Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Zwangserkrankungen.de. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

sabrina

Fortgeschrittener

  • »sabrina« ist weiblich
  • »sabrina« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 221

Zwangssymptome: Wasch-, Gedankenzwang

Aktueller Therapie-Status: Ambulante Therapie

Status: Betroffene/r

  • Nachricht senden

1

Mittwoch, 23. Mai 2012, 22:25

Was tut ihr in der Therapie?

Hallo,

wie geht Eure Therapie voran?

Hattet ihr erst einige Stunden bla bla und habt ihr dann Expositionsübungen mit Therapeuten und später allein gemacht oder wie läuft es bei Euch ab?

Ich bin in einer ambulanten Therapie, wir reden und reden ....... seit ewigen Zeiten möchte ich schon Expos bei mir zu Hause machen, aber von Seiten des Therapeuten klappt es nie.

Mittlerweile meint er, ich wäre noch nicht so weit (nach fast 2 Jahren bla bla bei ihm) und jahrelangem bla bla bei anderen. Das ganze könnte nach hinten losgehen war sein Argument. Mittlerweile glaube ich, der traut sich da selbst nicht ran.

Am Anfang wollte ich es unbedingt dass er zu mir nach Hause kommt und war mir bewusst dass es ernst wird und wollte es so, habe mich förmlich danach gesehnt, damit diese Zwänge und die damit verbundenen Qualen aufhören oder gemildert werden. Aber je länger es sich nun schon hinauszieht, merke ich dass mir mittlerweile diese Energie, diese Motivation abhanden gekommen ist.

Ich bewege mich im Kreis und es gibt kein Vorwärtskommen. Ich würde ja gerne den Therapeuten wechseln, aber hier gibt es weiter niemanden.
In einer Klinik war ich schon mal, möchte ich nie wieder. Zur Zeit weiß ich nicht wie es weitergehen soll. Ich suche nach einer Lösung, weiß aber keine......

Wollte deshalb mal Eure Erfahrungen hören, Danke schon mal.

sabrina
sabrina

2

Donnerstag, 24. Mai 2012, 16:46

Hey sabrina,

ich hab auch so das Gefühl das mein Therapeute mit meinem Zwang überfordert ist.

Bin zwar erst seit Dezember in Therapie aber hätte mir mehr Besserung erhofft, vielleicht liegt es auch zum Teil an mir.

Wir reden auch sehr viel und dann bekomm ich meistens ne Hausaufgabe. Aber ja, mal abwarten ?(

sabrina

Fortgeschrittener

  • »sabrina« ist weiblich
  • »sabrina« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 221

Zwangssymptome: Wasch-, Gedankenzwang

Aktueller Therapie-Status: Ambulante Therapie

Status: Betroffene/r

  • Nachricht senden

3

Donnerstag, 24. Mai 2012, 18:24

Hallo daReh,

diese Hausaufgabe die du aufbekommst, habt ihr so was ähnliches schon vorher mal zusammen geübt oder je eine Konfrontation in der Intensität zusammengemacht?

Oder sagt der Therapeut einfach, machen sie mal dies und das.....

Das ist nämlich mein Dilemma, ich kann nicht einfach mal ne Hausaufgabe machen, ich müßte erstmal ne Konfrontation mit jemanden zusammen machen um dann evtl. mich auch an etwas anderes zu wagen.

Diese erste Überwindung schaffe ich nicht allein. Ich bin schon bald am verzweifeln, ich habe schon förmlich darum gebettelt und dann kommen immer andere Ausreden oder Termine dazwischen.

LG sabrina
sabrina

4

Donnerstag, 24. Mai 2012, 18:56

Naja er sagt mir halt was ich tun soll, wobei sich das bislang auf das aufschreiben meiner Befürchtungen beschränkt (und dann halt jeden Tag durchgehen). Und das kann ich ja allein machen, da brauch ich ihn nicht dazu.

Wie sehen denn deine Konfrontationen aus ? Bzw. Was hast du denn für Probleme ?

sabrina

Fortgeschrittener

  • »sabrina« ist weiblich
  • »sabrina« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 221

Zwangssymptome: Wasch-, Gedankenzwang

Aktueller Therapie-Status: Ambulante Therapie

Status: Betroffene/r

  • Nachricht senden

5

Donnerstag, 24. Mai 2012, 22:14

Hallo daReh,

wir machen eben keine Konfrontationen, das ist ja das Übel.

Ich leide unter Waschzwang, bestimmte Sachen kann ich nicht anfassen wg. Ekel etc. und Angst dass ich dann alles verseuche. Es ist keine Angst vor Bakterien, ich kann es gar nicht mit Bestimmtheit sagen vor was ich mich ekele.

Der Grund der Zwänge ist mir bekannt aber das ändert nichts an der Situation. Es hat sich in all den Jahren einfach verselbstständigt. Aber ich fühle dass ich konkretere Hilfe brauche, aber ich keinen Therapeuten dafür finde.
Hier wo ich wohne gibt es kaum Therapeuten..........

Klinik war ich einmal, möchte ich nie wieder!

LG sabrina
sabrina

6

Samstag, 26. Mai 2012, 16:56

Der alte Psychologe von meiner Freundin hat zu mir mal gesagt, wenn man mit seinem Therapeuten nicht so zufrieden ist, dann darf man das ruhig mal ihm direkt sagen.

Man sollte sicher nicht alles hinterfragen, aber man darf ruhig mal nachfragen wie er sich das vorstellt.

Labrador

unregistriert

7

Dienstag, 29. Mai 2012, 19:06

Hallo,

da Waschzwänge leider auch eines meiner ehemaligen Topthemen ist schalte ich mich mal mit ein. Auch mir wurde gesagt ich solle doch mal das oder das machen habe aber deutlich gemerkt, dass mir das nicht passt oder es einfach zu viel ist. Ich hatte mich entschlossen erst die Gründe für die Zwänge kennen zu wollen und das hat mir sehr geholfen. Dann konnte ich auch das Verhalten ändern. Und was ich auch ganz wichtig finde ist, dass Du bereits schreibst Du wolltest auch in die direkte Situation gehen. Das hätte ich ohne die Gründe nie und nimmer gewollt und mich auch nicht getraut, der Druck wäre unerträglich gewesen. Meine persönliche Erfahrung ist, dass es unter Hilfe einer anderen Person, bei mir war es die Lebenspartnerin, möglich ist die Situation zu bewältigen. Ich konnte mich sozusagen über Fragen vergewissern. Dennoch war es enorm schwer, aber es war dann eben möglich. Insofern würde ich sagen Du hast schon den richtigen Ansatz, Grund ist da, Bereitschaft ist generell da, jetzt brauchst Du noch jemanden der Dir hilft! Hast Du sonst vielleicht einen engen Vertrauten mit dem Du in die Situationen gehen kannst?

Ich will Dich ja nicht zu Entscheidungen drängen aber ich würde sagen wenn es irgendwie geht solltest Du den Therapeuten wechseln. Wenn man merkt, dass man nicht die benötigte Unterstützung bekommt oder sich das ganze sogar anfängt zu wenden und das beschreibst Du ja wenn Du sagst Dir geht die Motivation verloren ist das durchaus probat. Sicher kannst Du Deinen Therapeuten nochmal auf das was Dich stört ansprechen und auf Lösungen drängen. Aber aus eigener Erfahrung kann ich auch da sagen, dass ein Wechsel besser ist. Du verlierst sonst wertvolle Zeit und wertvolle Therapiestunden. Ich habe selbst derzeit keinen Therapeuten weil ich mit dem alten einfach nicht mehr zurecht kam und der glasklar überfordert war, ich suche derzeit und das nervt. Aber es ist immer noch besser ohne Therapeuten dazustehen als mit einem, der die Dinge verschlechtert!!!! Ich hatte das Glück, dass ich auch alleine lange zurecht kam und eine tolle Partnerin habe. In jedem Fall würde ich aber sagen es darf nicht passieren, dass Dir der Therapeut den Wind aus den Segeln nimmt. Sollte es sich also nicht ändern und es würde eine Chance geben zu wechseln, dann mach es. Man braucht bei starken Waschzwängen jemanden der einem zu Anfang in der Situation hilft. Zumindest war es bei mir so, dass es sonst zu schwer war aber Du hast es ja auch schon so beschrieben.

Kleiner Tipp aber vielleicht ist das auch noch zu früh - wenn man sich stellt hat es mir geholfen mir dann alles strahlend weiß und rein und sauber zu visualisieren.

Calippo

unregistriert

8

Mittwoch, 30. Mai 2012, 22:44

Währe es auch vielleicht möglich, wenn Du einen EX-Leidensgenossen ausfindig machen kannst (vllt. in einer Selbsthilfegruppe in Deiner Nähe) der dir bei Übungen helfen könnte? Oder würde so jemand davon nur getriggert werden? Ich weis das nicht, weil ich keinen Waschzwang habe...
Wäre das eine Idee? Ich wollte es nur nicht unausgesprochen lassen, für den Fall, dass es tatsächlich etwas wäre...

sabrina

Fortgeschrittener

  • »sabrina« ist weiblich
  • »sabrina« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 221

Zwangssymptome: Wasch-, Gedankenzwang

Aktueller Therapie-Status: Ambulante Therapie

Status: Betroffene/r

  • Nachricht senden

9

Donnerstag, 31. Mai 2012, 23:51

Hallo Labrador und Callipo,

ich habe auch das Gefühl dass ich mir jemand neuen suchen muss. Aber es gibt hier niemand.
Ich habe schon die Krankenkasse angerufen, die haben mir eine Internetseite empfohlen und noch ne andere Stelle aber auch dort konnte man mir nur jemand nennen in ca. 120 km Entfernung.
Aber ich suche noch weiter.

Schön dass du so eine verständnisvolle Partnerin hast. Ich hatte einen Partner der war von jeher sehr egozentrisch und als meine Problem schlimmer wurden, wurde er es auch. Wenn ich da zweimal nachfragte, war die Hölle los, letztendlich machte er manchmal extra Sachen mit denen ich Probleme hatte. So schlimm, dass ich manchmal dachte ich überlebe das nicht. Zuletzt wurde ich geschlagen........

Meine Mutter wollte auch schon Expositionen mit mir machen, aber ich glaube das funktioniert auch nicht, sie wird in ihren Worten auch ziemlich schnell laut und genervt. Sie sagt zwar sie würde mich verstehen, aber mir kommt es nicht so vor.

Manchmal frage ich mich auch was hat so ein Therapeut an sich, dass man meint man könnte die Übungen nur mit Ihnen machen.

Meine Mutter meinte ob die einen "hypnotisieren"?!

Alleine fehlt mir einfach der Mut. Zur Zeit weiss ich nicht wie es weitergehen soll. Ich versuche zwar am Ball zu bleiben, aber die Kraft lässt auch langsam nach..........

LG sabrina
sabrina

10

Freitag, 1. Juni 2012, 15:23

Zitat

Meine Mutter wollte auch schon Expositionen mit mir machen, aber ich glaube das funktioniert auch nicht, sie wird in ihren Worten auch ziemlich schnell laut und genervt. Sie sagt zwar sie würde mich verstehen, aber mir kommt es nicht so vor.

Manchmal frage ich mich auch was hat so ein Therapeut an sich, dass man meint man könnte die Übungen nur mit Ihnen machen.

Meine Mutter meinte ob die einen "hypnotisieren"?!



Das Problem bei Übungen mit Angehörigen ist, daß man meistens auch die Störung durch das Umfeld entwickelt hat, in dem man aufgewachsen ist. Deshalb ist eine "neutrale" = unvorbelastete Person meistens besser geeignet,um sich den Ängsten zu stellen.

Es mag zwar nicht den Tatsachen entsprechen, trotzdem kommt vll der "Glaube" hinzu, daß ein Therapeut einem "nix tut", weil der dafür bezahlt wird, einem zu helfen. Außerdem "denkt" man, da derjenige Therapeut ist = Fachmann, hat er mehr Ahnung und ist besser für sowas geeignet. Bei körperlichen Krankheiten geht man auch zum Arzt und der hilft/behandelt dann;leider ist das bei psych Erkrankungen nur nicht so einfach, wie bei körperlichen.

Hypnotisieren würde ich nicht sagen, sehr stark beeinflussen und manipulieren jedoch schon, kommt drauf an, wie ein Therapeut arbeitet und wie der Therapeut als Mensch ist.

Therapeuten sind auch nur Menschen, die aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen mitunter ebenfalls Fehlratschläge geben. Deshalb sollte man auch bei den Dingen, die Therapeuten meinen und raten immer überlegen, ob man selbst das ebenfalls so sieht. (und damit meine ich jetzt nicht sowas wie:muss ich das noch 10x putzen, sondern andere Sachen).
Das Leben als solches ist absolut lebensgefährlich und führt mit 100%iger Wahrscheinlichkeit zum physischen Tod.

Lesen -> Denken -> Schreiben

~T~R~ O - o - O ~ L