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Fire_Bird

unregistriert

1

Sonntag, 22. August 2010, 23:28

Welche helfen gegen Zwänge?

Hallo ihr lieben,

ich nehme jetzt seit 2 Wochen Citalopram. Gegen meine Zwänge konnte ich leider keine großartige Verbesserung feststellen. Was mir zunächgst gar nicht aufgefallen war ist, dass es mir psychisch besser geht, wesendlich stabilder.

Welches Medikament nimmt ihr erfolgerich gegen die Zwänge und wie sieht es mit den Nebenwirkungen aus?

Lieben Gruß
Fire_Bird

2

Sonntag, 22. August 2010, 23:51

paroxat ist ziemlich gut bei geringen nebenwirkungen

MiudasGlühwürmchen

unregistriert

3

Montag, 23. August 2010, 04:58

Guten Morgen,

in welcher Dosis bekommst du Citalopram? Ich habe das Medikament ca. ein halbes Jahr lang genommen, allerdings ohne eine anständige Therapie nebenbei. Es half gegen meine Depressionen, aber meine Zwangsgedanken haben sie nicht kuriert. Da man gegen eine Zwangserkrankung aber nur etwas tun kann, wenn man auch eine Therapie neben der Medikation macht, ist das nicht verwunderlich. Ich hab es in gemeinsamer Absprache mit meinem Psychater wieder abgesetzt und bin deutlich klarer.^^

Allerdings kann man nach 2 Wochen auch noch nicht sagen, ob das Medikament anschlägt. Das braucht seine Zeit.^^

Liebe Grüße
Miu

4

Montag, 23. August 2010, 11:31

@MiudasGlühwürmchen

Aber wiederum kann man sagen, das auch Tabletten alleine helfen können ich kenne einige fälle die wo Verhaltenstherapie gemacht haben und die wo kaum bis garnicht angeschlagen hat bei den Personen.

Bis Sie dann Clomipramin genommen haben und das hat den erfolgreichen durchbruch gebracht und 2 von 3 Bekannte von mir sind nun sag ich mal zu 98-99% Symptomfrei ab und zu kommen die Zwangsgedanken hoch , das wird wohl immer so sein.

Aber das belegt eindeutig die Wirksamkeit der Medikamente, beide machten eine Verhaltenstherapie von 2 Jahren und hatte nicht den Gewünschten Effekt und beide sagten das die VT eine Stütze gewesen ist aber auch nicht mehr.

Ich selbst .. muss dazu sagen bei mir ist es ähnlich nur das ich Clomipramin noch nicht genommen habe , hab es etz dann aber vor .. habe auch 2 Jahre ein VT gemacht und Sie hat mir sogut wie rein garnix gebracht , die Zwangsgedanken haben sich ledeglich Verlagert und zwar so das ich einen extremem Selbstbezug entwickelt habe .. früher bezog ich die Gedanken auf meine Mitmenschen das ist nun größtenteils vorbei dafür hab ich halt den extremen Selbstbezug.

Wie gesagt ich wollte hier nur sagen .. das nicht immer nur Verhaltenstherapie der Schlüssel zur Genesung ist.

Sondern teilweise ist auch eine alleinige Medikation das einzig richtige. Gibt es auch ein Schönes bsp in einem tollen Buch es heist:

Das Angst Buch / Woher Ängste kommen und wie man sie bekämpfen kann

von Borwin Bandelow

Da gibt es eine Passage die mir total gefallen hatte da war auch ein Mitte 20ig Jähriger der Ag Zwangsgedanken hatte gegenüber seiner Freundin .. er meinte er würde sie eines Tages umbringen was er natürlich nie getan hat, daraufhin hat er sich immer und immer wieder von seinen Freundinen getrennt aus Angst er würde ihnen was antun.

Er war 5 Jahre lang in einer Psychotherapie Analytische und der Therapeut sagte er ist fast am Ziel er meinte seine AG Zwangsgedanken kommen von daher weil er eine latente Homosexualität hätte, was natürlich voll der Mist ist. Irgendwann hatte er sogar Selbstmordgedanken und .. ganz schlimme Kontrollzwänge weil der Zwang wenn er unbehandelt ist ja immer schlimmer und schlimmer wird.

Daraufhin ging er zu Borwin Bandelow in die Praxis und er verschrieb ihm Clomipramin nach 4 Wochen einnahme verbesserte sich sein Zustand um 50% nach 8 Wochen war er bis auf einen minimalen Rest Beschwerdefrei.

Er fand wieder eine Freundin .. war erfolgreich im Beruf und hatte keine Zwangsgedanken mehr das er seine Freundin töten würde etc.

Das zeigt wieder eindeutig jeder Mensch reagiert anders auf diese Methoden dem einen bekommen die Medikamente garnicht , dem andern die Therapie nicht und wiederum den Anderen der braucht beides.

Hoffe dir ein wenig geholfen zu haben .. :) und an Fire_Bird

Falls du ein gutes Medikament gegen Zwänge / Ängste etc suchst.. wie oben schon erwähnt Clomipramin ist der Goldstandard in der Behandlung von Zwängen.

Falls du aber bei deinem jetzigen Medi bleiben willst lass ihm Zeit 2 Wochen .. ist zu früh warte noch 2 - 4 Wochen danach kannst du eindeutig feststellen ob es gewirkt hat oder nicht.

Aber eine Stabilisierung der Psyche ist eigentlich schon ein erfolgreicher Schritt :)

Liebe Grüße

Daniel

Endurist

unregistriert

5

Montag, 23. August 2010, 13:04

Ich kann nicht sagen welche Medikamente gegen die Symptomatik einer Zwangserkrankung helfen.

Ich habe nie irgendwelche Medikamente genommen und erlebe in den letzten Wochen unfassbare Erfolge mit Hilfe der Verhaltenstherapie. Ich bin frei geworden in einem Maße, das mir nahezu unvorstellbar war. :]

Liebe Grüße
derEndurist

Chrissy

Schüler

  • »Chrissy« ist weiblich

Beiträge: 122

Aktueller Therapie-Status: Hatte noch nie Therapie war schon mal in Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Österreich

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6

Montag, 23. August 2010, 14:06

Selber habe ich keine Erfahrung mit Medikamenten gemacht und auch in Therapie war ich noch nie. Trau mich nicht mir Hilfe zu suchen. aber egal, was ich sagen wollte:

Da ich einfach mehr über Zwangserkrankungen erfahren wollte habe ich mich dazu entschlossen eine Bachelorarbeit zu diesem Thema zu schreiben für meinen Studienabschluss.
Da habe ich sehr häufig gelesen, dass Medikamente sehr gut wirken können. Jedes Medikament wirkt jedoch bei jeder Person anders (andere Zwänge, physiologische Unterschiede, Nebenwirkungen treten auch nicht bei allen gleich auf,...). Hat man für sich jedoch ein passendes Medikament gefunden, kann es auf jeden Fall sehr hilfreich sein.

Problem: Wird die Einnahme des Medikaments gestoppt, kommen auch die Zwänge wieder. Daher ist es immer sinnvoll Medikamente in Kombination mit einer Therapie einzunehmen. So dass man die Medis absetzen kann nach einer gewissen Zeit und die Zwänge trotzdem nicht wieder kommen.

@ Fire_Bird: Wenn ich richtig gelesen habe wartest du ja schon auf einen Therapieplatz. Das ist toll. Wünsche dir viel Glück, dass du nicht mehr all zu lange darauf warten musst!

LG Chrissy
Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird. Wenn es aber besser werden soll, muss es anders werden. (Georg Christoph Lichtenberg)

zwangskrank

unregistriert

7

Montag, 23. August 2010, 17:05

Hallo,

ich nehme schon seit Jahren Medikamente und erzähl euch einfach mal von meinen Erfahrungen. Aber wie ihr schon gesagt habt, leider ist das bei jedem anders.
Ich hab schon seit meiner Kindheit Zwänge und später hat sich die Depression draufgesetzt. Angefangen hab ich mit Fluoxetin, das aber bei den Zwängen nichts gebracht hat. Weitere AD waren: Doxepin, Trimipramin, Remergil, die auch bei den Zwängen nichts bewirkt haben. Wegen den Zwängen wollte ich unbedingt mal Paroxetin probieren. Leider musste ich es gleich wieder absetzen, weil starke Nebenwirkungen auftraten. Generell hat man bei mir festgestellt, dass ich die typ. SSRI nicht so gut vertrage und sie auch nicht so helfen. Seit einigen Jahren nehme ich nun Trevilor gegen die Depression und gegen die Zwänge das Neuroleptika Seroquel. Das Seroquel hatte definitiv eine Wirkung gegen die Zwänge, allerdings scheint die Wirkung mittlerweile nachzulassen. Momentan probiere ich etwas Alternatives wie Akupunktur und Homöopathie aus, Schaden kann es ja schließlich nicht.
Ich hatte einmal eine tiefenpsychologische Therapie angefangen, die ich aber Gott sei Dank abgebrochen habe. Ich finde es unerhört und gemeingefährlich, dass diese Tiefenpsychologen einem Zwangspatienten grundsätzlich irgendetwas von wegen unterdrückten Trieben weismachen wollen. Meiner Meinung stimmt diese Theorie sowieso nicht und sie jagt uns noch zusätzlich Angst ein, weil wir dann unsere Impulse erst recht für wahr halten. Nicht umsonst belegen sämtliche Studien, dass nur die Verhaltenstherapie die gewünschten Erfolge bringt. Habe dann zu einem VT gewechselt, leider war das aber auch nicht wirklich ergiebig. Er kannte sich mit Zwangsgedanken nicht wirklich aus, sondern eher mit Zwangshandlungen. Und die ganze Therapie hatte kein System und bestand doch mehr nur aus Gesprächen. Leider weiß man das dann immer erst hinterher, dass das nicht das Richtige war. Es ist leider sehr schwer einen Therapeuten zu finden, der sich wirklich mit Zwängen auskennt. Ich bin gerade dabei noch mal einen Versuch zu wagen....

zwangskrank

unregistriert

8

Montag, 23. August 2010, 17:08

Hab grad noch was vergessen. Das besagte Clomipramin hab ich noch nie genommen. Sind da die Erfolge wirklich so durchschlagend? Gehört das zur Gruppe der trizyklischen AD?

Fire_Bird

unregistriert

9

Montag, 23. August 2010, 21:21

RE: Welche helfen gegen Zwänge?

Hallo,

danke für die vielen Antworten. Ich muss sagen, dass ich Citalopram seit ca. zwei Monaten nehme. Ich bin ja sehr vorsichtig, insbesondere die Nebenwirkungen machen mir Angst. Davon sind die SSRI ja relativ verschont.

Lg. Fire_Bird

Fire_Bird

unregistriert

10

Montag, 23. August 2010, 21:21

Hallo,

danke für die vielen Antworten. Ich muss sagen, dass ich Citalopram seit ca. zwei Monaten nehme. Ich bin ja sehr vorsichtig, insbesondere die Nebenwirkungen machen mir Angst. Davon sind die SSRI ja relativ verschont.

Lg. Fire_Bird