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Dienstag, 20. September 2011, 11:39

Zwangsgedanken, Verlustangst und Depressionen.

Hallo zusammen,
ich lese schon seit Jahre in Foren über das Thema: „Zwangsgedanken“ da ich selber davon betroffen bin. Bis jetzt habe ich es jedoch nicht in Angriff genommen, mich mit anderen Betroffenen auszutauschen um Erfahrungswerte und Hilfestellungen in Erfahrung zu bringen. Ich bin 23 Jahre, bin erfolgreich im Job und habe nach Außen, erst mal ein schönes unbeschwertes Leben. Ich bin sehr kontaktfreudig, kommunikativ und ein Mensch der gerne in der Gesellschaft ist.

Jetzt würde ich doch gerne einmal von meiner Zwangsneurose berichten. Ich habe schon sehr viel darüber gelesen, jedoch habe ich noch keinen Beitrag gefunden, der meinen Zwangsgedanken ähnelt.
Ich leide seit meinem 18ten Lebensjahr unter Zwangsgedanken. Zu Anfang der Zwangsneurose habe ich mich relativ Zeitnah in eine Therapie begeben – erfolglos. Nach einem Gespräch mit einem Neurologen habe mich auf Antidepressiva eingelassen, da ich zudem unter Depressionen gelitten habe / leide. Ich muss sagen, mir haben die Tabletten zu Anfang geholfen und es war ein kleines Sprungbrett. Nach dem ich merkte das mir jedoch die Tabletten nach 3 Jahren nicht – körperlich nicht gut bekommen, habe ich diese abgesetzt.
Meine Zwangsgedanken belastet mich, wie jeden der darunter leidet, sehr und schränken mein Leben enorm ein. Um euch ein Bild davon zu machen, erzähle ich euch, wie das ganze aussieht.
Meine Zwangsgedanken, sind vergleichbar mit einer zweiten Stimme im Kopf. Selbst das Anmelden hier im Forum, hätte Stunden dauern könne. Dies würde wie folgt aussehen. Ich öffne den Internet Explorer passiert es, das ich beim öffnen des Explorers, etwas Schlechtes denke, oder an etwas denke was mir angst macht oder an eine Zahl dir mir nicht passt) schließe ich diesen und öffne ihn erneut. Dies kann min. dauert und es kann vorkommen das ich ihn evtl 10 mal schließe und neu auf mache. Dann geht es weiter zur Registrierung, ich lasse mir einen Username einfallen, gefällt mir dieser, kann es sein das ich in diesem Moment was schlechtes denke und ich muss mir einen neuen überlegen. Das schlimme ist, das diese Gedanken bezüglich einer mir angst machenden Thematik ständig dann in meinem Kopf kreisen, wenn ich aktiv bin. Sei es der Kauf von Gegenständen, das einstellen von Handyoptionen, das Aufräumen zu Hause, anziehen oder Haare mache. Wenn ich weiß, ich muss mir neue Kleidung kaufen, wasche ich mir zB vorher die Hände, höre ich hier jedoch bei einem Gedanken auf, der mir nicht passt, wasche ich diese erneut, da ich die neu gekauften Gegenstände mit schlechtem Gedanken gut, welches sich in dem Moment an meinen Händen befinden, nicht in Berührung bringen möchte. Das heißt, meine Lebensqualität ist sehr eingeschränkt. Meist werden die Zwangsgedanken dann sehr extrem, wenn ich Angsthabe einen neu gewonnen Menschen zu verlieren. Im Umkehrschluss ergibt meine Verlustangst, gepaart mit einer Zwangsneurose am Ende des Tages einen Depressiven Schub, der mich an den Punkt bringt, wo ich mich einfach fallen lassen möchte und alles raus lassen möchte. Mein Alltag gestaltet sich zu dem sehr Monoton, ein Hobbys ausüben könnte schwer werden, ich spiele zB mit dem Gedanken: „Hey du hast richtig bock Hobby XY anzufangen und ich begeistere mich dafür… dann kommt im gleichen Moment der Gedanken „Wenn du dieses Hobbys ausübst, wird dich ein Mensch der dir sehr wichtig ist, verlassen. Und somit ist jegliche Freude und Euphorie, weg. Jedoch kann das nicht angehen, ich muss ja „hart“ bleiben damit man es mir nicht anmerkt. Ich wäre sehr dankbar über Antworten und mich würde es sehr Interessieren ob jemand in dieser Art eine Zwangsneurose hat. Danke

2

Dienstag, 20. September 2011, 18:45

Hallo und willkommen im Forum, schön, dass du es geschafft hast, dich anzumelden :)

Manches von dem, was du schilderst, kenne ich auch auf die eine oder andere Weise.

Hast du überlegt, vll nochmal eine Therapie zu machen, damit es wieder besser wird und mehr Lebensqualität und Zeit für anderes entsteht? Nur, weil es einmal nicht geholfen hat, bedeutet das nicht, dass es gar nicht helfen kann, man muss die richtige Therapieform und den passenden Therapeuten finden, dann besteht immer die Chance auf Fortschritte, auch, wenn die Zwänge vll nie ganz verschwinden werden.

Auf arte gibt es zur Zeit einen interessanten Bericht:

http://videos.arte.tv/de/videos/neustart…pf-4112556.html


Viele Grüße, Hermit.
Das Leben als solches ist absolut lebensgefährlich und führt mit 100%iger Wahrscheinlichkeit zum physischen Tod.

Lesen -> Denken -> Schreiben

~T~R~ O - o - O ~ L

3

Montag, 19. März 2012, 14:51

RE: Zwangsgedanken, Verlustangst und Depressionen.

Ich denke ich habe so gut wie alle Zwänge, die du auch hast!!! Hoffe du bist im Forum noch aktiv. Ich darf keine falschen Bilder, Sätze und Wörter denken, egal was ich mache, ansonsten muss ich die 'Aktionn' wiederholen. Bei mir hat es auch mit Verlustängsten zu tun. Waschzwänge habe ich ebenfalls. Melde dich bitte mal wie es dir mittlerweile geht!!!

4

Freitag, 15. Juni 2012, 20:45

Hallo, ich habe auch so ähnliche zwänge ich muss alles was ich tue wiederholen alle Fragen wiederholen muss mich absichern ob ich alles richtig mache brauch die Bestätigung von Freunden wenn ich was kaufe ob ich es auch nehmen soll kann manchmal auch Sachen nicht Unternehmen das schlimme ist ich habe die Krankheit schon seit Ca. 10 Jahre und wusste nie was mit mir los ist und wie ich mein FSJ gemacht habe und das Thema zwangserkrankung war merkte ich das ich ungfair die gleichen symtome habe dann habe ich vor Ca. 2-3 Jahren das erste mal mit meiner Mutter darüber geredet und die schickte mich sofort zum Psychologen und er half mir nicht es wurde dann so schlimm das ich ne Klinik kam und das war richtig gut er lernte dann erst richtig mit der Krankheit um zugehen nur jetzt dachte ich das ich es alleine schaffe Sie komplett in den Griff zubekommen aber es würde wieder schlimmer diesen Prozess schafft man nicht alleine man muss sich wirklich ärztliche Hilfe holen es ist aber so schwer mit dieser Krankheit zu leben aber wenn man sein Ziel vor Augen hat Wurds man schaffen aber klar ist diese krankheit wird immer ein Teil von unserem Leben bleiben man kann zwar mit ihr Problem los leben aber man wird Sie niemals losbekommen

5

Donnerstag, 27. Dezember 2012, 14:27

Du bist nicht allein!!!!

Hallo zusammen,
ich lese schon seit Jahre in Foren über das Thema: „Zwangsgedanken“ da ich selber davon betroffen bin. Bis jetzt habe ich es jedoch nicht in Angriff genommen, mich mit anderen Betroffenen auszutauschen um Erfahrungswerte und Hilfestellungen in Erfahrung zu bringen. Ich bin 23 Jahre, bin erfolgreich im Job und habe nach Außen, erst mal ein schönes unbeschwertes Leben. Ich bin sehr kontaktfreudig, kommunikativ und ein Mensch der gerne in der Gesellschaft ist.

Jetzt würde ich doch gerne einmal von meiner Zwangsneurose berichten. Ich habe schon sehr viel darüber gelesen, jedoch habe ich noch keinen Beitrag gefunden, der meinen Zwangsgedanken ähnelt.
Ich leide seit meinem 18ten Lebensjahr unter Zwangsgedanken. Zu Anfang der Zwangsneurose habe ich mich relativ Zeitnah in eine Therapie begeben – erfolglos. Nach einem Gespräch mit einem Neurologen habe mich auf Antidepressiva eingelassen, da ich zudem unter Depressionen gelitten habe / leide. Ich muss sagen, mir haben die Tabletten zu Anfang geholfen und es war ein kleines Sprungbrett. Nach dem ich merkte das mir jedoch die Tabletten nach 3 Jahren nicht – körperlich nicht gut bekommen, habe ich diese abgesetzt.
Meine Zwangsgedanken belastet mich, wie jeden der darunter leidet, sehr und schränken mein Leben enorm ein. Um euch ein Bild davon zu machen, erzähle ich euch, wie das ganze aussieht.
Meine Zwangsgedanken, sind vergleichbar mit einer zweiten Stimme im Kopf. Selbst das Anmelden hier im Forum, hätte Stunden dauern könne. Dies würde wie folgt aussehen. Ich öffne den Internet Explorer passiert es, das ich beim öffnen des Explorers, etwas Schlechtes denke, oder an etwas denke was mir angst macht oder an eine Zahl dir mir nicht passt) schließe ich diesen und öffne ihn erneut. Dies kann min. dauert und es kann vorkommen das ich ihn evtl 10 mal schließe und neu auf mache. Dann geht es weiter zur Registrierung, ich lasse mir einen Username einfallen, gefällt mir dieser, kann es sein das ich in diesem Moment was schlechtes denke und ich muss mir einen neuen überlegen. Das schlimme ist, das diese Gedanken bezüglich einer mir angst machenden Thematik ständig dann in meinem Kopf kreisen, wenn ich aktiv bin. Sei es der Kauf von Gegenständen, das einstellen von Handyoptionen, das Aufräumen zu Hause, anziehen oder Haare mache. Wenn ich weiß, ich muss mir neue Kleidung kaufen, wasche ich mir zB vorher die Hände, höre ich hier jedoch bei einem Gedanken auf, der mir nicht passt, wasche ich diese erneut, da ich die neu gekauften Gegenstände mit schlechtem Gedanken gut, welches sich in dem Moment an meinen Händen befinden, nicht in Berührung bringen möchte. Das heißt, meine Lebensqualität ist sehr eingeschränkt. Meist werden die Zwangsgedanken dann sehr extrem, wenn ich Angsthabe einen neu gewonnen Menschen zu verlieren. Im Umkehrschluss ergibt meine Verlustangst, gepaart mit einer Zwangsneurose am Ende des Tages einen Depressiven Schub, der mich an den Punkt bringt, wo ich mich einfach fallen lassen möchte und alles raus lassen möchte. Mein Alltag gestaltet sich zu dem sehr Monoton, ein Hobbys ausüben könnte schwer werden, ich spiele zB mit dem Gedanken: „Hey du hast richtig bock Hobby XY anzufangen und ich begeistere mich dafür… dann kommt im gleichen Moment der Gedanken „Wenn du dieses Hobbys ausübst, wird dich ein Mensch der dir sehr wichtig ist, verlassen. Und somit ist jegliche Freude und Euphorie, weg. Jedoch kann das nicht angehen, ich muss ja „hart“ bleiben damit man es mir nicht anmerkt. Ich wäre sehr dankbar über Antworten und mich würde es sehr Interessieren ob jemand in dieser Art eine Zwangsneurose hat. Danke

Du bist nicht alleine mit diesen Problemen. Ich leide unter den selbsen Umständen wie du. Dauernde Deppressionen, und Verlustängste, geliebte Personen zu verlieren. Was eigentlich völliger Schwachsinn ist. Diese Zwangsgedanken begleiten mich einfach den ganzen Tag lang. Es gibt keine Minute wo ich mal abschalten kann. Das ganze macht mich einfach völlig fertig. Ich habe diese Zwangsgedanken + Verlustängste schon seid 2 Jahren. !!! Ich war schon bei 3 Phsychologinnen. Leider ohne Erfolg!!! Die teilten mir immer wieder mit, das die mir nicht mehr helfen können, und nicht mehr wissen, was sie machen sollen. 2 davon haben mir wirklich geraten, in eine Klinik zu gehen. dort würde ich professionelle hilfe bekommen. Dann habe ich mir 2 solche Kliniken angeschaut. Ich hatte ein langes Gespräch zusammen mit meiner Mutter und die mitarbeiter in der klinik. sie haben mir gesagt, wie das hier alles in der klinik abläuft, und haben mir die station gezeigt. außerdem haben sie mir noch gesagt, das ich die behandlung jederzeit abbrechen könnte, also ich kann quasi selbst endscheiden, wann ich nach hause darf und wie lange ich bleibe. meine mutter kann mich jederzeit besuchen kommen.3 stunden am tag und an den wochenenden kann ich eh immer nach hause. Dann wurde mir und meiner mutter die Station gezeigt von einer betreuerin und von 2 kindern die auch in dieser klinik aufgenommen wurden sind. dann haben wir uns noch zusammen in so einen gemeinschafsraum gesetzt, und da durfte ich die kinder ausfragen, wie die es hier so in der klinik finden, und die meinten, hier wird einem wirklich geholfen und uns gefällt es ziemlich gut hier. Dieses Gespräch hat mich echt überzeugt, davon auch in die klinik zu gehen. Meine mutter hat mich dann gefragt wie ich es so finden würde in der klinik wie mein eindruck ist, weil sie will auch nicht gegen meinen willen machen. Jetzt stehe ich dort auf der warteliste und komme bald in diese klinik :-)) ich habe eingesehen das ich professionelle hilfe brauche, und das man diese verlustängste und zwangsgedanken einfach nicht alleine überwinden kann.

Bitte lass den Kopf nicht hängen und such dir professionelle hilfe, nur so schaffst du es, aus diesem teufelskreis wieder herrauszukommen. viel glück für die zukunft wünsche ich dir :-)) ;) :P

6

Donnerstag, 17. Januar 2013, 15:58

Wie beschrieben...

Hallo,

Ich habe seid ca 15 Jahren Zwangshandlungen u Gedanken, die von Verlust, Angst usw. geleitet werden.
Es äussert sich im Verhalten ebenso wie bei der Treaderöffnerin.

Ein "falscher" Gedanke- Handlung muss wiederholt werden. Selbst das schreiben grade ist schwer....

wenn noch jmd. mit den gleichen oder ähnlichen Zwangssymptomen hier ist, freue ich mich auf netten Austausch. ^^

LG

J.

Yezrel

Fortgeschrittener

  • »Yezrel« ist weiblich

Beiträge: 219

Zwangssymptome: Zwangh. Persönlichkeit, Zwangh. Langsamkeit, Kontroll-/Zählzwang

Medikament / Dosis: keine

Aktueller Therapie-Status: Ambulante Therapie

Status: Betroffene/r

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7

Mittwoch, 23. Januar 2013, 16:24

@Shorty008

Ich habe eine vergleichbar ausbremsende Zwanghaftigkeit in allem. Man könnte es zwanghafte Genauigkeit, zwanghafte Langsamkeit, immer wieder dieses Stop-Gefühl, nicht weitermachen zu können, Kontrollzwang, Zählzwang, es spielt vieles mit rein in diese zwanghaften Vorgänge, die mein ganzes Leben durchziehen, eine Arzt Anklammern an den Vorgang, ein Sich-Verrennen, Verkrampfung bis in meinen Körper, deshalb auch zusätzlich meine Schmerzkrankheit. Alles ist sehr anstrengend und kompliziert, es läuft einfach zu viel ab in meinem Kopf, eine Art Run von Zwängen.
Lieben Gruß
Yezrel