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Samstag, 18. Juni 2011, 18:44

SSRI und Sexualität - Alternativen (z.B. Trazodon)?

Hallo Leute!

Ich leide unter Zwangsgedanken und -handlungen, hatte jetzt vier Sitzungen und nehme seit zwei Wochen Paroxetin, anfangs 10mg, dann 20mg, seit heute wieder 10mg, da ich sexuelle Störungen bekommen habe (keine Ejakulation) und das nicht will. Meine Freundin leidet darunter noch mehr als ich, ich würde erst mal noch zwei Wochen abwarten, ob es sich bessert oder das Medikament wechseln, da ich der Meinung bin, dass es mir schon etwas geholfen hat. Ihr wär's am liebsten, wenn ich sofort absetze.

Nun habe ich gelesen, dass Fluvoxamin kaum sexuelle Nebenwirkungen haben soll. Kann da jemand was aus Erfahrung zu berichten?

Weiterhin habe ich von Trazodon gelesen, was wohl so ein "halber SSRI" ist (Serotonin-Modulator), der sogar sexuell anregend wirkt. Allerdings habe ich von diesem Medikament nie in Verbindung mit Zwangsstörungen gelesen. Wird das denn auch dafür eingesetzt, weiß man da was?

Würde mich über Antworten freuen. Habe mich mit meiner Freundin deshalb nur in den Haaren.

Grüße

Chicharito

unregistriert

2

Samstag, 18. Juni 2011, 19:31

Naja laut Statistiken und Infos auf den packunhsbeilagen
der dir genannten alternativen hast du recht. aber jeder reagiert
trotzdem anders darauf. Man weiß nicht ob die alternativen gern zwänge helfen. wie gesagt
jeder reagiert anders und man könnte andere schlimme Nebenwirkungen kriegen.Ich habe noch keine Erfahrungen.
wäre aber schön, wenn du deine Erfahrungen Posten würdest.
falls du wechseln solltest.

3

Sonntag, 19. Juni 2011, 11:13

Fluvoxamin wird ja bei Zwängen verschrieben und soll wohl auch gut helfen. Bloß bei Trazodon weiß ich nicht, ob das gegen Zwänge helfen kann, weil es immer nur im Zusammenhang mit "depressiven Syndromen" genannt wird.

Im Endeffekt sind es doch alles Anti-Depressiva, ob nun SSRI oder SARI oder was auch immer. Und die Wirkung (Mechanismus) von Trazodon ist der von SSRI wohl sehr ähnlich, soll aber genau an der Stelle dagegenwirken, die für diese sexuellen Nebenwirkungen verantwortlich ist, so dass diese gar nicht auftauchen, sondern sogar das Gegenteil der Fall sein soll.

Weiß da jemand was zu?

Grüße

4

Sonntag, 19. Juni 2011, 17:20

Hey!

Dieses Thema hat mich auch lange beschäftigt.

Ich habe es mit Trazodon versucht, allerdings hat es 0 Effekt auf Zwänge !

Nun nehme ich 30mg Paroxetin und hatte etwa die ersten 4-5 wochen auch null Libido & Erektionen!

Mittlerweile nehme ich es seit fast 3 Monaten und die sexuellen Nebenwirkungen sind so gut wie weg... ich kann sogar länger. Bei den SSRI ist also Geduld gefragt... ich habe Paroxetin auch im ersten Anlauf deswegen nach 3-4 wochen wieder abgesetzt... jetzt im zweiten Anlauf habe ich es durchgezogen und es hilft sehr gut & die sexuellen Nebenwirkungen klingen ab!!
Zudem hilft bei mir ergänzend auch Ginkgo sehr gut, täglich etwa 120-240mg bewirken noch härtere Erektionen... hab mir dazu einfach ein günstiges Präparat aus der Drogerie geholt. Von der Wirkung merkt man allerdings erst ab etwa 1 Woche regelmäßiger Einnahme einen Effekt.
Zu Ginkgo & SSRIs kannst du dir im Internet auch einiges durchlesen.
Ich komme allerdings mittlerweile auch ohne Ginkgo gut zurecht... die Nebenwirkungen klingen also mit der Zeit ab !!!

Also lass die Finger von Trazodon ! ;)

Paroxetin ist das erste Mittel der Wahl bei Zwängen. Mit Fluvoxamin habe ich keine Erfahrungen.
Ich weiß nur, wenn du mithilfe des paroxetins deine Zwänge in den Griff bekommst, dass es dir insgesamt viel besser gehen wird.. das kannst du in deinem jetzigen zustand gar nicht erahnen... das führt automatisch dazu, dass es auch sexuell besser klappt.. weiß ich ja jetzt aus erfahrung ;) !

In den Foren wird allgemein viel Panik etc. bzgl SSRIs, insbesondere Paroxetin verbreitet.. dabei handelt es sich meistes um Leute, die das medikament erst paar Tage od. Wochen nehmen -> diese Eingewöhnungszeit ist immer schwierig! Allerdings normalisiert sich das nach einiger Zeit, der Gehirnstoffwechsel braucht eine gewisse Eingewöhnungszeit ! ;)
Damit möchte ich keine Nebenwirkungen verharmlosen... allerdings wird teilweise übertrieben viel Panik um SSRIs gemacht... was natürlich auch kein Wunder ist, weil es sich bei den Medikament Verwendern um Menschen mit psychischen Problemen handelt!

5

Sonntag, 19. Juni 2011, 18:15

Dieses Thema beschäftigt mich auch schon längere Zeit. Ich würde gerne zum Therapeuten gehen und mir was gegen meine Zwangsgedanken verschreiben lassen. Hab nämlich das Gefühl das ich es ohne medis nich mehr lange aushalte....aber ich hab ziemliche Angst vor Libidoverlust und PSSD....

Hope

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6

Montag, 20. Juni 2011, 11:59

Ein Therapeut darf keine Medikamente aufschreiben das darf nur ein Arzt und besser ist es eine Therapie zu machen anstatt Medikamente zu nehmen oder Medikamente parallel zu einer Therapie zu nehmen weil sonst bringt es nicht wirklich etwas.

Zumal Medikamente ja nicht wirklich gegen die Zwänge sind sondern sie eher ein wenig die Ängste eindämmen, aber das muss jeder selber probieren.
Gruß

Hope


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http://www.youtube.com/watch?v=j8uefBUOfgA

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7

Montag, 20. Juni 2011, 13:37

Hi an alle,

also ich habe Citalopram genommen und keinerlei Nebenwirkungen bezüglich der Sexualität gehabt. Und sowieso, wenn das größte Problem eventuelle Störungen im sexuellen Bereich darstellen oder dass man einfach mal ne Zeit keine Lust auf Sex hat, dann frage ich mich ernsthaft, wie gravierend die Probleme sind......
Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich auf Sex verzichten (ganz), wenn meine Zwangsgedanken und meine Depressionen/ Ängste wegwären..
Ist auch nicht böse gemeint, ich spreche für MICH ...

Grüße und weiterhin viel Erfolg im Kampf gegen Eure Probleme !!! :))

8

Montag, 20. Juni 2011, 18:49

im moment wäre es ja auch nicht so tragisch, da ich keine freundin habe. aber diese ganze geschichte kann chronisch werden und nennt sich dann PSSD. kann also für immer so sein. und DAS ist es was mir so eine angst davor macht. das wäre dann mein urteil für immer alleine zu sein....

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9

Dienstag, 21. Juni 2011, 11:58

Ok Donni,

ich hab deine Ängste verstanden... Aber wenn du eine chronische Krankheit hast, warum kannst
du dann keine Partnerin bekommen ? Du sprichst von einem Urteil ? Du siehst schon negativ ..
Was genau ist PSSD ??

Grüße, K.

Wird schon werden, geh in Therapie, nur Medikamente bedecken nur die Symptome, ich kann ein Lied davon singen... Habe ein Jahr Medis genommen ohne Therapie und es hat nix gebracht effektiv

10

Dienstag, 21. Juni 2011, 12:08

hi :)

also PSSD bedeutet Post-SSRI-sexual-dysfunction. das bedeutet, dass der libido auch nach absetzen des medikaments weg ist und unter umstängen auch weg bleiben kann. das ist zwar eher selten der fall aber die möglichkeit besteht. und ohne sex ist eine beziehung auf dauer nunmal sehr schwierig, da der partner ja auch bedürfnisse hat. vorallem wenn man gerade 23 ist und sowieso noch nicht die meiste erfahrung hat.
Auf der einen seite denke ich mir, dass ich es ohne medis nich aushalte, aber auf der anderen seite würde ich es auch nicht aushalten auf längere sicht alleine zu sein... aber ich denke mal ne therapie werd ich auf jedenfall machen. mal schaun was der thera so meint....

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11

Dienstag, 21. Juni 2011, 16:38

Ok, in dem jungen Alter ist das schon schwierig mit dem Sex....
Aber das mit der PSSD passiert ja nur unter Umständen.... Ich meine damit,
wie groß ist die reelle Gefahr, dass dir das passiert, kann man das in Zahlen ausdrücken,
weil wenn das Risiko gering ist, darf man ja gar nichts mehr ?
Ich bin jetzt 36, ich find Sex auch superschön,aber der Stellenwert in meinem Leben ist eher
gering.. Ich kenne viele Frauen, die keinen Sex BRAUCHEN, die kuscheln lieber oder genießen das außenrum. Und du brauchst ja auch nicht die riesen Erfahrung, es reicht ja, wenn du eine Frau kennenlernst, die dich nimmt, wie du bist....
Und dieses PSSD, ist das chemisch bedingt ? Oder ist es ein "Syndrom", welches durch Umdenken korrigiert werden kann ?
Ich fände es unter allen Umständen am Wichtigsten, dass du eine Therapie beginnst, viele Leute rennen nämlich zum Hausarzt, der verschreibt ohne nachzudenken ein Antidepressivum, egal, was man hat, damit er seine Ruhe hat (der Doc) , und behoben ist das Problem (die Psyche) in fast keinem Fall, also, durch anderes Verhalten und Umdenken erfährst du die größten Erfolge .

Gruß30

12

Dienstag, 21. Juni 2011, 17:10

ja das stimmt schon was du so schreibst. aber gerade am anfang einer beziehung ist sex doch schon nicht ganz unwichtig. mal angenommen ich bekomme die typischen nebenwirkungen (inklusive libidoverlust) und lerne kurz darauf eine frau kennen. das wäre dann ja schon zum scheitern verurteilt. ich meine wenn das medikament anschlägt, wie lange nimmt man es, damit man auch langzeit erfolg hat? 1-2 jahre? wie kann man eine beziehung anfangen und komplett auf den sexuellen teil verzichten und das für so lange.

ich weiss das ist jetzt alles weit hergeholt, dass es auch so kommt aber die sorgen hab ich trotzdem. in jeden fall werde ich aber eine therapie anfangen und auch def. sport machen um generell ausgeglichener zu sein (vllt bringt das ja auch was).
ich muss nur gucken hier bei mir in der stadt auch jemanden zu finden, der auf zwänge spezialisiert ist...haben hier nur 6 theras...

PSSD ist übrigens, nach dem was ich gelesen habe chemisch bedingt.

und danke für die antworten :)

13

Mittwoch, 22. Juni 2011, 13:37

Hey Donni,

Hast du meinen Beitrag oben gelesen?
Nimm das Medikament doch erstmal und schaue wie es dir damit geht. Ich bin auch mitte 20, und natürlich möchte ich nicht auf Sex verzichten.
Du bist auch gerade mal 23 und wenn du das Medikament 1-2 jahre nimmst und damit "geheilt" wirst hast du mehr davon, als wenn du jetzt eine Frau kennenlernst. Du würdest das Problem nur verschieben. Letztendlich ist es auch egal wie alt du bist.. wenn jetzt der Zeitpunkt ist deine Zwangsprobleme zu lösen dann ist das der richtige Zeitpunkt! Jedes Leben ist schließlich individuell! Zwar wird in der Allgemeinheit immer propagiert, du bist jung, du musst dich ausleben etc. .. aber das ist längst nicht für jeden das Richtige! Und selbst wenn du das Medi sogar 2 jahre nimmst, bist du dann immer noch 25 und du kannst noch sehr viel erleben ! ;)
Eine Frau ist sicherlich nicht die Lösung für deine aktuellen persönlichen Probleme. Das du als Individuum, ohne eine Frau an deiner Seite mit deinem Leben zurechtkommst, das ist erstmal das Wichtigste. Ansonsten bringst du viele Probleme/Schwierigkeiten mit in eine Beziehung. Komm erstmal mit dir selber und deinen Problemen ins Reine und kümmer dich mit Therapie&medikamenten um deine Zwänge&Ängste.
Mir geht es dadurch momentan so gut wie nie und ich lerne sogar mehr frauen kennen als vorher. , da das Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten so gestiegen ist. Durch weniger Ängste und Zwänge fühlt man sich aufeinmal so befreit und leicht. Ein Zustand, den man sich vorher gar nicht vorstellen konnte.
Ausserdem kann es ja sein, dass wie bei mir die sexuellen Nebenwirkungen nachlassen bzw. nicht mehr vorhanden sind.
Einfach ausprobieren... nach etwa 6-8 wochen wirst du dann merken wie es gut es dir aufeinmal geht(mit begleitender Therapie) und du willst nicht mehr auf das Medikament verzichten.
Darauf zu spekulieren, dass du genau in diesem Zeitraum deine Traumfrau kennenlernst ist blödsinn... und selbst wenn das passieren sollte, dann sollte deine Traumfrau so verständnisvoll sein, dass sie mit der Situation umgehen kann.. nur dann ist es auch die Richtige!
Das Bedürfnis nach Sex wirst du in den ersten Wochen des einschleichens sowieso nicht haben ;) Und was bringt es dir wenn du zwar Sex mit ihr hast, aber deine Zwangsprobleme weiterhin bestehen... willst du das einer Frau sofort auflasten??
Ich kann deine SItuation gut verstehen, da ich in einer ähnlichen Situation war und u so alt wie du bin.
Irgendwann kam dann einfach eine EIngebung mit Therapie und Medis anzufangen und mich nicht mehr mit der Situation abzufinden!
Letzendlich musst du selber diese "Eingebung" bekommen, dann ist auch der richtige Zeitpunkt.. dann zieht man es auch durch !
Ich kann dich lediglich inspirieren und dir einen kleinen Anstoss geben ! ;)

14

Mittwoch, 22. Juni 2011, 15:43

hi dodo

so hab ich das noch garnicht gesehen und wenn ich drüber nachdenke ist es wahrscheinlich tatsächlich das beste erstmal meine probleme in den griff zu bekommen. so in eine beziehung zu gehen wär wohl nicht so vorteilhaft ^^ ich hab jetzt am montag meine letzte prüfung für die ausbildung und dann werd ich mir sofort nen therapeuten suchen. hoffentlich gehts mir dann auch später so gut wie dir jetzt. ich hatte halt nur immer die idee im kopf, dass sich mit ner freundin alle probleme lösen würden und man wieder selbstvertrauen bekommt. aber ohne selbstvertauen ist es ja sowieso so ne geschichte mit dem frauen kennen lernen...
hast mir aber aufjeden fall mut gemacht, danke :)

15

Freitag, 24. Juni 2011, 14:15

Hey Donni,

Ich dachte auch eine lange Zeit, dass eine Freundin wichtig für mein Selbstbewusstsein wäre... Aber wieso heißt es wohl Selbstbewusstsein? Selbstbewusst bedeutet nichts anderes, als seine eigene Persönlichkeit kennenzulernen, sich darüber bewusst zu werden welche Stärken und Schwächen man hat und wie man danach sein Leben individuell gestalten kann. Unabhängig davon was die anderen machen.
Selbstbewusstsein und daraus resultierende Selbstsicherheit und Selbstvertrauen kannst du ganz alleine durch die Kraft deiner Gedanken erlangen.(unterstützt durch Therapie und Medikamente, für einen gewissen Zeitraum)
Dafür brauchst du keine Freundin, die dir Bestätigung gibt .. vielmehr musst du dich erstmal selber akzeptieren und deine tollen Potentiale entdecken, das machen was du gut kannst, was dir gut und nicht was andere toll finden! Wenn du beginnst dich selber zu lieben, zu akzeptieren dann steigt dein Selbstbewusstsein.
Wenn du lernst, deine negativen Gedanken/Emotionen (die zur gewohnheit geworden sind) in den Griff zu bekommen dann kannst du so auch dein Leben in den Griff bekommen. Deine Ängste werden dann auch Stück für Stück verschwinden.
Natürlich braucht das alles Zeit, allerdings hat sich bei mir innerhalb der letzten 3 Monate(nach einem absoluten Tiefpunkt) mit Therapie und SSRI so vieles zum guten verändert. Ich komm momentan gar nicht klar auf mein Leben(im positiven Sinne).. habe einfach positive Gefühle die ich das letzte mal als Kind hatte ! ;)
Ich bin noch lange nicht am Ende des Weges... es gibt noch einige Dinge an denen ich arbeiten möchte!
Zudem bekomme ich aufeinmal soviel Bestätigung durch Freunde, neue Bekanntschaften und Frauen und zwar für die Persönlichkeit die ich bin und für andere Dinge! Das kannte ich vorher so gut wie gar nicht.. habe mich immer eher minderwertig gefühlt!
Also das mit den Frauen kommt ganz von alleine, wenn man einfach ausstrahlt, dass man mit sich zufrieden ist, so wie man ist(und das wirklich glaubt und nicht nur sagt) ! Wenn man "zwanghaft" auf der Suche nach einer Freundin ist, zudem noch für das eigene Selbstwertgefühl" dann klappt das nicht, da man das einfach ausstrahlt!
Naja freut mich dass ich dich ermutigen konnte!
Und such dir wirklich einen super verständnisvollen Therapeuten/Therapeutin! :)
Entscheidend dafür, dass es mir besser geht ist aufjedenfall meine super verständnisvolle Therapeutin, die mir wirklich super Tipps gibt!

16

Freitag, 24. Juni 2011, 23:27

Find ich auf jeden fall gut, dass es dir besser geht. Hatte schon fast die Hoffnung verloren, dass man das überhaupt heilen bzw. lindern kann. Ich hab jetzt erstmal ne Überweisung zu nem standard Psychotherapeuten/Neurologen bekommen. Keine Ahnung ob der auf Zwangsgedanken und Ängste spezialisiert ist. Und ob der Verständnisvoll ist muss ich erstmal raus finden...ich hoffe es :) Ich hab hier nämlich nicht unbedingt ne große Auswahl

17

Donnerstag, 30. Juni 2011, 11:37

So ich habe jetzt einen Termin beim Psychater bekommen aber erst in 2 Monaten... Soll ich erstmal darauf warten und mit ihm alles besprechen oder soll ich mich in der Zwischenzeit nach einem termin bei einem Therapeuten umschauen? Weil Psychater machen glaub ich keine Verhaltenstherapie oder? Ich weiss aber auch nicht was sinnvoller ist: eine tiefenpsychologische Therapie oder eine Verhaltenstherapie? Ich hab hier in meiner Stadt nämlich eine Therapeutin, die auf Zwänge spezialisiert ist aber die bietet halt nur Tiefenpsychologie an....
Ich will jetzt auch nicht 2 Monate nichts tun und dann bringt mir der eine Termin beim Psychater im Endeffekt garnichts....

18

Freitag, 1. Juli 2011, 14:16

hey Donni,

Beim Psychiater wirst du im Prinzip nur besprechen, welches Medikament mit welcher Dosierung etc. für dich am besten geeignet ist... bei Zwängen ist meistens Paroxetin die erste Wahl, ich nehme es auch. Informiere dich am besten schonmal im Internet über verschiedene Medikamente gegen Zwänge.
Hierbei kann ich dich schonmal vorwarnen, dass die ersten 3-4 Wochen beim einschleichen des Medikaments nicht ganz einfach sind... am besten nimmt man sich Urlaub oder so.

Nach einem Psychotherapeuten würde ich mich sofort umschauen, da man meistens nicht sofort einen Termin bekommt und möglicherweise einige Monate auf die erste Sitzung warten muss. Die Therapie findet dann optimalerweise wöchentlich statt.
Für Zwänge eignet sich am besten eine Verhaltenstherapie.. allerdings liegen den Zwängen ja fast immer auch grundsätzliche Probleme zugrunde, wie Ängste, Depressionen etc. aufgrund von schwierigen familiären Umständen.(wie bei mir)
Daher ist Tiefenpsychologie eigentlich auch immer sinnvoll... da du so auch die Ursachen und Ursprünge deiner "Probleme" gemeinsam mit dem psychologen ergründen kannst.
Bist du allerdings sowieso jemand, der sich viele Gedanken macht und daher auch schon weißt was für Ursachen deine Ängste, Zwänge etc. haben, dann könntest du auch direkt eine Verhaltenstherapie machen.
Das meiste wirst du allerdings selber machen "müssen" bzw. "wollen". Der Therapeut steuert deine Gedanken lediglich in die richtige Richtung und gibt dir immer wieder kleine "Denkaufgaben". Und er bestätigt dich in deinen Gedankengängen, was sehr gut tun kann. Du solltest allerdings immer komplett ehrlich sein, egal wie lächerlich und abstrus dir manche Dinge vorkommen... nur die ehrlichkeit zum Therapeuten und zu dir selbst natürlich helfen dir langfristig.
Das Medikament spielt dabei im Prinzip die Rolle, dass du positiver denkst und aufeinmal ganz andere positive Gedankenwelten kennenlernst. Zudem fühlst du dich einfach resistenter gegen Stress und unnötige negative Gedanken verfliegen ganz schnell ;)!
Diese Kombination aus Medikament, therapie und deinem eigenen Denkvermögen wird dich und dein Leben in vieler Hinsicht auf den Kopf stellen(im positiven Sinne), du wirst die positiven Veränderungen deines Denkens, deines Selbstvertrauens bewusst mitbekommen. Du wirst dich in deiner Haut wohler fühlen und mit dir zufriedener sein. Ich erlebe das momentan gerade. Es ist eine wirklich eine aufwühlende aber schöne Zeit.
Bei dem einen dauert es länger, beim anderen geht es schneller. Aber du wirst merken, dass du im Prinzip alle Trümpfe in deiner Hand hast und auch viele schlechte Erfahrungen aus der Vergangenheit dafür notwendig waren um dich zu dem Menschen zu machen der du heute bist. Du wirst die vielen schlechten Erfahrungen nicht als verlorene zeit werten, sondern als wichtige Erfahrungen sehen um zu dir selbst zu finden.
Die Zeit bis zu deinen Terminen kannst du auch sinnvoll verbringen, indem du dich einfach weiterhin im Internet informierst.. kannst dich ja einfach schonmal mit ein paar Begriffen wie Verhaltenstherapie, oder mit Medikamenten gegen Zwänge beschäftigen!!
Ich wünsch dir alles gute weiterhin, ich glaub an dich ! ;) Zwänge sind wirklich kein Weltuntergang, irgendwann wirst du drüber lachen können ! :)

19

Freitag, 1. Juli 2011, 16:26

hi dodo
Ich hab mich eigentlich schon so ziemlich viel über jedes SSRI informiert. Im Moment wäre es eigentlich optimal um mit der Einnahme zu beginnen, da ich gerade die Ausbildung fertig und auch noch nix neues habe. Aber der Termin ist ja erst in 2 Monaten. Und wer weiss, wie es dann mit Arbeit aussieht. Sich die SSRI vom Hausarzt verschreiben zu lassen um sich ggf. schonmal dran zu gewöhnen, bevor ich eine Therapie anfangen kann, ist bestimmt nicht so sinnvoll oder?
lg

Waschbärin

unregistriert

20

Freitag, 1. Juli 2011, 18:44

Hallo, ruf doch noch einmal bei dem Psychiater an, schildere der Sprechstundenhilfe die Situation. Vielleicht kannst du irgendwie "dazwischenrutschen", wenn jemand einen Termin absagt. Manchmal haben sie auch sowas wie Notfallsprechstunden. Viele Grüße
Waschbärin

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