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1

Mittwoch, 30. März 2011, 07:27

Irritation

Hallo

bin gerade über mein eigenes Verhalten irritiert. Als Gegenextrem zum Waschzwang meiner Frau habe ich einen Töpfer-Kurs an der Volkshochschule besucht. Nicht etwa um etwas kreatives herzustellen, nein, nur um mir ungestört die Hände mal wieder so richtig schmutzig machen zu können, ohne sinnlose Auseinandersetzungen führen zu müssen. Ja, MÜSSEN, so eine zwanghafte Scheiße.

Ich bin es leid. Da unterstütze ich sie, damit sie einen Therapieplatz sucht und sie will nicht. Um davon abzulenken wollte sie, dass ich ihr Thai Chi beibringe und als es soweit war wieder ein Rückzieher.

Gleichzeitig habe ich mich dadurch, dass ich mit meinen ganzen Gedanken beim Waschzwang meiner Frau war, selbst so vernachlässigt, dass ich jegliche soziale Kontakte abgebrochen hatte. Damit ist jetzt Schluss. Heute abend gehts mit aller Konsequenz alleine in eine Sportgruppe. Sport soll ja gut gegen Frust sein und wenns auch nur für eine Stunde ist, ich brauche mal etwas Zeit für MICH!

Es macht für mich keinen Sinn, einen Menschen mit Waschzwang unterstützen zu wollen, der gar keine Hilfe will. Es macht für mich keinen Sinn, mich deshalb weiter selbst aufzugeben. ICH bin auch noch da, zwar im Moment ganz unten, aber ich WILL wieder nach oben!

liebe Grüße
Momo

PS: Feedback erwünscht

Jake_Sully

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2

Donnerstag, 31. März 2011, 01:26

Der Wind kann sich schnell drehen und man kann selbst zum Pflegefall werden, dann wird aus Überheblichkeit - Toleranz und Einsicht.

3

Donnerstag, 31. März 2011, 08:21

Hallo Momo,

ich finde es rührend wie du deiner Frau beistehst und ihr sogar bei der Suche nach einem Therapieplatz helfen willst. Ich kann mir vorstellen, dass es schwer ist, wenn sie selber kein Interesse an einer Therapie zeigt.

Du tust offensichtlich was du kannst für sie. Vielleicht sogar zuviel des Guten.

Nun ist es Zeit, dass du auch an dich denkst. Vielleicht würde es dir gut tun einmal alleine in Urlaub zu reisen, oder Bekannte/Verwandte zu Besuchen um mal ein wenig Abstand zu gewinnen?

Sport, oder auch ein Töpferkurs sind sicherlich gute Wege um wieder mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen und zu entspannen.


Wünsche dir alles Gute!

Jake_Sully

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4

Montag, 11. April 2011, 06:23

Zitat

Original von NoFear
Ich kann mir vorstellen, dass es schwer ist, wenn sie selber kein Interesse an einer Therapie zeigt ...

Ich nicht. Therapie bringt selten langfristigen Erfolg, die Krankheit verläuft i.d.R. chronisch.

Zitat

Original von NoFear
... ist es Zeit, dass du auch an dich denkst. Vielleicht würde es dir gut tun einmal alleine in Urlaub zu reisen ...

Alle denken nur an sich, nur ich denk an mich ... Der Egoist soll die arme Frau mitnehmen in den Urlaub, das ist evtl. besser als Therapie.

5

Montag, 11. April 2011, 08:10

Zitat

Ich nicht. Therapie bringt selten langfristigen Erfolg, die Krankheit verläuft i.d.R. chronisch.


Ach, und deswegen soll man es gar nicht erst versuchen? Sorry, aber aufgeben sollte wohl immer erst am Ende einer langen Kette von Versuchen stehen. Zumal deine Aussage schlicht falsch ist.

Zitat

Alle denken nur an sich, nur ich denk an mich ... Der Egoist soll die arme Frau mitnehmen in den Urlaub, das ist evtl. besser als Therapie.


Ich wüsste gerne mal mit welchem Recht du diesen Menschen als Egoist bezeichnest?
Er verlässt seine Frau nicht, was wohl wesentlich einfacher wäre, sondern versucht ihr zu helfen!

Hope

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6

Montag, 11. April 2011, 09:57

Also ich finde das auch ein Ding was du hier immer für Sachen schreibst, eine Therapie kann sehr wohl zu erfolge führen auch langfristig.

Mir hilft die Therapie, ich verstehe nicht wie man so pessimistisch sein kann.

Jeder Mensch ist anders und wenn ich deine Beiträge lese bekomme ich Anfälle aber ich habe mich immer zurück gehalten und das solltest du auch mal tun.
Gruß

Hope


Frei nach Dieter Nuhr: „Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten.“
http://www.youtube.com/watch?v=j8uefBUOfgA

7

Montag, 11. April 2011, 17:41

Hi

es geht ja nicht um Egoismus, sondern um Verantwortung. Ich bin verantwortlich für meine psychische Gesundheit und Kraft. Was nütze ich einer Zwangskranken, wenn ich zu schwach bin mit der Zwangserkrankung meiner Frau zu leben?

Klar, nicht jeder Zwangskranke hat mit einer Therapie Erfolg, aber viele können ihr Leiden lindern, wenn es die richtige Therapie und der richtige Therapeut ist.

Die Sportgruppe tut mir richtig gut. Da kann ich meinen Fokus für 2 Stunden weg vom Waschzwang lenken und kann mal mit anderen Menschen über andere Dinge reden und meine Frau hat für 2 Stunden keinen aufdringlichen Angehörigen um sich herum.

liebe Grüße
Momo

Jake_Sully

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8

Samstag, 16. April 2011, 06:53

Zitat

Original von Hope
... Mir hilft die Therapie, ich verstehe nicht wie man so pessimistisch sein kann.

Jeder Mensch ist anders und wenn ich deine Beiträge lese bekomme ich Anfälle ...

Zusammen mit der Reha hatte ich mind. 5 Monate Klinikaufenthalt, ohne langfristige Besserung. Als psychisch-empfindlicher Mensch bekam ich Anfälle, weil im Zwang-Forum - Beiträge mit schmutzig-analpornografischen Ansichten toleriert wurden.

Hope

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9

Montag, 18. April 2011, 01:04

Du findest es schmutzieg, die Anderen aber nicht Komisch oder?

Wenn es dein Zwang ist gut, wenn aber nicht, solltest du vielleicht lernen tolerant anderen gegenüber zu sein.

Hier sind nun mal viele verschiedene Menschen, und es wird immer wieder Beiträge geben, die dem Einen oder Anderen nicht passen, das kann und will ich nicht ändern, solange die Regeln eingehalten werden.
Gruß

Hope


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