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WhiteStar

unregistriert

1

Dienstag, 8. Februar 2011, 20:17

So langsam weiß auch ich nicht mehr weiter

Hallo Leute,

bin seit über 1 1/2 Jahre mit meiner Freundin zusammen und sehr glücklich mit ihr. Nun qäult sie diese Krankheit schon seit dem wir zusammen sind. Angefangen hat es mit Anfällen(unser Begriff dafür) wo sie dann Horrorbilder sieht, zittert und auch eine Stimme hört die ihr halt Sachen sagt wie "Ich mache so lange bis du dich ....". Zwischenzeitlich ging es dann ein wenig bergauf weil Sie bei mehreren Psychologen war die aber dann nicht wirklich zum Erfolg kamen. Nun geht sie seit kurzem zur Berliner Akademie für Psychotherapie und zur Humbolt Universität für Psychologie in Berlin. Die meinten beide dass sie Zwangsgedanken hat es aber nicht zu 100% nachvollziehbar sei weil sie unter anderem halt auch diese Stimme hört und dass sei wohl kein Symptom dafür. Diese Stimme geht wohl mehr in die Schizophrenie. Nun muss sie einen 2 x 2,5 Stündigen Diagnostiktest machen wo dann hoffentlich genau gesagt wird was es denn nun wirklich ist. Nun zu meinem Problem. Seit kurzem zuckt sie immer wieder mit dem Kopf. Worauf ich sie natürlich angesprochen habe und sie meinte dass sie in dem moment diese Horrorbilder sieht und innerlich einen Schrei abgibt der sich dann äußerlich halt mit diesem zucken äußert. Nun hat die Krankheit vor 3-4 Tagen und letzte Nacht ein neues Ausmaß genommen. Ich muss dazu sagen dass ich echt schlafe wie ein Stein. Sie fängt dann an zu zittern und wie aus dem nichts reisst sie die Augen auf und fängt an zu schreien wovon ich zum glück wach werde. Ich konnte sie nur sehr mühsam beruhigen und hab halt immer wieder auf sie eingeredet sodass sie ruhiger wird und merkt dass sie sich in sicherheit befindet.
Kennt ihr sowas ? Könnt ihr mir vielleicht Tipps geben wie ich ihr helfen kann weil ich bin mit meiner kraft auch langsam am ende. Muss dazu sagen dass ich ein sehr optimistischer Mensch bin der sich nicht so schnell unterkriegen lässt weil ich mit meinen 22 Jahren schon zuviel erlebt habe was mich des öfteren schon aus der Bahn geschmissen hat. Ich will nicht dass sie weiter so extrem leiden muss. Teilweise denkt sie auch darüber nach in die Psychatrie zu gehen wo wir aber auch angst haben dass sie da mit medikamenten erstmal ruhig gestellt wird.

Vielen dank schonmal

WhiteStar

2

Mittwoch, 9. Februar 2011, 16:49

oh man. Ich fühle mit dir. Ich kann nachvollziehen wie schwer es für dich sein muss und wie hilflos du dich manchmal fühlen musst.

Klingt vielleicht sehr doof, aber ich hab vor langer Zeit mal etwas ähnliches wie deine Freundin gehabt, in aber seeeeehr abgeschwächter Form. Bei mir war es hormonell und wachstumsbedingt gewesen, dass ich auch eine Stimme gehört habe, welche mich erst lieblich und verführerisch angeflüstert hat und dann regelrecht bedroht hat und mich zu verschiedenem zwingen wollte. Nach einem Jahr war sie dann restlos weg, aber ich weiß heute noch wie sie geklungen hatte :/ ... Tut an sich hier keine große Sache, aber was meine Mutter durchmachen musste wegen mir, kommt deinem ziemlich ähnlich.

Oft bin ich aufgewacht oder hatte im Wachzustand diese Stimme gehabt und einfach angefangen zu schreien, aus dem Versuch heraus die Stimme so los zu werden. Es waren regelrechte Panikattacken mit Zittern und allem drum und dran. Meine Mutter war dann immer sofort an meiner Stelle und hat mich in den Arm genommen und versucht mich zu beruhigen.

Nur leider half das nicht viel. Die Stimme ging dadurch nicht weg, sondern wurde sogar noch eindringlicher...Meine Mutsch hat es damals geschafft mich zu beruhigen, in dem ich mich nur darauf konzentriert habe, dass jemand da ist, der mich festhält und mich beschützt. (sie wiederum hatte auch angst und fühlte sich hilflos. das tat mir so leid)

Zurück zu dir zu kommen. Du glaubst vielleicht, dass du ihr nicht helfen kannst, aber das stimmt nicht ganz. du bist für sie da!!!! Du kannst sie in den Arm nehmen und du gibst ihr dadurch Halt und Sicherheit. Vielleicht lässt sie sich dadurch nicht gleich beruhigen, denn diese Gedanken und Stimmen loszuwerden ist mehr als schwer! Aber sie spürt, dass sie nicht alleine ist. Mach weiter so :) das ist unschätzbar wertvoll und das Wichtigste was du tun kannst, denn es gibt ihr Kraft! Mehr als du vllt. glaubst :)

Was euch vielleicht noch ein wenig Kraft gibt ist: macht Schönes miteinander. Macht euch schöne Erinnerungen, an die ihr festhalten könnt. Versucht auch mal etwas für eure Seele zu tun mit dem, was ihr gerne macht. Belohnt euch auch mal. Vorallem du solltest auch darauf achten, dass du dich mal entspannst und abschaltest, damit du Kraft tanken kannst um für deine Freundin da zu sein. Dies ist kein Weglaufen, sondern die schönen Gedanken sollen einfach überwiegen :) das stärkt euch beide! :)

Ich hoffe der Beitrag war nicht fehl am Platz :/ und ich hoffe wirklich, dass ihr einen Weg findet.Bis dahin, sei dir einfach bewusst, dass du ihr Sicherheit gibst und somit die wichtigste Aufgabe an sich schon übernommen hast...

Lg Kiri, Ich bin in Gedanken bei euch

WhiteStar

unregistriert

3

Samstag, 12. Februar 2011, 11:42

Danke dir Kiri erstmal für deinen Beitrag. Du hast recht. Ich glaub manchmal wirklich dass sie keine Kraft mehr hat und auch nicht so wirklich meine Hilfe annehmen will. Mitlerweile geht es schon von morgens bis abends dass sie diese Horrobilder sieht und die Stimme hört. Sie zuckt fast ununterbrochen und das nicht nur mehr mit dem kopf sondern nun auch schon mit den Armen und Beinen. Hab das Gefühl es wird immer schlimmer. Gestern abend hat sie mich sogar fast schon angefleht sie in eine Klink zu bringen. Was mir in dem moment fast das Herz zerissen hat*heul*. Ich weiß nicht ob es richtig war aber ich konnte sie zumindest bis Dienstag (da hat sie den 2.Teil des Tests) davon abhalten in eine Klinik zu gehen. Was mich aber mitlerweile sehr interessiert ist ob jemand damit erfahrung gemacht hat dass Antidepressiva dieses abschwächen. Sie hat Sertralin mal verschrieben bekommen. Dann genommen, abgesetzt, genommen und bis heute abgesetzt. Würde es was bringen wenn sie das wieder nimmt und in welcher Dosis. Soweit wie ich was sollte sie damals 1 Tablette am abend nehmen. Und hat jemand erfahrung mit Kliniken gemacht spezielle vielleicht die Charite ? Ich hoffe nur dass das bald ein Ende hat und sie wieder richtige Lebensfreude hat die ich so gerne bei ihr sehe.

WhiteStar

4

Samstag, 12. Februar 2011, 21:09

Hallo WhiteStar und willkommen im Forum!

In der Verfassung, in der deine Freundin ist und wenn sie selbst auch in eine Klinik gehen will, solltest du sie nicht davon abhalten!

Stimmen, Halluzinationen, körperliche Reaktionen/Zucken gehen weit über eine normale Zwangskrankheit hinaus und müssen professionell behandelt werden, das ist nichts, was man selbst wieder *weg bekommt*.

Grade zum stabilisieren sind Arzneimittel in solchen Situationen hilfreich, das bedeutet ja nicht, dass sie die Medikamente für immer nehmen muss.

So, wie du es schilderst, ist es eine Abwärtsspirale, in der sie schleunigst Hilfe benötigt. Die Charité hat, soweit ich weiss, einen guten Ruf.

Viele Grüße, Hermit.
Das Leben als solches ist absolut lebensgefährlich und führt mit 100%iger Wahrscheinlichkeit zum physischen Tod.

Lesen -> Denken -> Schreiben

~T~R~ O - o - O ~ L

WhiteStar

unregistriert

5

Dienstag, 28. Juni 2011, 19:34

Hi Leute ,

ich bin es nach sehr langer Zeit mal wieder. Wie ihr an den Beiträgen vorher lesen könnt wisst ihr was mein problem war und auch teilweise heute noch ist.Tut mir leid wenn ich etwas durcheinander schreibe aber ich weiß mal wieder nicht weiter. Zum Krankheitsbild weiß ich mitlerweile dass sie sich diese Stimmen und so nur eingebildet hat weil sie ein ausgesprochenes Talent besitzt sich in sachen hineinzusteigern. Zwischenzeitliche Diagnosen waren Zwangsgedanken, Ich-Störung, psychiotische Zwangsgedanken und nun sind es doch wieder "nur" Zwangsgedanken. Diese äußern sich zur zeit so, dass sie sich auch teilweise vorstellen muss dass sie etwas mit einem andern Mann anfangen könnte bzw sich in ihn verlieben könnte. Es hat sich recht viel geändert. Postitives aber auch negatives. Sie war in der Psychatrie und bekommt nun Neuroleptika. Zur zeit nimmt sie auf eigene Verantwortung 50mg Amisulprid. Wo sie relativ auch mit klarkommt aber auch nur weil ihr Prolaktinspiegel sehr hoch war und er jetzt nach der reduzierung um die hälfte gesunken ist. Nun zu meinem eigentlich aktuellen Problem. Ihre Eltern haben sich vor kurzer Zeit nach 20 Jahren getrennt weil ihr mama (so sagt sie) keine jugend hatte und sie sich jetzt naja ich sag mal ausprobieren möchte. Sie hat auch sätze wie z.B. "naja man kann sich ja nie sicher sein ob es ewig hält" oder "Ich weiß noch nicht ob er jetzt der richtige ist" rausgehauen. Wo ihr euch sicher vorstellen könnt wie die wirken wenn man sowas zu einer Person sagt die ein Talent hat sich reinzusteigern. Sie fing an zu zweifeln. Sie sagt sogar dass sie sich nicht sicher ist ob das bei ihr auch kommt weil auch ich so wie ihr Vater der 1. halt bin und weder sie noch ihre mama andere Männer kennt. Ich bekam dass Gefühl der Verlustangst und sorge mich vielleicht ein bisschen zu sehr aber ich kann nicht anders. Sie wird nach und nach immer abgestumpfter. Sie sagt mal empfindet sie Liebe so ,dass sie es auch zeigen kann ( wir hatten gestern ein sehr schönen abend ) und manchmal (so wie heute mal wieder) empfindet sie so wenig dass sie es nich zeigen kann und ich denke auch nicht will. Ich bin von hause aus ein Mensch der sich um die Personen die einem sehr nahe stehen sehr sorgt und das zeig ich auch bzw versuch mit demjenigen zu reden wenn ich das gefühl habe dass etwas nicht stimmt. Mein Vertrauen zu ihr ist während der letzten Monate immer weniger geworden und dadurch hat sich so eine krasse verlustangst gebildet dass ich selbst bei kleinigkeiten anfange zu denken dass sie fremdgegangen ist. Sie hat auch zur zeit eine Phase wo sie nicht so wirklich weiß was sie will. Sie fragte sogar nach einer Beziehungspause damit sie sich klar wird was sie will. So sehr wie ich sie nicht verlieren will hab ich dem zugestimmt und gehofft dass sie sich für mich entscheidet aber Bedingung gestellt dass sie es sich gut und auch nen paar tage länger überlegen soll damit nicht nen paar tage oder wochen später sowas wieder kommt, weil sowas echt weh tut. Und wie ich es geahnt habe kam sie am nächsten Tag und meinte sie will nur mich und keinen anderen Mann. Aber heute kam sie mit der Frage was ich von einer Fernbeziehung halte, weil wir ja in einer 1-Raumwohung leben und uns somit jeden Tag auf den "Keks" gehn und wenn jeder seine eigenen 4 Wände hat es vielleicht besser wäre. Ich weiß nicht was ich noch tun soll. Kennt ihr diese Gefühlsschwankungen bei Zwänglern ? Könnt ihr mir vielleicht tipps geben wie ich mit jetzt verhalten soll ??

Danke schonmal

WhiteStar

lightsword

unregistriert

6

Montag, 15. August 2011, 22:40

Hallo,

du erwartest zwar hier keine Antwort mehr, vlt. hat sich die Sache für dich ja auch schon geklärt falls nicht.

Es ist sehr schwierig zu beurteilen!

Geht es vom Zwang aus dann kann Sie nichts dafür, fehlt die Liebe dann hat das nichts mit dem Zwang zu tun.

Gefühlsschwankungen in der Art sind ein Anzeichen falls zweiteres oben zutrifft das es schon mächtig gekrieselt hat, zumindest bei ihr.

Lightsword

Jake_Sully

Fortgeschrittener

  • »Jake_Sully« ist männlich

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Zwangssymptome: Angst vor Schmutz/Parasiten

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Aktueller Therapie-Status: war schon mal in Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Pandora

Beruf: EU-Rentner

Hobbys: PC, Internet, Linux-Mint, Kinofilme

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7

Dienstag, 30. August 2011, 00:18

Zitat

Original von WhiteStar
... Nun hat die Krankheit vor 3-4 Tagen und letzte Nacht ein neues Ausmaß genommen. Ich muss dazu sagen dass ich echt schlafe wie ein Stein. Sie fängt dann an zu zittern und wie aus dem nichts reisst sie die Augen auf und fängt an zu schreien ... Kennt ihr sowas ? ...

Schreie im Schlaf kenne ich. Mein Großvater schrie manchmal ängstlich im Schlaf, er war damals im Krieg 2 Tage verschüttet, aber er war ein psychisch-normaler Mensch.