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1

Montag, 11. Februar 2013, 08:22

Mein Sohn hat Zwangsgedanken

Guten Morgen,

Mein Sohn ist nun seit 4 Wochen in einer KJP. Schon seit er ca. 10 Jahre alt ist leidet er an Depressionen. Laut den Ärzten hervorgerufen durch mehrere Nahtoderfahrungen aufgrund einer chronischen Erkrankung.
Seit ca. 1. Jahr hat er unkontrollierte Gewaltgedanken, meistens in Stresssituationen. Zum Glück hat er Sie noch nie ausgelebt ( bis auf einmal in einer Krise wo er sich selbst mit einem Messer geritzt hat )
Die Ärzte in der Klinik sprechen davon, dass es stark in die Richtung von einer Zwangsstörung geht.

Er bekommt im Moment Medikamente sowohl gegen die Depris als auch für die Gedanken und es scheint ein wenig Bergauf zu gehen wobei der Weg sicher noch lang ist.

Ich suche nun auf diesem Weg den Austausch mit anderen Eltern aber auch mit Betroffenen.

Liebe Grüsse

Maite

Yezrel

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2

Montag, 11. Februar 2013, 08:42

Hallo liebe Maite

Freut mich, dass Du auch den Austausch mit Betroffenen suchst und damit signalisierst, dass Du die Zwangsstörung Deines Sohnes aus Betroffenen-Sicht verstehen möchtest. Ich finde das eine gute Voraussetzung, um Deinen Sohn optimal zu unterstützen. Er wird das sicher auch spüren.

Du erwähnst, dass er Medis erhält, geht er denn auch schon in Therapie?

Ich hoffe, er steht gegenwärtig nicht ständig in Todesnähe, sondern befindet sich auf einem stabilen gesundheitlichen Weg.
Lieben Gruß
Yezrel

3

Montag, 11. Februar 2013, 09:13

Hallo Yezerel,

Ja ich möchte gerne verstehen wie mein Sohn "tickt ", denn irgendwie verstehe ich das noch nicht und somit ist unser Umgang manchmal wie das tanzen auf rohen Eiern. Deswegen hier der Austausch.

Er war seit er ca. 11 Jahre alt war n therapeutischer Behandlung, bekam phasenweise pflanzliche Mittel verschrieben die die Depris abfedern sollten. Mit 14 Jahren hat er die Therapie abgebrochen und sich im Herbst letzten Jahres durch Zufall mit einem Kinderpsychologen unterhalten ( als er im Krankenhaus war wegen seiner Haupterkrankung ) dieser arbeitet mit der für uns zuständigen Tagesklinik zusammen und brachte ihn dort Anfang dieses Jahres unter.
Dort stellten Sie aber schnell fest, dass Tagesklinik nicht das Richtige ist und vor allem fand er dort erst den Mut von all seinen Problemen zu reden.

Er bekommt im Moment morgens Medis und jeden Tag verschiedene Therapien. Natürlich Gesprächstherapie, Einzeln und in der Gruppe, Musik und Kunsttherapie, soziales Kompetenztraining ( um seinen Minderwertigkeitsgefühlen entgegenzuwirken ) und noch einiges Mehr.

So ich hoffe, ich habe nicht was wichtiges vergessen, ansonsten immer fragen.

Liebe Grüsse

Maite

Yezrel

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4

Montag, 11. Februar 2013, 10:41

Hallo liebe Maite

Ich musste zuerst etwas grübeln, wie Du das meinst wegen der Tagesklinik und der KJP. Ich nehme an, Du willst damit ausdrücken, dass er jetzt stationär in der Kinder- und Psychiatrie ist und nicht nur tagsüber. Auch das jetzige Alter kann ich nur schätzen, theoretisch könnte er 14 sein oder auch älter, da ich ja nicht weiß, wann er mit diesem Kinderpsychologen ins Gespräch kam nach dem Abbruch mit 14.

Mich würde interessieren, ob Dein Sohn auch schon durch Deinen Erzählstil durcheinandergekommen ist. Gerade für Zwängler sind klare Strukturen und eindeutige Aussagen sehr wichtig, um Halt zu finden in den Worten des Gegenübers. Meine Mutter drückt sich auch oft so ungenau aus, ich weiß nie, worauf sie hinauswill. Deshalb sage ich sehr oft, sie solle sich präzise ausdrücken und auf den Punkt kommen, d. h. vom Ziel aus erzählen, damit ich weiß, worum es überhaupt geht und ich möglichst schnell den Überblick erhalte.

Oder anders ausgedrückt: Meine Mutter ist der Typ, der erzähltechnisch ein Puzzle so zusammensetzt, dass es lange keinen Rahmen aufweist, während ich zuerst den Rahmen des Puzzles zusammensetze, denn das beruhigt ungemein, so ein klarer Rahmen.

Das mag jetzt unwichtig erscheinen, das sehen aber Zwangskranke anders. Da muss alles seine Ordnung haben und klar strukturiert sein, um ja nicht durcheinanderzukommen oder in den nächsten Zwang zu geraten. Das wäre so eine erste Sicht in meinen Betroffenen-Winkel. Vielleicht kannst Du ja etwas wiedererkennen in Bezug auf Deinen Sohn.

Hat er Dir Näheres über seine Nahtoderfahrungen erzählt? Oder macht er schnell zu und deutet nur etwas an? Hat er Angst zu sterben?
Lieben Gruß
Yezrel

girasol1991

unregistriert

5

Montag, 11. Februar 2013, 19:41

Dort stellten Sie aber schnell fest, dass Tagesklinik nicht das Richtige ist und vor allem fand er dort erst den Mut von all seinen Problemen zu reden.
Hey,
ist doch schonmal super, dass er wenigstens dort anfangen konnte, offener zu reden! Wie gefällt es ihm denn auf Station? Ist das ok für ihn oder mag er das so gar nicht?
Er bekommt im Moment morgens Medis und jeden Tag verschiedene Therapien. Natürlich Gesprächstherapie, Einzeln und in der Gruppe, Musik und Kunsttherapie, soziales Kompetenztraining ( um seinen Minderwertigkeitsgefühlen entgegenzuwirken ) und noch einiges Mehr.
Ich muss sagen, mir hat die Vielfalt der Angebote von Therapien etc. sehr geholfen! Ich bin absolute Niete was Malen und Kreativ sein anbelangt, aber die Kunsttherapie, die ich bekommen habe als Zusatztherapie, war super für mich. Hat mir auch sehr, sehr viel gezeigt und geholfen mich näher und besser kennenzulernen und so.
Was für Medis nimmt er? Auch welche gegen die Zwangsgedanken oder wie sieht das aus? Hat er eine bestimmte Diagnose gestellt bekommen?

@Yezrel: Echt? Ich kenne das von mir so gar nicht, ich bin selber so ein Typ Mensch der drumherum labert und so gut wie nie auf den Punkt kommt. :D

Yezrel

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6

Montag, 11. Februar 2013, 20:15


@Yezrel: Echt? Ich kenne das von mir so gar nicht, ich bin selber so ein Typ Mensch der drumherum labert und so gut wie nie auf den Punkt kommt. :D


Okay, ich hab eben noch Kontroll- und Ordnungszwang neben dem Waschzwang. :D
Lieben Gruß
Yezrel

Yezrel

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7

Montag, 11. Februar 2013, 20:17

Sorry, ist ein Zitat von Girasol, worauf ich mich beziehe. Kann ja leider nicht editieren. ^^
Lieben Gruß
Yezrel

girasol1991

unregistriert

8

Mittwoch, 13. Februar 2013, 18:19


@Yezrel: Echt? Ich kenne das von mir so gar nicht, ich bin selber so ein Typ Mensch der drumherum labert und so gut wie nie auf den Punkt kommt. :D


Okay, ich hab eben noch Kontroll- und Ordnungszwang neben dem Waschzwang. :D




aso ja, ok zu som Ordnungszwang würds passen find ich und vllt auch noch zum Kontrollzwang. Andererseits ach kein plan :D