. Wieder Zusammenbruch und natürlich ist nun wieder alles schlimm zu Hause.

Ich frage mich langsam ob ich noch in der Lage bin meine Tiere zu halten. Versteht mich nicht falsch, ich liebe sie, aber vorher war wenigstens zu Hause alles gut...

Sind meine Haustiere als Chance zu sehen die Angst vor Parasiten zu überwinden oder verschlimmern sie nur alles?

Ich freue mich auf eure Antworten.

Grüße...

Hope

Administrator

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2

Mittwoch, 23. Juni 2010, 16:30

RE: Haustiere Chance oder Auslöser?

Hallo One of a kind,

mach bloß nicht den Fehler die Tiere abzuschaffen damit läufst Du nur vor Deinen Problemen weg und es wird alles noch schlimmer.

Denke mal darüber nach wenn Du die Tiere abschaffst und vielleicht eine Therapie machst und der Zwang nachlässt oder der Zwang sich verlagert, das hatte ich auch schon oft dann wirst Du es bitter bereuen Deine Tiere weggegeben zu haben.

Kämpfe dagegen an ich weis ist nicht einfach aber das ist die beste Möglichkeit.

Gruß

Hope
Gruß

Hope


Frei nach Dieter Nuhr: „Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten.“
http://www.youtube.com/watch?v=j8uefBUOfgA

3

Mittwoch, 23. Juni 2010, 17:28

Hallo One of a kind,

ich würde auch versuchen, die Tiere zu behalten, Tiere geben einem auch emotional viel und eine emotionale Bindung ist eine große Chance, dem Zwang nicht alles unter zu ordnen. Die Milben sind an sich doch harmlos, wenn man nicht allergisch ist, oder?

Grüße, Hermit.
Das Leben als solches ist absolut lebensgefährlich und führt mit 100%iger Wahrscheinlichkeit zum physischen Tod.

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One of a kind

unregistriert

4

Mittwoch, 23. Juni 2010, 18:05

Hallo,

Danke für eure Antworten.
Ich werde es versuchen und auch beim Erstgespräch ansprechen, das ich nun bald habe. Endlich!

Eigentlich sind diese Milben harmlos, ja. Aber ich ekel mich einfach total davor. Bin wie gelähmt wenn ich welche sehe und es kribbelt überall, nachm Putzen muss ich dann komplett Klamotten wechseln und lange heiß duschen.
Ist aber mit fast allen kleinen Krabbelviechern so. Und nicht zu wissen wo in meiner Wohnung noch welche lauern, macht mich fertig! Ich dachte ja ich wäre sie los.
Und diese Art sieht man krabbeln ;(

Ich hab auch totale Angst davo, Besucher in meiner Wohnung könnten Parasiten einschleppen die dann auf meine Tiere gehen. Da darf niemand was hinstellen, anfassen oder sonstwie verändern. Ich kann nur ganz wenige Leute ohne Angst in meiner Wohnung haben, egal wie sehr ich andere mag.

Naja.. ich bin heut mal wieder fleißig am putzen, aussortieren, wegwerfen und Insektizide versprühen :rolleyes:

Ich hoffe es hilft.

Liebe Grüße,
Ooak.

5

Mittwoch, 23. Juni 2010, 18:21

Paß auf dass du dich mit den Insektiziden nicht vergiftest...

Viel Erfolg mit der Therapie, hoffe, sie hilft dir.

Gruß, Hermit.
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One of a kind

unregistriert

6

Mittwoch, 23. Juni 2010, 18:24

Kann das passieren? Also ich hab das Fenster weit auf dabei und versuche flach zu atmen... Eigentlich soll das für Säuger ungiftig sein...

Danke für die Wünsche, ich hoffe es auch sehr.

LG.

7

Mittwoch, 23. Juni 2010, 22:14

Nja ich wäre damit vorsichtig, zumal in der Wohnung, immerhin ist es ja chemisch giftig, oder? und wenn man das dann rumsprüht verbreitet sich der Sprühnebel ja überall, gibts gegen die Milben keine Alternative, so wie für Motten oder Ameisen, wo man nix rumsprühen muss?

Denke solche chemischen Stoffe können immer schädliche Nebenwirkungen haben, man muss ja sogar bei Putzmitteln aufpassen, dabei sollen die 'nur' säubern und nicht töten.

Gruß, Hermit.
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nordlicht

unregistriert

8

Donnerstag, 24. Juni 2010, 13:28

Was hast du denn eigentlich für Tiere?

One of a kind

unregistriert

9

Donnerstag, 24. Juni 2010, 19:42

Hamster hab ich, Nordlicht :)

Es gibt leider nichts was außer solchem Spray wirkt. Diese Biester überleben auch ohne Futter ca. ein dreiviertel Jahr wenn man sie nicht erwischt. Und bei guten Bedingungen vermehren sie sich rasend schnell. So wie letztes Jahr im Nest von meinem Hamster. :(

Hatte grade mein erstes Gespräch... mir wurde am Ende vorgeschlagen über einen Klinikaufenthalt und Medikamente nachzudenken weil man sich da wohl besser mit allem auskennt... und sie denkt das das mir am schnellsten helfen könnte.
Ich will ja auch wieder arbeiten können, voran kommen.

Nur wohin mit meinen Hamstern so lange? :hm:

Wie schnell bekommt man denn einen Platz? Ist das überhaupt hilfreich?Wie läuft das so ab... Ich hab irgendwie Angst das ich Menschen anfassen muss vor denen ich mich ekel. :wand:



LG.

10

Freitag, 25. Juni 2010, 00:16

Zitat

Original von One of a kind
Hatte grade mein erstes Gespräch... mir wurde am Ende vorgeschlagen über einen Klinikaufenthalt und Medikamente nachzudenken weil man sich da wohl besser mit allem auskennt... und sie denkt das das mir am schnellsten helfen könnte.
Ich will ja auch wieder arbeiten können, voran kommen.

Wie schnell bekommt man denn einen Platz? Ist das überhaupt hilfreich?Wie läuft das so ab... Ich hab irgendwie Angst das ich Menschen anfassen muss vor denen ich mich ekel.


Klinik und Medikamente sagen sie fast immer als erstes, manchmal frage ich mich, wen die ambulanten Therapeuten überhaupt behandeln (wollen).

Bei den spezialisierten Kliniken(keine normale Psychiatrie) hat man meistens mehrere Monate Wartezeit, also auch nicht unbedingt sehr hilfreich, wenn man JETZT Hilfe und Unterstützung benötigt, bei den Medikamenten ist es wohl oft so, dass sie dann verordnet werden und das wars dann erstmal, der Patient wird allein gelassen und soll die schön brav schlucken und in zwei bis drei Wochen dann mal wieder vorbeischauen; erlebe das gerade bei einer Freundin mit, wie das ist.

Grüße, Hermit.
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Waschbärin

unregistriert

11

Freitag, 25. Juni 2010, 01:02

ALLE ambulanten therapeuten sagen immer als erstes klinik und medikamente? cool. das ist mir nicht aufgefallen.

Hope

Administrator

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12

Freitag, 25. Juni 2010, 08:04

Also zu mir hat noch kein Therapeut was von Klinik gesagt und von Medikamenten schon garnicht, weil die Therapeuten eh keine aufschreiben dürfen.

Keine Ahnung was Ihr für Therapeuten habt, die die ich hatte waren zwar auch nicht gerade gut aber so etwas sagte keiner.

Gruß

Hope
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One of a kind

unregistriert

13

Freitag, 25. Juni 2010, 20:12

Hallo,

Ich weiß nicht was für mich das Richtige ist. Ich kenn mich mit den Methoden ja gar nicht aus und hab null Erfahrung was mir hilft, da das meine erste Stunde war.

Ich weiß nur, dass ich zu Hause nicht mehr sein mag. Weiteres putzen und aufräumen schieb ich gerade auf, aus Angst wieder was zu entdecken. :(
Dabei weiß ich doch, dass es mir für einen Moment besser geht wenn ich was geschafft habe!
Wie überwindet ihr euch bei sowas?


Grüße,
One of a kind

14

Samstag, 26. Juni 2010, 21:24

Zitat

Original von One of a kind
Weiteres putzen und aufräumen schieb ich gerade auf, aus Angst wieder was zu entdecken. :(


Dem Ekel und Zwang mal nicht nachzugeben ist gut, du hast doch schon mehrmals geputzt, wenn ich das richtig verstanden habe. Die Zeit nun nicht mit permanentem Putzen zu verbringen, ist sicher besser, als wenn du nichts anderes mehr tun würdest außer zu putzen.

Das mit den Milben ist zwar eklig, aber nicht bedrohlich oder gefährlich, willst du denn nun deswegen umziehen oder wie meinst du das, dass du zu Hause nicht mehr sein magst?

Die Entscheidung, ob du in eine Klinik gehen willst oder nicht, kann dir niemand abnehmen, auch kein Therapeut, hinzu kommen noch die zumeist langen Wartezeiten, was nützt es, in eine Klinik zu gehen, wenn man dann monatelang auf einen Platz warten muss und solange ohne Hilfe ist? Das würde ich an deiner Stelle auch abklären, wie die Zeit dann bis zum Klinikaufenthalt verlaufen sollte.

Viele Grüße, Hermit.

@ Waschbärin

Dein Beitrag ist wirklich sehr sachdienlich und hilft One of a kind bestimmt weiter.
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Waschbärin

unregistriert

15

Samstag, 26. Juni 2010, 23:00

@hermit
ja, danke. deiner in dem du schreibst, dass alle therapeuten immer klinik und medikamente sagen, ebenso.

16

Sonntag, 27. Juni 2010, 13:55

Wenigstens besteht mein Beitrag nicht nur aus pseudo-sarkastischen, auf pupertär getrimmten 1-Zeilenpostings. Anstatt dir Gedanken zu machen über das Anliegen der Threaderöffnerin, fixierst du dich lieber auf eine einzige Formulierung, in der ein Wort gefehlt hat.
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Waschbärin

unregistriert

17

Sonntag, 27. Juni 2010, 18:58

Ich habe mich definitiv nicht aufgeregt über ein fehlendes Wort oder ähnliches.
Mich nerven in letzter Zeit pessimistische Beiträge. Und ich finde es extrem pessimistisch und wenig hilfreich zu sagen, dass Therapeuten als erstes zu Medikamenten oder Klinik raten. Ich habe manchmal das Gefühl, hier könnte leicht eine Stimmung entstehen, in der einfach nur über die böse, schlechte Welt geredet wird und wir sind die Opfer und Zwängler sind gut, aber uns hilft eh keiner usw. Ich glaube, das nützt niemandem etwas.
Waschbärin

One of a kind

unregistriert

18

Sonntag, 27. Juni 2010, 20:11

Schade das hier sowas ausarten muss.
Ich hatte mir eigentlich nur etwas Rat und Hilfe von Erfahreneren gewünscht. *wink*


Sicher gibt es kein Patentrezept für Jedermann. Ich werde es wohl selbst entscheiden müssen oder ausprobieren, was für mich am besten ist.
Ich schwanke ziemlich hin und her, da meine Stimmung auch sehr schwankt. Heute zum Beispiel geht es mir richtig gut imd Vergleich zu den letzten beiden Tagen.

@Hermit Ja ich hab ne Menge geputzt. Allerdings nur in einem Zimmer, da wo ich welche entdeckt hatte. Also hab ich noch was vor mir. Muss nur mal schaffen meine Angst ich könnte noch was entdecken zu überwinden.
Ich weiß das sie mir persönlich nichts anhaben können, mein logischer Verstand versteht das schon, aber erklär das mal der Angst und dem Ekel!


Liebe Grüße,
One of a kind

nordlicht

unregistriert

19

Montag, 28. Juni 2010, 13:31

Och Mensch, bleibt doch auch mal sachlich.
Und vor allem positiv!!! Was nützt es, wenn wir uns hier gegenseitig runterziehen? Nischt :wand:

20

Samstag, 3. Juli 2010, 02:44

Ich wage zu vermuten hermit meinte das fast das in deinem beitrag fehlt : )
aber nun mal ganz unparteiisch: generell sind psychiater dazu da medikamente zu verschreiben und therapeuthen dazu da andere therapien zu machen.