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Zwangsgedanken: ich geh grad echt kaputt

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Lara

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1

Freitag, 25. Januar 2013, 16:42

ich geh grad echt kaputt

ich brauche eure Hilfe :(

ich mache es kurz:

Bei meinem Freund 4te Etage kommen immer 4 Eichhörnchen auf den Balkon über einen großen Baum der hier steht!
Vor Gestern sassen 2 davon auf dem Balkon und haben gerade gefressen!
Das eine saß dann etwas erhöht auf einem großen Stein - und ich hatte die Idee die Balkon Tür zu öffnen und eine Nuß für das Tier raus zu rollen!
Ich dachte noch so: Mensch, warte lieber, sonst erschrecken die sich wieder. Aber Nein, ich meinte es zu gut und machte die Tür auf und in dem Mometn erschracken beide und das eine flog von seinem Stein - und war ganz kurz nicht zu sehn!
Ich dachte: O gott, hoffentlich ist es nicht runter geflogen???
In dem Moment hörte ich unten ein Geräusch und schaute zum Balkon runter, aber das war nur die Tür da dort grad jemand raus kam und auf dem Weg lang ging wie ich sehen konnte! Dennoch hatte ich Angst das das Tier gefallen sei!
Dann ging ich wieder in die Wohnung, und auf einmal sah ich wieder beide auf dem Balkon! Sie liefen dann den Ast des Baumes herunter und waren weg!
Ich war dann eigentlich sicher das es die beiden auch waren - denn wir haben da ja 4 herum laufen - aber ich ging davon aus das es einfach die beiden von (eben) waren! Heute Morgen kam dann ein Hörnchen angelaufen und hatte die eine Vorderhand angewinkelt..... so als ob sie verstaucht oder gebrochen wäre....

hab auch direkt bei einer Notruf Nummer für diese Tiere angerufen und die sagten da kann man erst mal nicht viel machen!
Jetzt sitze ich hier den ganzen Tag schon herum und überlege ob das Tier an dem einen Tag wirklich runter gefallen war weil ich es erts nicht mehr sah( kurz danach ja doch - aber war es das auch oder nicht doch ein anderes?)
Oder ob es einfach unabhngig von der Geschichte diese kaputte Pfote hatte -und es nie einen Sturz gab!
Ich werde fast verrückt mit diesen Gedanken und mache mir Vorwürfe nach dem Motto: Vielleicht hatte es durch MICH ja doch nen Sturz weil es sich erschreckt hat als ich die Tür öffnete und und und...ihr kennt das ja wie das bei uns Zwänglern ist!
Deswegen meine Frage:

WENN das Tier (was eigentlich ziemlich unrealistisch wäre, da dieses Geräusch ja eine Tür war was ich zuerst für einen aufprall hierlte.....aber wenn das Tier jetzt wirklich da runter grfallen wäre........müsste ich mir Vorwürfe machen??

Ich meine - ich überlegte ja noch ein paar Sekunden davor das es sie Tiere erschrecken könnte...

ich muss dazu sagen das es diese Situation schon sehr oft gab!
Tier sitzt oben und frisst etwas - zb. kommt Vogen geflogen - Tier erschrickt läft so schnell das es fast fällt in die Regenrinne - ich sehe Tier nicht mehr und suche unten alles aber auch alles ab ob das Tier gefallen sei!!!
Diese Situation gab es schon 10 mal! Immer wieder mal dachte ich das ein Tier wenn es plötzlich nach hinten kippte ( die sind ja so schnell ) gefallen wäre, und wenige Sekunden später war es dann doch an der anderen Ecke vom Balkon!
Bitte könnt ihr mir grad helfen? Habe am Mittwoch erst Therapie - und werd fast verrückt!!!

danke

girasol1991

unregistriert

2

Freitag, 25. Januar 2013, 17:08

Ehm, bist du Vegetarierin?

Ich finde, du musst dir keine Vorwürfe machen, aber an sich möchte ich mich dazu gar nicht unbedingt äußern, denn indem ich dir versichere, dass du dir keine Vorwürfe machen musst, bestärke ich dich nur in deinem Zwang.
Aber mal ernsthaft, wenn das Eichhörnchen aus dem vierten Stock gefallen sein sollte und es nicht die Haustür war, dann wäre es tot.
Zudem hast du doch selber geschrieben, dass es total häufig vorkommt, dass die erschrocken werden etc. - das ist so ein wenig einfach deren Natur?! Würde ich mal behaupten...

Du solltest von dem 'Trip' runterkommen, dich ablenken und die Gedanken kommen und gehen lassen, denn das was du gerade durchmachst ist halt typisch Zwang ;-) :alarm: weißt du selber, und es wird dich keiner hier wirklich beruhigen können, egal was wir sagen...

polly

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3

Freitag, 25. Januar 2013, 17:17

Hallo Lara,

ich schließe mich girasol an und kann auch grad nicht viel zu deiner Beruhigung beihelfen, ich wollte nur anmerken wie interessant es immer wieder ist, zu sehen was Zwänge über den Zwängler aussagen. Du liebst ja Tiere über alles oder? :-) macht dich supi sympathisch aber ich kann nachvollziehen wie so eine positive Eigenschaft wie Tierliebe einen ganz schnell quälen kann wenn man Angst hat, (auch nur aus Versehen) gegen die eigenen Prinzipien zu verstoßen.

Ganz liebe Grüße

Lara

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4

Freitag, 25. Januar 2013, 17:27

ja, ich liebe diese Tiere von ganzem Herzen!
Danke für eure Antworten :)

ja diese Tiere haben mich schon mal öfters in Angst versetzt...zu oft habe ich dies schon gedacht - das eins gefallen sein könnte wenn ich es nicht sofort gesehen habe! DANN dieser Knall - dann schaute ich runter und dann war da dieser junge Mann der auf dem Weg ging.....dann dachte ich mir:Okay - es kann nur die Tür gewesen sein....!
Diese Gedanken machen einen ja fast verrückt! Wie kann man da am besten gegen ankommen?
Okay, sie kommen und gehen lassen, das geschieht ja schon den ganzen Tag...das schlimmste wäre für mich, wenn das Tier von Heute auf Morgen auf einmal tot da liegt......:( :( :( weil es zb. an den Verletzungen gestorben ist, oder was weiss ich, einer Katze zum Ofer gefallen ist...!

Nein, ich esse hin und wieder Fleisch - wieso fragst du? :) :) glg

girasol1991

unregistriert

5

Freitag, 25. Januar 2013, 18:00

weiß nicht, also wenn du besorgt bist, dass du daran Schuld sein könntest, dass das Eichhörnchen sich verletzt hat, ist es irgendwie paradox, dass du aber Fleisch ist, weil die Tiere da ja bewusst leiden und man das auch weiß. Also ich musste nur schmunzeln, ist aber auf keinen Fall böse gemeint! Zwänge machen nunmal keinen Sinn!


Mmh mit dem Kommen und Gehen lassen ist gemeint, dass du dich nicht verrückt machst und sie nicht überbewertest. Ein gesunder Mensch würde wahrscheinlich so denken: Ok Eichhörnchen hat verstauchte Tatze (nennt man das so?), kann sein, dass ich daran Schuld bin, habe aber bereits nachgefragt ob man helfen kann, das Eichhörnchen wird davon nicht sterben. Gedanke verschwindet und falls er wiederkommt, maßt man dem das zweite Mal nicht mehr so viel Gewicht an.

Einfacher vllt bei einer Zwangshandlung rund um die Kontrolle des Herdes: Gesunder Mensch ist sich unsicher ob der Ofen aus ist, kontrolliert und verlässt das Haus, kommt der Gedanke irgendwann wieder, wird er als nebensächlich betrachtet, denn man hat ja beim Verlassen des Hauses geschaut ob er aus ist und da er aus war, wird er das auch sein.
Verständlicher vllt, was damit gemeint ist?

Ansonsten wirklich: Lenk dich ab, lies was, schau TV, bastel, male, räum auf, geh shoppen, hör Musik, tanz durch die Bude, back einen Kuchen, treff dich mit Freunden und und und...was genau dir hilft, kann ich nicht sagen, da ist jeder anders. Aber wenn du abgelenkt bist, dann sind die Gedanken nicht mehr so dominant und omnipräsent! Mich lenkt shoppen meist total klasse ab :dafuer: oder sonst Musik, manchmal dreh ich echt voll am Rad, so laut es geht die Musik, ich am mitgrölen und durch die Bude tanzen!

Yezrel

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Freitag, 1. Februar 2013, 00:23

@Lara: Ich beobachte Einhörnchen auch gerne. So wie Du das beschreibst, würde ich eher davon ausgehen, dass die Eichhörnchen blitzschnell reagieren und wegspringen. Sie sind wirklich sehr geschickt, wendig, blitzschnell und können hoch springen. Eine Verletzung ist so gut wie ausgeschlossen, so wie Du das schilderst.
Lieben Gruß
Yezrel

Lara

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7

Freitag, 15. Februar 2013, 20:43

Lieben Dank für die lieben Antworten :)
Das Tierchen war in den letzten Tagen wieder da.
Die kleine HAND baumelt zwar hin und her, aber es kann rennen....Mama mia :)

bin das Thema auch in der Therapie durch gegangen und die Therapeutin hat mir auch noch gute Tips gegeben wie ich am besten mit so einer Situation generell im Leben um gehe :)

vielen lieben Dank euch ) :lieb:

Quovadis

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8

Montag, 18. Februar 2013, 15:48

Alleine diese Frage zu stellen und Sicherheit zu suchen ist ein Zwangsritual.

Du willst dir von außen Gewißheit holen und gibst unnötigen Grübeleien und Zwangsgedanken damit immer mehr Kraft.

Man kann ohnehin nicht ändern, was einmal geschehen ist. Niemand!

Yezrel

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9

Mittwoch, 20. Februar 2013, 16:50

bin das Thema auch in der Therapie durch gegangen und die Therapeutin hat mir auch noch gute Tips gegeben wie ich am besten mit so einer Situation generell im Leben um gehe :)


Welche Tipps denn genau?
Lieben Gruß
Yezrel

Lara

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10

Mittwoch, 20. Februar 2013, 17:08

ach das waren verschiedene Tips :)

@ Quovadis : wieso immer diese ganzen "klugen" Sätze?
Manche Menschen sind einfach noch nicht so weit um die Dinge vielleicht so sehen zu können wie du sie siehst!

girasol1991

unregistriert

11

Mittwoch, 20. Februar 2013, 18:32

Alleine diese Frage zu stellen und Sicherheit zu suchen ist ein Zwangsritual.

Du willst dir von außen Gewißheit holen und gibst unnötigen Grübeleien und Zwangsgedanken damit immer mehr Kraft.

Man kann ohnehin nicht ändern, was einmal geschehen ist. Niemand!
[...]

@ Quovadis : wieso immer diese ganzen "klugen" Sätze?
Manche Menschen sind einfach noch nicht so weit um die Dinge vielleicht so sehen zu können wie du sie siehst!
Ich möchte dir da zustimmen Lara, vor allem ist das Forum an sich ja auch dem Austausch gedacht und nun in solchen Situationen ist es vllt erstmal bestärkend vom Zwang, aber man muss langsame, kleine Schritte machen und anfangs sieht das vllt so aus, aber langsam lernt man dann andere Methoden etc. kennen.

Yezrel

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12

Mittwoch, 20. Februar 2013, 20:33

@girasol1991

Du hast auch schon Ähnliches wie Quovadis gesagt. Also von daher finde ich jetzt diese Kritik an Quovadis nicht okay. - Grundsätzlich bin ich aber auch der Ansicht, dass Betroffene hier ehrlich schreiben sollen, wie ihnen zumute ist, auch wenn das noch nicht großartig fortschrittlich ist, was die Therapie betrifft. Es geht ja auch zuerst mal um das Erkennen der Gemeinsamkeiten. Tut auch ganz gut zu sehen, dass andere auch so schräg drauf sind. gg Die Therapie erfolgt dann bei den Fachleuten und nicht hier im Forum.
Lieben Gruß
Yezrel

girasol1991

unregistriert

13

Mittwoch, 20. Februar 2013, 21:07

@Yezrel: weiß zwar nicht was du genau meinst, aber so what dann widerspreche ich mir selber und kritisiere willkürlich herum :)

Quovadis

unregistriert

14

Mittwoch, 20. Februar 2013, 21:42


@ Quovadis : wieso immer diese ganzen "klugen" Sätze?
Manche Menschen sind einfach noch nicht so weit um die Dinge vielleicht so sehen zu können wie du sie siehst!
Ich würde ja jetzt sehr gerne antworten: "Weil ich einfach klug bin!" Aber das wäre schlicht unwahr. ;)

Aber wahr ist, dass ich eine sehr schwere Zwangserkrankung hinter mir habe und alles erdenkliche über Jahre gemacht habe um sie hinter mir zu lassen.
Vieles davon war aber Käse z.B. sich die Sicherheit von anderen Personen zu holen oder zu ergrübeln.

Der Zwang ist die Flucht der Seele auf die Bühne. Um vom eigentlichen Problem abzulenken wird regelmäßig ein neues Stück aufgeführt.
Heute sind es Eichhörnchen, morgen Fischstäbchen in meinem Fall waren es Herd, Schlößer, Steckdosen und vieles mehr.

Die Frage ist nur ob wir uns ins Publikum setzen und uns hingeben, oder ob wir sagen:

"Nein, ich tue mir das jetzt nicht an es gibt im Leben so viel Wichtiges und Schönes und ich habe keine Zeit mich dem nächsten Drama hinzugeben."

Wem meine, zugegebnermaßen subjektiven Aussagen nicht passen, der möge sie einfach ausblenden und drüber hinweg lesen. :)

Yezrel

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15

Mittwoch, 20. Februar 2013, 22:08

@Quovadis

Das hast Du sehr treffend beschrieben. Es gibt einen vielbesagten Satz: Der Narzisst sagt "ich, ich, ich", der Zwanghafte "es, es, es". In gewisser Weise bilden sie also ein Gegensatzpaar, denn der Zwanghafte ist zu wenig bei sich selbst und sucht den Halt in der Verräumlichung seines Lebens. Daran arbeite ich gerade, es geht darum, sich selbst wieder als agierendes Subjekt selbstwirksam zu erleben und sich nicht von den "Dingen" beherrschen zu lassen. Mehr dazu in: In Hoffmann & Hofmann Expositionen bei Ängsten und Zwängen.
Lieben Gruß
Yezrel

Lara

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Donnerstag, 21. Februar 2013, 00:34

Quovadis: Darf ich fragen wie du das geschaffst hast?
Meine Therapeutin sagt immer der Zwang schützt mich vor etwas!
UND sie meint auch das meine ganzen Ängste( hab noch Krankheitsängste und Panikatakken) nicht das eigentliche Problem seien!
Sie meinte auch zu mir: Ich kann gerne mit Ihnen üben Aufzug zu fahren! Aber das mache ich nciht! Weil Morgen ist es wieder ein anderes Problem!!
Das stimmt!
Aber WAS will meine Seele mir sagen?

Ich hatte nie ein gutes Verhältniss zu meiner Mum, sie hat mir nie was zu getraut! Noch Heute kontroliert sie mich und mein Leben, und ihre SPRÜCHE immer wie: Was? Du willst jetzt noch zum Rewe gehen? Nicht das du überfallen wirst! (da hatten wir 20 Uhr)

oder: Nein, du kannst doch nicht auf die Schlittschuh Bahn, wenn du fällst.....!!

Ich könnte dies endllos fortsetzten , aber führt zu nix.
Fakt ist das meine Thera auch der Auffassung ist das diese Probleme aus meiner Kindheit her rühren!

was wäre dein Tip für mich?
Wo fange ich am besten an?
Ist es sinnvoll einen Zwang zu unterdrücken?
WEIL wenn der Zwang ja nicht der wirkliche Grund ist...gib mir bitte einen Tip wo ich mein DENKEN drauf lenken sollte? Schreib mir auch bitte gerne per pn := danke!

Yezrel

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Donnerstag, 21. Februar 2013, 19:32

@Lara: Da beschreibst Du so ziemlich MEINE Mutter. :D

Das ist die klassische Ursache für die Entwicklung von Zwängen: vereinnahmende Familienverhältnisse, die das Kind zum Zwanghaften machen. - Nur indem wir lernen, uns abzugrenzen gegen die Mutter und unser Ich stärken, werden die Zwänge schwächer. Wir müssen also nichts abbauen, sondern unser Ich aufbauen. Die Zwänge sind nur Symptom eines geschwächten Ichs, das durch die Zwänge geschützt wird vor der äußeren Vereinnahmung.
Lieben Gruß
Yezrel

Kathrin

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18

Freitag, 22. Februar 2013, 12:05

yezrel, du pauschalisierst stets die vereinnahmende utter als ursahe, weil du selbst eine solche erlebt hast. das ist doch quatsch.
psychische leiden haben ihren ursprung in unsren erfahrungen, ja, traumata, oder neenen wir es wie wir wollen aber da zählt weitaus mehr dazu als nur ne vereinnahmende mutter....

Yezrel

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Freitag, 22. Februar 2013, 16:21

Hey Kathrin

Ich bezog mich auf ein Post, wo gerade von einer vereinnahmenden Mutter gesprochen wurde. Das ist eine der klassischen Kindheitsauslöser für den Zwang, wie es in der Fachliteratur sehr oft beschrieben wird. Wenn jemand keine solche vereinnahmende Mutter erlebt hat, ist es natürlich wieder ein anderer Auslöser. Du hast da etwas falsch verstanden. Ich habe mich auf einen ganz bestimmten Fall bezogen und nicht auf alle Zwängler. Es hat nichts mit Dir zu tun. Also beruhige Dich.
Lieben Gruß
Yezrel

Lara

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20

Freitag, 22. Februar 2013, 22:43

@ Yezrel

lieben Dank für dein Posting! Genau die Worte wie meine Therapeutin sie zu mir sagte!
Ich mich abgrenzen, und meine Zwänge wären nur da weil ich anderen Dingen einfach nicht (noch nicht) gewachsen bin!