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melly

Schüler

  • »melly« ist weiblich
  • »melly« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 53

Zwangssymptome: Grübelzwänge,alles gerade hinstellen

Medikament / Dosis: Fluoxetin 20 mg

Aktueller Therapie-Status: Stationäre Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: segeberg

Beruf: verkäuferin

Hobbys: tanzen

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1

Sonntag, 15. April 2012, 22:26

Lebensplan?Lebensperspektive?

Hallo Zwangsfreunde!!! Ich bin superdoll verzweifelt und ich brauche dringend eure Hilfe!!!Vielleicht wißt ihr einen Rat!!Ich bin so dermaßen unzufrieden mit meinem Leben und suche einfach nach einer Lebensperspektive,warum ich lebe,wen ich eigentlich in meinem Leben noch habe,den Sinn des Lebens,wie ich mein Leben verändern kann!Ich weiß es einfach nicht mehr!Momentan bin ich in einer Tagesklinik!Dort bin ich auch superglücklich,weil da das Leben ist(die Lebensfreude),aber ich frage mich immer wieder,was ist danach??Ich nehme jetzt Medikamente,zuerst Clomipramin-CT 25mg,aber die habe ich nicht vertragen und Erbrechen und Durchfall bekommen,deswegen auch wieder abgesetzt,Dann hat mir meine Ärztin Citalopram 10mg und dann 20mg erhöht,verschrieben!Mit diesen Tabletten geht es mir auch relativ gut!Ich muß nicht mehr so oft weinen,aber es hat sich nichts an meinem wirklichen Leben geändert!Was natürlich auch nicht so schnell gehen kann,das weiß ich ja auch,aber ich habe große Angst,wenn ich jetzt wieder arbeiten gehe,daß es noch schlimmer wird,als vorher!!Denn jetzt habe ich das schöne Leben kennengelernt und bin dadurch hinterher vielleicht noch depressiver!!Was soll ich nur machen,weil ich vielleicht auch dieses Leben nie haben werde.Das macht mich so supertraurig!!!Ihr seid wahrscheinlich die Einzigen,die mich verstehen können!!!Was ist das für ein Leben,wenn man keine Zeit fürs Leben hat??????LG Melly!!!!!

Jake_Sully

Fortgeschrittener

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Beiträge: 265

Zwangssymptome: Angst vor Schmutz/Parasiten

Medikament / Dosis: Fluoxetin

Aktueller Therapie-Status: war schon mal in Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Pandora

Beruf: EU-Rentner

Hobbys: PC, Internet, Linux-Mint, Kinofilme

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2

Montag, 28. Mai 2012, 03:43

RE: Lebensplan?Lebensperspektive?

Zitat

Original von melly
... Momentan bin ich in einer Tagesklinik! Dort bin ich auch superglücklich, weil da das Leben ist (die Lebensfreude), aber ich frage mich immer wieder,was ist danach?
... ich habe große Angst, wenn ich jetzt wieder arbeiten gehe,daß es noch schlimmer wird, als vorher! Denn jetzt habe ich das schöne Leben kennengelernt ...

Ich persönlich kann mich für Tagesklinik nicht begeistern, aber ich hatte eine gute Weihnachtszeit 2011 in der Asklepios-Klinik-Brandenburg. Und am besten war für mich der Sommer 2009 in der Reha-Klinik-Bernau/Wandlitz.
Seit Beginn meiner Zwangskrankheit hat sich mein Leben verändert. Diesbezüglich war ich schon viermal in einer Klinik und ich bekam auch Sozialarbeiter-Hilfe. Gern würde ich wieder als Informatiker arbeiten, aber es geht nicht mehr. Als EU-Rentner habe ich jetzt weniger Stress, aber auch weniger Lebenssinn und weniger Menschen-Kontakt. Bei meinem letzten Klinikaufenthalt stellte ich mir das Ziel, meine Haare zukünftig blond-zu-pflegen , in eine Selbsthilfegruppe einzutreten und mich für Zwang-Spezialtherapie der Uniklinik-Freiburg anzumelden. Dafür brauche ich einen stabilen Mindestzustand, ich bin auf dem Weg.

P.S.:
Hab bei Dir gelesen: Interessen-tanzen. Tanzabend einplanen bringt vielleicht auch Lebensfreude?

3

Montag, 28. Mai 2012, 14:47

RE: Lebensplan?Lebensperspektive?

Hi Melly,
ich kann verstehen, dass dir die Rückkehr in den Alltag Sorgen macht. Aber mir ist nicht ganz klar, warum in der Tagesklinik "das Leben ist"? Ich empfinde Therapie eher als Unterstützung für das "wahre" Leben in meinem normalen Alltag.
Was arbeitest du denn? Magst du deinen Job? Ich glaube, dass es wichtig ist, eine Aufgabe zu haben, die einen ausfüllt. Ich war lange arbeitslos - jeder Tag war wie der andere, ich hab die Zeit nur abgesessen, es war ja auch nicht immer etwas zu erledigen bzw. ich hatte nicht so viel Geld um jeden Tag was zu unternehmen. Deshalb glaube ich, dass eine geregelte Aufgabe (Arbeit oder Ehrenamt etc.) einem hilft, sich nicht in den Zwängen zu verlieren. Und weil du befürchtest, dass vor lauter Arbeit alles vorbeizieht - ich schätze die freie Zeit und Unternehmungen nun mehr als vorher. (Was wäre mit einer Halbtagsstelle?)
So wie Jake-Sully sagte, such dir etwas was dir Freude macht, vielleicht sogar etwas regelmäßiges, dann hast zu öfter was, worauf du dich freuen kannst.

zwangler34

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4

Montag, 28. Mai 2012, 22:41

RE: Lebensplan?Lebensperspektive?

Hey melli,

ich kann mich da so richtig in dich hineinversetzen :prost:; ich habe zwar noch keine Lösung, aber eines kann
ich dir versichern, je verkrampfter du nach einem Lebensziel bzw. nach einer Perspektive suchst, umso
verzweifelter wirst du....

Hast du privat jemanden, mit dem du über alles reden kannst? Tut mir immer gut, wenn ich mich mit Freunden unterhalte, die auch Probleme haben, es ist schön zu wissen, dass man nicht allein ist...

Der Sinn des Lebens? Ich glaube, der Sinn kommt erst MIT dem Leben. Mir hat nichts mehr Spaß gemacht, ich war wochenlang in einem Loch, ich hatte Angst, niemals herauszukommen.
Aber ich gehe mal mit dem Fahrrad in die Berge (hatte ich riesen Angst davor, jetzt empfinde ich wieder
so etwas wie positive Gefühle :D)
Ich denke wirklich, je mehr du dich nach etwas sehnst(Lebensplan/ -ziel), umso schwieriger wird der Weg dorthin, ich versuche alles auf mich zuzukommen lassen, gelingt manchmal mehr und manchmal weniger.

Und das mit dem Tanzen? Da hat JakeSully recht, wie wäre etwas, was mal schön war bzw. was dir mal Spaß gemacht hat?

Liebe Grüße und guten Wochenbeginn!!!

melly

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5

Mittwoch, 6. Juni 2012, 20:14

Hallo!!!Vielen lieben Dank für alle Eure Antworten!!!!Ich habe gar nicht mehr damit gerechnet,weil es schon so relativ lange her ist!!Mir geht es jetzt wieder einigermaßen gut,weil ich aus meinen Depressionen"ZUM GLÜCK"so weit wie möglich rausgekommen bin!!Bin auch seit Montag wieder arbeiten und momentan ist noch alles den Umständen entsprechend OK!!!Komme zur Zeit klar auf der Arbeit!!!Hoffentlich bleibt es auch so,ein bißchen Angst habe ich immer noch!!!Ich bin jetzt in "Ambulanter Behandlung im UKE Lübeck!"Wenn alles gut geht,dann kann ich in ca.5 Monaten vollstationär gehen(Für 8-12 Wochen),auch wenn es noch ein sehr langer Weg ist,gibt es einem irgendwie wieder Hoffnung!!!Nochmal DANKE,DANKE,DANKE!!!Ich freue mich immer auf Antworten,auch wenn es nicht persönlich ist,es hilft einem trotzdem ein bißchen!LG Melly!!!

melly

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6

Mittwoch, 6. Juni 2012, 20:25

RE: Lebensplan?Lebensperspektive?

Hallo Ann!!!!! Ich arbeite im Einzelhandel,bei Aldi(seit über 14 Jahren)!!!Du hast Recht,es ist wichtig das man Arbeit hat!!!Nur zu Hause sitzen und Zwänge haben(schreckliche Vorstellung)!!!Aber leider wird die Welt nicht besser,es hat sich halt viel verändert!!!Man fühlt sich,als wäre man eine Maschine,immer unter Druck zu stehen,immer schneller,immer mehr Personal das eingespart wird(nur die Arbeit wird ja nicht weniger),......Das Leben könnte ja so schön sein,.....Deswegen muß ich dringend an meinem privaten Leben etwas ändern,damit ich weiß wofür es sich zu leben lohnt!!Das wird noch ein harter Weg werden,aber noch gebe ich nicht auf!!DANKE,LG Melly!!!!!

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