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Sonntag, 5. Juni 2011, 15:36

Therapie: wahnhafte Zwangsstörung, schizotypische Zwangsstörung, obzessive Schizophrenie

Hallo,
Zwänge werden ja gerne mit Expositionen und antrainiertem Gedankenstopp versucht zu behandelt. Was ist jedoch, wenn der Zwang gar kein Zwang in der herkömmlichen Form ist (die angebliche Neurose)? Ich denke einige Zwangskranke sind psychotisch dekompensiert (auch durch schizotpytische-oder und Borderlinestörung, manche auch an Schizophrenien und Wahn erkrankt). Was ist, wenn es womöglich um eine wahnhafte Zwangsstörung handelt (das Thema ist sehr gut beschrieben in einem Kapitel des Buches Verhaltenstherapie bei Zwangsstörungen: Fallbasierte Therapiekonzepte von Michael Rufer. Gibt es vielleicht auch einen Zusammenhang von hebephrener oder zönästhischer Schizophrenie und Zwängen?

Ich frage mich oft, wo diese Menschen eine geeignete Therapie finden?
Ich denke bestimmt nicht in Standardpsychosomatischen Kliniken, die ihr Schema F-Programm abspielen. Da wird ja auch nicht richtig auf die Dekompensation macher psychotisch gefärbter Zwangspatienten eingegangen. Jedoch denke ich auch die Psychiatrie insbesondere Stationen für Schizophrenien, kann eine wahnhafte Zwangsstörung bzw. obszessive Schizophrenie nicht wirklich behandelt werden, denn diese Patienten sind nicht einfach geheilt durch Neuropleptika, bzw. die Leute mit Zwangssymptomatik sind nicht nur an einer Psychose erkrankt die wieder abklingt, nein bei ihnen bleibt immer etwas zurück. Die ganze Symptomatik mit Zwängen haben sich so in das Denken, Handeln und Fühlen eingeschlichen, dass der Zwang oft als der einzige Schutz vor der psychotischen Dekompensation gesehen wird. Stattdessen muss dieser Prozess durchbrochen werden, dass der Patient von seinem übersteigerten "Richtig-Falsch-Verhalten" runterkommt. Ich denke mit einer nicht alltäglichen womöglich wahnhaften Zwangsstörung, die sich immer verändert, ist es wirklich schwer zurechtzukommen. Vorallem weil man auch das Gefühl hat keiner versteht einen, weder die Angst- und Zwangskranken, noch die Schizophrenen aber auch nicht die Depressiven, ach ja auch die meisten Ärzte und Therapeuten nicht. Weil was nicht im psychiatrischen Lehrbuch steht, "kann es Ihrer Meinung nach oft gar nicht geben". Aber der Mensch ist so unterschiedlich, und noch so abwegige Dinge können Menschen quälen, die auf andere Menschen so unglaublich wirken.

Wir Leiden alle auf unterschiedliche Art. Doch wie kann man den Menschen mit diesen wahnhaften Zwangsstörungen helfen?

Ich hoffe es gibt doch psychosomatische Kliniken die sich auch diesen Patienten öffnen und ihr Therapiekonzept individuell anpassen.

Vielleicht hat der ein oder andere eine Idee wo so etwas behandelt werden kann?

  • »rollireloaded« ist männlich

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2

Sonntag, 5. Juni 2011, 16:08

Hallo,
ich stimme dir voll zu.

Den Menschen wird gar nicht geholfen.Sie werden nur nieder gemacht.

Ich zwängle nicht nach Wahn sondern nach Körpergefühlsstörungen.( vermtl. schizotype ZS )
Diese kann ich logisch/ wissenschaftlich erklären.Postulat abhängig von Geld und Macht. Aber es zählt nur das Dogma.
Geht keiner drauf ein.

Bei Wahn hängt es davon ab wieviel noch von der Realität da ist.
Richtig chronifizierte Wahnsysteme sollte man wohl auch nicht brechen.(nach meiner Meinung )

Angstsysteme von Zwangskranken wohl auch nicht.
Jeder Mensch weiß was passiert wenn man Zwangskranken realen Ängsten aussetzt.( nicht denen von Ihnen konstruierten , imaginären usw.)

Ich habe aber den Eindruck das die meisten Betroffenen dieses nicht wissen wollen. Sie nehmen die Psychiatrie 100 % an.

Ich nehme diese Lüge nicht an.

Steht etwas nicht im Lehrbuch kommt das perfide System der Psychatrie sehr gut
rüber.

Sprüche wie " Etwas ausprobieren... " ( und Medies können richtig schwer nach hinten losgehen ) erinnern mich an die Jahre 33 - 45 .

LG rolli
Ich dachte einen Gedanken , aber der Gedanke den ich dachte war nicht der Gedanke den ich dachte gedacht zu haben. Wenn ich nicht diesen Gedanken gedacht hätte den ich dachte das ich ihn gedacht hätte, ich hätte nicht so viel (nach) gedacht.

3

Sonntag, 5. Juni 2011, 20:00

Hallo,

Eure möchtegern-psydointellektuellen Auslassungen zum Thema "schizotypische Zwangsstörung" sind phasenweise geschmacklos ("... ich erinnere an die Zeiten von 33 - 45") und danebenliegend, daß einem ein Grauen bei Euren Denkansätzen über den Rücken läuft. Solche selbst zusammengestrickten "wissenschaftllichen Auslegungen" gehören schlichtweg auf den Müll und gehören wohl eher nicht zur Diskussion gestellt.

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4

Sonntag, 5. Juni 2011, 20:34

Zu Psydointellektuell:
Ich kann den Wahrheitsgehalt aus der NS natürlich nicht bestätigen.

Aber wenn ich in der Neuzeit tagelang mit Medikamenten schiziod gefoltert wurde um mir dann später den Spruch anhören muß: " Etwas ausprobieren... " ist das ein Verbrechen an die Menschlichlichkeit.

Immerhin habe ich mich nicht als Aggressor gegenüber einem System verhalten.

Genau diese ungeschminkte Wahrheit,auch an anderen die Falschmedikation mit
Suizid ausgleichten gehört mit aller Deutlichkeit zur Diskussion gestellt.

Die Würde eines Menschen etc... greift da ja wohl nicht.

Versuche übrigens mal auf einer "Geschlossenen " ( ohne Weichzeichner) zu photograhieren oder zu filmen.
Da bekommt Psychiatrie nochmal ein ganz neues Gesicht.

LG rolli
Ich dachte einen Gedanken , aber der Gedanke den ich dachte war nicht der Gedanke den ich dachte gedacht zu haben. Wenn ich nicht diesen Gedanken gedacht hätte den ich dachte das ich ihn gedacht hätte, ich hätte nicht so viel (nach) gedacht.

5

Sonntag, 5. Juni 2011, 20:39

Ziemlich unsolidarisch, Dein Beitrag "Angsthase". Natürlich kann es Komorbiditäten von Zwangsstörungen geben.

Da ja auch hier im Forum Wissenschaftler und nicht nur Betroffene sind, sollten wir Zwangskranken uns nicht so engstirnig zeigen, sondern sollen mit unsere Anliegen den professionellen Helfern Anregungen zur Weiterentwicklung von Psychotherapien geben. Auch sollte eine vermehrte Stimme der Betroffenen darauf hinweisen, dass nicht alles in der Psychiatrie/Psychosomatik/Psychotherapie richtig läuft, obwohl sich schon viel verbessert hat. Gerade wie wir uns als Kranke im System fühlen, muss von den Helfern auch betrachtet werden. Leider haben viele Patienten vergeblich einen ambulaten Therapieplatz gesucht, weil sie einfach bei vielen Therapeuten zu Vorgesprächen waren, diese aber sagten "also, Ihre Symptomatik liegt nicht in meinem Behandlungsspektrum", das zeigt mir, dass manche Therapeuten sich einfach nicht in abgründiges reindenken möchten und lieber leichte Fälle in ihren Praxen vorziehen.

Und im übrigen wünsche mir eine Behandlung auf Augenhöhe mit meinen Behandlern und keine "Halbgötter in weiß".

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6

Sonntag, 5. Juni 2011, 21:10

@ Yaddle

Das mit der Augenhöhe ist gut gemeint.
Es gibt gute Ärzte aber... auf einen Arzt kommen `zig Patienten.

Schizophrenie ist auch für einen Arzt nicht nachvollziehbar.( ebenso alle Zwangsfacetten; zu hochkomplex.)

Sie haben es studiert. In der Praxis erlebt. Aber nicht am eigenen Körper erlebt.

Es gibt nur wenige Ärzte die ohne Grund Medis nehmen um sich diesen " Zuständen " zu approximieren oder auch zu simulieren um daraus zu lernen.

Zu Wissenschaftler: Die die hier mitlesen haben bisher auch nicht auf meine Threads geantwortet.

Bei einem interlektuellen Schlagabtausch zeigt sich dann wohl sehr schnell was " Psydo" ist und was nicht.

Zu Spectrum: Ich habe den Eindruck es muß immer alles Mainstream sein.
Verschachtelungen; bzw. Komorbidität wird gerne weitergereicht.

Gruß rolli
Ich dachte einen Gedanken , aber der Gedanke den ich dachte war nicht der Gedanke den ich dachte gedacht zu haben. Wenn ich nicht diesen Gedanken gedacht hätte den ich dachte das ich ihn gedacht hätte, ich hätte nicht so viel (nach) gedacht.