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1

Sonntag, 1. August 2010, 12:17

Ablenkung vom Zwang

Hallo Leute,

habe mich seit ca 2 Jahren von meinem Freundes- und Bekanntenkreis auf Grund meines zwanghaften Verhaltens zurückgezogen. Meinen Partner und meine Arbeit habe ich verloren.

Seitdem bin ich nur noch zu Hause und kann meinem Zwang nicht mehr entkommen.

Mir ist klar, daß man sich eigentlich dem Zwang stellen muß und ihm widerstehen soll. Dennoch suche ich verzweifelt nach etwas anderem, was mich von meinen zwanghaften Verhalten ablenkt.

Hat es jemand schon mal mit Computerspielen versucht und wie lange klappt sowas ?

Kann man sich damit längere Zeit so sehr beschäftigen, daß die Gedanken von den Zwangsgedanken abschweifen wenn man zu Hause ist ?

Was habt ihr sonst noch für Möglichkeiten gefunden um von euren Zwängen abzulenken ? Was hilft euch am besten ?

Hat jemand schonmal das PC-Programm "Talk to him" ausprobiert, welches hier im Forum unter Selbsthilfe empfohlen wird ? Ist sowas wirklich hilfreich ?

Viele Grüße
Mogli

2

Sonntag, 1. August 2010, 15:32

RE: Ablenkung vom Zwang

Zitat

Original von mogli
Hat es jemand schon mal mit Computerspielen versucht und wie lange klappt sowas ?


Sofern im realen Umfeld nicht permanent neue Streßsituationen auftreten, klappt es ganz gut, allerdings auch nur dann, wenn im Spiel kein neuer Streß ausgelöst wird, der dann denselben Auslösemechanismus wie reale Situationen auch haben kann.


Zitat

Kann man sich damit längere Zeit so sehr beschäftigen, daß die Gedanken von den Zwangsgedanken abschweifen wenn man zu Hause ist ?


Ja, kann man. Wenn einen ein Spiel genug fasziniert, dann kann es die Gedanken überblenden, abgesehen davon kann es auch hilfreich sein, sich vorzustellen, dass alles (= das reale Leben, wenn man zB einkaufen gehen muss) nur eine Simulation ist und dass gar nichts schlimmes passieren kann; das hilft gegen die Ängste.

Viele Grüße, Hermit.
Das Leben als solches ist absolut lebensgefährlich und führt mit 100%iger Wahrscheinlichkeit zum physischen Tod.

Lesen -> Denken -> Schreiben

~T~R~ O - o - O ~ L

3

Sonntag, 1. August 2010, 20:31

Hallo Hermit,

es stimmt, wenn im Spiel ein Problem auftaucht, bei dem man nicht weiter kommt, so fehlt mir die Geduld um mich damit zu beschäftigen. Dann wird der Hang zum Zwang wieder stärker.

Leider weiß ich nicht wie sowas funktionieren soll, das reale Umfeld nur als Simulation zu sehen. Ich kann mich wohl nicht so manipulieren, obwohl ich es gerne wollte.

Wenn es soweit fortgeschritten ist, daß man sich kaum noch auf etwas länger konzentrieren kann, dann mag es schwer in einer Verhaltenstherapie werden, oder ?

Wahrscheinlich nur noch in Verbindung mit Medikamenten möglich.

Es muß doch möglich sein dies wieder zu erlernen. Sich wieder auf etwas besser konzentrieren zu können. Seine Gedanken besser im Griff zu halten und wieder abschalten zu können.

Habe es schon mit World of Warcraft (WoW) probiert. Als die ersten Probleme auftauchten wo ich nicht weiter kam, habe ich aufgehört. Abhängigkeitsfaktor = 0 bei mir.

Viele Grüße
Mogli

bina123

unregistriert

4

Sonntag, 1. August 2010, 22:20

HI.
Also mit Computerspielen konnte ich mich von meinem Waschzwang nicht ablenken.Ich war gedanklich mehr beim Zwang als beim Spiel.
Was mir gut hilft, ich male Mandalas. Das malen beruhigt mich.
Gruß bina

5

Montag, 2. August 2010, 03:06

Hallo!

Also ich glaube schon, dass Computerspiele da ablenken können. Bei mir hilft das manchmal auch gut. Ich mach das halt nicht extra wegen den Zwängen, sondern nur so weils mir Spaß macht.

Gut, dass bei dir bei wow kein Abhängigkeitsfaktor besteht. Ich kenn genug Leute, die damit wirklich nicht mehr aufhörn können. Ich weiß nicht was du für Spiele magst, aber ich find Spore sehr gut zur Ablenkung. Das is ziemlich bunt und fröhlich und nicht so stressig. Es is eigentlich ein Strategiespiel, aber man kann sich da auch kreativ austoben. Bioshock hab ich auch gespielt, das is allerdings nicht zu empfehlen, wenn man sehr schreckhaft is : )

Was mich aber immer am meisten ablenkt, ist, wenn ich irgendwas Spannendes, Neues erlebe. Was das einfach wichtiger is als die Zwänge. Irgendwas wo ich so aufgeregt bin, dass ich die Zwänge einfach vergessen kann. Aber sowas passiert mir halt selten zu Hause. Versuch doch mal wieder raus zu gehn. Grade jetzt wo das Wetter so schön ist. Ich mein, ich weiß zwar nicht was für Zwänge du hast und ob das vielleicht ein Problem ist, aber du könntest mal ein Bisschen in die Natur gehn. Das is auch was, das mich ein Bisschen ablenkt. Ich weiß, es ist immer schwer da wieder reinzufinden, aber alleine zu Hause sitzen hilft sicher nicht so gut gegen die Zwänge wie Ablenkung von Außen.

lg

6

Montag, 2. August 2010, 10:14

Hallo co,

Danke für den Tip. Spore werde ich ausprobieren. Strategiespiele sind mir sowieso lieber.

Nein, ich gehe kaum noch vor die Türe. Ich habe eine unglaubliche Angst davor entwickelt und bin hauptsächlich nur noch zu Hause. Es wechselt aber immer bei mir, so daß ich hoffe daß es wieder besser werden wird mit der Zeit. Ich brauche Ablenkung.

Daher passiert bei mir auch nichts neues was mich ablenken könnte. Diese Zeit ist immer sehr grausam für mich, da ich gegen die Zwänge zu kämpfen hab.

Glaube mir, ich würde eine Abhängigkeit zu WoW gerne eintauschen gegen die Abhängigkeit zum Zwang. Ich leide unter einer Art der Trichotillomanie.

lg

7

Montag, 2. August 2010, 22:29

Hallo Mogli,

Zitat

Wenn es soweit fortgeschritten ist, daß man sich kaum noch auf etwas länger konzentrieren kann, dann mag es schwer in einer Verhaltenstherapie werden, oder ?

Wahrscheinlich nur noch in Verbindung mit Medikamenten möglich.


Wäre denkbar, es kommt immer auf einen Versuch an, was hat man noch groß zu verlieren? Medikamente sind sicher keine Dauerlösung, vorübergehend können sie jedoch hilfreich sein; es kommt immer auf die Gesamtsituation an.

Spiele wie zB WoW erfordern eine enorme Konzentration und Reaktionsfähigkeit, ich denke, man kann dadurch auch wieder neu-erlernen, sich zu konzentrieren. Blöd ist es natürlich, wenn man so erschöpft ist, dass einem die Kraft fehlt, da kann man vll durch die Zeitspanne etwas machen, damit es nicht überfordert und zu neuem Streß führt.

Binas Idee mit den Mandala finde ich auch gut, wenn man etwas kreatives wie malen macht, ist man auch beschäftigt und grade Mandala sind eine besondere Form, damit habe ich mich auch beschäftigt zeitweise.

Bestimmte Musik kann auch hilfreich sein, wenn die Musik einen so 'gefangen nimmt' dass sie die Gedankenkreise überdeckt.

Viele Grüße, Hermit.
Das Leben als solches ist absolut lebensgefährlich und führt mit 100%iger Wahrscheinlichkeit zum physischen Tod.

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~T~R~ O - o - O ~ L

8

Dienstag, 3. August 2010, 00:19

Hallo Bina,

leider benötige ich mehr Kraft und Kreativität zum Malen als mich von einem Computerspiel oder einem Film berieseln zu lassen. Es wäre schön, wenn ich die Geduld zum Malen hätte. Dann würden mir auch mehr Möglichkeiten offen stehen.

lg

9

Dienstag, 3. August 2010, 02:10

Ich hab mir da noch was überlegt. Ich find das grundsätzlich eine gute Idee dass du nach Möglichkeiten suchst dich abzulenken aber ich glaube halt dass das auf Dauer auch keine Lösung ist. Würdest du mir von deinen Ängsten erzähln wolln und auch warum es für dich so schwierig ist raus zu gehn? Ich hab mir gedacht vielleicht hilft es dir ein Bisschen darüber zu reden weil ich finde mir hilft das manchmal schon.

Bist du eigentlich grade in Therapie oder hast du schon mal eine Therapie gemacht?

Lg Co

10

Dienstag, 3. August 2010, 11:40

Mir ist klar, daß es keine richtige Lösung ist.

Obwohl der Leidensdruck extrem hoch ist, habe ich Probleme damit mich zu öffnen und über meine Probleme zu sprechen. Bedeutet dies, daß mein Leidensdruck etwa noch nicht groß genug ist ?

Es ist wohl eher so, daß ich schon gerne eine Therapie beginnen möchte, aber mir die nötige Kraft im Moment hierzu fehlt.

Ich fühle mich wie in einer Endlosschleife oder in einem Teufelskreis aus dem ich alleine sehr schwer rauskomme. Und dennoch versuche ich es immer wieder mich daraus zu befreien.

Sehr oft denke ich, daß ich es alleine erstmal besser schaffe wieder stabiler zu werden, und dann Hilfe zu suchen. Es funktioniert auch bis zu einem Punkt wo ich dann in ein noch tieferes Loch falle. Dann schließe ich mich wieder zu Hause für Wochen ein. Die Zeiten die ich zu Hause verbringe werden von Mal zu Mal immer länger.

Ich hatte vor ein paar Jahren wegen anderen Problemen eine Tiefenpsychologische Therapie begonnen und nach ca 2,5 Jahren abgebrochen weil ich keine Fortschritte gesehen habe. Ich wollte dann eine Verhaltenstherapie beginnen, wonach ich aber keinen Therapeuten gefunden habe.

Letzes Jahr ( als ich noch einen Job hatte ) war ich 2 Mal in einer Reha, welche ich nicht durchgehalten habe. Meine Ängste waren zu groß.
Ebenso war ich vor 2 Jahren nach einem Autounfall nervig am Ende, daß ich in ein psychatrisches Krankenhaus gegangen bin, wo ich allerdings auch nach einer Woche wieder gegangen bin.

Im Moment weiß ich nicht wie es weiter gehen soll.

lg mogli

Sandra

Schüler

  • »Sandra « ist weiblich

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Aktueller Therapie-Status: Ambulante Therapie

Status: Betroffene/r

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Hobbys: Kochen,Sport

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11

Samstag, 7. August 2010, 15:53

RE: Ablenkung vom Zwang

Hallo Mogli,

ich habe mir mal deine Einträge durchgelesen.
Hast du denn deine Zwangssymptome für dich selbst schon als Psychische Erkrankung annehmen können?Ich muß dir recht geben,unsere Erkrankung ist mit Scham besetzt.Man will ja sein "Gesicht"nicht verlieren und was sollen denn bloß die Menschen von mir denken.
Meine Zwänge haben mich fast in den Suizid getrieben,zum Glück waren meine Eltern und meine Verlobte da.Ich war am Ende meiner Kräfte,ich wollte weder den Zwängen nachgehen,noch wollte ich dagegen ankämpfen,ich wollte nur noch zur Ruhe kommen und meinen innerlichen Frieden finden.
Am Tag darauf begann dann meine erste stationäre Therapie,welche über 13Wochen ging.
Ab diesem Tag gibt es die Wende,was meine Zwänge betrifft!
Zwänge sind keine Ursache sondern Symptom.
Zwänge sind für den Betroffenen "Hilfsmittel"zur Bewältigung von Problemen,für die man subjektiv keine Lösungsmöglichkeiten sieht oder zur Verfügung hat.

Sandra

12

Samstag, 7. August 2010, 16:35

Ich glaube nicht dass du dich noch nicht öffnen kannst wie dein Leidensdruck noch nicht groß genug ist. Manchen fällt es eben leichter und manchen schwerer sich zu öffnen.

Es ist sehr schwierig aus so einem Teufelskreis wieder herauszukommen aber die einzige Möglichkeit ist aus ihm auszubrechen. Ich habe lange gebraucht bis ich das verstanden hab. Man muss etwas ändern. Ich weiß man hofft immer dass alles irgendwann von alleine besser wird aber das tuts meistens nicht. Warte auf einen Moment an dem du dich stark genug fühlst und dann versuche an dir zu arbeiten. Wenns beim ersten mal nicht funktionier dann probier's nochmal. Immer wieder und wieder. Du darfst einfach nicht aufgeben.

13

Samstag, 7. August 2010, 19:02

RE: Ablenkung vom Zwang

Hallo,

ja es stimmt, die Zwänge sind nur ein Symptom ! Meine Probleme liegen wohl in der Vergangenheit, welche sich nicht mehr ändern lassen. Die Frage ist nur, wie ich nun damit umgehe.

Vor 15 Jahren bin ich auch nur durch extreme Überwindung und harter Arbeit davon weggekommen und bin in den ganzen 15 Jahren nie so tief gefallen wie jetzt.
Meine Freundin hat mich vor 2 Jahren verlassen, und dieses Jahr ist meine Mutter verstorben und ich konnte meinen Job nicht mehr ausüben. Es war einfach zuviel für mich.

Klar, ich versuche mich nun wieder auf einen Level zu bringen, in dem ich Hilfe suchen kann. Ich habe aber derzeit nur noch wenig Hoffnung. Selbst um in ein psych. Krankenhaus zu gehen fühle ich mich zu schwach.

Natürlich habe ich es immer wieder versucht. Ich habe mich nie hängenlassen !
Es ist furchtbar was Zwänge aus einem Menschen machen können.

Mit den Zwängen versucht man seine Probleme und Gedanken zu bewältigen. Aber in Wirklichkeit wird es dadurch nur schlimmer.

Aufgeben ? Wie gibt man denn auf ? Meine Nerven halten das schon lange nicht mehr aus. Ich leide jeden Tag immer mehr darunter.

Sandra

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14

Samstag, 7. August 2010, 19:54

RE: Ablenkung vom Zwang

Mogli,

vielleicht ist es für dich ja hilfreich,wenn der entscheidende Impuls bei dir von außen kommt,also wenn du dich jemanden anvertraust oder das vielleicht auch schon getan hast und diese Person dann bittest,dass Sie dich bei den nächsten Schritten unterstützt oder dir einfach nur bei steht.

Ich bin dabei meine traumatischen Erlebnisse aufzuarbeiten.Auch wenn es noch so schwer ist darüber zu sprechen und sich damit auseinander zu setzen aber es hilft.

Es gab ja schließlich mal ein Leben vor dem Zwang,also soll es auch wieder ein Leben nach dem Zwang geben,denn den Zwang braucht man nicht zum leben.

Sandra

15

Samstag, 7. August 2010, 21:44

RE: Ablenkung vom Zwang

Leider lebe ich bereits mehr mit meinem Zwang als daß es ein Leben ohne Zwang bei mir gegeben hat. Mein Vater ist gestorben als ich 15 Jahre alt war. Das war sicherlich das erste traumatische Erlebnis was ich erleben mußte.

Es ist gut wenn Du versuchst die traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. Jedoch kann ich es mir bei mir nicht vorstellen, wie ich nach 27 Jahren dieses Erlebnis noch verarbeiten soll. Ich bin 42 Jahre alt.

Auch wenn ich mich meinen verbliebenden Freunden anvertraue, was ich teilweise ja auch schon getan habe, so können sie mir dennoch nicht helfen. Sie sagen, daß ich wohl professionelle Hilfe brauche. Na danke, dies ist einfacher gesagt als getan.
Vor allem weil ich in den letzten Jahren vor meinem Abstieg schon mehrfach professionelle Hilfe aufgesucht hatte.

Sandra

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16

Samstag, 7. August 2010, 22:34

RE: Ablenkung vom Zwang

Vielleicht wäre ja auch Hypnose bei dir eine Möglichkeit,dieses Trauma,der Tod deines Vaters zu verarbeiten.

Der Zwang ist ja in gewisser Hinsicht auch so eine Art Ersatzfreund,mit dem man sich zwar immer streitet aber man ist immerhin in gewisser Weise in Gesellschaft und über den Zwang glaubt man überhaupt etwas unter Kontrolle zu haben,weil man ja glaubt das "normale"Leben würde einem aus den Händen gleiten.

Sandra

17

Samstag, 7. August 2010, 23:17

RE: Ablenkung vom Zwang

Daran habe ich auch gedacht. Ein Arzt sagte mir aber, daß Hypnose keine anerkannte Therapie sei. Hat jemand hier im Forum schon Erfahrung mit sowas ?

Eigentlich ist mein Zwang nicht mein Freund. Ich sehe ihn als Feind mit dem ich täglich zu kämpfen habe.

Vor 15 Jahren habe ich an eine Schlaftherapie gedacht. Leider wird sowas nicht mehr angeboten. Auch wenn jeder Arzt sagt, daß sowas nicht hilft, ich bin sicher daß sowas bei mir helfen würde.

Schließlich machen die Medis nichts anderes. Sie bewirken, daß man ruhiger wird.

18

Sonntag, 8. August 2010, 04:25

Bis zu einem gewissen grad kann man Traumata vll aufarbeiten und eine bewusste Auseinandersetzung ist vermutlich hilfreich, jedoch ist es meiner Ansicht nach ein Irrtum zu glauben, man könnte wirklich jedes Trauma auflösen. Es gibt Erlebnisse die lassen sich nicht auflösen, man kann vll lernen sie zu akzeptieren, so dass sie einen nicht permanent belasten und beeinflussen, aber auflösen wird man sie nie.

Wenn man das erkannt hat, kann man entsprechend agieren statt immer nur zu re-agieren und durch die gedankliche Klarheit entsteht wieder mehr Sicherheit; in diesem Zusammenhang ist es auch wichtig seine eigenen Grenzen zu erkennen und zu setzen, was wieder im Zusammenhang mit den Zwängen steht, die ja oft auch den Raum schaffen als Abgrenzung, den man sich nicht durch klares Handeln zu nehmen vermag.

Viele Grüße, Hermit.
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~T~R~ O - o - O ~ L

19

Sonntag, 8. August 2010, 11:01

Ist es denn so, daß Zwänge durch Traumatas hervorgerufen werden ? Es wird doch überall eine Verhaltenstherapie und keine tiefenpsychologische Therapie empfohlen.

Wie kann man erkennen, daß man ein Trauma hat ?

20

Montag, 9. August 2010, 00:08

Naja ich schätze mal am Anfang ist eine Verhaltenstherapie vielleicht sinnvoller damit man mal lernt mit den zwängen umzugehen. Ich glaube eine tiefenpsychologische Therapie ist erst sinnvoll wenn man auch wirklich bereit ist sich seinen Traumata zu stellen.