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Dienstag, 28. September 2010, 22:30

Bizarre Ängste kennt das jemand?

Hallo an alle..

binn schon eine weile hier Angemeldet, viele kennen mich noch aus dem Thread Depersonalisierung & Derealisierung.

Was ich dazu sagen wollte.. das Thema mit dem Skelett belagert mich immer und immer mehr und es fällt mir immer schwerer dagegen anzukämpfen, ich weis nicht wieso und weshalb ich hoffe auf zusprüche und ob ich evtl gleichgesinnte hier finde die mein Leiden teilen. Um meine Angst zu erklären es ist so. Es fühlt sich für mich an als ob ich mit der Tatsache nicht klar komme das ich und die ganze Menschheit aus Knochen bestehen, es ist wie wenn ich mich und die Menschheit auf die Kleinste Einheit herabsetzen würde die Knochen. Wieso ich das tue weis ich nicht? Wenn ich mich bewege stelle ich mir vor wie ich mein Skelett bewege seh ich andere Menschen an stelle ich mir vor wie sich das Skelett bewegt. In meinem Kopf ist ein Leitgedanke der heist, wir sind eigentlich nichts weiter auser Bewegliche Skelette mir macht das ganz schön Angst.. ich weis sehr wohl das das Mist ist was ich denke denoch wirkt es für mich mehr als Real.

Ich hab laut den Ärzten die Diagnose F42.0 Zwangsgedanken ich persönlich weis aber nicht ob es Zwangsgedanken sind, den so schlimm wie Momentan hatte ich es noch nie in meinem Leben. Ich habe das ganze seid 26.10.2004 und von da an Steigert sich es Kontinuirlich zuerst waren es nur Gedanken die mich störten dann Hab ich das Skelett auf mich bezogen und 2007 nahm ich nach einer Panikattacke meinen Brustkorb falsch wahr ich hatte ein Gefühl meinen Brustkorb rauszuschneiden was ich natürlich nie getan habe. Oktober 2008 steigerte es sich wiederum und ich nahm mein ganzes Skelett fremd wahr und hatte das Gefühl mir das Skelett rauszuschneiden wie ob es eine Art Fremdkörper ist Hoffe jemand versteht mich?

Ich weis sehr wohl das ich es brauche und das es mehr als Nützlich für mich ist.. aber ich komme irgendwie damit nicht klar.. bis zu meinem 20sten Lebensjahr hatte ich 0 probleme damit und auf einmal brach es auf mich herein.

Ich muss dazu sagen .. ich habe vor 2 Monaten erst erfahren und festgestellt das ich auch Narzistische Züge habe die mir mein Leben sicherlich erschwerten, mein ganzes Leben besteht aus einer Lüge , ich habe mich immer Besser gemacht wie ich eigentlich bin .. ich habe Geschichten erzählt die nicht richtig sind, habe Gesagt ich würde das können und hätte das und nichts davon hat gestimmt.. ich weis aber nicht wieso :(

Mittlerweile denke ich schon ich wäre Schizophren aber meine Ärzte meinten das ist sicher keine Schizophrenie das wirkt sich anders aus.

Ich wollte nur fragen ob das jemand so ähnlich kennt? Gibt es hier menschen die auch mal ihr Skelett oder Knochen als bedrohlich wahrgenommen haben? Oder bin ich alleine mit meinen Kranken Ängsten? Ich denke oft wie ob es eine Lebenseinstellung wäre das ich einfach nicht auf dieser Welt sein dürfte weil ich es nicht Akzeptieren kann das ich aus Knochen bestehe.

Ich hoffe jemand kann mir Antworten.. und mir einen guten Tip geben ich danke euch.

Liebe Grüße

Daniel

2

Mittwoch, 29. September 2010, 01:57

Hallo!

Ich kann dein Problem verstehen. Ich habe zwar keine Zwangsgedanken die sich um sowas drehen aber irgendwie kann ich es nachempfinden.

Zuerst würde mich mal interessieren warum du noch so genau weißt wann du diese Gedanken das erste Mal hattest. Ist da irgendwas passiert?

Du hast selbst geschrieben dass dir der Gedanke ein Skelett zu haben Angst macht. Ich glaube das ist auch der Grund warum du dauernd daran denken musst. Hast du schon mal probiert dich wirklich damit zu beschäftigen und dich damit auseinanderzusetzen? Ich meine abgesehn von den Zwangsgedanken. Ich meine damit sowas wie die Knochen anzugreifen und zu studieren. Ohne Zwang und ganz absichtlich. Ich glaube das könnte vielleicht helfen. Weil wenn du zwanghaft darüber nachdenkst dann willst du eigentlich gar nicht und musst aber. Wenn du es absichtlich tust dann werden deine Gedanken freier. Dann weiß dein Gehirn dass du das auch darfst. Es ist ja an und für sich nichts Schlimmes daran sich vorzustellen wie sich die Skelette anderer bewegen. Es ist ja auch wirklich so. Aber das ist nicht alles. Der menschliche Körper besteht aus noch viel mehr als nur Knochen. Hast du dich mit dem Rest schon mal beschäftigt? Meistens hilft gegen Zwangsgedanken nicht wenn man versucht sie wegzuschieben sondern wenn man sie zulässt.

Ich hoffe das hat dir ein Bisschen weitergeholfen.

Lg Co

Endurist

unregistriert

3

Mittwoch, 29. September 2010, 07:48

Hallo systro,

ich glaube, dass du sicher nicht alleine bist mit dem Problem zu akzeptieren, dass wir Menschen nur aus eine vergänglichen Masse bestehen, die im wesentlichen mechanisch funktioniert.

Natürlich kann es Angst machen, wenn man wahrnimmt, dass man trotz seines Bewusstseins und all der Fähigkeit zum Denken schlussendlich immer Säugetier bleibt.


Wünsche dir alles Gute!
der Endurist

Träumerin

unregistriert

4

Mittwoch, 29. September 2010, 11:14

Hallo Systro!

Einen ähnlichen Fall habe ich in einem Buch über Zwangsgedanken gelesen (ich weiß leider nicht mehr wo). Dort ging es jedoch nicht um Skelette, sondern um das Thema belebte und unbelebte Materie. Ein Mann musste ständig darüber nachdenken, ob wir Menschen vielleicht doch nur eine unbelebte Materie sind. Er hatte diesbezüglich starke Ängste und Zwangsgrübelein.

Jetzt nur mal eine Annahme meinerseits, warum dir dieses Thema so sehr Angst macht (vielleicht etwas weit hergeholt):
Du hast geschrieben, dass du narzisstische Züge in dir trägst und dich gerne besser dargestellt hast, als andere und als der Wirklichkeit entspricht. Dem liegt doch eigentlich der Wunsch zu Grunde etwas besonderes zu sein und die Befürchtung nur ein ganz normaler Mensch zu sein. Kann es sein, dass dich dieses Thema des Skeletts so sehr ängstigt, weil es dir vermittelt, dass wir eigentlich alle gleich bzw. sehr ähnlich sind - zumindest vom Knochenaufbau. Du siehst dich und deine Menschen als Skelett und somit als eine "Einheit".....und in dieser Hinsicht bist du nichts besonderes und das macht dir vielleicht Angst.

Sorry, ich habe jetzt einfach mal etwas ausgeholt....

Liebe Grüße

Träumerin

unregistriert

5

Mittwoch, 29. September 2010, 11:17

Oh, jetzt ist mir aufgefallen, dass Endurist auch schon dieses Thema angesprochen hat. Wollte mich nicht mir fremden Federn "schmücken". :verlegen:

6

Mittwoch, 29. September 2010, 13:51

Hallo an alle

Erstmal danke für euren Tollen Kommentare das hat mich sehr gefreut nun versuche ich mal ne erklärung zu finden und auf eure Beiträge einzugehen.

An Co:

Zu deiner Frage warum ich noch so genau weis wann das ausgebrochen ist, ja da ist ne Menge passiert weis nicht ob es damit zusammenhängt aber man könnte es schon vermuten:

Es war so 2004.. war echt ein beschissenes Jahr.. meine damalige erste Große Liebe hat mich im Mai verlassen , dann wurde mein Vater am Knie operiert wo man nicht wusste ob es Steif gelegt werden muss oder nicht, dann wurde ich mit der Lehre fertig da wurde ich nicht übernommen .. wobei ich da wiederum etwas Froh gewesen bin weil ich 3 Jahre lang sehr viel unter Mobbing gestanden habe, dann hat mir meine Mutter im August 2004 erzählt nach über 20 Jahren.. das mein Vater nicht mein Leiblicher Vater ist, das hat mich total geschockt und ich konnte das nicht glauben bis mir meine Mutter die Geburtsurkunde gezeigt hat.

Es war natürlich sehr sehr schlimm für mich hab auch Geweint, aber dachte mir mein Vater ist der der mich aufgezogen hat und sonst niemand, und hab mich dann darum auch nicht mehr so wirklich gekümmert. Dann vergingen so die Monate un am 9.10.2004 ging ich ne Umschulung vom Arbeitsamt aus wo ich schon mit Unruhe reagierte aber das haben wohl viele die Angst vor was neuem, nachdem ich 2-3 Tage die Leute kennengelernt habe ging es mir Super und die Angst war weg.

Das ganze ging dann bis zum 21.10.2004 ganz gut und von da an passierte was in mir was ich nicht verstanden habe, am 21.10 das war ein Donnerstag ging mir echt super gut ich hatte regelrechte Lach Flashs würd ich mal so bezeichnen ich konnte einfach nicht mehr zum Lachen aufhören ich musste ständig Lachen die ganze Zeit ich wusste aber nicht wieso, selbst wenn ich die Blanke Wand angesehn habe musste ich Lachen.

Dann kam der Freitag der 22.10.2004 ich hatte nur Vormittags Umschulung aber merkte schon das irgendwas mit mir nicht stimmt, ich habe mich dann wirklich von Stunde zu Stunde schwächer gefühlt Körperlich ich weis nicht was das gewesen ist aufjeden fall wurde es immer schwächer und schwächer gegen Abend.. hatte ich dann schon diese Angstgefühl in meinem Bauch , und dachte mir oh neee wieso kommt das den etz wieder?? Hatte das schonmal so ähnlich aber nicht mit Skelett aber meine erste Panikattacke liegt schon sehr lange her die hab ich am 13.09.1999 bekommen unter der Dusche .. wieso weis ich auch nicht konnte das damals noch nicht einschätzen war da gerade mal 15 Jahre alt.

Naja wie gesagt ich dachte ja vielleicht wirste Krank .. hab mir dann ein paar Aspirin Complex reingeffert und dachte alles wird gut. 23.10.2004 ich fuhr zu meiner damaligen Freundin hatte aber den ganzen Tag dieses eklige Angstgefühl in mir und konnte es nicht beschreiben ich wusste nicht wovor ich Angst habe , ich hatte einfach nur Angst.. gegen Abends fuhr ich dann wieder heim , hatte was gegessen und jetzt kommt das für mich der Grund weswegen Skelett etc an diesem Samstag Abend hab ich mir in der Nacht einen Film angesehen wo Skelette vorgekommen sind und zwar Armee der Finsternis sah mir das an und dachte wähh.. und hatte ein ganz ganz komisches gefühl im bauch. Am nächsten Tag kam die wiederholung wo ich ein wenig nochmal reingezappt hatte aber dann weggeschaltet.

Montag 25.10.2004

Ich bin aufgewacht und konnte es nicht glauben die komplette Angst war weg ich fühlte mich Super es war wie ob ich unter Drogen gestanden bin, ich hätte auf gut Deutsch bäume ausreisen können. Dachte mir Super alles ist weg und passt wieder, der Tag verlief ganz ohne Probleme und alles war gut.

Dienstag 26.10.2004

Anfangs war der Tag realtiv gut ohne irgendwie große Schwierigkeiten Abends ging ich noch zu meiner Tante rüber weil die früher bei uns in der Straße gewohnt haben , wollte meinen Cousin helfen weil er sich von seiner damaligen Freundin getrennt hat. Auf einmal kommt meine Tante aus dem Wohnzimmer und sagte zu mir "Hey Daniel jetzt zeig ich dir mal ein Foto von deinem Leiblichen Vater". Und ich ehm ok. Sie brachte es ich sah das Foto und in mir stieg ein Angstgefühl hoch das war irgendwie komisch... nicht wirklich schön. Dann hat meine Mutter angerufen ich solle doch bitte heimkommen weil es Essen gibt. Dann bin ich heim hab gegessen und hab mich dann noch ein wenig in unseren Sessel gesessen und bissl Tv zu gucken und während ich das getan habe ich glaub es war so ca 19:45 aufeinmal bekam ich eine heftige Panikattacke das Kribbeln fing unten an den Füßen an wanderte hoch über meine Arme , Herzrasen Schwitzige Hände usw .. dann verspürte ich einen Kopfdruck.. und auf einmal machte es PENG!! Und in meinem Kopf war der Gedanke "Wieso haben wir Knochen" Von da an fing das ganze Dilemma an und Steigerte sich von Jahr zu Jahr..

Hat sich mein Kopf einfach gegen ein Leben entschieden? Oder ist es einfach nur eine Krankheit? Ich denke oft weil es sich so komisch anfühlt wie ob es eine Lebenseinstellung ist auf gut Deutsch es wird nun so schlimm bis ich mir was antue und dann war es das mit mir auf dieser Welt. Das Paradoxe ist klar momentan aushalten kann ich das fast nimmer das Gefühl das es in mir ist bringt mich fast um .. aber Sterben will ich ehrlich gesagt auch nicht.. ich will nur das es mich nicht mehr stört. Hoffe jemand versteht mich damit.


An Träumerin:

Deine Vermutung ist garnicht so abwegig wie du es Formulierst :) das mit dem Narzissmus ja das ist schlimm :( ich hab das schon sehr sehr Lange eigentlich seid ich damals im Frühlingsfest eine aufs Auge bekommen habe da fing es mit mir an.. das war Frühjahr 1999 war auf einem Frühlingsfest und da bin ich Autoscooter gefahren hab einen Türken angefahren der hatte mich beschimpft ich passte nicht auf und bam hab ich eine aufs Auge bekommen ich hatte so Todesangst das ich mich auf gut deutsch in die Hose gemacht habe. Ich wollte nur noch weg weg weg...

Das war auch der Zeitpunkt warum ich mich kaum noch drausen bewegt habe wieso ich nicht wie die anderen Freunde von mir mit ihnen in die Disco gegangen bin ich hab es einigemale Versucht aber ich hatte immer Angst das mich wieder jemand schlägt.. also hab ich mich die ganzen Jahre daheim versteckt vorm Pc im Internet bin ich jemand gewesen.. von da an fing der Narzissmus an .. ich machte mich selbst zu jemanden der ich nie gewesen bin. Ich wollte immer Stark sein.. darum auch die Kauffsucht hatte während meiner Lehrzeit 27 Handys.. habe sachen erfunden die nicht gestimmt haben.

Sprich .. ich sagte ich Spiele Schlagzeug.. habe Songs geschickt die ich nie gemacht habe, sachen erfunden die ich garnicht habe, Das ich ein Super Auto habe was nicht stimmte und und und..

Daher denke ich hast du recht wohl ist diese Störung schon lange dagewesen nur 2004 wurde wohl das Maß zuviel und der Skelett film .. war wohl das Angstbild was sich in mich gefressen hat.

Wie man das behanden soll?? Weis ich nicht.. vorallem wenn man die ganze Zeit denkt man ist ja eigentlich eh nur ein Skelett wie die ganze Menschheit auch .. und die ganzen Tiere auch .. wie ob man sich auf das Wesenstliche Reduziert.

Sagt mir bitte das ich nur eine Krankheit habe.. und das behandelbar ist ;)

Würde wirklich alles dafür tun.

Liebe Grüße

Daniel

PS: Danke fürs zuhören.

Träumerin

unregistriert

7

Mittwoch, 29. September 2010, 15:56

Ich weiß nicht inwiefern du dich schon mit Zwängen auseinander gesetzt hast. Aber ein Zwang besitzt auch die Funktion des Schutzes und der Vermeidung.
Dieser Gedanke nimmt soviel Platz ein, dass die Auseinandersetzung mit realen Problemen in den Hintergrund rückt. Zudem ist der Zwangsgedanke ein "Strukturgeber". Eine gewisse Art von Regelmäßigkeit in deinem Leben, die dir Schutz und Geborgenheit vermittelt. Das hört sich jetzt doof an...oder? Man wünscht sich nichts sehnlicher, als diese Gedanken loszuwerden und man leidet unter ihnen und auf der anderen Seite sollen sie eine Hilfe sein. Du hast sehr viel unkontrollierbares in deinem Leben erfahren von der Gewaltattacke, über das Mobbing bis hin zu der Erfahrung, dass dein Vater nicht dein leiblicher Vater ist. Vieles woran du geglaubt und vertraut hast, ist zerbrochen und hat dein Urvertrauen in die Welt getrübt/zerstört. Du hast angefangen deine eigene sichere Gedankenwelt zu konstruieren, die du durch dein eigenes Wissen unter Kontrolle hast. Du übst die meines Erachtens so sehr gewünschte Kontrolle über deine kognitiven Gedankenrituale aus, da du das Vertruane nicht in deiner "realen" Welt findest. Alle Lebewesen/Menschen haben ein Skelett. Wir sind also von der Grundbeschaffenheit gleich. Setzt du nun diese Gleichheit des Skelttes mit Kontroll- und Vertrauensverlust gleich, so ist es auch hier kein Wunder, dass es dir Angst macht. Jeder Mensch bzw. jedes Skelett macht dir also Angst. Das war wahrscheinlich kein Problem, solange du dich Zeit als etwas besonderes angesehen hast, dessen Selbstvertrauen- und Kontrolle nicht erschüttert werden konnte. Als du wohl gemerkt hast, dass du nicht anders bist, als andere Menschen auf dieser Welt, hat sich wahrscheinlich die Verbindung ergeben: Ich kann anderen nicht trauen, wie kann ich mir dann selbst überhaupt vertrauen.
Zusammenfassend würde ich sagen, dass das Skelett für dich ein Synonym für Vertrauens- und Kontrollverlust und gleichsam die Verallgemeinerung auf jedes menschliche Lebewesen - dich inbegriffen.
??????????????????????????????????????????????????????????????????
Auch hier wieder nur pure Mutmaßungen.
Ach, hast du diese Gedanken auch bei Tieren???

8

Mittwoch, 29. September 2010, 23:45

ich glaube auch dass der zwang eher etwas anderes verdrängt. du hast ja gesagt dass du schon vorher dieses angstgefühl hattest. ich glaube wenn man schon angst hat auch wenn man nicht weiß wovor und dann zum beispiel so einen film sieht dann prägt man sich das viel mehr ein. die angst die schon da is verstärkt sozusagen die neue angst.

das mit den panikattacken kenn ich. ich hatte das auch schon einige male in meinem leben und es ist wirklich schrecklich. ich glaube man kann das alles wieder wegbekommen nur ich glaube dass es dafür keine "formel" gibt. man kann nur daran arbeiten und hoffen dass einem irgendwann mal der knopf aufgeht.

vor allem dass du dir die daten und die ganzen ereignisse so genau gemerkt hast finde ich deutet fast schon darauf hin dass du irgendein trauma erlebt hast. es ist sogar glaube ich wissenschaftlich bewiesen dass man sich unter stress und dazu gehört auch angst dinge besser merken kann.

ich glaube du musst einfach irgendwas verarbeiten und ich glaube das eigentliche problem hat sehr wenig mit den skeletten zu tun. aber herausfinden musst du das.

hast du denn auch andere zwänge außer den zwangsgedanken?

9

Donnerstag, 30. September 2010, 14:58

Hallo an euch beide :)

Danke für eure tollen Beiträge wieder ich freue mich immer riesig wenn ihr mir schreibt.

Ich denke ihr 2 habt wirklich recht nicht das in mir ein Skelett steckt ist das Problem sondern andere vielleicht ist das auch das Problem wieso dieses gefühl das es in mir ist und ich es nicht mehr aushalte weil es in mir ist stärker wird.

Ich weis wie blöd das klingt aber ich hab den ganzen Tag ein gefühl in mir das ich es nich ertrage das mein Skelett in mir steckt wobei es natürlich ganz normal ist, ich weis auch das mich das früher nicht wirklich gestört hat.

Das mit dem Trauma auf das bin ich auch schon gekommen .. aber ich frage mich wie behandelt man so etwas?! Muss auch dazu sagen seid ich damals 1999 eine aufs Auge bekommen habe hat das ganze eigentlich seinen Lauf genommen ich hatte nie Probleme zuvor in irgendeine Psychische richtung.

Wenn man sich die Zeitdaten ansieht kann man da schon deutliche Muster erkennen ich versuch es mal zu erklären Stichpunktartig:

April 1999 = Frühlingsfest eine aufs Auge bekommen

September 1999 = Erste Panikattacke unter der Dusche

September 1999 = Kam ich in die 9te Klasse da fühlte ich mich richtig Derealisiert
das hat angehalten bis fast 2001

August 2001 = Meine Lehre hat begonnen da war dieses Angst gefühl eigentlich weg dachte ich.. wohl hab ichs nur überlagert weis nicht genau.

Dann vergingen 3 Jahre wo ich dachte ich hätte keine Probleme wobei wenn ich ehrlich bin haben da die Probleme erst richtig angefangen, in dieser Zeit blühte mein Narzismuss auf wie nochmal was .. ich kaufte mir nur die besten Klamotten kaufte mir meine Freunde.. war richtig Arrogant.. hatte auf meine 3 Lehrjahre insgesamt glaub ich 27 Handys.. :( aber in die Disco bin ich zu der Zeit auch nicht gegangen alleine wenn ein Kumpel von mir damals sagte, willste mir gehn wa Abends weg, schon bekam ich dieses Angst Gefühl im Bauch wieder.

Wenn meine damalige Freundin weg wollte hatte ich immer Angst das Sie mir Fremdgeht ständig ich weis garnicht wieso?! War Sie wieder bei mir war alles gut.. :(

Das ganze ging bis 2004

Mai 2004 = Trennte sich meine erste große Liebe von mir wobei ich da eindeutig schuld dran bin.

Mai 2004 = Mein Vater wurde Operiert am Knie war auch so bissl ne Belastung für mich denke ich.

Juni 2004 = Bin ich fertig mit meiner Ausbildung gewesen und wurde nicht übernommen.

Juni 2004 = Hab mich nach der Trennung meiner ersten Große Liebe sofort wieder in eine neue Beziehung gestürtzt wollte wohl nicht alleine sein.

August 2004 = Meine Mutter erzählt mir der Mann den ich seid 20 Jahren kannte ist nicht mein Leiblicher Vater

Ende Oktober 2004 = Bekam diese Ängste und den Zwangsgedanken mit dem Skelett

Das würde jetzt natürlich noch weitergehen, weil es ist noch genügend mist Passiert aber es hat sicherlich alles einen Grund. Den ich wohl nicht erkenne :(

Zu deiner Frage Co:

Ich habe auser die Angst mit dem Skelett überhaupt sonst keine Zwänge. Also nicht wirklich gravierende aber mehr brauch ich auch ned .. oft denke ich , ich kann das nicht mehr aushalten das es in mir ist und würd es am Liebsten beenden aber versteht mich nicht Falsch ich will nicht Sterben ich habe oft Angst ob das Selbstmordgedanken wären.

Aber im endeffekt will ich nur ohne diesem ekligen Gefühl Leben das es mir Angst macht das es in mir ist. Selbstmordgedanken sehen anders aus oder?

Hoffe das das alles nur eine Krankheit ist die man behandeln kann, oder gibt es sowas wie eine Lebenseinstellung weil man nicht aus Knochen sein mag?! Ne oder?

Liebe Grüße

Daniel

PS: Danke fürs zuhören an euch alle!

10

Donnerstag, 30. September 2010, 15:30

ich glaube schon dass es nur eine krankheit ist. leute die wirkliche selbstmordgedanken haben versuchen das auch mal und denken nicht nur drüber nach.

hast du es schon mal mit medis versucht? vielleicht würde dir das helfen. oder probiers mal mit yoga oder so irgendwas das dir hilft deine gedanken ein bisschen zu befreien.

11

Donnerstag, 30. September 2010, 23:34

Hey

Hat sonst noch jemand irgendwie eine Idee? Würde mich sehr darüber freuen.

Dafür muss es doch einen Grund geben.. hoffe ich mal :(

Liebe Grüße

Daniel

12

Samstag, 2. Oktober 2010, 00:48

Hi Systro,

ich denke, das ist nur eine fixe Idee, also bei dir ist es die Angst aufs Skelett bezogen, bei mir war es eine zeitlang die Vorstellung, dass man im Grunde aus lauter Mikroorganismen besteht, Zellen, Bakterien, etc. der Gedanke war ganz grausig für mich; ich denke, das hat auch immer etwas mit fehlendem Selbstwertgefühl zu tun oder Unsicherheit, beim Skelett fällt mir das Sprichwort mit dem Rückgrat ein, so als Bild.

Bei mir ging das eine zeitlang so, ich habe dann irgendwann angefangen, mir selbst jeden Tag zu sagen, wenn die Gedanken wiederkamen, dass das normal ist und dass die mir nichts tun und ich die brauche, manchmal habe ich mir das auch detailliert vorgestellt und dann versucht auszuhalten, mir das so bildlich vorzustellen, mit der Zeit wurde dieser Gedanke dann weniger, bis er ganz verschwunden war.

Zu erfahren, dass der Vater nicht der leibliche Vater ist, war sicher ein Schock, da können Ängste draus entstehen, Mobbing zersetzt einen auch (habe auch Mobbing erlebt) ich denke, solche Situationen, denen man ausgeliefert ist, können zu solchen Störungen führen, dafür kann man selbst nichts, das kommt durch zu viele Dinge, die einen überfordern.

Wenn es einem gelingt, Konflikte zu erkennen und anders mit Konflikten und Traumata umzugehen, dann haben die Zwangsgedanken auch keine so große Macht mehr.

Viele Grüße, Hermit.
Das Leben als solches ist absolut lebensgefährlich und führt mit 100%iger Wahrscheinlichkeit zum physischen Tod.

Lesen -> Denken -> Schreiben

~T~R~ O - o - O ~ L

13

Montag, 4. Oktober 2010, 23:19

Hallo an alle,

Ich bedanke mich für eure tollen Beiträge hat mir sehr gut geholfen falls noch jemand nen Vorschlag hat einfach raus damit bin über jede Hilfe froh.

Wenn Steffen hier reinschaut wäre schön wenn du auch was dazu schreiben kannst.

Ich denke nämlich mittlerweile das es durch ein Trauma kommt das Unbehandelt ist und da ich es Ignoriert habe ist 2004 nach der großen Belastung die Zwangsstörung entstanden mit dem Skelett denken, macht das sinn??

Freue mich auf Antworten!

Danke

Liebe Grüße

Daniel

PS: Danke Hermit für deinen Tollen Beitrag hat mir sehr gut geholfen.

14

Freitag, 15. Oktober 2010, 22:41

hey an alle :)

hat noch jemand ne idee für mich?? wär echt super!!

bin über jede Antwort froh..

Will unbedingt ne Tiefenpsychologische Therapie machen es muss ja einen Grund dafür geben oder ?

Liebe Grüße

Daniel

Hope

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15

Freitag, 15. Oktober 2010, 22:54

Naja aber selbst wenn Du den Grund weist nützt es Dir ja auch nicht viel, aber probieren kannst Du es ja.

Gruß

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16

Freitag, 15. Oktober 2010, 23:25

Hmm.. Danke für deine Antwort.

Weis zwar nich was dein Kommentar sollte aber trotzdem Danke.. versuche mich an jedem Halm zu klammern.. is halt schade wenn einem sogar die Hoffnung zunichte gemacht wird, wie Ironisch nich Hope? :)

Naja egal..

Danke an alle für die tollen Beiträge manche waren echt super!!

Lg

Daniel

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Samstag, 16. Oktober 2010, 08:36

Hallo zusammen

Ich bin der Meinung,das es doch sehr hilfreich sein kann,wenn man den Grund für seine Erkrankung erfährt.Man kann dann sehr fundierter und explizierter an den Problemen arbeiten.Ob es die Probleme dann wirklich löst ist eine andere Sache.Man sollte aber ,wie systro sagte,jeden Strohhalm ergreifen.

LG Ferdy
Es gibt 1000 Krankheiten, aber nur eine Gesundheit.
Arthur Schopenhauer, 22.02.1788 - 21.09.1860
dt. Philosoph

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18

Samstag, 16. Oktober 2010, 11:20

Ich mache keinem seine Hoffnung zunichte sondern schreibe das was ich denke oder besser meine Erfahrungen die ich gemacht habe, aber wenn ich Dich anlügen soll sage mir einfach bescheid, dann beschönige ich alles und schreibe jedem das was er hören will und dann ist auch niemanden damit geholfen.

Gruß

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19

Samstag, 23. Oktober 2010, 19:06

RE: Bizarre Ängste kennt das jemand?

Hallo systro

Ich weiss das du irgentwie dachtest ich habe mich über deine krankheit oder deinen zwang lächerlich gemacht
aber das stimmt nicht ich glaube du hast das einfach falsch verstanden ..
ich hoffe dir geht esbald wieder besser

&& du weisst ja es sind NUR gedanken und unsere gedanken sind frei

ich hab zb voll angst irgentwie das ich unter gehe in dieser welt weil sie so groß ist und das weltall so unvorstellbar groß ist ..
kann ich auch nich so erklären aber ich hoffe dir geht es bald wieder gut
schöne grüße melek :)

ListenToTheBomb

unregistriert

20

Donnerstag, 11. November 2010, 09:45

RE: Bizarre Ängste kennt das jemand?

Schönen guten Morgen!

Zum Glück bin ich (m, 23) auf dieses Forum gestoßen da es mir genauso geht wie dem Ersteller dieses Threads.

Bei mir fing das 2008 an, dass ich mich zb ekelte, dass ich ein Gehirn habe. Diese Gedanken schrenkten mein Leben jedoch (NOCH) nicht ein.

Im Sommer 2009 hatte ich ziemlich heftigen Stress mit meinen Eltern (sie wollten, dass ich berufsbegleitend Studiere neben einem 40h Job) und war darüber hinaus in einer Beziehung gefangen welche ich nicht wollte.

Dies führte dazu, dass ich an Gürtelrose erkrankt bin und zeitgleich fingen die Panikattacken an.

Ich lief monatelang von Arzt zu Arzt da ich unter heftigem Schwindel, innerer Unruhe usw litt. Kein Arzt konnte bzw wollte mir sagen, dass das psychisch bedingt ist somit erstellte ich die Diagnose Panikattacken anhand von Google.

Als ich mich im Februar 2010 von meiner 3 jährigen Beziehung trennte fiel ich in ein tiefes Loch und habe mich deswegen endlich dazu aufgerafft zu einem Psychotherapeuten zu gehen.

Ich erhielt die Diangose:

Depressive Verstimmung und Panikstörung

Habe dagegen 20mg Seropram verschrieben bekommen welches auch ziemlich gut wirkte. Als ich mich wieder gut fühlte setzte ich es nach 4 Monaten natürlich auf Ansprache mit meiner Therapeutin langsam ab.

Seitdem plagt mich der Gedanke, dass das ganze Leben doch total sinnlos ist wenn man ohnehin sterben muss.

Dass man nur aus Organen, einem Skelett besteht welches so vergänlich ist...dieser Gedanke ekelt mich so sehr und begleitet mich den ganzen Tag. Als ich dieses Thema bei der Psychoth. angesprochen habe erhielt ich immer nur die Antwort: "wir bestehen doch alle aus diesen Dingen".

Ja, das ist mir bewusst, aber ich krieg diesen Gedanken nicht aus dem Kopf, dass der menschliche Körper (bestehend aus Organen und Knochen) total widerlich ist.

Ich weiß nicht wieso ich so denke und würde gerne wissen wie Du, lieber Themenersteller, heute damit umgehst?!

Lieben Gruß