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hörnchen

unregistriert

1

Donnerstag, 27. Januar 2011, 21:21

belastende Zwangsgedanken??

hallöchen erstmal :)
ich hab seit ca 3 jahren immer den Gedanken, dass ich sterben werde an einem bestimmten datum ( erst war es weihnacheten, dann geburtstag,...) natürlich ist noch nie was passiert aber ich falle immer wieder auf den gedanken rein und denke dass ich am jeweiligen tag sterben werde. manchmal denke ich ich kann hellsehen.. das alles erzeugt eine riesige innere Anspannung in mir und ich verliere oft die ganze Lebensfreude. Mein neuster Gedanke, der mir jede Menge Angst einjägt, ist der, dass die welt im jahr 2012 untergehen wird ( hab davon gelesen). ich kann mich vor lauter angst auf nichts mehr richtig konzentrieren und grübele die ganze zeit vor mich her. Könnt ihr mir vielleicht ein paar tipps geben in meiner situation? Manchmal habe ich angst, dass ich echt hellsehen kann. sind das zwangsgedanken?
Ich bin für Antworten sehr dankbar :)

Jake_Sully

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2

Sonntag, 30. Januar 2011, 01:08

Sorry, mein Beitrag habe ich nachträglich geändert, das wird langsam zur schlechten Angewohnheit. Wenn's mir schlechter geht, denke ich manchmal - es ist Bestrafung für eine freche Forum-Antwort. Warum fürchten so viele Menschen den Tod? Findet Ihr es so toll hier, auf dieser Welt? Ohne echte Gesundheit, ohne Selbstverwirklichung - hab ich keine Lebensfreude. Aber ich hatte in der DDR eine schöne Jugend-Zeit.

Heute fürchte ich irgendwie den Teufel - 2006 hatte ich einen furchtbar-realistischen Traum. Im Traum stand der Teufel bei mir hier im Zimmer und starrte mich an. Er hatte eine Hundenase und viele braun-verbrannte Haare am Körper. Als ich wach wurde sah der Raum genau so aus, nur der Teufel war weg. Später hatte ich einen anderen Traum, dort musste ich den gefangenen Teufel bewachen und ein Kind als Besucher zulassen. Dem Traum-Kind konnte er eigentlich nix tun, aber ich wollte zur Sicherheit in seiner Gefängniszelle nachsehen - mit einem Verbindungsgerät (Helm) das man sich auf dem Kopf setzt. Dabei hat er mich erwischt und ich wurde dann wahnsinnig im Traum.

Als Kind hab ich mal voraus-geträumt, wo sich alle beim Versteckspiel am nächsten Tag verstecken. Später ist oft passiert, dass ich Situationen erlebe, die ich irgendwie schon mal voraus-geträumt habe. Solche Situationen (Säulen) beruhigen mich dann, ich denke dabei - ich bin auf dem richtigen Schicksaal-Weg. Aber seitdem ich zwangskrank bin, hab ich derartige Träume nicht mehr.


Manchmal fürchte ich mich auch vor der Frau, die unter mir wohnt. Sie ist irgendwie ein akustischer Stalker. Wenn ich abends bade, nachts am PC sitze oder mal auf Toilette gehe, dann meckert sie kurz: "Jetzt badet der wieder / jetzt sitzt der wieder am Computer / jetzt geht der auf Toilette".

3

Sonntag, 30. Januar 2011, 04:43

Zitat

Warum fürchten so viele Menschen den Tod? Findet Ihr es so toll hier, auf dieser Welt?


Das frage ich mich teils auch, ich vermute, viele fürchten den Tod deshalb so sehr, weil sie denken, das Leben als Mensch wäre die einzige Existenzebene und sobald sie als Mensch(enkörper) sterben, hören sie auf überhaupt zu existieren, was dementsprechend im Widerspruch zum natürlichen Überlebensinstinkt steht.

Zitat

Aber seitdem ich zwangskrank bin, hab ich derartige Träume nicht mehr.


Falls du Arzneimittel nimmst, könnte das daran liegen.

Nachbarn, die andere Nachbarn 'überwachen' sind furchtbar und in meinen Augen selbst gestört.

Zitat

die welt im jahr 2012 untergehen wird ( hab davon gelesen)


Wenn du sowieso ängstlich bist, solltest du nicht extra noch solche Sachen lesen, abgesehen davon kannst du es sowieso nicht ändern. Ich persönlich finde den Gedanken viel schrecklicher, das wirklich eine globale Katastrophe eintritt und man dann überlebt!

Zitat

manchmal denke ich ich kann hellsehen


Es gibt einen Unterschied zwischen luziden Klarträumen mit visionären Aspekten und normalen Träumen, solange du in deinen Ängsten und Gedankenkreisen gefangen bist, wird es dir sehr schwer fallen, das eine vom anderen zu unterscheiden, deshalb solltest du grade bei negativen Traumerlebnissen erstmal davon ausgehen, dass sie deine Ängste widerspiegeln und nicht weissagend sind, außerdem können sich gerade zukunftsbezogene Dinge bis zu dem Moment, in dem sie tatsächlich geschehen, jederzeit noch ändern.
Es gibt bei solchen Klarträumen auch noch einen anderen Aspekt zu beachten, nicht alles, was man im Traum sieht, steht in direktem Zusammenhng zum eigenen, persönlichen Leben. Ich hatte schon früh solche Träume, konnte jedoch über lange Zeit nicht trennen, zwischen dem, was direkt mit mir zusammenhing, dem, was in Bezug zu zB meinen Gedanken und Ängsten steht und dem, was wirklich visionär gewesen ist. Vll fängst du an, deine Träume in ein Tagebuch mit Datum zu schreiben, dann kannst du später vergleichen, ob deine Träume einen bezug zur Realität haben oder nicht, dahingehend, ob sie wirklich hellseherisch waren oder nicht. Wenn sie wirklich visionäre Elemente enthalten, kannst du das auf diese Weise überprüfen und dir selbst auch beweisen, wie lange vor dem tatsächlichen Ereignis du etwas geträumt hast.

Zuletzt möchte ich noch die sich selbst erfüllende Prophezeiung ansprechen, in die man sich selbst bringen kann. Das hat dann weniger mit Hellsehen zu tun, als vielmehr mit der Beeinflussung des eigenen Umfeldes, der Wahrnehmung durch die eigenen Gedanken und letztendlich auch dem eigenen Verhalten. Aus diesem Grund lassen sich echte hellseherische Träume und Fähigkeiten auch am besten überprüfen, wenn man sie zu Dingen hat, die man NICHT primär selbst hervorrufen oder beeinflussen kann.

Viele Grüße, Hermit.
Das Leben als solches ist absolut lebensgefährlich und führt mit 100%iger Wahrscheinlichkeit zum physischen Tod.

Lesen -> Denken -> Schreiben

~T~R~ O - o - O ~ L

Pit-2001

unregistriert

4

Sonntag, 30. Januar 2011, 15:20

RE: belastende Zwangsgedanken??

Ich stell mir die Angst, die einen Zwangskranken treibt (jedenfalls manch einen) immer als massives Monster vor, was nirgends hin darf und dringend einen Platz zum leben sucht.

Sobald sich einer auftut, besetzt es den Platz, dann hat man Angst, mehr als dieser Platz an Angst ausgelöst hätte, aber jetzt da das Angstmonster drauf sitzt, wir die Angst übermächtig. Erst wenn es einen besseren Platz findet, merkt man plötzlich, eigentlich ist die Angst von vorhin gar nicht sooooo mächtig gewesen, seitdem das Monster den Platz verlassen hat, kann ich sogar damit umgehen, aber
da wo es jetzt sitzt, o weh das halt ich nicht aus.....

und wenn es lange genug drauf sitzen bleibt, zwängelt man.

Wie gehts dir (oder anderen Lesern) bei der Überlegung?

Pit