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Darkdoll

unregistriert

1

Donnerstag, 22. März 2012, 15:26

Schwester leidet

Hallo,

und zwar geht es um meine Schwester (17 Jahre alt) angefangen hat es vor ungefähr 3 Jahren, sie war damals noch stark übergewichtigt, bis sie eines Tages anfing, jeden Tag Sport zu machen und nichts zu essen, sie kam dan auch in eine Jugendpsychatrie für mehrere Monate die aber meiner Meinung nicht viel gebracht hat, weil sie einschliesslich nur wegen Magersucht in Behandlung war. Ich denke aber das sie eher eine Zwangserkrankung hat//te, da sie jeden Tag bei punktgenauer Uhrzeit anfing ihren Sport zu machen und auch punktgenau wieder aufhörte, und ja es ging mal paar Sekunden drüber, das war ein Weltuntergang, ausserdem hat sie ihre Kalorien immer haargenau abgewogen. Nachdem sie dann entlassen worden war, mit einem geringen Erfolg und auch nur durch medikamentöse Weiterbehandlung. Im laufe der Zeit wurde es allmählich besser, da sie auch durch Freunde, Schule und Nebenjob gut abgelenkt wurde. Seit ungefähr Anfang diesen Jahres, gehts jetzt wieder los sogar teilweise schlimmer als davor. Jeden Tag nach der Schule schwingt sie sich auf ihr Trimmrad danach Aerobic je nach Zeit muss sie danach noch in ihre Arbeit die ungefähr 5-6 Std ihrer Zeit beansprucht, dann wenn sie um ca. 20.00 Uhr heimkommt..wird nochmal für 2-3 Std Sport gemacht (Durchgehend) und dann kommen ihre Hausaufgaben und ihr Lernstoff dran, teilweise kommt sie erst um 2-3 Uhr in der früh ins Bett. Das muss aber auch jeden Tag genauso gehandhabt werden, und wenn mal was dazwischen kommt, ist sie total überfordert, weint und ist verzweifelt, weil sie ihren Ablauf nicht genau nach ihrem Plan verläuft.Durch meine Gespräche mit ihr hab ich auch erfahren, das sie sich das auch bewusst ist und sie es selber nicht ausstehen kann, aber es muss nunmal sein. Sie ist seit mehreren Monaten Ambulant bei einem Psychater hier im Krankenhaus Patientin, der meinte jetzt auch, es wäre sinnvoller wenn sie wieder in eine Psychatrie gehen würde. Doch wieder teilweise wegen Magersucht aber nicht wegen Zwangsneurose, was meint ihr?? Denkt ihr nicht auch das Magersucht nur eine Begleiterscheinung mit der eigentlichen Erkrankung ist und könnt ihr mir irgendwelche Ratschläge geben?? ;)

2

Donnerstag, 22. März 2012, 17:14

hallo darkdoll,
was hat denn der psychiater deiner schwester diagnostiziert, nur magersucht?
magersüchtige handeln ja auch zwanghaft, aber wie du das beschreibst, scheint auch mir, daß da vielleicht noch eine zwangsstörung dazukommt.
in welcher klinik war denn deine schwester?
vielleicht wäre eine psychosomatische klinik eher was für sie. dort wird, anders als in der reinen psychiatrie, mehr ganzheitlich behandelt; medikamente und therapiestunden gibt es selbverständlich auch, aber auch noch viele andere angebote, die dem patienten helfen sollen, zu einer positiveren selbstwahrnehmung zu finden, stärker, selbstbewußter und unabhängiger zu werden. sie sollte nochmal mit ihrem arzt über ihre möglichkeiten sprechen.
und falls sie sich dort nicht gut genug betreut fühlt, vielleicht wechseln.
lg. katja

Darkdoll

unregistriert

3

Donnerstag, 22. März 2012, 18:54

Hallo Katja,

lieben dank für deine Antwort.
Also das erste mal bevor sie in die Kinder und Jugendpsychatrie Rottmannshöhe Abteil Heckscher Klinik (nähe Starnberg) eingeweisen worden ist wurde nur Magersuch diagnostiziert, und soviel ich weis auch nur auf Magersucht behandelt. Was ihr jetztiger Psychater sagt oder denkt..ist mir leider nicht so geläufig, weil sie ungern darüber spricht, sondern je nachdem wie das Gespräch war gute oder schlechte Laune hat. Aber dein Vorschlag mit der psychosomatische
Klinik werde ich ihr mal zu gute führen das sie das mal mit ihren Psychater darüber sprechen soll..weil langsam wird es echt sehr heftig, sie nimmt immer mehr ab und kann einfach aus eigener Kraft aufhören, meine Eltern sind auch schon total am Ende.
liebe grüße

4

Freitag, 23. März 2012, 23:39

Hallo und willkommen im Forum!

Eßstörungen und Zwangsstörungen gehen Hand in Hand.

Ich kannte mal eine Zwangskranke, die auf Zwang behandelt wurde und dann wurde sie eßgestört, also nur eine Symptomverschiebung.

Das was du schilderst klingt nach einer Kombination,wobei eben immer die Frage ist, was im Vordergrund steht. Abnehmen wollen/Wahrnehmungsstörung oder Zwangsstörung; in beiden Fällen geht es um Kontrolle, auch wenn die Ausrichtung sich unterscheidet.

Grüße, Hermit.
Das Leben als solches ist absolut lebensgefährlich und führt mit 100%iger Wahrscheinlichkeit zum physischen Tod.

Lesen -> Denken -> Schreiben

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