Sie sind nicht angemeldet.

Zwangsgedanken: Magische Gedanken?

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Zwangserkrankungen.de. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Chrissy

Schüler

  • »Chrissy« ist weiblich

Beiträge: 122

Aktueller Therapie-Status: Hatte noch nie Therapie war schon mal in Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Österreich

  • Nachricht senden

61

Sonntag, 9. Januar 2011, 15:06

Er war ziemlich verwundert und hat nur gefragt: "Echt?". Aber das wars dann und hat mich daher nicht gestört. Nur bei einer Freundin muss ich "aufpassen" (die weiß dass ich zur Zeit so einen Hygienetick habe-das hat sie selbst mal so bezeichnet bei mir). Sie hat mal gesehen wie ich eine Chipstüte nur mit den Fingerspitzen angegriffen habe und sie hat mich gefragt ob ich das immer so mache, es ist ja nur eine Chipstüte. Ich sagte nur, dass sie mich in Ruhe lassen soll.
Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird. Wenn es aber besser werden soll, muss es anders werden. (Georg Christoph Lichtenberg)

Kittycat

unregistriert

62

Montag, 10. Januar 2011, 22:59

Ohje, ja ich mag das auch nicht, darauf angesprochen zu werden.
Es ist mir peinlich, durch Zwänge aufzufallen, da ich Angst vor abfälligen Reaktionen habe...

Chrissy

Schüler

  • »Chrissy« ist weiblich

Beiträge: 122

Aktueller Therapie-Status: Hatte noch nie Therapie war schon mal in Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Österreich

  • Nachricht senden

63

Montag, 10. Januar 2011, 23:09

Muss nicht unbedingt sein...wenn ich darüber sprechen will, dann mach ich das.ich versuch das auch alles heimlich zu machen. Meine Mutter hat mich gefragt, ob ich das auch hatte als ich zu Weihnachten daheim war. Sie hat mich extra beobachtet hat sie gesagt, aber nix gemerkt...klar nicht...läuft ja auch sehr viel gedanklich ab und vor Leuten mach ich keine offensichtlichen Handlungen...oder wenn ich z.B. noch mal zurückgehen muss, dann sag ich so Sachen wie "ach, ich hab was vergessen".

Hast du dir schon mal was Abfälliges anhören müssen, oder hast du davor Angst das es generell einmal passieren könnte?
Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird. Wenn es aber besser werden soll, muss es anders werden. (Georg Christoph Lichtenberg)

Kittycat

unregistriert

64

Dienstag, 11. Januar 2011, 12:42

Also ich habe das mal bei(früheren) Freunden erlebt. Sie haben sich mal über bestimmte Zwangshandlungen lustig gemacht. Allerdings ohne das Wissen, dass es ein Zwang ist. Von daher kann ich es ihnen nicht so übel nehmen.

Chrissy

Schüler

  • »Chrissy« ist weiblich

Beiträge: 122

Aktueller Therapie-Status: Hatte noch nie Therapie war schon mal in Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Österreich

  • Nachricht senden

65

Dienstag, 11. Januar 2011, 18:35

Das kann man ihnen wirklich nicht übel nehmen, wenn sie keine Ahnung habe, dass man Zwänge hat.
Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird. Wenn es aber besser werden soll, muss es anders werden. (Georg Christoph Lichtenberg)

Kittycat

unregistriert

66

Donnerstag, 13. Januar 2011, 21:34

Mir fällt es aber auch schwer, über Zwänge zu reden und ich weiß nicht genau, warum.
Vielleicht habe ich Angst, dass es für andere Menschen so unverständlich, fremd erscheint. Aber eigentlich treffe ich immer auf Verständnis und Hilfe.

Chrissy

Schüler

  • »Chrissy« ist weiblich

Beiträge: 122

Aktueller Therapie-Status: Hatte noch nie Therapie war schon mal in Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Österreich

  • Nachricht senden

67

Freitag, 14. Januar 2011, 15:06

Wenn du auf Verständnis und Hilfe triffst ist das echt prima. Ich hab da auch nur bestimmte Personen, mit denen ich über das spreche.
Mit jeden kann man nicht darüber sprechen...weil viele Personen eben keine Ahnung davon haben...generell werden psychische Erkrankungen häufig abwertend betrachtet. Und wenn man dann auch noch in Therapie ist...naja...das ist auch so ein Thema, über das man nicht mit jedem sprechen kann.
Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird. Wenn es aber besser werden soll, muss es anders werden. (Georg Christoph Lichtenberg)

Kittycat

unregistriert

68

Sonntag, 16. Januar 2011, 15:46

Ja, genau.
Und wie läuft es bei dir im Moment so?
Jetzt, wo dein Alltag wieder wie vorher ist, also nach Weihnachten wieder alles beim Alten ist?

Chrissy

Schüler

  • »Chrissy« ist weiblich

Beiträge: 122

Aktueller Therapie-Status: Hatte noch nie Therapie war schon mal in Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Österreich

  • Nachricht senden

69

Freitag, 21. Januar 2011, 18:22

Sorry, dass ich erst jetzt schreibe. Ich habe seit Sonntag leider kein Internet mehr. Bekommen das neue erst im Laufe der nächsten Woche. Jetzt sitze ich an einem PC der Uni.

Also, zur Zeit läuft es mal so und mal so. Und ich bin froh, in meiner Wg zu sein. Freu mich aber auch auf den Besuch meiner Eltern zu meinem Geb.

Ich habe es in den letzten Tagen mehrmals geschafft, keine Zwangshandlungen durchzuführen. Aber dafür wasch ich halt öfters die Hände oder z.B. als gestern der Heizungsableser da war (Heizung befindet sich hinter meinem Bett und er muss sich darauf abstützen. Aber e mit Tagesdecke) bezog ich die Pölster neu, da er mit seiner Jacke daran angekommen ist. Gedanken wie: wer weiß wo der vorher damit war? Schon in so vielen anderen Wohnungen, wer weiß wie sauber die waren usw.

Mir fallen in letzter Zeit immer mehr Sachen bei Leuten auf, die Meiner Meinung nach ekelig sind. Z.b. eine Studienkollegin gab einem Hund ein Leckerli und ging danach in den Seminar raum. Natürlich schlabbert der Hund dabei die Finger ab. Dann greift sie drinnen den Stuhl an...naja,,,ekelig...sie hat sich nur die Hände am Gewand etwas abgewischt.

Hast du einen wiederkommenden Waschzwang schon zurückdrängen können?
Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird. Wenn es aber besser werden soll, muss es anders werden. (Georg Christoph Lichtenberg)

Kittycat

unregistriert

70

Mittwoch, 26. Januar 2011, 15:57

Also das mit dem Waschzwang ist immernoch nicht weg. Aber ich kann ihn eindämmen...und ich denke, er wird auf jeden Fall wieder verschwinden...bald=)

Wie ist das Leben in deiner Wg so? Wissen deine Mitbewohner von deinen Zwängen?
Sind es gute Freunde, mit denen du evtl. darüber reden kannst?

Chrissy

Schüler

  • »Chrissy« ist weiblich

Beiträge: 122

Aktueller Therapie-Status: Hatte noch nie Therapie war schon mal in Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Österreich

  • Nachricht senden

71

Donnerstag, 27. Januar 2011, 11:35

Das dauert scheinbar bis sowas wieder weg ist...auch wenn man es so wie du schon mal geschafft hat. es ist halt immer ein Kampf der wieder von vorne beginnt.

Also eine Mitbewohnerin ist eine gute Freundin von mir geworden. Sie weiß aber nichts davon. Auch nicht, dass ich in therapie bin. Ich glaube sie wundert sich ab und zu nur, wenn ich etwas aggressiver bin...das bekommt sie meistens dann mit, wenn ich mit meiner Mutter telefoniere. Vielleicht ergibt es sich mal, dass ich es ihr sage. Habe es aber nicht unbedingt vor.

Ansonsten gefällt es mir sehr gut in der Wg. Wo sich meine Mitbewohnerinne vl auch wundern: Ich hab mir eine eigene Seife gekauft...brauch halt etwas mehr als sie und da habe ich keinen Überblick wie oft ich jetzt Seife kaufen soll. Aber es hat mich keine darauf angesprochen.

Wie wohnst du? Auch in einer WG oder bei den Eltern? Falls ich dich das schon mal gefragt habe, habe ich es leider vergessen. Sorry, falls es so ist ;)
Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird. Wenn es aber besser werden soll, muss es anders werden. (Georg Christoph Lichtenberg)

Kittycat

unregistriert

72

Donnerstag, 27. Januar 2011, 17:29

Also momentan wohne ich noch bei meinen Eltern, da ich ja noch in die Schule gehe=) Aber ich plane so gegen Sommer mit meinem Freund zusammenzuziehen, um die Zeit herum werde ich dann auch mein Studium anfangen=)

Chrissy

Schüler

  • »Chrissy« ist weiblich

Beiträge: 122

Aktueller Therapie-Status: Hatte noch nie Therapie war schon mal in Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Österreich

  • Nachricht senden

73

Freitag, 28. Januar 2011, 14:07

Das hört sich ja nach tollen Plänen an.

Weißt schon was du studieren möchtest?
Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird. Wenn es aber besser werden soll, muss es anders werden. (Georg Christoph Lichtenberg)

Kittycat

unregistriert

74

Freitag, 28. Januar 2011, 18:11

Ja, darüber haben wir, glaube ich, schonmal geredet=) Aber überhaupt nicht schlimm...ich rede gerne darüber! Also ich möchte Sprachen studieren.

Gestern war ich an einer Uni, um mich dort zu informieren, da extra ein Informationstag eingerichtet wurde.

Ich habe meine Zwangsgedanken mittlerweile rund um die Uhr=( auch magisches Denken. Trotzdem fasse ich ständig den Entschluss, jetzt die Zwänge hinter mir zu lassen, doch leider hat das noch nie geklappt.

Wie gehst du momentan mit deinen Zwängen um, abgesehen vom Waschzwang... wie gehst du mit gedanklichen Zwängen um?

Chrissy

Schüler

  • »Chrissy« ist weiblich

Beiträge: 122

Aktueller Therapie-Status: Hatte noch nie Therapie war schon mal in Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Österreich

  • Nachricht senden

75

Samstag, 29. Januar 2011, 17:08

Ach ja, weiß schon wieder. Blöd, typisch ich dass ich alles vergesse.

Das ist immer gut, wenn man zu son einem Informationstag geht, damit man mal einen Einblick bekommt.

Also wie ich mit meinen gedanklichen Zwängen umgehen...hm, ab und zu schaffe ich es Handlungen aufgrund meiner Gedanken nicht zu wiederholen. Aber sobald dann ein intensiverer Gedanke kommt wie: "Ich schaffe die Prüfung aber dafür stirbt eine Person aus meiner Family"...dann wird es schwer. Dann kann ich nicht sagen dass es Blödsinn ist. Ich denke mir dann, dass ich gehässig, gemein bin weil ich mir so etwas denke, wünsche. Auch wenn ich mir das nie wünschen würde, aber die Gedanken sind halt so, als ob ich es mir wünschen würde. das ist echt zum Durchdrehen. Und was ich auch mache, ich habe so kleine Angewohnheiten...so mini-Zwangshandlungen (kanns nicht besser erklären). z.B. klopfe ich mir 5 mal auf den Brustkorb, halte die Luft an wenn ich etwas mache oder schnalze mit der Zunge am Gaumen (als Neutralisation meiner Gedanken).

Bei mir sind die Gedanken auch den ganzen Tag vorhanden. Auch wenn ich gerade aufwache...zack, da sind sie schon wieder. ab jetzt auch seit September Johanniskraut genommen, aber das hat mir nicht geholfen. Ich weiß auch nicht wie damit am besten umgehen. Hoffe dass die Therapie da wirklich helfen kann.

Bekommst du Tipps oder was auch immer in der Therapie, wie man damit umgehen könnte?
Also mein Therapeut versucht mir verständlich zu machen, dass jeder solche Gedanken kennt, aber eben nicht so ernst nimmt wie ich. Aber auch wenn ich das weiß, hilft mir das nicht, da ich immer wieder denke: "Was wenn doch etwas passiert?"
Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird. Wenn es aber besser werden soll, muss es anders werden. (Georg Christoph Lichtenberg)

Kittycat

unregistriert

76

Sonntag, 30. Januar 2011, 20:36

Also ich habe das magische Denken noch nicht direkt in der Therapie angesprochen. Ich bespreche momentan Zwangshandlungen und Zwangsgedanken mit meiner Therapeutin, aber ich habe das magische Denken noch vor, auch zu thematisieren. Mir fällt es nur im Allgemeinen schwer, über die Zwänge zu reden, selbst in der Therapie. Kannst du ganz offen mit deinem Therapeuten über alle Zwangsgedanken usw. reden?
Mir fällt es eben schwer, weil ich mich auch für viele Zwangsgedanken und Zwangshandlungen schäme, wie das ja bei vielen ist...

Chrissy

Schüler

  • »Chrissy« ist weiblich

Beiträge: 122

Aktueller Therapie-Status: Hatte noch nie Therapie war schon mal in Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Österreich

  • Nachricht senden

77

Sonntag, 30. Januar 2011, 21:37

Ach so, ja würde es an deiner Stelle auf jeden Fall thematisieren.

Nein, leicht fällt es mir nicht immer. Besonders wenn es um sexuelle Gedanken geht, die ich nicht haben will. Das zu erzählen war echt eine Überwindung. Alles hab ich da aber auch noch nicht erzählt.

Einmal hab ich etwas gesagt mit dem Anhang "das macht jetzt keine gutes Bild von mir" und mein Therapeut hat nur gemeint, dass das egal ist, also das es hier nichts macht (weiß es nicht mehr Wort wörtlich).

Ich denke mir auch, dass ich die Dinge einfach sagen muss, da mir sonst nicht geholfen werden kann.
Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird. Wenn es aber besser werden soll, muss es anders werden. (Georg Christoph Lichtenberg)

Kittycat

unregistriert

78

Mittwoch, 2. Februar 2011, 21:28

Ich hatte schon so oft die Situation, dass ich dachte: "jetzt hör ich einfach auf mit den Zwängen!" und ungeachtet dessen, dass es eben eine psychische Störung ist, die man nicht von jetzt auf gleich abstellen kann, bin ich jedes Mal frustriert, dass es nicht klappt, die Zwangsgedanken einfach zu ignorieren, man weiß, dass es Quatsch ist, aber die Zg kriegen schon alleine deshalb Aufmerksamkeit, weil ich auf sie reagiere, z.B. beim magischen Denken durch das mehrmalige Klamotten-Umziehen oder dadurch, dass ich in Gedanken immer sage, dass er doch keine Wirkung hat..
Ich weiß ja, dass ich den Zg zu viel Aufmerksamkeit widme, aber das ist ja auch nur so, weil ich sie dadurch wieder außer Kraft setzen will, also die einzelnen Zg..
Irgendwie ein Teufelskreis.

Chrissy

Schüler

  • »Chrissy« ist weiblich

Beiträge: 122

Aktueller Therapie-Status: Hatte noch nie Therapie war schon mal in Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Österreich

  • Nachricht senden

79

Donnerstag, 3. Februar 2011, 12:57

Das kenne ich auch sehr sehr gut. "Reis dich doch zusammen, gesten hast du es auch geschafft", oder "Es ist doch alles nicht so schlimm", ignorier doch diese Gedanken. das man ihnen die Aufmerksamkeit gibt ist fatal, aber irgendwie lässt es sich auch nicht vermeiden. vor allem dann nicht, wenn man schon so "drinnen steckt" wie wir.

Es ist wirklich ein Teufelskreis.
Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird. Wenn es aber besser werden soll, muss es anders werden. (Georg Christoph Lichtenberg)

Kittycat

unregistriert

80

Donnerstag, 3. Februar 2011, 13:35

Ja, man denkt, man könnte die Zg einfach abschalten, kontrollieren. Aber das ist ja gerade das Problem, wenn man versucht, die Gedanken zu kontrollieren, wird es nur noch schlimmer, da man dadurch ja seine Angst ausdrückt und der Zwang arbeitet ja genau damit.