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Freitag, 1. Juni 2012, 01:18

erfahrungen/tochter in der klinik

hallo gemeinde,
leider posten hier ja dauerhaft kaum leute, die die erfahrungen mit ihren angehörigen weitergeben.
weiß nicht, woran das liegt, schließlich gibt es doch bestimmt ne menge nutzer, die froh wären, meldungen von der "angehörigenfront" zu bekommen?!
die betroffenen sind im regen austausch, aber die angehörigen? fehlanzeige!
leute, das ist nicht peinlich!
oder lästig! oder nutzlos! oder anstrengend!
ich bin manchmal wirklich frustriert als angehörige, die gerne auch mal input hätte!
aber egal. ich berichte jetzt einfach mal wieder, wie es uns und unserer tochter geht.
seit zwei monaten ist sie jetzt in einer psychiatrischen klinik für kinder und jugendliche, die systemisch arbeitet.
soll heißen, es wird dem "system", in dem der/die kranke lebt, sehr viel wert beigemessen. wir eltern sind jede woche zum gespräch dort. und meine tochter ist jedes wochenende zuhause; jeweils eine übernachtung. sowohl sie als auch wir eltern bekommen einen fragebogen, den wir ausfüllen müssen. und der das wochenende betrifft: was hat wie geklappt. was hat man sich vorgenommen, was erreicht. wie gelungen war das wochenende insgesamt.
sie hat sich ganz gut eingelebt dort, mag ihre "mitpatienten" und ihre betreuer/therapeuten.
aber seit anfang letzter woche bekommt sie, statt der vorherigen kombi:fluvoxamin/sulpirid, das medikament anafranil, da die klinik der meinung war, diese kombi hätte zwar ihr allgemeinbefinden verbessert, sich aber auf ihre zwänge kaum positiv ausgewirkt.
absetzerscheinungern hatte sie keine. aber seit sie das anafranil nimmt, geht ihre merk- und konzentrationsfähigkeit gegen null.
nun hat mich heute eine betreuerin aus der klinik angerufen, um mir mitzuteilen, daß meine tochter mittlerweile nahezu sämtliche termine vergißt, die dort für sie anstehen, und daß sie dafür strafmaßnahmen in kauf wird nehmen müssen.
zwar versuchen sie in der klinik, mit ihr pläne zu erarbeiten, wie sie sich an ihre termine erinnern kann. aber es scheint nicht zu funktionieren.
ich gab in diesem gespräch zu bedenken, daß meine tochter ja vor der medikamenten-umstellung auch nicht so planlos war(was eingeräumt wurde) und daß ich es nicht gut fände, sie jetzt zusätzlich zu dem psychostress, den sie sich wegen der vergesslichkeit eh schon macht(...vielleicht hab ich ja einen hirnschaden...) auch noch abzustrafen.
sie neigt dazu, verantwortung abzuschieben(...wird sich schon jemand drum kümmern, wenn ich es nicht tue...) aber in der klinik, ohne uns eltern, war das bisher nicht so. die betreuerin bestätigte auch meine ansicht, daß meine tochter bis vor gut einer woche noch anders drauf/besser organisiert war.
das deutet für mich klar auf einen einfluß des neuen medikaments hin.
natürlich wollen sie jetzt erst nochmal etwas abwarten; nach 10 tagen setzt man ein neues medikament noch nicht so gerne gleich wieder ab.
aber wie auch immer; ob das mittel nun weiter gegeben oder wieder abgesetzt wird, ich möchte einfach nicht, daß sie "bestraft" wird für ein fehlverhalten, das sie, meines erachtens, gar nicht zu verantworten hat.
in diesem sinne hab ich heute noch mal eine mail an ihre behandelnde therapeutin geschrieben; mal sehen, wie das weitergeht!
soweit für heute,
grüße, katja

2

Freitag, 1. Juni 2012, 15:17

Wünsche dir und deiner Tochter weiterhin alles Gute!

Das mit dem neuen Medikament klingt ja schlecht und dann auch noch Strafen? Oje.

Grüße, Hermit.
Das Leben als solches ist absolut lebensgefährlich und führt mit 100%iger Wahrscheinlichkeit zum physischen Tod.

Lesen -> Denken -> Schreiben

~T~R~ O - o - O ~ L

3

Dienstag, 7. August 2012, 13:24

Inkompetente Klinik, such bitte eine neue.
In einer Psychiatrie sind Strafen (gerade wegen schusseligkeit wegen Medis) nicht fördernd.