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Johny1703

unregistriert

1

Freitag, 29. Juni 2012, 01:01

Hirnstimulation !?

Hallo,

wer hat diesen Beitrag auch gesehen:


Hirnstimulation - Hilfe bei Zwangsstörungen?
Dokumentation Frankreich 2011
gesendet am 28.06. um 22:55 Uhr in der ARD


Wer hat dazu eine Meinung, ob diese Behandlung auch für Patienten mit starken Zwangsgedanken und Vorstellungen geeignet ist?

Beste Grüße

Johny1703

Quovadis

unregistriert

2

Freitag, 29. Juni 2012, 10:31

Ich denke, du meinst diesen Beitrag, der letzte Nacht auf Arte lief:

http://videos.arte.tv/de/videos/hirnstim…n_-6762060.html

Er kann noch 7 Tage online angesehen werden.

Johny1703

unregistriert

3

Freitag, 29. Juni 2012, 12:08

@ Quovadis

Hallo,

danke für die Info.

Diesen Beitrag meine ich.

Gruß

Johny1703

Quovadis

unregistriert

4

Samstag, 30. Juni 2012, 19:31

Ich habe nun die Zeit gefunden den Beitrag anzusehen und er hat mir rein von der Form her sehr gut gefallen. Sehr objektiv gehalten und gut erklärt.

Zum Thema:

So ein Eingriff ist aufgrund von Risiken und Kosten wohl meist der letzte Schritt und niemals eine Lösung für "die breite Maße". Wenn Therapie und Pharmazie jedoch aus welchen Gründen auch immer keine Wirkung zeigen, dann kann ich den Schritt verstehen und bin durchaus positiv überrascht von den Erfolgen. Auch wenn sie wohl bisweilen nicht dauerhaft und/oder geringfügig sind.


Zu Deiner Frage Johny:

Nach meinem logischen Verständnis müsste dieser Eingriff natürlich auch bei reinen Zwangsgedanken helfen. Die Zwangshandlungen sind ja im Prinzip nur der nächste Schritt bzw. das Resultat der Zwangsgedanken, wenn der Patient dank des Impulses in dieser Hirnregion nun die Handlung unterlassen kann, dann natürlich nur, weil der auslösende Gedanke entweder gar nicht, oder aber in erträglichem Masse vorhanden ist.

Nach meinem Verständnis ist ja bei der Zwangserkrankung ein gewisser Teil des Frontalhirns, der Basalganglien und des limbischen Systems überaktiv. Durch den elektrischen Impuls wird diese Region quasi resettet und normalisiert sich. Somit können die Ängste ein gewisses Maß nicht mehr erreichen und Gedanken, ob mit physischer oder rein kognitiver Kompulsion kommen nicht mehr zu Stande.

So habe ich es zumindest verstanden. Sollte ich mich irren, freue ich mich über Korrektur.


beste Grüße

Johny1703

unregistriert

5

Samstag, 30. Juni 2012, 19:55

@ Quovadis

Hallo,

erst mal danke für Deine Einschätzung und Erklärung!

Der Zwangsgedanke (in der Regel sehr belastend) ist ja der Zwangsimpuls! Daraus folgt bei Patienten mit Zwangsgedanken keine Handlung (jedenfalls nicht die den Inhalt des Zwangsgedankens betreffend), außer vielleicht der Versuch durch positive Gegengedanken der eigentlichen Zwangsgedanken erträglich zu machen. Diese Gedanken können auch unerträglich werden, und lösen, bei mir zumindestens, auch die Option diesen kaum erträglichen Zustand mit einem Suizid zu beenden (das gilt aber wirklich nur für extreme Momente).

Die Vorstellung in diesem Extrem verweilen zu müssen, machen das Risiko und den Aufwand einer solchen Behandlung wett. Auch wenn es in jedem einzelnem Fall keine Aussage über den Erfolg oder die Stärke der Besserung gibt.

Wie dem auch sei, hoffe ich, weiterhin mit medikamenteller Hilfe und Verhaltenstherapie die Krankheit nicht völlig die Oberhand gewinnen zu lassen!

D

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